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Frankreich: Messias der Mitte
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Mit Charisma und Optimismus begeistert Emmanuel Macron in Frankreichs Wahlkampf. Für seine Anhänger ist er Revolutionär - für Kritiker ein Utopist ohne Programm. Doch er hat die beste Chance, Marine Le Pen zu schlagen.

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Pless1 14.02.2017, 11:31
80.

Zitat von fropen
Seit Blair und Schröder hatten wir Bankenkrise, Spaltung zwischen und Arm und Reich, Deutschland den größten Niedriglohnsektor Europas. Die einzigen die profitierten waren die großen Konzerne während de Mittelschicht schrumpf und die Armen noch ärmer werden, so dass in Deutschland für die Versorgung sogar die Tafeln benötigt werden. Das so viele zu uns wollen, ist nur so, weil seit dem Krieg gegen den Terror der Extremismus im Aufwind ist vor dem die Menschen fliehen. Wenn sie hier sind, finden sie Europa nicht mehr so toll, weil sie merken, dass hier vieles nur Schein ist.
Dass ich mal die Sozis verteidigen muss kommt nicht so oft vor, aber es hilft ja nichts: Dank der unter Schröder geschafften Reformen haben wir in Deutschland die Massenarbeitslosigkeit besiegt, wir haben de facto Vollbeschäftigung. Das ist eine sehr, sehr gute Leistung gewesen! Unbestritten ist, dass zahlreiche Jobs schlecht bezahlt sind. Das liegt aber nicht an gesetzlichen Regelungen der (damaligen) Regierung sondern an den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie - und die ändert man auch nicht mit einer "Kanzlermehrheit". Dass nur Konzerne profitieren ist einfach falsch. Das mag "gefühlt" bei vielen so sein. man sieht eben, dass man selbst als Arbeitskraft recht wenig wert ist - das ist frustrierend. Gleichwohl ist der Lebensstandard in Deutschland nach wie vor einer der höchsten der Welt. Das liegt auch an guten Sozialleistungen des Staates, die sich dieser aber auch leisten können muss. Das Geld dafür kommt durch Steuern zusammen, die weit überwiegend von den Ihrer Meinung nach von den Armen abgespaltenen "Reichen" bezahlen. Das ist auch gut so und soll auch so bleiben - ich zahle meine Steuern in dem Wissen, dass das notwendig und gerecht ist. Aber es ist eben auch gerecht, dass ich auch danach noch mehr habe als die meisten anderen. Das liegt nämlich an der eigenen Leistung - von der indirekt eben auch zahlreiche andere leben. Wie gesagt ist das auch OK so, aber sich dafür auch noch rechtfertigen zu müssen ist eben nicht OK.

Von der Syrienkrise vor gut einem Jahr einmal abgesehen kommen die meisten Menschen, die zu uns wollen nicht aus Kriegsgebieten, das ist Ihnen hoffentlich schon klar, oder?

Und wenn Ihnen hier zu vieles "nur Schein" ist: Dieses Deutschland hat keine Mauer mehr um sich herum, um die Menschen einzusperren. Suchen Sie Ihr Glück gerne anderswo, sie werden sich wundern. Der Schein, den es anderswo vor allen anderen nicht in dem Umfang wie bei uns gibt ist meist der bunt bedruckte vom Staat am Monatswechsel.

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dingstabumsta 14.02.2017, 13:16
81. Zweck Optimismus?

Zitat: Mit Charisma und Optimismus begeistert Emmanuel Macron in Frankreichs Wahlkampf.
Uns Deutschen muss niemand überzeugen wer der bessere Präsident wäre. Die Franzosen werden - so ist zu befürchten - Marie Le Pen wählen, weil Frankreich Wirtschaftlich am Boden ist, durch Einwanderung gespaltender denn je und der Euro und EU resigniert zur kenntnis genommen wird.
Auch wenn es die etablierten Parteien (alle in Europa) es nicht Wahrhaben wollen, es ist ein Riss zwischen Politik, Wirtschaft und Banken und den Bürgern gegangen, der nicht mehr gekittet werden kann.
Die Franzosen sind nicht bereit (so wie wir Deutschen) ihr Leben der Wirtschaft unterzuordnen, sie sind nicht bereit soziale Errungenschaften aufzugeben, damit ein gnadenloses Kapitalistisches Europa überhaupt funktioniert....
Der Euro ist ein aufgedrücktes Übel, welcher rein für den Handel und Bankensektor eingeführt wurde, nicht funktioniert und letztendlich der Bürger die Risiken tragen müssen.
Die EU nimmt den Länder zuviel Eigenständigkeit...das heißt je weniger ich mich mit meinem Land Identifiziere, desto besser.
Wen spricht Herr Macron an? Wohl nur die, die alles so haben wollen, wie bisher, denn es ist einer aus dem Eteblishment, der gerade den Geldadel weiter schützen wird, der Wirtschaft alles ermöglicht..... hat ja bis jetzt auch funktioniert.
Ich glaube daran wird sich die Wahl entscheiden....Charisma ist was feines, aber um Wählbar zu werden, gehört mehr

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 23.02.2017, 00:32
82. Internationale Einheitsfront

Der Parteilinke Hamond und der von der linken Partei Mélenchon liegen in den Umfragen zusammengenommen vorne. Hoffen wir nur, das beide das Leben des Brian gesehen und die Anspielung mit der Jüdäischen Volksfront bzw. der Volksfront von Judäa verstanden haben. Wenn es dann auch noch in Deutschland zu Rot-Rot-Grün kommt und England mit Corbyn auffährt, dann können sich die Orbans, Putins, Poroschenkos, Erdogans und Trumps dieser Welt warm anziehen. Auch in Spanien und Griechenland weht eine ganz anderer Wind als in den braunen Hochburgen dieser Welt. Das Establishment und seine ungeliebte braune Brut kann sich auf was gefasst machen.
Solidarisch statt Arisch!
Klassenkampf statt Rassenkrampf!
Queerfront statt Querfront!

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theanalyzer 11.03.2017, 11:02
83.

Zitat von fropen
..., Deutschland den größten Niedriglohnsektor Europas. Die einzigen die profitierten waren die großen Konzerne während de Mittelschicht schrumpf und die Armen noch ärmer werden, ...
Das ist aber in jeder Hinsicht falsch. Wir haben Vollbeschäftigung (es gibt keine Bewerber auf offene Stellen), und auch die "Armen" profitieren vom Wohlstand. Fast jeder "Arme" verfügt über Wohnung, Auto, Waschmaschine, Fernseher. Das gabs früher nicht. Sie jammern auf hohem Niveau.

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saint-antoine 11.03.2017, 21:38
84. Na Bitte !

Fakten ? alternative Fakten ? oder gar Fake News ?
Was ist jetzt hier die Aussage ?

Bekanntlich aasen die Harz 4 Empfänger geradezu mit Ihrer staatlichen Unterstützung, gilt wohl auch für die Rentner auf Grundsicherung, so üppig ist diese Hilfe !

Darüber diskutieren ist absolut erwünscht, aber einfach Behauptungen ohne fundierte Belege zu präsentieren, ist nicht wirklich hilfreich.

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yossariania 11.03.2017, 23:33
85. Die

Zitat von theanalyzer
Das ist aber in jeder Hinsicht falsch. Wir haben Vollbeschäftigung (es gibt keine Bewerber auf offene Stellen), und auch die "Armen" profitieren vom Wohlstand. Fast jeder "Arme" verfügt über Wohnung, Auto, Waschmaschine, Fernseher. Das gabs früher nicht. Sie jammern auf hohem Niveau.
Armen sind aber nicht das (politische) Problem.
Es gibt immer einen gewissen Teil der Gesellschaft, der ökonomisch abgehängt ist und aus dieser Situation im Regelfall nicht mehr herauskommt. Das hat viele Ursachen, deren Erörterung hier zu weit führen würde. Und es gibt auch immer so 10 bis 15% der Bevölkerung, die seltsamen politischen Ansichten anhängen, das fällt nur in Deutschland nicht so auf, da sie entweder nicht wählen gehen, und wenn doch, ihre Stimmen durch die 5%-Klausel kassiert werden.
Das Problem ist der Mittelstand, der erstens am wirtschaftlichen Aufschwung nicht mehr oder nur zu einem kleinen Teil partizipiert. Im Regelfall sind heute zwei Einkommen notwendig, um über die Runden zu kommen, wo in den achtzigern eines ausreichte. Zwar ist der Wohlstand im Vergleich zu anderen Ländern noch hoch, im Vergleich zur Elterngeneration jedoch gesunken - und für diejenigen, die jetzt in ihr Berufsleben eintreten, sind es noch einmal viel schlechter aus. Auch wer heute gerade zu den statistich "Reichen" aufgrund seines Einkommens gehört, kann in Grosstädten keine grossen Sprünge mehr machen. Gefühlt geht es also mit dem Mittelstand abwärts, und das konstant seit Beginn der neunziger Jahre.
Dazu kommt noch die Angst vor dem sozialen Abstieg, der durch Hartz IV kaum noch abgefedert wird und sehr schnell in die Armut, besonders im Alter, führt. Abgesehen davon, das Sparguthaben, Lebensversicherungen und Baussparverträge aufgrund der Nullzinspolitik an Wert verlieren, fallen sie auch nicht unter das Schonvermögen, sind also im Regelfall weg, wenn das Rentenalter kommt - und damit verlieren die Leute ihre langjährig erarbeitete Altersvorsorge.

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Fragen&Neugier 12.03.2017, 17:45
86.

Zitat von theanalyzer
Das ist aber in jeder Hinsicht falsch. Wir haben Vollbeschäftigung (es gibt keine Bewerber auf offene Stellen), und auch die "Armen" profitieren vom Wohlstand. Fast jeder "Arme" verfügt über Wohnung, Auto, Waschmaschine, Fernseher. Das gabs früher nicht. Sie jammern auf hohem Niveau.
Der Einbruch des Mittelstandes auch in Deutschland war dem SPIEGEL immerhin mal eine Titelgeschichte wert, das ist nicht so lange her.
Es geht auch um die Perspektive, um die Möglichkeit zu sparen, sein Leben zu gestalten und das selbstbestimmt und nicht nur um nackten Konsum und Almosen für die Überzähligen.

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Fragen&Neugier 12.03.2017, 18:00
87.

Zitat von bestrosi
Rechnet Macron damit, dass "en Marche" auch bei der Parlamentswahl die Mehrheit erhält? Wie will er anderenfalls mit einem LR-Premierminister sein Programm (so er eines hat) durchsetzen? Wo ist er mehr als heißer Dampf, darin M. Schulz nicht unähnlich?
Ist doch egal - Hauptsache Le Pen wird verhindert. Seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten einziger Programmpunkt der "guten, demokratischen Parteien" und Wähler ist der "Kampf gegen den grassierenden Populismus in Europa.

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