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Freund-Feind-Denken: Kontaktschuld
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Darf man als SPIEGEL-Redakteur an einer Geburtstagsfeier teilnehmen, zu der auch Menschen mit zweifelhafter Gesinnung eingeladen sind?

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YoRequerrosATorres 14.03.2019, 17:24
1. Ach liebe Leute, chillt mal...

..und nehmt Euch doch nicht so ernst. Wir tun das doch auch nicht....

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kuechenchef 14.03.2019, 17:31
2.

Wenn man auf eine Party kommt, auf die der Gastgeber ein paar Neonazis eingeladen hat, dann geht man halt wieder, wenn man sich in der Gesellschaft dieser nicht wohl fühlt. Wenn nicht, bleibt man. Ist doch gar nicht so schwer. Daß das dann auf einen zurückfällt, daß man sich in Gesellschaft solcher Menschen wohlfühlt, das hat man sich dann aber bitte selbst zuzuschreiben. Sich da mit einem "Ich hab nix gegen Ausländer, ein guter Freund ist von mir ist sogar Türke", oder hier eben "Ich hab soooo viele Freunde, da sind sogar ein paar richtig Linke dabei!" freikaufen zu wollen, das ist dann halt...naja...Fleischhauer halt.

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wo_st 14.03.2019, 17:32
3.

Eine eigene Meinung zu haben, und dies auch zu vertreten, ist in unserer Wertegesellschaft nicht mehr möglich. Man hat sich absolut anzupassen oder man ist ein Aussätziger. Lebt damit.

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deepbrain 14.03.2019, 17:33
4.

Hat der Herr Fleischhauer nicht auch eine scharfzüngige Rede (O-Ton Matussek) gehalten? Über den Inhalt und die Reaktionen hätte ich gerne mehr erfahren. Dann könnte man auch einschätzen, wie sich Fleischhauer zu den Identitären und Co verhalten hat. Und dann wüsste man auch eher, ob es eine Party eines Freundes (aka Wirrkopf) war oder doch eher rechtes networking.

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redfish 14.03.2019, 17:33
5. Fassungslos

Vorab: ich stimme Herrn Fleischhauer zu 100% zu. Es macht mich nur noch fassungslos. Wenn ich also heute bei einer Geburtstagsfeier eines Nachbarn bin, der eine rechte Gesinnung hat und natürlich unter anderem auch gleichgesinnte Gäste eingeladen hat, dann muss ich damit rechnen,:von linken Denunzianten überall denunziert zu werden... willkommen im 3. Reich, nur diesmal von links!

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fettdeckel 14.03.2019, 17:34
6. Miteinander

Ich denke es wird niemals in die Köpfe mancher Menschen vordringen, dass man durch Ausgrenzen, Denunzieren, Verbieten und sonstige für manchen vielleicht augenscheinlich gerechtfertigten Reaktionen so gut wie immer nur das Gegenteil erreicht. Ob man dem politischen Gegner damit unbeabsichtigt Recht gibt, weil man ihm die Möglichkeit zum Diskurs versagt oder ob man ihn in eine Märtyrerrolle zwingt, beides führt nur zu Spaltung und nicht zu Lösungen.
Ich denke alle Seiten der Gesellschaft sollten sich klar machen, dass man Doofheit nicht los wird, indem man diese verbietet.

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herbert 14.03.2019, 17:34
7. Ein Spiegel Redakteur sollte immer da sein, wo es wichtiges zu

berichten gibt. Auch dann wenn es mal richtig kracht !
Es muss einem Redakteur doch Spass machen, wenn er die unterschiedlichsten Menschen und Figuren kennen lernt.
Erst dann kann man sie sehr gut beschreiben und was die Denke ist.
Der Spiegel ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und etzt sich mit Freund und Feind auseinander und das muss so bleiben.

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spon_4_me 14.03.2019, 17:37
8. Dass Sie

diese Kolumne ernsthaft schreiben müssen, ist für mich unfassbar. Wird man in Medienkreisen tatsächlich danach bewertet, neben wem man Frikadellen und Canapes essend stand? Interessiert das in Ihrer Branche wirklich oder ist es nur ein Mittel des eleganten, weil ohne Spuren zu hinterlassen geführten Konkurrenzkampfes? Ich saß neulich in einem Taxi, in dem laut Chauffeur auch schon mal Herr Gauland gefahren war, Teil des Weges führte über eine Strecke, die unter Herrn Hitler gebaut wurde und durch eine Straße, die nach dem Reichspräsidenten benannt war, der ihn einst zum Kanzler machte. Bin ich jetzt ein Nazi oder völkisch, ohne es zu wissen, schon durch pure Assoziation? Ist rechte Gesinnung wie ein Virus, den ich kriege, wenn der mir ansonsten unbekannte AfD-Wähler hinter mir in der Kinoschlange niest?

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Leser ABC 14.03.2019, 17:37
9. Danke

Danke für diesen Beitrag

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