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Freitagsgebete in Ägypten: Klima der Angst verhindert neue Massenproteste
DPA

Mit einem "Freitag der Märtyrer" wollten die Muslimbrüder zeigen, dass ihr Widerstand ungebrochen ist. Eine massive Polizeipräsenz verhinderte größere Demonstrationen, ein Großteil der ägyptischen Bevölkerung hat sich mit der Rückkehr des Polizeistaats abgefunden.

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daisky 23.08.2013, 19:05
1.

immerhin wurde die "Demokratie" durch den Militärputsch "wiederhergestellt".
Ein Jahr lang haben die "Liberalen, Sozialisten, Demokraten..." demonstrieren dürfen unter Mursi, ohne Gewalt fürchten zu müssen. Diese Minderheiten (die Wahlergebnisse beweisen es) haben es geschaft die junge zerbrechliche Demokratie im Land wahrscheinlich für immer zu zerstören.

Und El-Baradei, ein ganzes Jahr Demonstrationen gegen die demokratische Regierung angeführt und sich durch Boykott hervorgehoben. Durch ein Putch zum Vizepräsidenten geworden. Und erst nach dem DRITTEN Massakar an das Volk zurückgetreten und hat sofort das Land verlassen, anstatt jetzt erst recht gegen die Militärs demonstrieren.
Warum ist er den nicht im Land geblieben, um gegen das Unrecht zu demonstrieren?
Friedensnobelpreise???

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k.airo 23.08.2013, 19:40
2. bezahlte Demonstranten

die Demonstranten der MB's wurden vorher per Kopf bezahlt, deswegen wurden Frauen und Kinder mitgenommen. Sei der Ausgangssperre und dem Wiederherstellen der Ordnung und dem Kampf der Armee gegen Terrorismus, sind es nur noch die Märtyrer, die keine Angst haben für Ihren ehem. Präsidenten zu sterben - und das sind sehr wenig, ie sich glücklicherweise nun herausstellt. Gute Nachrichten, es geht aufwärts mit Ägypten.

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Scuba-Diver 23.08.2013, 19:44
3. sehr gut Militär

Der Anfang ist gemacht..die Hirten sind im Knast und die Schafe wissen nicht mehr was sie tun sollen, der Anfang ist getan,, jezt noch aufpassen, wie schon geschehen, MB Lager mit Waffen,Bomben und Molotow-cocktails ausheben(wie schon mehrmals geschehen,nur das weiss die Presse nicht) dann wird bald alles wieder gut. Apropo, es hat weniger mit Angst zu tun, sondern mit dem Gedanken..pueh, wieso sollich mich abknallen lassen, wenn die anderen eh im Knast sitzen, aber ich denke ihr versteht es nicht, wenn hier ein Führer sagt..werdet Märtyrer, dann werden sie es, wenn Führer im Knast sitzen...kann niemand mehr sagen..werdet Märtyrer.Sonnige Grüsse aus Ägypten!

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amel2012 23.08.2013, 19:54
4. ...

Zitat von sysop
Mit einem "Freitag der Märtyrer" wollten die Muslimbrüder zeigen, dass ihr Widerstand ungebrochen ist. Eine massive Polizeipräsenz verhinderte größere Demonstrationen, ein Großteil der ägyptischen Bevölkerung hat sich mit der Rückkehr des Polizeistaats abgefunden.
Und da hat man doch die ganze Zeit schon von Bürgerkrieg gesprochen, aber wenn die Autoren wirklich die Ägypter kennen würden, wüssten sie auch, dass es diese nicht so weit kommen lassen würden.

Bei der tagesschau heisst es in einem Artikel: >>"Wir erhalten keine Weisungen mehr", sagte ein Mitglied der Muslimbrüder aus dem Nil-Delta der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen, die meisten führenden Köpfe sind inhaftiert."<<

Und das ist genau auch der Punkt, sie schaffen es einfach nicht mehr, die ihnen treuen Verbliebenden nach Kairo zu "karren".

Die Ägypter sind sehr froh, dass es zu keinen Ausschreitungen mehr kommt, viele gehen nicht mehr auf die Strasse weil sie Angst haben, sondern weil sie fühlen, dass jetzt der richtige Weg eingeschlagen wurde, auch wenn es wieder Schreiber geben wird, die genau das Gegenteil behaupten werden. In dem Artikel wird ja sehr suggeriert, dass die Menschen in den vorbeifahrenden Bussen sehr gerne demonstrieren würden, wie wäre es denn mit der Idee, dass sie gar nicht möchten?

Auch wird der Freilassung Mubaraks weniger Aufmerksamkeit geschenkt, als sich das Viele vorgestellt haben, das ist einfach nicht mehr im Interesse, denn die Zukunft steht im Vordergrund.

Übrigens hat die Übergangsregierung nicht davon gesprochen, dass Proteste niedergeschlagen werden sollen, sondern davor gewarnt, von Zerstörungen von öffentlichen Gebäuden und Regierungsgebäuden abzusehen, da sonst die Armee eingreift.

Ich selber übrigens bin viel auf den Strassen unterwegs, überall stehen Armee-Checkpoints, auch wenn sich manche das nicht vorstellen können, die Soldaten hier sind sehr freundlich und man kann mit ihnen sogar reden - Gefahr droht nur, wenn man sich, wie in der letzten Woche passiert - mit Waffen und Messern bewaffnet.

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pharo777 23.08.2013, 20:07
5. optional

Ich denke alle Partein im politischen Spiel in Aegypten haben deren Staerke und Schwaeche. Die Muslimbrueder sind in allen Doerfer Aegyptens sehr verbreitet und wirksamer, als andere Partein , aber einige von denen sehen ein , dass Sie durch Gewalt ihre Willen durchsetzen koennen.Die anderen Zivilparteien durch ihre intellektuele Sprache vierleren am Boden vieler einfache Menschen , die ihre Sprache nicht verstehen , dondern verstehen die Sprache der Muslimbrueder durch ihre konkreten Unterstuetzungen von Oel und Zucker.Diese sogennaten Muslimbrueder verstaendigen sich sehr gut mit den einfachen Menschen , und diese Zivilpartein verstaendigen sich sehr gut mit der Eliten .Ih schlage vor, dass wir eine Bruecke schaffen um zwischen diesesn und jenen zu verbinden , nicht zu streiten , weil Konflikt auf kosten der Bevoelkerung mag keiner

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pharo777 23.08.2013, 20:16
6. optional

Ich denke alle Partein im politischen Spiel in Aegypten haben deren Staerke und Schwaeche. Die Muslimbrueder sind in allen Doerfer Aegyptens sehr verbreitet und wirksamer, als andere Partein , aber einige von denen sehen ein , dass Sie durch Gewalt ihre Willen durchsetzen koennen.Die anderen Zivilparteien durch ihre intellektuele Sprache vierleren am Boden vieler einfache Menschen , die ihre Sprache nicht verstehen , dondern verstehen die Sprache der Muslimbrueder durch ihre konkreten Unterstuetzungen von Oel und Zucker.Diese sogennaten Muslimbrueder verstaendigen sich sehr gut mit den einfachen Menschen , und diese Zivilpartein verstaendigen sich sehr gut mit der Eliten .Ih schlage vor, dass wir eine Bruecke schaffen um zwischen diesesn und jenen zu verbinden , nicht zu streiten , weil Konflikt auf kosten der Bevoelkerung mag keiner

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wooka 23.08.2013, 20:57
7. Alles verspielt!

Es ist wirklich deprimierend was sich in Ägypten abgespielt hat! Mir tun nur die mutigen Menschen und deren Familien leid, welche in den letzten zwei Jahren ihr Leben für ein besseres Ägypten gelassen haben. Ein Teil von ihnen wurde sowieso als Terroristen diffamiert und bei den Restlichen wird das Militär-Regime einen Teufel tun deren Hinterbliebenen zu entschädigen, was ja eine Art Schuldbekenntnis des alten Regimes wäre! Mubarak ist wieder draußen und es wäre ein Wunder wenn er oder seine Söhne jemals, solange das Militär etwas zu sagen hat, ein Gefängnis von innen sehen würden. Jetzt können sie ihr Leben mit den ergaunerten Milliarden der Millionen Ägypter genießen und Ägypten ist wieder angekommen in der Nasser-Zeit, die um ein Vielfaches diktatorischer war als Mubaraks jemals hätte sein können! Ich bin Deutsch-Ägypter, in Saudi-Arabien geboren und in Deutschland aufgewachsen. Von diesen drei Ländern haben mich die beiden arabischen am meisten enttäuscht! Das eine ist mittelalterlich, das Andere nun auf dem besten Wege dorthin! Der Islam ist auf keinen Fall Schuld daran! Ich halte mich doch auch an seine 5 Säulen ohne an die westliche Mentalität anzuecken! Es gibt genug die es können! Meine Erkenntnis ist, dass es nie so wirklich um den Glauben ging oder geht, oder gehen wird! Früher vielleicht!? Viel mehr geht es hier um gesellschaftsspezifische Interessen, um Geld, Macht und Politik! Wir sind privilegiert, aber nur als "gläserner Mensch", in einer einigermaßen demokratischen Sphäre leben zu dürfen! Trotzdem sag ich da nur, Gott sei Dank! Andere haben leider nicht dieses Privileg! Es mag wohl ein wenig makaber klingen, aber eines bleibt den vielen Toten des arabischen Frühlings erspart, sie müssen bzw. können nicht mehr mit ansehen wie ihre Landsleute das Erreichte verspielen oder bereits verspielt haben!

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acre 23.08.2013, 22:32
8. Hallo Wooka,

Zitat von wooka
Es ist wirklich deprimierend was sich in Ägypten abgespielt hat! Mir tun nur die mutigen Menschen und deren Familien leid, welche in den letzten zwei Jahren ihr Leben für ein besseres Ägypten gelassen haben. Ein Teil von ihnen wurde sowieso als Terroristen diffamiert und bei den Restlichen wird das Militär-Regime einen Teufel tun deren Hinterbliebenen zu entschädigen, was ja eine Art Schuldbekenntnis des alten Regimes wäre! Mubarak ist wieder draußen und es wäre ein Wunder wenn er oder seine Söhne jemals, solange das Militär etwas zu sagen hat, ein Gefängnis von innen sehen würden. Jetzt können sie ihr Leben mit den ergaunerten Milliarden der Millionen Ägypter genießen und Ägypten ist wieder angekommen in der Nasser-Zeit, die um ein Vielfaches diktatorischer war als Mubaraks jemals hätte sein können! Ich bin Deutsch-Ägypter, in Saudi-Arabien geboren und in Deutschland aufgewachsen. Von diesen drei Ländern haben mich die beiden arabischen am meisten enttäuscht! Das eine ist mittelalterlich, das Andere nun auf dem besten Wege dorthin! Der Islam ist auf keinen Fall Schuld daran! Ich halte mich doch auch an seine 5 Säulen ohne an die westliche Mentalität anzuecken! Es gibt genug die es können! Meine Erkenntnis ist, dass es nie so wirklich um den Glauben ging oder geht, oder gehen wird! Früher vielleicht!? Viel mehr geht es hier um gesellschaftsspezifische Interessen, um Geld, Macht und Politik! Wir sind privilegiert, aber nur als "gläserner Mensch", in einer einigermaßen demokratischen Sphäre leben zu dürfen! Trotzdem sag ich da nur, Gott sei Dank! Andere haben leider nicht dieses Privileg! Es mag wohl ein wenig makaber klingen, aber eines bleibt den vielen Toten des arabischen Frühlings erspart, sie müssen bzw. können nicht mehr mit ansehen wie ihre Landsleute das Erreichte verspielen oder bereits verspielt haben!

Das Jahr mit M. Mursi war bereits ein Rückschritt. Er hatte das Ober- und Unterhaus überwiegend mit Islamisten besetzt. Dementsprechend wurde auch die Verfassung gestaltet, in der er alle Rechte auf sich vereinigte, und die Gewaltenteilung aufhob. D. h., eine Möglichkeit z. B. durch ein Mistrauensvotum abgesetzt zu weden, gab es dadurch nicht.
Bis vor den Wahlen sagte er: Der Koran ist unsere Verfassung. Der Prophet unser Führer. Der Dscharia unser Weg. Der Tod für Gott unser edeldester Wunsch.
Bei der Stichwahl wurde dann vorsichtiger.
Als Präsident hat er angefangen, diese Denkweise umzusetzten umzusetzen. Was wäre das für eine wäre Demokratie geworden.

MfG
acre

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alibabacruiser 23.08.2013, 22:41
9. Ganz auf der Seite der Unterdrücker

in AlJazeera live sehe ich was ganz anderes: volle Gassen, keine besetzten Knotenpunkte -da sind ja die Baltagias und Militär - und die 6.April Bewegung ist eine reine vor Jahren begonnene und US-gesteuerte Mubarak-Kampagne, das scheint aber in der Berichterstattung niemand zu stören. Die Massenbewegung der Demos rührt von 25.Januar 2011. Eines muss klar sein: was in Aegypten läuft, ist ein Testlauf für asusländische Polizeieinsätze bei uns. Nicht umsonst werden reale Vorkommnisse medienwirksam totgeschwiegen.

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