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Frankreichs Migrationspolitik: Le Pen treibt Macron vor sich her
AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt auf eine härtere Einwanderungspolitik - und nimmt die Schlammschlacht mit den Rechtsextremisten an. Der Grund: Gute Umfragen für Marine Le Pen.

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wielaberger 08.11.2019, 16:15
1. Immer wenn

Europafeindliche Parteien oder auch nur Personen wahlpolitisch Erfolg haben sind Wähler am Werke
welche dank aktueller Politik ausgegrenzt sind oder sonstwie erniedrigr werden!
Einkommen von dem man nicht oder nur dürftig am Rande existieren kann sind regierungsgemacht, hier wie da !
Entweder sozial und ein Mindestmass an Solidarität, oder eben braune Sosse !

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tomxxx 08.11.2019, 16:28
2. Na wenigstens einer der in der Lage ist Fehler zu korrigieren...

es besteht also noch Hoffnung. 2015 hat der westliche Rechtsstaat komplett kapituliert, vor einem ideologischen Aktivismus, der dazu geführt hat, dass der Öffentlichkeit verkauft wurde, dass es Ausdruck dieses Rechtsstaat wäre, wenn genau das Gegenteil der Inhalte der Gesetze geschieht.

Bisher lief das noch ganz gut, die wirtschaftlichen Zeiten waren ja auch extrem gut (bzw. waren wegen der Geld-druck-Orgien all ruhig gestellt). Trotzdem nahm die Demokratie überall schweren Schaden. In Deutschland stürzte die Union von 40 % auf unter 30%, verweigert dabei aber weiterhin in allen Bereichen die Arbeit (wird also noch schlimmer). Die SPD stürzt auf die Einstelligkeit zu, weil sie den Spagat zwischen ihren Reden und der Lebenswirklichkeit ihrer "kleinen Leute" nicht mehr erklären kann. Das erfolgreiche Nachkriegssystem mit den Volksparteien stirbt also vor unseren Augen. Die demokratischen Parteien machen aber einfach lieber die Augen zu, als irgendetwas zu ändern.

Wie geht es weiter? Zuerst werden die Linksradikalen Auftrieb erhalten, weil sie die besseren Agitatoren sind und ihre Lügen sehr gerne mit moralischer Überlegenheit verbinden. Langfristig verlieren sie aber gegen Rechtsradikalen, weil diese weniger chaotisch sind und wenns drauf ankommt straffer organisiert sind.

Unterm Strich also mieseste Aussichten, spätestens wenn jetzt der ganze Müll des Finanzsystems hochkocht, werden die Parteien ein massives Problem bekommen. Die AFD hat aktuell schon 14%, da kann man sich ungefähr vorstellen was passiert, wenn die Leute ihre Ersparnisse verlieren und die AFD sich darauf beruft, dass man das vorhergesagt hat... (aktuelles Faktum dazu: in ca. 1 Jahr wird der deutsche Banksektor als Ganzes in die Verlustzone rutschen, allein wenn die Deutsche Bank kippt, kann man sich fragen, wer diese Riesenbilanz denn stabilisieren soll, die Raute wird das nicht lösen!)

Vielleicht ist Macrons Vorstoß die letzte Chance unser System zu retten!

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josho 08.11.2019, 16:31
3. Was sich heute in Frankreich entwickelt...

....kann morgen bei uns Einkehr halten. Die Einwanderungs-und Ausländerpolitik wird an der Spitze der Themen bleiben, da mögen unsere "normalen" Parteien noch so oft das Gegenteil beschwören. Es war weitgehend auch bestimmend beim Ausgang der Brexit-Abstimmung. Macron schwenkt offensichtlich um. Ob er sich damit einen Gefallen tut, ist zu bezweifeln. Denn das Original kann immer noch eine Stufe höher schalten. Und solange die "nomalen" konservativen Parteien bei uns dieses Thema der AfD überlassen, hat diese bei Wahlen Hochkonjunktu r- ohne ein einziges Plakat zu kleben und ohne eine einzige Veranstaltung zu machen!

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schmidthomas 08.11.2019, 16:34
4. Die Unbelehrbarkeit und Arroganz .....

der Obrigkeit in Frankreich und Italien, bereitet Le Pen und Salvini den Boden. Viele Bürger, in Kürze wohl die Mehrheit, lässt sich das nicht länger gefallen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Le Pen und Salvini die Macht in ihren Ländern übernehmen.
Wer glaubt, das wäre in Deutschland anders, wird sich bald wundern. Wir laufen dieser eigentlich logischen Entwicklung nur etwas hinterher. Die Folgen sind die gleichen.
Wir müssen uns entscheiden. Entweder ein Einwanderungsrecht, das dem Land und seinen Bürgern nutzt UND einen Sozialstaat, der die Zustimmung der Bürger findet oder offene Grenzen für jedermann.

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Fragen&Neugier 08.11.2019, 17:02
5. Was welchem Land nützt?

Zitat von schmidthomas
der Obrigkeit in Frankreich und Italien, bereitet Le Pen und Salvini den Boden. Viele Bürger, in Kürze wohl die Mehrheit, lässt sich das nicht länger gefallen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Le Pen und Salvini die Macht in ihren Ländern übernehmen. Wer glaubt, das wäre in Deutschland anders, wird sich bald wundern. Wir laufen dieser eigentlich logischen Entwicklung nur etwas hinterher. Die Folgen sind die gleichen. Wir müssen uns entscheiden. Entweder ein Einwanderungsrecht, das dem Land und seinen Bürgern nutzt UND einen Sozialstaat, der die Zustimmung der Bürger findet oder offene Grenzen für jedermann.
Ein Land wie Deutschland ist ein territorialer Nationalstaat, dessen "Überwindung" sich die EU-Freunde auf die Fahne geschrieben haben. Gleiche Lebens- und Arbeitsbedinungungen für "alle Europäer" soll das Ziel sein. Wir sind hier nicht in der Bibel, es gibt keine Wunder im realen Leben der Bürger und der Politiker - insbesondere keine wundersamen Vermehrungen. Eines ist klar: ein europäischer Sozialstaat ist nur auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner möglich und der ist sicher nicht auf dem jetzigen Niveau Deutschlands.

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Havel Pavel 08.11.2019, 17:06
6. Unsinn!

Zitat von schmidthomas
der Obrigkeit in Frankreich und Italien, bereitet Le Pen und Salvini den Boden. Viele Bürger, in Kürze wohl die Mehrheit, lässt sich das nicht länger gefallen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Le Pen und Salvini die Macht in ihren Ländern übernehmen. Wer glaubt, das wäre in Deutschland anders, wird sich bald wundern. Wir laufen dieser eigentlich logischen Entwicklung nur etwas hinterher. Die Folgen sind die gleichen. Wir müssen uns entscheiden. Entweder ein Einwanderungsrecht, das dem Land und seinen Bürgern nutzt UND einen Sozialstaat, der die Zustimmung der Bürger findet oder offene Grenzen für jedermann.
Solange hierzulande Milch und Honig und vor allen die Pensionen, Diäten, Gehälter, üppige Renten, usw. noch fließen wird sich ganz gewiss nichts grundlegend ändern, was man ja aus Meinungsumfragen zur Genüge kennt. Es ist nur eine einzige unbedeutende Partei die die Zuwanderung einschränken will, alle anderen wollen genau das Gegenteil davon! Und ja. Hartz 4 wird weiter fließen und mehr und mehr als uneingeschränkten Rechtsanspruch für jeden sich behaupten. Und für wenn es immer noch nicht langen sollte, weil er z. B. starker Raucher oder Trinker ist, so gibt es ja noch die Tafeln wo man sich kostenlos Speis und Trank abholen kann. Deutschland hat zudem wohl auch das beste Sozialsystem, worauf wir stolz sein können und das wissen natürlich auch die Zuwanderer zu schätzen!

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P-Schrauber 08.11.2019, 17:12
7. In Frankreich lässt sich ablesen was bei uns auch kommen wird

selbst in Schweden passiert, der Migrationsbogen Urde überspannt, eine Vielzahl von Wählern sozial und politisch ausgegrenzt, diese wehren sich nun und das mittels der Wahlurne erfolgreich.

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RalfHenrichs 08.11.2019, 17:13
8. Jeder weiß,

dass im Zweifelsfall das Original gewählt wird. Und was werden wohl linke Wähler machen, wenn migrationspolitisch praktisch kein Unterschied mehr zwischen Macron und Le Pen sein wird, Le Pen sich aber eindeutig sozialer als Macron aufstellt? Eben: sie werden Le Pen wählen.

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Spiegelkritikus 08.11.2019, 17:16
9. Utopie und Realität

In dem Maße, wie sich in Frankreich die Migrationsprobleme durch weitere bildungsferne muslimische Zuwanderung und die hohe Reproduktionsrate dieser Bevölkerungsgruppe verschärfen, wird Le Pen an Wählerzuspruch gewinnen. Bei Fortsetzung der bisherigen Politik wäre es also nur eine Frage der Zeit, bis Letztere die Macht in Frankreich übernimmt.

Macron bleibt daher gar nichts anderes übrig, als eine wesentlich restriktivere Migrationspolitik zu betreiben. Nicht nur aus Gründen des eigenen Machterhalts, sondern vor allem zum Wohle seiner Bevölkerung. Er hat erkannt, daß sich die Gesellschaft immer mehr seggregiert in einen autochthonen Teil und einen zunehmenden muslimischen Teil und daß die Integration vieler Muslime nicht möglich ist. Vielmehr bilden sich immer größere, abgeschottete muslimische Parallelgesellschaften mit Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Distanz zu Demokratie bzw. Rechtsstaat.

Deutschland steht mit einer gewissen Verzögerung vor den gleichen Problemen, was allerdings vom polit-medialen Establishment bisher hartnäckig ignoriert wird. Wer auf die Fakteen und die absehbaren negativen Entwicklungen (auch anhand der einschlägigen Erfahrungen im Ausland) hinweist, wird als "Rechter" oder "Rassist" gebrandmarkt.

Wie in Frankreich wird die Bevölkerung die Politik aus existenziellem Interesse früher oder später dazu zwingen, sich der traurigen Realität zu stellen, sich von linksgrünen Utopismen zu verabschieden und eine an Vernunft und Verantwortung orientierte Politik umzusetzen. Anderfalls droht am Ende Bürgerkrieg.

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