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Frauenanteil im Bundestag: So treibt die SPD das Paritätsgesetz voran
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Der Frauenanteil im Bundestag ist so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Die SPD will das ändern - und diskutiert nach SPIEGEL-Informationen über drei Optionen für ein Paritätsgesetz.

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Bekannt Bekannt 09.05.2019, 15:27
20. Ach was!

**So mache vor allem derjenige politische Karriere, der ein langjähriges, konstantes Engagement vorweise (die sogenannte Ochsentour) und eine männliche Erwerbsbiografie ohne Unterbrechungen habe.**

Ach was! Derjenige der jahrelang Arbeit in seine Karriere steckt macht dann auch dementsprechend Karriere? WIE UNGERECHT!

Gehts eigentlich noch? Ich bin von unseren Politikern so enttäuscht wie viele andere auch aber dass nun das Ergebniss jahrelanger arbeit und erbrachter Leistung als ungerecht bezeichnet wird ist einfach bescheuert.

Niemand sollte einen Vorteil bekommen vor anderen die mehr Leistung und Arbeit erbringen. Vor allem nicht per Mandat!

Wer Qualitative gute Arbeit leiste sollte auch davon das Ergebniss bekommen.

Was hier vorgschlagen wird ist ein Gesetz der Neidischen, derjenigen die nicht die Arbeit reinstecken wollen um an die Spitze zu kommen.

So langsame treiben wir ab in eine Diktatur der jammernden.

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taglöhner 09.05.2019, 15:28
21. Sargnägel

Der Sigmar Gabriel hat es gestern bei Maischberger für mich überzeugend auf den Punkt gebracht. Die Basis stimmt nicht mehr mit der der alten Volkspartei überein.
Diese Partei hat dem Malocher, der Wochenends mit seinen Kumpels Skat kloppt, Grillschnitzel verzehrt und im Urlaub gerne auch mal nach Malle fliegt nichts mehr zu bieten. Wenn so einer sich heute der Partei anschließen wollte, würde er rausgeekelt.

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Hoppla! 09.05.2019, 15:29
22. Fakenews : Gleichstellungsgebot aus Artikel 3 Grundgesetz

Ich habe mal eben den Artikel 3 gegoogelt und da steht nicht einmal das Wort Gleichstellung oder gleichgestellt da steht nur gleichberechtigt und Gleichberechtigung..... aber das biegt man sich eben heute zurecht wie man will. Es steht aber explizit drin das keiner wegen seines Geschlechtes benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Das wäre aber eine klare Bevorzugung des weiblichen Geschlechtes und eine Benachteiligung des männlichen.

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friedrich_eckard 09.05.2019, 15:31
23.

Mich als Wähler betrifft das ja nicht so sehr - die Partei, die ich zu wählen pflege, ist jetzt schon mit mehr Frauen als Männern im Bundestag vertreten, und zwar m.W. ohne jede interne Quotenregelung. Sie hat eben einfach viele befähigte Frauen in ihren Reihen, und die Parteimitglieder beiderlei Geschlechts sind klug genug, die dann auch entsprechend herauszustellen.

Aber... hmm.. der Gedanke, dass die Vorschlagslisten der rechten Sümpflinge allein deshalb zurückgewiesen werden könnten, weil das - von wenigen unrühmlichen Ausnahmen abgesehen - "Männerbünde" sind, die niemals die erforderliche Zahl an Kanidatinnen zusammenbrächten, welche Tatsache dem politischen Urteilsvermögen von Frauen im allgemeinen, die diese Truppe ja auch weit unterproportional zu wählen pflegen, ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellt, während sie wiederum andererseits dazu führt, dass im rechten Sumpfe schon gelegentlich das Frauenwahlrecht in Frage gestellt wird... also: dieser Gedanke hätte schon etwas für sich.

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freigeistiger 09.05.2019, 15:31
24. Gleichberechtigung gilt für alle

Beispiel FDP. Der Frauenanteil beträgt 21 Prozent. Sie sollen jetzt gesetzlichen Anspruch auf 50 Prozent der Mandate haben. Frauen erhalten das Zweieinhalbfache der Mandate. Weil es für Frauen ist, ist es definitionsgemäß Gleichberechtigung. Das ist feministische Mathematik. Wer vorsätzlich diskriminierende und damit rechtswidrige Gesetze macht ist eine Gefahr. ___ „So mache vor allem derjenige politische Karriere, der ein langjähriges, konstantes Engagement vorweise (die sogenannte Ochsentour)“. Auch für Frauen gilt fördern und fordern. Nicht nur Erwartungen und Forderungen. Das ist das Prinzessinnen-Syndrom.

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fluxus08 09.05.2019, 15:33
25. Wer hält denn Frauen davon ab,

für den Bundestag zu kandidieren? Niemand.
Eine derartige Quote würde nur wieder dazu führen, dass in den Bundestag nicht die besten Poitiker kommen, sondern bevorzugt die, die ob ihrer Unfähigkeit im realen Berufsleben schlechte Chancen hätten und jetzt für lau in den Bundestag kommen, weil irgend eine Quote erfüllt werden muss und die ein oder andere einen Versorgungsposten anstrebt.

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wjr69 09.05.2019, 15:38
26. @17:

Zitat von rsl1411
Was mich interessiert: Sorgen die Grünen und die Linken mit entsprechenden Maßnahmen denn auch dafür, dass bei ihnen die Männer nicht weiter unterrepräsentiert sind? "Bei den Grünen (58 Prozent) und der Linkspartei (54 Prozent) überwiegen hingegen die Frauen."
Der Witz ist ja: Nach ihren Statuten sind bei Grünen und Linken 50 % Frauen eine absolute Untergrenze, reine Frauenlisten wären nach ihren Satzungen möglich. Diese Chance würde sie für eine Quote aufgeben. Ihnen ist es lieber, der Konkurrenz auch eine Quote aufs Auge zu drücken, als mit eigener Frauenfreundlichkeit zu werben.

Aber Frauen würden ja (nach Grünen und Linken) gerne kandidieren, können aber nicht, weil sie vom Patriarchat zumindest strukturell an den Herd gefesselt sind. Was heutzutage und gerade bei den Frauen dieser Parteien eine eher krude Vorstellung ist.

Das Grüne und Linke immer etwas mehr Frauen als Männer im Parlament haben, liegt daran, dass sie kaum Direktmandate erzielen, die ungeraden Listenplätze für Frauen reserviert sind und es für den Bundestag nicht eine Bundesliste, sondern 16 Landeslisten gibt. Wenn im Extremfall in allen 16 Ländern eine ungerade Zahl zum Zug kommt, hat man bis zu 16 mehr Frauen als Männer im Parlament. Diese Ungleichverteilung könnte man nur über eine Bundesliste lösen, was aber die Parteien noch mehr vom Volk entfernt (s.o. Text zur Halbierung der Wahlkreise).

Nach dem Paritegesetz könnte es also bei Parteien, die Männer auf die ungeraden Plätze setzen würden und die im wesentlichen nur Listenmandate erzielen (mutmaßlich FDP und AfD), immer noch zu einem leichten Männerüberhang kommen, was wahrscheinlich den nächsten dringenden Korrekturbedarf auslösen wird...

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eckawol 09.05.2019, 15:41
27. Das Denken und Handeln wird hochdelegiert,

indem man von vornherein vorsieht, dem Bundesverfassungsgericht ein Gesetz zur Entscheidung vorzulegen, obgleich zur Zeit bereits Juristen , zum Bsp. der wissenschaftl. Dienst des Brandenburger Landtages , ein ParitätsG für verfassungswidrig halten. Sollte ein ParitätsG vor dem BVerfG keinen Bestand haben, dann werden die ein ParitätsG fördernde Parteien einen "Schuldigen" nach dem Motto, "wir haben uns bemüht",ausmachen können.
Abgeordnete, die handeln ohne zu denken, gehören nicht in ein Parlament.

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Zeitwesen 09.05.2019, 15:44
28. Der Grund

Der Grund für die geringe Anzahl der Frauen im Parlament wird gar nicht angesprochen: Frauen sind kaum politisch aktiv in den Parteien selbst.
Es liegt ja nicht an den Parteien, weil diese keine Frauen wollten, es liegt an den Frauen die scheinbar weniger Interesse an Politik haben, bzw. an einer Mitgliedschaft in einer Partei.
Wenn eine Partei aber nur einen Frauenanteil von 20% hat, aber im Parlament dann mit einem 50% Frauenanteil sitzt, hat dies nunmal einen Qualitätsverlust zur Folge....dies wäre umgekehrt genauso.

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wjr69 09.05.2019, 15:47
29. @23

Zitat von friedrich_eckard
die Partei, die ich zu wählen pflege, ist jetzt schon mit mehr Frauen als Männern im Bundestag vertreten, und zwar m.W. ohne jede interne Quotenregelung.
Es gibt nur 2 Parteien, die mehr Frauen als Männer im Bundestag haben: Grüne und Linke. Und beide haben eine Quote. Sie kennen wohl ihre Favoritenpartei nicht.

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