Forum: Politik
Frankreich: Messias der Mitte
REUTERS

Mit Charisma und Optimismus begeistert Emmanuel Macron in Frankreichs Wahlkampf. Für seine Anhänger ist er Revolutionär - für Kritiker ein Utopist ohne Programm. Doch er hat die beste Chance, Marine Le Pen zu schlagen.

Seite 1 von 9
Wembley 13.02.2017, 12:22
1. Erinnert ihr euch noch...?

Einst trat Marins Le Pens Vater, Jean-Marie Le Pen, zur Präsidentenwahl an. Zur Überraschung Vieler gelangte er sogar in den zweiten Wahlgang. Also taten sich alle gegen ihn zusammen und wählten notgedrungen den Kandidaten der Konservativen, Jaques Chirac ("Le Bulldozer"), mit überwältigender Mehrheit in den Elysee-Palast. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Macron diesmal dasselbe passieren. Es ist somit beinahe unmöglich, dass Marine Le Pen Präsidentin von Frankreich wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bestrosi 13.02.2017, 12:22
2. und nach der Wahl?

Rechnet Macron damit, dass "en Marche" auch bei der Parlamentswahl die Mehrheit erhält? Wie will er anderenfalls mit einem LR-Premierminister sein Programm (so er eines hat) durchsetzen? Wo ist er mehr als heißer Dampf, darin M. Schulz nicht unähnlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watch15 13.02.2017, 12:27
3. Auch ihn wird die Realität einholen

Überwindung sozialer Brüche, höhere Renten, Kulturpass, Steuersenkungen ... hört sich für mich an wie das übliche Wahlkampfgeschwafel eines Politiker. Mal sehen was er von seinen Versprechungen noch halten kann wenn es gilt, das alles zu bezahlen. Naja, wenigstens ist er pro-Europa eingestellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_bulldozer 13.02.2017, 12:30
4. Graswurzelbewegung?

Nur weil es bei Wikipedia steht ist der Begriff "Graswurzelbewegung" noch lange nicht schön. Eine wörtliche Übersetzung aus dem Englischen klappt sehr oft nicht (grassroots movement). Wie wäre es mal mit Basisbewegung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eriatlov 13.02.2017, 12:32
5. Ich glaube nicht an Macron

denn er ist ein neureicher Verfechter des "Irgendwie weiter so!" ohne Programm, während Le Pen mit ihrer "Frankreich zuerst Devise" seit Jahren die frustrierten Franzosen hinter sich schart. Und während Skandale Le Pen nicht schaden, kratzen Gerüchte in Paris an seinem Image. Aber wir werden sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
t.h.wolff 13.02.2017, 12:33
6.

Dieser Herr ist ein politischer Giftköder nach Art von Blair und Schröder. Es war doch gerade diese überzeugungslose "Neue Mitte", die Europa auf den Weg des Abstiegs geführt hat. So viele naive Jungwähler kann Frankreich doch nicht haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomas310 13.02.2017, 12:34
7. Licht im Dunkeln

Ich bin Franzose und freue mich, dass endlich frischer Wind in die Politik reinkommt, der nicht gleichzeitig auch rechtsextremistisch oder linksutopisch ist! Ein Beispiel dafür wie man festgewachsene Fronten und ein dekadentes politisches Milieu erneuern kann!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Chefredakteur 13.02.2017, 12:39
8. Er braucht nur zu sagen

dann steht seinen Wahl nichts im Wege!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merkur08 13.02.2017, 12:40
9. Stellt sich die Frage ob er mit 39 Jahren nich tzu jung fuer das Praesidentanamt ist

Und vielleicht noch wichtiger. Ob er in einem Staatsapparat, in dem sich Linke und Rechte seit Jahrzehnten die Pfruende sichern nicht zerieben wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9