Forum: Politik
Freihandelsabkommen: US-Regierung drängt auf TTIP-Deal noch in diesem Jahr
DPA

"Wir wollen TTIP": US-Ministerin Penny Pritzker verteidigt die Geheimverhandlungen zum Freihandelsabkommen, gesteht Fehler ein - und geht in einem entscheidenden Punkt auf die Europäer zu.

Seite 1 von 30
jasuly 24.04.2016, 07:30
1.

"US-Regierung drängt auf TTIP-Deal noch in diesem Jahr" *** Ich dränge dagegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mister Stone 24.04.2016, 07:36
2. Peinliche Propaganda

Ich habe selten ein so glattgebügelte Steilvorlage für die Selbstbeweihräucherung eines Interviewpartners gelesen. Diese TTIP Propaganda wird immer peinlicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ThinkItOver 24.04.2016, 07:38
3. Eile ...

... kann im Geschäftsleben oft ein Zeichen von bewußter Täuschung der Seite sein, die auf Eile drängt. Denn läßt man dem Anderen ausreichend Zeit, zu überlegen, kommt er möglicherweise genau auf das Haar in der Suppe, das er mit Sicherheit nicht akzeptieren wird.

Daher ... Eile mit Weile ... alles andere ist schlicht verantwortungsloses Handeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fleischwurstfachvorleger 24.04.2016, 07:43
4. Danke

für diese ehrliche und erschöpfende Auskunft bzgl. Schiedsgerichten. Amerikanische Anwaltskanzleien und amerikanische Konzerne haben damit also schon Milliarden verdient, deswegen würde man fremde Staaten gerne weiter und intensiver ausbeuten.

Weg mit den Schiedsgerichten - in jeder Form. Basta.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ironpolem 24.04.2016, 07:44
5. Mit 62 Jahren

werde ich noch zum Antiamerikaner.
Wo ist unser Deutschland, das 40 Jahre dem Ostblock als Beispiel für die Überlegenheit des demokratischen Systems diente? Wo ist die soziale Marktiwrschaft? Wo sind die Regeln und Grenzen des Kapitalismus geblieben?
Warum soll/muß Deutschland und Europa so werden wie Amreika, Waruzm dürfen wir nicht eine eigene Seele und eigene Bedrüfnise haben. England tritt vielleicht aus. Die wollen nicht Teil des großen Eintopfs werden, der da zusammengebraut wird.
250.000 Demonstranten in Berlin, gestern 90.000 in Hannover.Über jeden Fasnachtsumzug berichten die Medien mehr. Da müssen sich die Medien nicht wundern, daß man sie beschimpft. ES gab eine Zeit, da wurden Executive, Judictive und Legislative getrennt. Es muß wieder soweit kommen, daß Politik, Medien und Wirtschaft getrennt werden.
"Wir bracuhen die EU, die kommt uns zugute". "Uns geht es doch gut".
Das Schlimmste dabei ist, wir können diese Leute, die unsere Politiker manipuliren oder bezahlen, nicht abwählen. "Die Wirtschaft" das ist keine übergeordnete Macht. Dahinter stehen Privatinteressen und nicht Gemeinwohl. Erst machten sie unsere soziale Marktwirtschft plat, dann ruinierten sie unser Rentensystem, dann schcikten sie uns den Fiananzskandal und nun TTIP. Was ist noch drin, in der Büchse der Pandorra?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r.muck 24.04.2016, 07:49
6. Investorenschutz?

Damit steht und fällt TTIP.

Schiedsgerichte in der Form wie sie für TTIP geplant sind, sind ja nichts Neues. Nur, sie sind dafür gedacht, die Rechtsunsicherheit die in manchen Ländern herrscht, auszuschalten.

Für Europa und die USA und auch für Kanada bei CETA völlig überflüssig. Oder will jemand behaupten, dass die Gerichtsbarkeit in den Vertragsländern nicht korrekt ist?

Und sind Schiedsgerichte, in der Regel besetzt mit Anwälten der Mega-Kanzleien, die auch von klagewilligen Konzernen beschäftigt werden, wirklich unabhängig?

Und ein Letztes, auch die Ministerin Penny Pritzker betont auffällig die kleinen und Mittelbetriebe. Nur- gerade die können sich solche Verfahren gar nicht leisten.

TTIP ist ein Abkommen zu Gunsten der Multinationalen Konzerne, Mittelstand und Bürger bleiben auf der Strecke.

Handelshemmnisse wie Zölle und Normen etc. lassen sich ohne TTIP beseitigen.

TTIP muss weg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chemo13 24.04.2016, 07:49
7. metrisches Maßsystem ist Standard

Sie möchten Standards vereinheitlichen und gleichzeitig auf die Europäer zugehen? Na dann führen sie doch morgen als einen ersten Schritt das metrische Maßsystem ein und schaffen das imperiale auf inch, yard, feet und miles beruhende System ab. Wissenschaftler fordern das schon lange und das würde Industriestandards vereinheitlichen. Und wenn sie das ihrer Bevölkerung verkauft haben und es eingführt haben, dann können wir gern weiterreden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
warkeinnickmehrfrei 24.04.2016, 07:50
8.

Wer die Gewinner und die Verlierer eines solchen Abkommens sind, kann sich jedermann am Beispiel des langjährig bestehenden Freihandelsabkommens zwischen den USA und Mexiko gerne vergegenwärtigen. Verlierer sind zum Beispiel die Arbeiter in der mexikanischen Landwirtschaft oder die Industriearbeiter in den USA, Gewinner die Eigentümer von Produktivmitteln und Kapital.Von den vor Abschluss gemachten grossen Versprechen ist für den mexikanischen Normalbürger keines eingetreten, im Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sci_comments 24.04.2016, 07:52
9. So sieht also Partnerschaft aus

Zitat: Wir in den USA arbeiten eng mit dem Kongress zusammen, wenn es um unsere Vorschläge zu TTIP geht und darum, den Stand der Verhandlungen zu diskutieren. Kongressmitglieder sehen jeden Text, bevor wir ihn in die Verhandlungen einbringen....

Deutsche Parlamentarier bekommen im berüchtigten "Leseraum" Texte erst nachträglich zu sehen, müssen Handys abgeben, dürfen keine Notizen machen, und haben de facto keinen Einfluss auf den Stand der Verhandlungen. Sie dürfen am Ende nach dem "friss oder stirb"-Prinzip abstimmen, wobei ihnen ein Nein als Jobvernichtung usw. angekreidet würde.

Wie soll man an faire "Partnerschaft" glauben wenn schon beim Ehevertrag elementare Prinzipien einer Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe verletzt werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 30