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Darf man als SPIEGEL-Redakteur an einer Geburtstagsfeier teilnehmen, zu der auch Menschen mit zweifelhafter Gesinnung eingeladen sind?

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Einhorn 14.03.2019, 19:03
110.

Oh, versuchen wir mal wieder ein Thema in Schwarz-/weiß darzustellen, die dort einfach nicht hineinpasst?

Zunächst: definiere Party: privat oder beruflich? Mehr oder weniger als 100 Leute?

Privat: ist es mir völlig egal, was "man darf" - ich entscheide, mit wem ich meine Zeit verbringe. Und wenn mir die Gäste unangenehm sind, dann verlasse ich die Veranstaltung oder gehe gar nicht erst hin. Egal aus welchem Grund übrigens.

Beruflich: Da muss ich abwägen, ob mir die Entscheidung nach meinen persönlichen Präferenzen ernsthafte Nachteile bringt und ob diese für mich existenziell werden können. Wenn nicht, dann entscheide ich so, dass ich geradeaus in den Spiegel sehen kann.

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darkk 14.03.2019, 19:03
111. Gedächtnislücken

Fleischauer hat in der Verganhenheit geschrieben, dass jeder der auf der Hamburger G20 Demo war (auch total friedlich) ein li ke Extremist ist, der zimindext Gewalt toleriert. Bei den AfD Demos mit Nazibeteiligung galt das schon nicht mehr für ihn, da konnten die "besorgten Bürger" nix dafür, wenn da Nazis mitlaufen. Das gleiche gilt für ihn jetzt auch, meiner Meinung nach lässt das nur einen Schluss zu, Fleischhauer ist ein Heuchler mit eingebauter Doppelmoral, und natürlich immer das missverstandene Opfer, erbärmlich.

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deepbrain 14.03.2019, 19:04
112.

Diese Intoleranz ist kaum zu ertragen. Die des Forums. Soll jetzt schon verboten werden, jemanden zu kritisieren? Armes Deutschland.
Niemand hat etwas verboten, niemand hat denunziert (Matussek hat selber alles stolz publik gemacht), niemand will Rechtfertigung von Fleischhauer (Böhmermann schrieb an die Spiegel-Chefs), die liefert er aus freien Stücken. Wo ist das Problem des Forums?
Ich habe nur Fragen an Fleischhauer. Es war eben nicht nur ein Nazi auf der Party, sondern einige von den Identitären, andere Neu-Rechte, so wie Matussek selber es zu sein scheint, Lügenpresse-Rufer usw. Fleischhauer hält vor all denen eine Rede, die Matussek als scharfzüngig bezeichnet. Matussek, der politische Wirrkopf, der zu den Lügenpresse-Rufern gehört. Was kam wohl in der Rede vor? Ich denke mehr als harmlose Glückwünsche. Das darf Fleischhauer alles gerne machen, dann aber auch dazu stehen. Und nicht Partys, auf denen Ex-Rafler waren, als Feigenblatt benutzen. Waren damals etwa auch noch ganz viele andere aus dem Linksextremen-Spektrum?

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Eskarina 14.03.2019, 19:05
113. Darf man,

man sollte sich nur nicht über die Konsequenzen wundern. Besonders wenn der Einladende selbst ein wenig anrüchig ist.

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Spiegelpfau 14.03.2019, 19:08
114. CDU/CSU und NPD/AfD

Also ich würde mich auf Parties auch mit CDU/CSU-Anhängern unterhalten. Mann sollte sich schon einmal damit auseinandersetzen, was am rechten Rand so berichtet wird. Bei AfD/NPD würde ich einiges an Vorsicht walten lassen, aber trotzdem auch zuhören, nur etwas sagen, falls es mir zu extrem werden sollte.

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regiles 14.03.2019, 19:13
115. Der Hauch der Deutschen Geschichte

Ja nu, selber Schuld würde ich sagen. Wer zu einer Feier von Matussek geht, weiß doch was ihn erwarten kann. Sowohl vorher, als auch nachher, was die Folgen betrifft.
Dass das Äußern und Leben rechten Gedankengutes in diesem Land eine gewisse Sensibilität anspricht, ist ja nicht besonders überraschend. Und das ist auch gut so. Wir erinnern uns doch, dass es rechtes Gedankengut war, das sich zum größten Verbrechen der Menschheit auswuchs, oder? Da darf man heute, nein man muss(!), pingelig und stets wachsam sein, auch wenn es manchmal ein wenig übers Ziel hinausschießt, was aber besser ist als gar nicht zu schießen (man verzeihe mir diese Metapher). Selber Schuld Herr Fleischhauer. Das Gute ist doch: Sie dürfen nach wie vor mit jedem feiern mit dem Sie feiern wollen. Dass es danach das ein oder andere Echo gibt, hat nun nichts mit Gesinnungspolizei zu tun, sondern mit Meinungsfreiheit. Matussek darf seine Meinung frei äußern, Sie dürfen das, wir alle dürfen das. Und das gibt dann eben auch mal Widerspruch. Und wer sich mit Rechten einlässt, bekommt halt den Hauch der deutschen Geschichte zu spüren. Zurecht.

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totalausfall 14.03.2019, 19:16
116. In der Sache richtig, ausnahmsweise

Hier kann man im Großen und Ganzen mal zustimmen. Nur wollte ich jetzt natürlich etwas mehr darüber wissen,wer da wem was vor wirft und wer wo feiern war.

Ich hab von "Fleischhauer feiert mit Neonazis!" Skandalheadlines nichts mitbekommen.
Auch google hat mir nicht viel weiter geholfen. Glaub der inszeniert sich hier als Opfer eines Skandales dens gar ncht gibt!

Amüsanterweiße hab ich das hier gefunden über google: twitter, vom 10 Märzen :

"Wetten, der Fleischhauer schreibt zu seiner Naziparty eine weinerliche Kolumne, dass ihm die linksgrünen verbieten wollen, Party zu machen?"

lol

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edvandale 14.03.2019, 19:16
117. Als Linksliberaler aus Chemnitz

wünscht man sich manchmal, auch das Problem zu haben, auf einer Party eines Freundes durch Bekannte in Gesellschaft von Nazis gesehen zu werden und dadurch ein kleines bisschen das Stigma abzubekommen. Da würde ich dann auch gern 'ne launige Kolumne schreiben. Wenn man allerdings in einer ganzen Region gemeinsam mit den Neofaschisten lebt und unter anderem durch den SPIEGEL und eine Horde satter Sesselkommentatoren ganz pauschal in die rechte Ecke geworfen wird, ganz egal, wie oft man mit seinem Grüppchen Anständiger auf den Gegendemos steht und dabei von den ganzen Schreibfritzen allein gelassen wird, dann verliert sich das irgendwann mit der Launigkeit und bekommt einfach nur noch einen ekelhaften Beigeschmack.

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mairhanss 14.03.2019, 19:17
118.

Es ist doch ganz einfach: Man geht zu der Feier, merkt, dass rechtes Gesindel da ist und geht wieder. Da muss man nicht mal einen Kommentar schreiben. Auch wenn ein Freund geladen hat und es sich heraus stellt, dass er lauter Rechte eingeladen hat, dann merkt man, dass er auf einem Irrweg ist und hat eben keinen Freund mehr. Da muss man auch nicht lamentieren, sondern beendet als normaler Mensch das Ganze. Punkt.

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box-horn 14.03.2019, 19:18
119. notwendige Kritik an der Filterblase

Mit der selbstgewählten Segregation von Böhmermann & Co. ist das so eine Sache. Wer immer nur die Umwelt nach verdächtigen Subjekten scannt, Leute aussortiert und wegen anderslautender Ansichten diskreditiert, ist zwangsläufig zunehmend einseitig. Da erhält Intoleranz und moralische Überheblichkeit den Scheinheiligenschein.

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