Forum: Politik
Frankreich: Macron will Einkommensteuer deutlich senken
Philippe Wojazer / Reuters

Als Antwort auf die "Gelbwesten"-Proteste hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Steuersenkung angekündigt. Zugleich deutete er eine Rückkehr zur Vermögensteuer an, die er weitgehend abgeschafft hatte.

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kzr 25.04.2019, 20:45
10. Lieber SPON, ich glaube nicht, dass

wir das gleiche gesehen und verstanden haben. Senkung der Einkommensteuer. Ja aber für die "Classe moyenne" und diese sind auch nicht die Wähler von Ihm. Er deutete "keine mögliche Rückkehr zur Vermögensteuer an" sondern hat nur bestätigt was er schon immer dazu offizielle sagte. Es wird in 2020 einen Bilanz gezogen mit entsprechenden Massnahme. "Auf die geplante Schließung von Schulen und Krankenhäusern in der Provinz will Macron bis zum Ende seiner Amtszeit 2022 verzichten" wenn die lokale Behörden es auch nicht zustimmen. Zur ENA: er hat klar die Abschaffung dieser Schule in dieser Form angekündigt.

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loddarcontinua 25.04.2019, 20:46
11. Kann mir nicht vorstellen, dass die über 1 stündige Rede und die

anschließende 1 1/2 stündige Pressekonferenz irgendwas Grundsätzliches ändern. Senkung der Einkommenssteuer, von der nur 45% der Franzosen betroffen sind, löst nicht die Probleme der Gilets Jaunes und der Mindestlohnbezieher. Nur 20% der Abgeordneten sollen nach dem Verhältniswahlrecht gewählt werden. Bei der Reform der Staatsverwaltung blieb er sehr im Unklaren.....ok er sieht sich immer noch als (An-) Führer einer neuen EU....

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28zwei27 25.04.2019, 20:49
12.

Zitat von querdeutsch
Und wie will er seine Wohltaten finanzieren? das Renteneintrittsalter liegt bei 62, real verabschieden sich franz. Beamte im Schnitt mit 58. Dazu Sozialleistungen an allen Ecken und Enden. Kein Wunder, dass Macron noch mehr aus dem EU Haushalt möchte, am liebsten noch einen EU Finanzminister, selbstredend mit franz. Pass. Seine Angela nickt ja alles ab für ein bisschen geheuchelte Zuneigung des Charmeurs.
Sie haben wichtige Fakten vergessen:
Tatsächliche Wochenarbeitszeit 38,1 Std (damit um 2.5Std niedriger als in Dland).
Jahresurlaub F vs D: +4 Tage.

Frankreich, Öffentlicher Schuldenstand in Prozent des BIP = 98,4%

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Hörbört 25.04.2019, 20:50
13. Unklar bleibt der Worte Sinn

Zitat von nesmo
für bessere Vermögensverteilung. Uralter Vorschlag in Deutschland von Links, jetzt wird er in Frankreich praktiziert, weil die Gelbwesten das wollen. Ist das direkte Demokratie oder Erpressung? Jedenfalls soll nun plötzlich etwas funktionieren, was Jahrzehnte lang besonders in Deutschland auch bei SPD-Konservativen als ökonomischer Unsinn galt. Lafontaine samt Gattin werden jetzt begeistert auf Frankreich verweisen, wenn das "scheue Reh Geld" nicht doch Frankreich verlässt.Und was Macron daraus wirklich macht, bleibt abzuwarten.
Wie meinen, bzw. was meinen (Sie)? Die vage versprochene Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder die beabsichtigte Senkung der Einkommensteuer?

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kirschlorber 25.04.2019, 20:51
14. Rente

Macron hat in seiner Rede auch neue Rentengarantien gegeben. Davon können deutsche Arbeitnehmer nur träumen. Seit RotGrün ging es abwärts von einst 65% auf 43%, Beamte ausgenommen.

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christian.kalvelage 25.04.2019, 21:04
15. Versprechen

Marcon kann doch versprechen und umsetzen was er will - die Gelbwesten werden weiter demonstrieren. So langsam sollte man sich in Frankreich mit der Frage auseinandersetzen, wer eigentlich in den sozialen Medien der Antreiber ist. Zu mindestens unterstützten Medien wie RT nach besten Kräften die Reihen der "Empörten". Die sozialen Medien wirken mittlerweile als Brandbeschleuniger - ohne dass man als Brandstifter dafür belangt wird.

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vliege 25.04.2019, 21:05
16. Nesmo

Lese ich da Kritik an einer richtigen Lösung zum gesellschaftlichen Frieden?
Jegliches zurechtzurücken des unbestreitbaren Ungleichgewichts wird von so manchem selbsternannten Leistungsträger als Links oder gar der Weg zurück zum Sozialismus der DDR 2.0 diffamiert. Es sind mittlerweile Jahrzehnte einer Entlastungspolitik für die Wohlhabenden. Jene können sich Ihre Politik dank Lobbyisten/ Berater mittels Spenden oder Anschlusstätigkeit/Drehtüreffekt der politischen Entscheidungsträger erkaufen oder klüngeln. War es vor 10+ Jahren noch hauptsächlich der Bodensatz der Gesellschaft dem u.a. in Deutschland spätrömische Dekadenz vorgeworfen wurde und es außer den betroffenen niemanden interessierte, hat sich die Ungleichheit und immer höhere Abgabenlast/ Lebenshaltungskosten bis in die Mittelschicht gefressen und die strampeln immer mehr um nicht abzurutschen. Diese wird von den "Leistungsträgern" neuerdings als "Minderleister" betitelt.
Eine Demokratie ist mehr als alle 4 Jahre aufgrund von "Wahlversprechen" sein Kreuz zu machen. Der Souverän ist das Volk und wenn die gewählten Volksvertreter seit Jahren Maß und Mitte der Gesellschaft nicht mehr im Blick haben soll man sich über derartige Proteste nicht wundern. Ich wünsche den Gelbwesten weiterhin viel Erfolg.

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Ökofred 25.04.2019, 21:27
17. tolle Idee

Zitat von vicbrother
... und will die Mittelschicht entlasten, während bei uns das Durchschnittseinkommen bei nunmehr knapp 50.000€ liegt und damit knapp unter dem Beginn des Spitzensteuersatzes. JETZT wäre doch mal die Gelegenheit, den SOLI abzuschaffen, das käme den Bürgern und Unternehmen am nächsten und wurde auch vom BVG gefordert.
DAs hilft vor allem den hohen Einkommen, das ist Ihnen schon klar? Toller FDP Vorschlag.

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thompopp 25.04.2019, 21:29
18. Und was hat die Unterschicht davon

Wer eh schon wenig steuern zahlt weil er am Existenzminimum lebt hat doch von einer Steuersenkung fast nichts. Und wer gut verdient verdient halt dann noch a bisserl mehr.

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zynischereuropäer 25.04.2019, 21:46
19. @querdeutsch

Was für ein Unsinn! Frankreich ist EU Nettozahler, für Sie einfach ausgedrückt: es zahlt mehr ein als es herausbekommt. Wohlgemerkt ist das nur rein monetär betrachtet, insgesamt ist die EU ein Bombengeschäft und der Beitrag ein Witz. Im übrigen wäre es schön, wenn "Angela" alles von Macron abnicken würde. Dummerweise ist das genaue Gegenteil der Fall, wie man ja bei seinen zahlreichen Reformvorschlägen sehen kann, die in D seit Jahren auf taube Ohren stoßen. Wenn Sie schon meckern wollen, halten Sie sich doch bitte an die realen Tatsachen.

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