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Freiwillige Zuträger: Denunzianten aus Ost und West halfen der Stasi
DPA

Die Stasi überwachte Ostdeutschland systematisch. Neue Studien belegen nach SPIEGEL-Informationen zudem: DDR-Bürger gaben oft freiwillig Informationen über Freunde, Bekannte, Nachbarn weiter - manch ein Tipp kam aber auch aus dem Westen.

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infonetz 04.07.2015, 09:42
20.

Und heute helfen die "Denunzianten" dem BND beim ausspionieren aller Bürger. Die Stasi war doch ein Witz wenn mnan heute sieht wie der BND uns überwacht und sogar die Daten weiter liefert an den US Geheimdienst. So gesehen ist der BND die Stasi der heutigen zeit!

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innkeeper3 04.07.2015, 09:43
21. Komische Sicht der Autorin!!

Wenn man diesen Bericht liest, muß man zu der ansicht kommen, daß in der ehemaligen DDR ausschließlich Denunzianten lebten, die sich danach drängten der Stasi oder anderen staatlichen Stellen Informationen zukommen zu lassen.
Daraus kann man ersehen, daß die Autorin auch nicht ansatzweise das System der DDR-Diktatur verstanden hat. Hier gilt wieder einmal die Devise: Reden ist Silber...

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minando 04.07.2015, 09:45
22. Manche finden...

...ihren Lebenssinn in solchen Dingen. Der Dienst für eine Sache...man sollte nur nicht zu sehr darüber nachdenken was es mit dieser Sache auf sich hat.

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eineve 04.07.2015, 09:46
23.

Zitat von hartmut2013
Wenn jeder über sein Privatleben in Facebook freiwillig alle seine Daten preisgibt...
dann ist jeder selbstverantwortlich was daraus resultiert. auch wenn irgendwer sich "gezwungen" sieht, den facebooker "auffliegen" zu lassen.

soll aber auch denunzianten geben, die mitmenschen ohne facebook denunzieren und verleumden WEIL diese nicht auf facebook zu finden sind. ist mir schon so gegangen und immer noch bin ich dort nicht vertreten :)

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martinmuster 04.07.2015, 09:51
24. sie wars! ... äh er wars!... al monty python

Die Geschichte schreiben die Gewinner und die Mächtigen. Der kleine Mann hängt seine Fahne in den entsprechenden Wind, egal in welchem System er gerade jetzt lebt. Bis auf wenige Ausnahmen natürlich.
Deshalb, bezrachtet man die Geschichte, bekommt man ein den Fakten nach sehr verschobenes Weltbild. etwa so:
DDR: keiner war stasi!
3. Reich: keiner war Nazi
Frankreich: alle waren im wiederstand
Russische Armee: Alles helfende Befreier
US Army: selbstlose Erlöser
...

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nachtmacher 04.07.2015, 09:52
25. Heute darf das doch alles nicht mehr wahr sein...

denn der Sozialismus wird doch wieder hofiert. Wenn man sich die ganzen Antifanten und radikalen Linken anschaut, dann sieht man, dass deren "Gesellschaftsentwicklungsphantasien" eben nur auf eine Umverteilung der Macht abzielen. Genau so wie bei den Rechten. Das schenkt sich nix.
In unserem Lande will keiner die Verbrechen des DDR-Regimes aufklären. Die kommen genau so ungeschoren davon wie viele Nazis. Und am Wenigsten werden die Verbrechen der DDR in Westdeutschland aufgeklärt. Damals hätte das ja nicht zur "Ostpolitik" gepasst, zuzugeben, dass Stasi-Spitzel und Agenten in großen Zahlen da im Einsatz waren. Mit Entführungen, Mord etc. Ach ja, wo haben denn die RAF-Terroristen das Schiessen mit der Panzerfaust RPG-7 gelernt? Da gibts ein paar schöne Photos auf denen ein Stasi-Fuzzi Unterricht gibt.

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eineve 04.07.2015, 09:52
26.

Zitat von Berg
Irreführend ist es, dass nur "Belastendes" weitergegeben worden sein soll. Die Aufgabe der Staatssicherheit war es auch, die Zuverlässigen einzuschätzen, die für Leitungsfunktionen, internationale Zusammenarbeit, Auszeichnungen etc. vorgesehen waren. Die Personeneinschätzungen waren Bestandteil der gesamten Kaderpolitik. Und viele Werktätige hätten sich beschwert, wenn ihnen nicht Treue zur DDR bescheinigt worden wäre, weil sie Aktivist, Held der Arbeit usw. werden konnten. Die Stasi fungierte in diesem Sinne wie eine große überregionale Kaderabteilung, die die Ebenen der staatlich gelenkte Wirtschaft personell absicherte. Alle jährlichen Mitarbeiter-Einschätzungen gingen an die Betriebs-Kaderabteilung und von dort (für Reisekader) an das MfS, wo die Reisepässe in Abständen verlängert wurden - oder auch nicht.
wir ausenstehende erfahren aber regelmässig, das belastende informationen zu gefängnis aufenthalte führten. und darum ging es letztendlich und woher diese belastenden informationen kommen.

ich stell mir gerade vor, wie ein west-informant damals entlastende informationen an das genannte regim leitete. und meine nächste frage - wusste der betroffene ddr-bürger darüber bescheid?

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mielforte 04.07.2015, 09:53
27. Das größte Schwein im ganzen Land

ist und bleibt der Denunziant. Heute jedoch ist der Denunziant international und globalisiert sich mehr und mehr. Das wird eine Rattenpest biblischen Ausmasses, die unaufhörlich wächst und uns noch viele Jahre beschäftigen wird. Es sei denn, man fegt diesen Dreck von diesem Planeten.

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ichsagemal 04.07.2015, 09:57
28.

...herrlich diese alte analoge Welt. Was tausende in mühevoller Kleinarbeit zu Papier gebracht und ausgewertet haben, könnte heute von einem Smartphone geleistet werden.
Glück oder Unglück - das bleibt hier die Frage. Fast könnte man geneigt sein den Formulierungsvorschlag zu machen: digital ist 'menschlicher'???

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Gremlin_Monster 04.07.2015, 10:04
29. Heute ist die Stasi

...digitalisiert. Dieser immens großer Aufwand der Stasi ist Dank Internet und Vorratsdatenspeicherung garnicht mehr nötig. Alle Metadaten sind mit einem Klick abrufbar: Bewegungsprofile, Tätigkeiten, Freunde und selbst das Befinden des Körpers ist Dank Applewatch und Fitnessarmbänder sichtbar. Man ist buchstäblich am Puls der Zeit.
Mit der bald eingeführten elektronischen Maut sind auch alle Fahrzeuge erfasst, die noch kein Ordnungssystem an Board haben. Die Bürger klatschen für die vermeintlich gekaufte Sicherheit in die Hände und holen sich die Stasi 2.0 ins Haus. Verrückt! So kann man auch diesen Artikel ehr als ein Andenken an die alte Zeit verstehen verstehen, als ein Warnzeichen, wie schlimm es damals noch war. Heute ist es viel schlimmer, nur mit einer gewissen Reise- und Meinungsfreiheit, obwohl man nicht immer Sicher sein kann, dass der geschriebene Kommentar auch freigeschaltet wird ;)

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