Forum: Politik
Frankreichs Reaktion auf Interview der Kanzlerin: "Merkel zerstört Macrons Träume"
AFP

Paris ist tief enttäuscht über die Antwort der Bundeskanzlerin auf die Europa-Visionen des französischen Präsidenten. Nur im Elysée-Palast redet man die Lage schön - zähneknirschend.

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St.Baphomet 05.06.2018, 00:14
170. Verbraucht und alt wie Kohl

am Ende seiner Karriere.
So steht Merkel nun da und ein junger Macron, egal was man von seiner Politik halten will, ich halte davon nichts, geht mit unter.
Die SPD schaut planlos dabei zu.
Marine Le Pen und Gauland feixen derweil fröhlich in die Zukunft.
Entschuldigen Sie bitte wenn ich hier schreibe dass ich dies total zum K. finde.
Sorry.

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Overseasreader 05.06.2018, 00:15
171. Merkwuerdig dass in Deutschland

der Wille zur Gemeinsamkeit durch die Politik konstant Schaden nimmt. Ein Land mit einer uneinigen Politik, wie sie in Berlin sozusagen exsistiert aber nicht regiert, kann ja kein Ausland politisch ueberzeugen. Was produziert wird ist eine schwammige Waschlappenpolitik. Den Weg gemeinsam aufzuzeigen kann man nur wenn man Rueckgrat hat und daran scheint es sehr zu mangeln. Richtungsweisend ist in Berlin politisch garnichts und das ist wohl das Ergebnis, wenn man zu lange am Amt haengt.

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Bananenschale 05.06.2018, 00:34
172. Alternative?

Zitat von Irene56
Aber wie kommt Deutschland dazu, seine Visionen zu finanzieren. Macron strebt ganz klar nach einer Vormachtstellung Frankreichs, ohne dafür zahlen zu wollen oder zu können. Ich kann auch nicht große Pläne machen und erwarten, dass mein Nachbar diese finanziert.
Frankreich hat als Atommacht natürlich eine Vormachtstellung in Europa. Denn wer garantiert eine Abschreckung, wenn es die Angelsachsen nicht mehr tun?

Und es ist kein Schaden, wenn ein Land in einigen Dingen führend ist und eine anderes in anderen. Solange es eine Zusammenarbeit gibt, profitieren alle.

Merkel versteht sich als Administrator von Prozessen. Und natürlich als Lordsiegelwahrer der Interessen Industrie und Hochfinanz vor unbilligen Ansprüchen von Arbeitnehmern, Verbrauchern und Umwelt. Sie kann keine Richtung von einer Zielfläche her denken - auch wenn sie immer so tut bzw. so zu tun versucht. Sie bestimmt eine Richtung für Veränderung aus den momentanen Gegebenheiten in Rahmen der gegebenen Regeln i.S. eine Weges des geringsten Widerstands. Macron hingegen ist ein Filou. Er spricht gerne groß, denkt es auch an, aber laufen müssen dann doch andere. Und dann stahlt er!

Es gäbe einen Ansatzpunkt, wo Macron wirklich etwas bewirken könnte: Reform des Bildungswesens in Frankreich. Und zwar in der Weise, daß es konnektiv ist zu Verbesserung im Bildungswesen in Afrika. Weil diese Frage zugleich auch ein eropäisches ist, gewönne Frankreich auf lange Sicht einen gewaltigen Hebel.

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enzio 05.06.2018, 00:40
173. Einseitige Berichterstattung

Bevor man den Menschen den Mund mit Reformideen für die EU wässrig macht, sollte man ehrlich sagen, wie man diese Ideen wie einen Währungsfonds und einen Haushalt für die Eurozone durch den EU-Rat bringen will. Selbst wenn Deutschland und Frankreich gemeinsam solche Vorschläge einbringen, ist es sehr zweifelhaft, dass sie damit gegen die nord- und osteuropäischen Staaten, gegen Österreich und die Niederlande und womöglich gegen Italien durchkommen. Es mag klappen mit einem Mehr-EU bei gemeinsamer Verteidigung, schon weniger bei dem Aufbau von Frontex, gar nicht bei der Migrationspolitik und überhaupt nicht mit der Vorstellung eines dreistelligen Milliardenbetrages für einen Eurozonenhaushalt von einem EU-Finanzminister ganz zu schweigen. Die Nichtmehrheit -und bei einigen Fragen wäre sogar Einstimmigkeit erforderlich - ist doch offensichtlich. Warum suggerieren die Medien, es fehle nur an deutscher Unterstützung für die Macronideen, und schon würden sie Realität, und warum ist in den Medien gar nichts über die Mehrheitsverhältnisse im Rat zu lesen, zu hören oder zu sehen. So schwierig ist die Erkenntnislage doch auch nicht.

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ingo.adlung 05.06.2018, 00:40
174. Ich quäle mich damit

Zitat von wallaceby
Was glauben sie eigentlich, wer die ganze europäische Zeche bezahlen würde, die von Macron hier großzügigst schon ersponnen wird...? Die Italiener wohl kaum... die haben uns Deutsche nämlich bereits über ihren Mann Mario Draghi die letzten Jahre still und heimlich bereits "enteignet". [...]
Ihren Beitrag so zu kommentieren, dass er nicht der Netikette zum Ofer fällt und nicht veröffentlicht wird. Versuchen wir es ganz ruhig ... lesen sie mal die Daten des statistischen Bundesamts:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Tabellen/RangfolgeHandelspartner.pdf?__blob=publicationFile
dann werden sie feststellen, dass wir im Außenhandelssaldo gegenüber unseren EU Partnerländern Jahr für Jahr irrwitzig hohe Beträge absaugen, diese also unseren Wohlstand finanzieren und nicht andersherum. Die "linken Fantasien" von denen sie schreiben sind Teil der Wirklichkeit und es ist keine Nestbeschmutzerei die Wahrheit beim Namen zu nennen. Ich weiss nicht welchen Parolen Sie aufgesessen sind, aber es wird Zeit aufzuwachen. Übrigens entscheidet Mario Draghi nicht alleine in der EZB und die Italiener sind keinesfalls auf Party aus. Nicht nur ist Italien ein Nettozahler in die EU Kasse, sie haben auch in ihrer Leistungsbilanz einen Überschuß von rund 41 Mrd Euro, wobei sie mit Deutschland ein Negativsaldo haben, wie die meisten ... . Was für Italien fatal ist, ist dass sie ihre Schuldenlast, die Vorgängerregierungen im letzen Jahrtausend aufgehäuft haben nicht losbekommen und dass sie ein großes Wohlstandsgefälle zw. dem reichen Norden und dem armen Süden haben. Und ähnlich wie bei uns stagnieren die Reallöhne seit 20 Jahren. So wählt der Süden M5S und fordert Teilhabe ein und der Norden wählt die Lega, weil sie Angst haben teilen zu müssen. Sie mögen Recht haben, dass es billig ist der EU und Deutschland den schwarzen Peter zu zu schieben, aber die Italiener reagieren halt ähnlich irrational wie unsere AfD Wähler es auch tun. In meinem Wahlkreis gibt es Vollbeschäftigung (Arbeitslosenrate kleiner 3%) und trotzdem wählten 13% AfD. Wenn es Überzeugungstäter sind ist dies schlimm, wenn es Protestwähler sind frag ich mich Protest gegen was? Das es ihnen gut geht? Sindelfingen war mal dank Daimler die reichste Stadt Deutschlands und leistete sich Zebrastreifen aus Carrara Marmor ... zugegebenermaßen einige Jahre her, aber es geht uns hier keinesfalls schlecht und Baden-Würrttemberg insgesamt hat 2017 auf Grund seiner Wirtschaftskraft rund 2,8 Mrd Euro in den deutschen Länderfinanzausgleich eingezahlt. Aber es wird genörgelt wo man hinhört ... und das ist keinesfalls einfach nur die Bruddelei eines Schwaben, die einfach zu seinem Wesenszug gehört.

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nekeos 05.06.2018, 00:43
175. Selstsame Kommunikationsform

Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, dass in diesen Zeiten, in denen die Kommunikation so einfach ist wie nie zuvor, eine Zeitung (FAS) eingesetzt wird, um eine Botschaft von Entscheider zu Entscheider zu vemitteln. Das ist ja so ähnlich wie bei Twitter. Warum reden die Politiker eigentlich nicht direkt miteinander und teilen uns dann ihr Ergebnis mit? Da fehlt doch jeglicher Pragmatismus. Wenn es Probleme gibt, und die EU und der € sind Probleme, dann muss man die Sache anpacken. Dieses unpräszise Gewölk in der Sprache der Kanzlerin, bei allem Respekt, hat man doch satt. Warum haut die Frau nicht mal auf den Tisch und sagt, was passieren muss?

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Bananenschale 05.06.2018, 00:58
176. Wer?

Zitat von HH1960
Und das nicht erst seit gestern. In den letzten Jahren begeht sie schwerwiegende Fehler, die kaum zu heilen sind. Das fing mit dem Staatsversagen 2015/2016 an, geht über die miserable Regierungsbildung, das Versagen beim Dieselskandal, dem Umweltschutz und nun gefährdet sie das besondere Verhältnis zu Frankreich. Ohne Mut, ohne zukunftsweisende Ideen und ohne Plan für ein Deutschland 2025. Wäre sie bloß nicht noch einmal angetreten und wäre die SPD nicht wieder Steigbügelhalter gewesen. Es werden zu viele Chancen verpasst.
Alles richtig. Nur wer hätte denn antreten können? Welche Milbe darf es denn sein?

Das Problem liegt m.E. im dt. Bundetstag, bzw. an seiner Struktur. Der Bundestag hält sich für den Nabel der Welt. Frische Ideen bekommen keine dort Mehrheit. Nein. Erst mal 25 Jahre rumpussieren; vielleicht dann. Regierungen und ihr Personal sind dann auch dem entsprechend. Der Bundestag und seine Entourage wird dereinst im Klo der Geschichte verschwinden wie weiland das ZK der SED, wenn es der Druck der Veränderungen erfordert. Schade um diesen demokratischen Ansatz, aber so wird es sein.

Ich bin kein Anhänger der AfD. Deren Menschenbild ist höchst unerfreulich. Aber es kackt endlich mal einer auf den Tresen, daß es nur so dampft, und zwingt die anderen zum Überdenken ihrer Gewißheiten. Außenpolitisch lähmt das natürlich. Auf lange Sicht ist aber nur so Veränderung möglich: Was ist die Nation? Was ist Europa? Welchen Platz sollen die Menschen darin haben? Konkret: Welche Rechte hat der Verbraucher, wenn die Industrie schon aus Prinzip bescheißt? Was wiegt schwerer: Bedürfnisse von Menschen, z.B. die von Flüchtlinge, oder das System? Außer Floskeln haben die anderen Parteien nichts, aber auch rein gar nichts Substanzielles zu sagen. Der Lackmus-Test des Tatsächlichen widerlegt die sofort. Die AfD hat sehr wohl etwas zu sagen. Ob es gut ist, ist freilich eine andere Frage.

Was hat das nun mit Macron zu tun? Eine Menge. Er sucht eine Antwort unter der Schwierigkeit, daß entsprechende Veränderungen zunächst Wind auf die Mühlen der sg. Populisten sind, aber auch notwendig, um eben diesen auf lange Sicht das Wasser abzugraben.

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schwaebischehausfrau 05.06.2018, 00:58
177. @Interessierter Laie: Sorry, gibt's schon...

Zitat von interessierter Laie
so hieß das Erfolgsrezept, das den ökonomischen Aufschwung und den Erfolg der USA auf Jahrzehnte gesichert hat. Anders als die Russen, suchte man nicht in den Trümmern nach verwertbarem und schaffte es weg, sondern gab Europa Geld um die Verwüstungen des Weltkriegs zu überwinden. Rückblickend war das extrem gut angelegt. Während Osteuropa dahin siechte und nur mit Gewalt gehalten werden konnte entstanden im Westen lukrative Absatzmärkte, neue Handelsbeziehungen und ein friedliches Miteinander. Wir können uns entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen, aber ich wette, das uns unsere Kinder und Enkel verfluchen werden, wenn Europa in ein Zeitalter bewachter Grenzen, der Kleinstaaterei und des Misstrauens zurück fällt.
Es gibt seit Jahrzehnten jedes Jahr einen "Marshall-Plan" - und der heisst EU-Haushalt. Und in dem wird mächtig viel Kohle in "unterentwickelte Regionen und EU-Staaten" gesteckt - und ja, auch zur Entwicklung neuer Absatzmärkte (Osteuropa). Und was mal dazu gedacht war, dass die "Netto-Empfänger" durch das Geld der "Netto-Zahler" leistungsstärker werden und irgendwann auch mal zu Nettozahlern werden, hat sich leider so entwickelt, dass diverse Staaten seit 40 Jahren Nettozahler sind, die EU-Subventionen zu Milliarden in dunklen und mafiösen Kanälen versickert sind und verballert wurden. Und im Unterschied zu den Finanzhilfen des Marshall-Plans, die größtenteils zurückgezahlt werden mussten (insbesondere auch von Deutschland) ist das bei dem jährlichen EU-Marshall-Plan nicht der Fall. Und unsere Kinder werden uns wohl eher verfluchen dafür, dass sie bis 80 schuften werden müssen und die Schulden abbezahlen sollen (weil der Anteil des Schuldendiensts am Staatshaushalt seit Jahrzehnten immer nur gewachsen ist) , die andere Generationen konsumiert haben

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hörwurm 05.06.2018, 01:39
178. Unsinn

Wenn alle Stammtisch-Politiker aufhören würden, in den Foren zu schreiben, würde das Lesen der Zuschriften weniger nervig sein. Alle wissen es immer besser und haben doch keine Ahnung. Macron soll zusehen, dass er seine Reformen für Frankreich erst einmal auf die Beine stellen kann. Nicht alle Franzosen sind darüber glücklich. Mir scheint das ganze wie ein Feldzug Napoleons ohne Krieg. Mensch, Leute! Ein Schulbub, der seine Lehrerin heratet und nun wie Little Nemo mit seinem Bett zu Abenteuern fliegen will. Bislang hat er in Frankreich noch nichts erreicht, seinen eigenen Garten noch nicht bestellt, da will er schon Nachbars Garten umgraben (lassen). Das sieht mir doch nach dem Leistungsdenken eines Pennälers aus. Die vorausschaubaren deutschen Steuerbeschwernisse werden nicht alle Bürger tragen wollen. Ein stärkeres Zusammenwachen der beiden Staaten Frankreich und Deutschland ist zwar wünschenswert, aber was sagen die anderen EU-Partner dazu? Werden beide Staaten zusammengelegt? Wie ist dann der Name dieses Staates, welches die Haupstadt?Paris?

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herjemine 05.06.2018, 02:43
179. Ach die Nationalträumer

...es ist keine Freude Euch hier im Forum über die Schulter zu schauen.
Ich bin im Gegenteil der Meinung dass wir dringlichst die vereinigten Staaten von Europa brauchen. Gerne nach schweizer Vorbild aufgebaut mit 50 Regionen (hallo Bayern, ihr würdet wichtiger werden! Niedersachsen und Katalonien ebenfalls!) mit einem Unterschied: Englisch als Europasprache.
Daneben blieben die einzelnen Sprachen natürlich lokal „gūltig“, so denn Bayern dann nicht lieber Oberbayrisch statt Schriftdeutsch durchziehen möchte (Fränkisch wäre ja nicht mehr dabei, da die Franken ja ihren eigenen „Bundesstaat“ hätten.
Aber ach: Ihr legts ja eher darauf an in einer China-Russlan-USA-Diktatur zu leben: Nach oben buckeln, nach unten treten, Maul halten und konsumieren. Mehr Rechte brauchen weder Nationalträumer noch Facebookler.

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