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Frauenanteil im Bundestag: So treibt die SPD das Paritätsgesetz voran
picture alliance/dpa

Der Frauenanteil im Bundestag ist so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Die SPD will das ändern - und diskutiert nach SPIEGEL-Informationen über drei Optionen für ein Paritätsgesetz.

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wjr69 09.05.2019, 17:45
50. @ 48 Frauen sind gleichbeRECHTigt!

Das heißt, es ist endlich eine Regelung zu finden, die neben der aktiven auch eine angemessene passive Wahlberechtigung von Frauen ermöglicht. Es wird nicht erwartet, Parlamentssitze für Frauen zu "reservieren". Es sollte zudem unstreitig sein, dass Art. 3 (2) GG die bestehende Männerdominanz in den Parlamenten nicht ad ultimo schützt oder gar verlangt.

Erstens dienen die starren Regelungen gerade der Reservierung von Plätzen für Frauen, es soll doch UNABHÄNGIG vom Wahlergebnis garantiert sein, dass zumindest annähernd die Hälfte der Parlamentssitze mit Frauen besetzt sind! Zweitens streitet NIEMAND den Frauen das RECHT ab. sich für ein Mandat zu bewerben! Und es ist Drittens einfach Unfug, sinngemäß zu behaupten, dass Männern der rote Teppich in der Politik ausgerollt wird, während die Frauen (virtuell) alle in Ketten gelegt und an der politischen Arbeit gehindert werden! Umgekehrt wird ein Schuh draus: Weil in allen Parteien mehr Männer als Frauen sind, werden doch jetzt schon (mit Ausnahme der AfD) Frauen "zum Jagen getragen" und hofiert, damit sie Ämter übernehmen.
Politische Ämter muss man auch wollen. Aber es ist ja unendlich bequemer, alles dem bösen Patriarchat in die Schuhe zu schieben!

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Kurt-C. Hose 09.05.2019, 17:56
51.

Zitat von Siebengestirn
Das allerdings aus einem ganz anderen Grund als Sie meinen. Unsere Staaten (Bund und Länder) und seine Wahlberechtigten haben es seit 1949 nicht geschafft dafür zu sorgen, dass zumindest die Möglichkeit besteht, unsere auch beide (inzwischen drei) Geschlechter repräsentierenden Parlamente in etwa auch mit einer gleichen Anzahl von Männern und Frauen zu besetzen. Das heißt, es ist endlich eine Regelung zu finden, die neben der aktiven auch eine angemessene passive Wahlberechtigung von Frauen ermöglicht. Es wird nicht erwartet, Parlamentssitze für Frauen zu "reservieren". Es sollte zudem unstreitig sein, dass Art. 3 (2) GG die bestehende Männerdominanz in den Parlamenten nicht ad ultimo schützt oder gar verlangt. Im Übrigen wird ein höherer Frauenanteil in den Parlamenten der Qualität der Arbeit aller Voraussicht zugute kommen. Diese Erwartung entspricht jedenfalls meinen langjährigen beruflichen Erfahrungen, die ich aus Leistungsvergleichen zwischen Männern und Frauen gewonnen habe.
Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus Frauen....
Das GG sichert gleiche Chancen - nicht gleiche Ergebnisse. Wenn Frauen Männer wählen, mag Ihnen das nicht gefallen, aber das nennt man Demokratie.

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Kurt-C. Hose 09.05.2019, 18:01
52. Gleichheit für Männer und Frauen

Ich finde, im gleichen Zug sollte der Staat auch dafür sorgen, dass in den Gefängnissen mindestens ebenso viele Frauen wie Männer sitzen, weil der Zustand, dass man mehr Männer zu Gefängnisstrafen verurteilt als Frauen, an Sexismus kaum noch zu überbieten ist.

Gleichzeitig sollte das Rentenalter von Frauen auf das gleiche wie das der Männer angehoben werden - Moment nein, auf ein höheres, wegen der höheren Lebenserwartung.

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hoppelkaktus 09.05.2019, 18:50
53. Diese Geringschätzung demokratischer Spielregeln - das ist doch wohl nur eine Posse, oder?

Ach, Gott. Man könnte ja auch versuchen, durch fleißige psychologische Feinarbeit direkt am Manne das sowieso nur sozial konstruierte männliche Geschlechtsempfinden etlicher unserer Parlamentarier einer gediegenen Gendergrundwäsche zu unterziehen. Zahlreiche auf diese Weise aus ihrem gesellschaftlich aufgezwungenen maskulinen Geschlechterknast befreite wiedergeborene Frauen (sowie ebenso natürlich einige selbst ganz neu erkennenende Transpersonen) würden unsere Parlamente der, geschlechtlichen Zusammensetzung nach, ohne Zweifel dem so wünschenswerten, von vielen geforderten hochvernünftigen Pari Pari ein gutes Stück näher bringen.

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kaiser.friedrich 09.05.2019, 19:54
54. Falschdarstellung im Artikel

Im vorletzten Absatz wird behauptet, dass das Grundgesetz im Artikel 3 die Gleichstellung von Mann und Frau fordert.

Das ist falsch. Artikel 3 fordert die Gleichberechtigung, das ist *nicht* das gleiche.

Die Ausgangsvorraussetzungen sollen für alle gleich sein, *nicht* das Ergebnis. Letzteres haengt von individueller Leistung ab.

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Beagle-Fan 09.05.2019, 21:48
55. Nein

Zitat von latrodectus67
Viel besser wäre meiner Ansicht nach ein britisches System und eine Verdopplung der Wahlkreise. Damit wären Listen und die damit verbundene Macht der Parteienseilschaften endgültig Vergangenheit. Es gäbe keine Überhangmandate mehr. Man brauchte keine 5% Hürde mehr. Und jeder Abgeordnetet müsste seinen Wahlkreis von sich überzeugen.
Weniger Wahlkreise bringt weniger Abgeordnete. Man nimmt eine Deutschlandkarte, fängt am obersten Zipfel an und legt immer zwei benachbarte Wahlkreise zu einem Wahlkreis zusammen. Die Wahlkreise sind staatlich vorgegeben und nicht Parteieigentum. Schon hat man aus 700 Abgeordneten die Hälfte weg.
Was ist daran so schwierig? Hier sieht man schön, worum es wirklich geht. Um Cash und Posten. Nichts anders. Wenn eine Partei verliert ist es nun mal der Wille des Wählers.

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Robert_Rostock 09.05.2019, 21:57
56. Kumulieren und Panachieren

Bei den Landtagswahlen in Bremen und Hamburg sowie bei diversen Kommunalwahlen gibt es das sogenannte Kumulieren und Panachieren, das heißt, der Wähler hat mehrere Stimmen und kann diese frei auf die Kandidaten verteilen, kann also auch die Reihenfolge der Listen verändern, für Kandidaten von weiter hinten stimmen.
Grund für die Einführung war, dem Wähler mehr Einfluss zu geben, weg von den starren Listen, kurz: Mehr Demokratie wagen.

Mit dem geplanten Paritätsgesetz ist dies Regelung unvereinbar, das braucht starre, unveränderliche Listen, da darf der Wähler keinesfalls zuviel ändern können. Kurz: Lieber weniger Demokratie wagen.

Ich kenne noch ein langjährig bewährtes Wahlsystem, bei dem garantiert die richtige Verteilung Frau/Mann herauskam, ja sogar der Wähler vor der Wahl falscher Parteien geschützt wurde. Wie wäre es denn damit?

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Beagle-Fan 09.05.2019, 22:18
57. Nein

Weniger Wahlkreise bringt weniger Abgeordnete. Man nimmt eine Deutschlandkarte, fängt am obersten Zipfel an und legt immer zwei benachbarte Wahlkreise zu einem Wahlkreis zusammen. Die Wahlkreise sind staatlich vorgegeben und nicht Parteieigentum. Schon hat man aus 700 Abgeordneten die Hälfte weg.
Was ist daran so schwierig? Hier sieht man schön, worum es wirklich geht. Um Cash und Posten. Nichts anders. Wenn eine Partei verliert ist es nun mal der Wille des Wählers.

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