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Französische Rechtspopulistin: Putin empfängt Le Pen in Moskau
DPA

Kurz vor der französischen Präsidentschaftswahl hat sich Rechtspopulistin Le Pen mit Kreml-Chef Putin getroffen. Man wolle keinen Einfluss auf die Wahl nehmen, erklärte Moskau - doch die Präferenzen sind eindeutig.

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gersco 24.03.2017, 17:09
1. Da zeigt sich mal wieder, wie die rechten Ränder in Europa ticken. Petry wird vor Neid zwar platzen, aber in...

...Frankreich wie in Deutschland oder anderswo sollte man sich gut überlegen, ob Protest sich an der Wahlurne so ausdrücken sollte, in dem man seine Stimme nicht nur verschenkt, sondern sich selbst an der Brandstiftung im eigenen Haus aktiv beteiligt. Putin kann das nur recht sein, sein Interesse besteht sowieso u.a. in der Schwächung Europas und in den rechten Radikalen hat er seine willfährigen Erfüllungsgehilfen.

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Pixopax 24.03.2017, 17:09
2. Ist doch gut!

So macht sie sich ein bisschen mehr unwählbar. Eine ziemlich dumme Aktion so kurz vor der Wahl.

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humorrid 24.03.2017, 17:22
3. Marine und der Bonaparte

Ich verstehe nur nicht warum man im Artikel so oft das Wort "Rechtspopulist" einsetzt und auch die Le Pen als "Rechtspopulistin" abtut, ist es jetzt Mode? Die FN ist in den Kommunen bereits sehr stark vertretten und nur weil die Marine bestimmte Sachen etwas geschickter verpackt als ihr Vater wird die Partei und deren Ansichten nicht weniger radikal oder nationalistisch. Oder hat man Angst zuzugeben, dass in Europa inzwischen offen rechte Parteien zur Etablierten gehören? Und Putin ist natürlich für jede Möglichkeit die Beziehungen zu verbessern, im Klartext Sanktionen zu lockern, dankbar und bereit für seine Interessen jeden zu empfangen. Die Ansichten der Le Pen ist für Ihm dabei kein Hindernis. Aber ist es auch für die EU kein Hindernis gewesen bestimmte rechte Kräfte z.B. in der Ukraine zumindest offen zu tolerieren, wenn nicht zu unterstützen. Also die EU und die Politik sind heutzutage ein ... sagen wir mal geschichtlich sehr interessantes und verwobenes Konstrukt.

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latimer 24.03.2017, 17:24
4. Logisch...

... denn beide wollen Europa zerstören.
Dass Russland an einem schwachen Europa und einem marginalisierten Frankreich interessiert sein muss, ist klar. Dass die Franzosen glauben, dass es ihnen so besser geht, setzt sich aber doch wohl hoffentlich nicht durch...

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Alias_aka_InCognito 24.03.2017, 17:36
5. Tief gesunken.

Putin galt mal als Hoffnungsträger. Nun empfängt er nur noch rechte Randpolitiker aus Europa - und Seehofer.

Russland hätte es haben können, sich in Europa zu integrieren und die amtierenden Staatsoberhäupter Europas zu empfangen und keine rechten Provinzpolitiker, aber man entschied sich, zur Schutzmacht aller Diktaturen und Antiwestler zu werden und selbst eine neue groteske Ideologie der russischen Seele zu etablieren, die auch noch Europa mit einbezieht.
Sie wird in der abgemilderten Formulierung "Postwestliches Zeitalter" genannt.

Damit dürfte Putin auch den Beschwichtigern, Anhängern und Prorussen die Argumente genommen haben, dass man mit Russland reden und kooperieren müsse, da Russland der Schlüsselstaat für die Zukunft Deutschlands und Europas sei.
Postwestliches Zeitalter bedeutet Zersetzung, Infiltration, Subversion und Indoktrination durch russische Propaganda aus allen Poren des Netzes und des Äthers mit dem Zweck der russischen Vorherrschaft und der Vernichtung des Liberalismus, also die Freiheit des Individuums in seinem Geist und Handeln.

Das russische Handeln ist daher destruktiv und nihilistisch. Durch die massive Aufrüstung seitens Russland wird auch noch gedroht nach dem Motto "Entweder ihr mögt oder respektiert uns, oder es gibt ein paar in die Fresse".
Das typische Handeln eines Halbstarken, der von Minderwertigkeitskomplexen zerfressen ist und damit hadert, nicht gemocht zu werden. Als Folge davon folgt das destruktive und kontraproduktive Handeln.

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noch_ein_forenposter 24.03.2017, 17:38
6. Glaube ich kaum

Zitat von latimer
... denn beide wollen Europa zerstören. Dass Russland an einem schwachen Europa und einem marginalisierten Frankreich interessiert sein muss, ist klar. Dass die Franzosen glauben, dass es ihnen so besser geht, setzt sich aber doch wohl hoffentlich nicht durch...
Russland hat ein großes Interesse an einem wirtschaftlich starken Europa als Handelspartner. Das hat sogar zu Zeiten des kalten Krieges prima funktioniert. Deren Rohstoffe haben wir immer gerne abgekauft. Ein Interesse daran, das zu verhindern, haben eher die USA. Siehe auch die hochinteressante Rede von George Friedman von STRATFOR zu diesem Thema.

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unzensierbar 24.03.2017, 17:41
7.

Ich weiß nicht was mit den Nationalisten heute falsch ist. Naja abgesehen davon, dass sie Nationalisten sind. Besuche in Russland haben keiner rechten Bewegung im Westen gut getan. So wird Le Pen vielleicht noch ihre Chancen verspielen.

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bariton65 24.03.2017, 17:42
8. Hoppla ...

... da müssen jetzt aber ganz schnell einige ihre Meinung zu Le Pen ändern, die sich für "links" halten. (Die Petry war doch letztens auch in Rußland - oder hab' ich das falsch in Erinnerung?).

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antares56 24.03.2017, 17:45
9. Warum nicht?

Merkel hat sich mehrfach mit Erdogan getroffen und will im Mai ja auch zu Putin!

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