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Freisprüche in Griechenland: Kaffee-Attacke auf deutschen Konsul bleibt ungeahndet
AP

Die Kaffee-Attacke auf den deutschen Generalkonsul in Thessaloniki hat keine juristischen Konsequenzen. Die drei Beschuldigten bestreiten den Vorwurf der Gewaltanwendung und Beleidigung - ein griechisches Gericht sprach sie frei.

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mrblond1981 29.11.2012, 17:03
30. Jetzt nach 2 Wochen .....

Jetzt nach 2 Wochen geht wohl die Deutsch-Griechische Freundschaft den Bach runter.
Zitat von Kurt Köster
Dies vorausgeschickt, bin ich dennoch der Meinung, die Sache nicht allzu hoch zu hängen. Die deutsch-griechische Freundschaft ist schon stark genug belastet. Weitere Belastungen könnten auf sie zukommen, sobald der unvermeidliche Schuldenschnitt publik wird. Die griechische Volksssele kocht.
Vor 14 Tagen schrieben Sie noch im Zusammenhang zur Attacke auf einen deutschen Konsul:
Zitat von Kurt Köster
An der deutsch-griechischen Freundschaft ändert sich dadurch nichts. Im Gegenteil: Wir Deutsche werden in Griechenland als Helfer in der Not gesehen und genießen einen hohen Sympathie-Bonus.
Na werden wir immernoch als Helfer in der Not gesehen und genießen immernoch unseren Sympathie-Bonus? ;-)

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phaeno 29.11.2012, 17:12
31. @carvinger

Erlauben Sie mir einen Widerspruch: Nicht "die Griechen" haben über ihre Verhältnisse gelebt, sondern eine kleine Gruppe von Superreichen, die, wie Sie richtig bemerkt haben, Ihre Milliarden bereits in die Schweiz verschoben haben.
Die, auch harsche Kritik an Merkel ist allerdings aus einem anderen Grund berechtigt: Deutschland ist der Hauptzahler von Finanzmitteln, die wiederum in den Taschen von Banken, nicht aber bei der Bevölkerung landen. Die Austeritätspolitik der Bundeskanzlerin ist aber ein wesentlicher Grund, warum die südeuropäischen Staaten nicht mehr auf die Beine kommen. Das Drängen darauf, Staatseigentum zu verkaufen ist das Gleiche, als würde man von einem Schreiner mit Schulden verlangen, seine Säge zu verkaufen. Deutsche Politik zielt also im Wesentlichen darauf ab, diese Länder weiter zu ruinieren und ihre letzten Reserven internationalem Kapital zugänglich zu machen.

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kuschl 29.11.2012, 17:18
32. .

Zitat von Cassandra105
Angesicht dessen, was wir mit dem Volk dort machen, wozu wir keinerlei Recht haben, sollte man froh sein, dass das harmloser Kaffee ist und kein Blei - ob nun flüssig oder fest.
Ja, was machen wir eigentlich mit diesem Volk, außer demnächst für
die von diesem Volk gemacht Schulden zu bezahlen. Dazu haben wir eigentlich in der Tat kein recht, denn die Maastrichter Verträge , die auch Griechenland unterschrieben hat, besagen, das kein Volk für die Schulden eines anderen Volkes aufkommen darf. Meinten Sie das?

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hman2 29.11.2012, 17:48
33. Huch

Zitat von Kurt Köster
Schon die Tat - ein Konsul wird mit Kaffee übergossen - ist von grotesker Geschmacklosigkeit.
Genau wie die deutsche Forderung, dass einem griechischen Busfahrer der Monatslohn von 600 auf 400 Euro gekürzt werden muss, damit der griechische Busfahrer ausbadet, was die griechische Oberschicht verbockt hat, und wovon die deutsche Rüstungsindustrie mächtig profitiert hat: Der lokale kalte Krieg mit dem irrsinnigen Rüstungswettlauf mit der Türkei (die wir auch ausgerüstet haben, nebenbei bemerkt)...

Aber sowas kümmert jemanden von der "S"PD ja schon lange nicht mehr, gell Herr Köster?

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astromerit 29.11.2012, 17:51
34. Ophthalmos anti ophthalmou

Gehört der Hinweis auf die NSU und ihr griechisches Opfer auch zur Nazikeule?

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Holledauer 29.11.2012, 17:56
35. Auch Ihr erster Absatz entspricht nicht der Realität!

Zitat von phaeno
Erlauben Sie mir einen Widerspruch: Nicht "die Griechen" haben über ihre Verhältnisse gelebt, sondern eine kleine Gruppe von Superreichen, die, wie Sie richtig bemerkt haben, Ihre Milliarden bereits in die Schweiz verschoben haben. Die, auch harsche Kritik an Merkel ist allerdings aus einem anderen Grund berechtigt: Deutschland ist der Hauptzahler von Finanzmitteln, die wiederum in den Taschen von Banken, nicht aber bei der Bevölkerung landen. Die Austeritätspolitik der Bundeskanzlerin ist aber ein wesentlicher Grund, warum die südeuropäischen Staaten nicht mehr auf die Beine kommen. Das Drängen darauf, Staatseigentum zu verkaufen ist das Gleiche, als würde man von einem Schreiner mit Schulden verlangen, seine Säge zu verkaufen. Deutsche Politik zielt also im Wesentlichen darauf ab, diese Länder weiter zu ruinieren und ihre letzten Reserven internationalem Kapital zugänglich zu machen.
Die griechischen Parteien verwöhnten nach gewonnenen Wahlen die Bevölkerung exorbitant. In einem Betrag des Print-SPIEGELs beschwerte sich ein Rentner, ehemaliger Mechaniker, dass er jetzt mit 2.000 Euro statt früher beinahe 3.000 Euro pro Monat auskommen müsse. Frage: Welch ein Mechaniker bekommt in Deutschland monatlich 2.000 Euro Rente?
Natürlich lehnte keiner die Wohltaten der Regierungen ab, woher das Geld kam, war auch dem einfachen Mann egal.
Wenn es ein Staat nicht schafft, bestimmte Privilege abzuschaffen, wie z.B. die Steuerbefreiung der Reeder, oder er es nicht schafft, zehntausende nicht mehr lebenden Rentnern zu orten und der es nicht schafft, sein Steuersystem wenigstens etwas zu modernisieren, dann muss man unterstellen, dass schlicht einfach und ergreifend der Wille zur Konsolidierung fehlt!
Ich kann die anderen europäischen Staatenlenker nicht verstehen, die Griechenland nicht einfach pleite gehen lassen. Da haben natürlich die Franzosen einiges dagegen, da ihre Banken die Hauptgläubiger sind.
Die Griechen leiden nicht nur an der Unfähigkeit ihrer Politiker und ihrer Gewerkschaften, welche es durch maßlose Lohnforderungen schafften, die relativ florierende griechische Textilindustrie in die Türkei auswandern zu lassen, sondern auch an der Vertragsuntreue der gesamten maßgeblichen Politiker zur Zeiten der EURO-Gründung, die erstens Griechenland wider besseren Wissens in die Eurozone aufnahmen und die zweitens zu Naiv waren, auch ein Insolvenzrecht für Staaten zu schaffen, welche überschuldet sind.

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