Forum: Politik
Freiwillige Zuträger: Denunzianten aus Ost und West halfen der Stasi
DPA

Die Stasi überwachte Ostdeutschland systematisch. Neue Studien belegen nach SPIEGEL-Informationen zudem: DDR-Bürger gaben oft freiwillig Informationen über Freunde, Bekannte, Nachbarn weiter - manch ein Tipp kam aber auch aus dem Westen.

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hartmut2013 04.07.2015, 08:57
1. Heute geht es immer noch freiwillig

Wenn jeder über sein Privatleben in Facebook freiwillig alle seine Daten preisgibt...

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taglöhner 04.07.2015, 08:57
2. Teutonische Untertanen

Und nun fragt man sich: Wo sind die denn heute alle und wie denken sie jetzt darüber? Ein Blick ins SPON-Forum zu bestimmten Themen und man merkt: Vieles beim Alten :).

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WernerT 04.07.2015, 09:03
3. Dazu passt, dass eine Spiegelquelle die Kontakte in die Regierung verraten hat

Beim Spiegel braucht die NSA nicht abhören, da die CIA nach eigenen Angaben am Redaktionstisch sitzt und brisante Informationen schon mal vorher weiter gereicht werden. Mal sehen, wann die Informationen veröffentlicht werden. Nebenbei Alkoholiker müssen immer gemeldet werden - um Ihnen zu helfen und Gefahren abzuwenden, fragen Sie einfach mal die Berufsgenossenschaft oder ist das zu viel Aufwand?

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testthewest 04.07.2015, 09:11
4. Man muss sich doch nur SPON anschauen...

...und man weiss wieviele linke Gesinnungstäter unter uns sind.
Klar halfen die auch gerne einem "Vorzeigestaat" wie der DDR. Sie betrauern ja heute noch seinen Untergang (und den Verlust des Zwischenmenschlichen durch den bösen Kapitalismus!).

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Sumerer 04.07.2015, 09:13
5.

Diese Fälle wird es zweifellos gegeben haben.

Nur so ganz dicht war dieses System auch nicht. Mein Vater hat noch vor dem Mauerbau Stasi-Leute an den RIAS gemeldet. Davon bekam die Stasi Wind. Bevor es zu seiner Verhaftung kam - er sollte zur Wismut AG in den Uranbergbau verbracht werden - gab man ihm den entscheidenden Tipp. Er flüchtete daraufhin umgehend in den Westen.

Jahrzehnte später konnte ich mit ihm nicht in Ost-Berlin einreisen. Man wies uns, mit Hinweis auf diese Vorkommnisse, an der Grenze ab.

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wenixtenz 04.07.2015, 09:13
6. @taglöhner

wann immer ein System (ob 45 oder 89) zusammen bricht, ist derlei zu beobachten - in Süd-West und Nord-Ost gleichermaßen.
Da wie dort ist vieles beim alten.

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TurboFerkel 04.07.2015, 09:14
7. Der kleine aber feine Unterschied

ist doch dass die Menschen damals zu 90% aus ideologischer Überzeugung handelten und heut zu Tage zu 90% des Geldes wegen spitzeln, aber wir sind heute ja die guten.
Stasi 2.0 lässt Grüßen....

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Emil Peisker 04.07.2015, 09:15
8. Frühen Vogel frisst die Stasi...

Zitat von taglöhner
Und nun fragt man sich: Wo sind die denn heute alle und wie denken sie jetzt darüber? Ein Blick ins SPON-Forum zu bestimmten Themen und man merkt: Vieles beim Alten :).
In Köln haben einige Kommunalpolitiker der Stasi zugearbeitet. Einer von Ihnen tat es, weil die Stasi ihn früh gekarrt hatte und ihn dann später, als er in wichtige Positionen kam, ihn nicht mehr los ließ, ihn also erpresste.

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sheggysen 04.07.2015, 09:19
9. So was gab es schon immer

Als echter Anti-DDRler, der seit 1984 von der Stasi beschniffelt worden, weiss ich schon immer, dass viele Ehemalige heute sich als DDR-Gegner hinstellen teils eine Entschädigung verlangen und auch gut in der DDR gelebt haben auf Kosten anderer. Solche Mitmenschen gab es schon immer, keiner war für Adolf Nazi obwohl sie nicht schnell genug den Arm hoch kriegen Konnten, wenn ein Bonze in der Nähe war. So war es auch bei den meisten DDRler und heute wollen sie alle Helden sein, Echte Wendehälse gab es immer, heute sitzen solche auch im Bundestag oder in Brüssel.

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