Forum: Politik
Freund-Feind-Denken: Kontaktschuld
Twitter/herrkloeckner

Darf man als SPIEGEL-Redakteur an einer Geburtstagsfeier teilnehmen, zu der auch Menschen mit zweifelhafter Gesinnung eingeladen sind?

Seite 13 von 42
Der Schweers 14.03.2019, 19:22
120. Was heißt Schuld heute

Zeichen unserer Zeit ist, dass man den anderen so leichtfertig schuldig spricht wie man sich mit falschen Mitteln reinzuwaschen versucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ggneba 14.03.2019, 19:23
121. Weit ist es gekommen ...

Niemals, aber wirklich niemals hätte ich gedacht, dass wir in der BRD in so einer Situation landen.
Der Zwang zur politischen Korrektheit hat ein Ausmaß angenommen, dass es lähmend wirkt und die (nicht völlig in Übereinstimmung mit dem Mainstream befindlichen) Menschen zwingt, sich still zu verhalten und wegzuducken. Die toxische Nebenwirkung kann ein böses Erwachen am Wahltag sein. Ich habe - gelinge gesagt - die "Schnauze" voll von den Methoden der gesellschaftlichen Ausgrenzung. Es gibt anscheinend nur schwarz oder weiß, böse oder gut. Der Kampf gegen "rechts" ist der Kampf des Guten gegen das Böse. Und allein die Guten dürfen bestimmen, was das bekämpfenswerte "rechts" ist. Da ist eine Moral-Stasi am Werke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingo.schiege 14.03.2019, 19:27
122.

Man kann sich denken, aus welcher politischen Ecke die Herrschaften kommen, die gleich von Gesinnungsterror fabulieren. Ist die gleiche Ecke, die nach ihrem "Endsieg" aufräumen wollen. Besonders gern unter Journalisten. Wer gern mit Faschisten feiert, kann das natürlich tun oder wurden Partygäste schon verhaftet? Selbst Matussek rennt noch frei rum. Wieso war eigentlich nicht der deutsche E-Pabst auf der Party? Für den hätte Matussek sogar sein rechtes Ei gegeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sysyphos unkaputtbar 14.03.2019, 19:27
123. Es kann nur eine Lösung geben

Man beschränkt sämtliche Veranstaltungen auf maximal 10 Personen. Wenn ich mir so Vereinsfeste, Betriebsfeiern, Geburtstage anschaue, dann ist da immer einer oder sogar mehrere bis viele dabei, mit deren politischer oder moralischer Gesinnung ich nichts zu tun haben will. Unbestritten war Herr Kretschmann auf dem Cannstatter Volksfest in einem Bierzelt und da wimmelt es in der Regel von Nazis und Kriminellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knut.koenig 14.03.2019, 19:28
124. Abgrenzung, nicht Ausgrenzung

Abgrenzung, nicht Ausgrenzung sollte unseren Umgang definieren. Das können leider viele nicht. Nicht mehr oder noch nicht. Der Umgang miteinander ist verroht, sobald es politisch wird. Da die liberalen Linken da mitmachen, sind sie ebenso disqualifiziert wie die Extremen links und rechts! Wohl deswegen habe ich das Gefühl, dass die Qualität in SPON in den letzten Jahren nachgelassen hat. Vergiftet nenne ich das Klima, seriöse Berichterstattung weicht dem Panorama-Teil und Kolumnen handeln gesellschaftliche Randthemen ab, als wären sie unser aller wichtigstes Problem. Mit Gespür und Feingefühl hat das oft nichts mehr zu tun. Im Übrigen muss auch Herr Fleischhauer manchmal seinen Stil hinterfragen, nicht immer, aber manchmal. Streitkultur sollte man vorleben. Dann werden auch Partybesuche anders bewertet!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vox veritas 14.03.2019, 19:31
125.

Ich beobachte schon seit geraumer Zeit die Vorzeichen und frage mich, in was für einer Gesellschaft wir leben und wohin uns diese Gesellschaft führen wird.

Ich habe keine Antwort.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mucschwabe 14.03.2019, 19:31
126. Ist es wirklich so schwer?

Die Grenze ist das Grundgesetz bzw. das Strafrecht. So einfach. Zusammen mit sehr linken oder sehr rechten oder sehr religiösen Menschen eine Party zu feiern ist absolut in Ordnung und daran rüttelt auch kein vernünftig denkender Mensch. Wenn Herr Fleischhauer zusammen mit Frau Wagenknecht, Herrn Dobrindt (konservative Revolution) und dem Papst auf einer Party ist, dann ist das in Ordnung. Wenn er zusammen mit ehemaligen RAF-Mitgliedern, Anhängern des IS oder eben auch Mitgliedern der Identitären Bewegung feiert, dann ist das meiner Meinung nach als Demokrat nicht in Ordnung. Warum? Weil diese Menschen gegen unser Grundgesetz sind und es abschaffen wollen. Das kann man als Demokrat nicht tolerieren. Genau da verläuft die Grenze. Diese Meinungen und Ansichten sollten nicht gesellschaftsfähig sein und jeder Demokrat sich klar davon abgrenzen. Offenbar hat Herr Beckmann dies am nächsten Tag gemerkt. Herr Fleischhauer merkt es eben nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flo_bargfeld 14.03.2019, 19:35
127. Gääähn.

Dass Fleischhauer zur Geburtstagsparty seines alten Freundes und Mentors Matussek geht, war doch zu erwarten. Ich verstehe nur nicht, dass das so relevant sein soll, dass man daraus eine Kolumne macht. Ich glaube, und sei es zu meinem eigenen Trost, dass die meisten Menschen in Deutschland sch**ssegal ist, was in dieser Fleischhauer-Matussek-Böhmermann-Gabriel-Beckmann-Filterblase auf privater Ebene passiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sysyphos unkaputtbar 14.03.2019, 19:39
128. Im 3. Reich war es anders

Zitat von redfish
Vorab: ich stimme Herrn Fleischhauer zu 100% zu. Es macht mich nur noch fassungslos. Wenn ich also heute bei einer Geburtstagsfeier eines Nachbarn bin, der eine rechte Gesinnung hat und natürlich unter anderem auch gleichgesinnte Gäste eingeladen hat, dann muss ich damit rechnen,:von linken Denunzianten überall denunziert zu werden... willkommen im 3. Reich, nur diesmal von links!
Dafür sind sie aber zu jung um das zu wissen. Es gab Nazis und SS Familien, die mit Nazi- und Hitler-Gegner befreundet waren. Es hing von der Freundschaft, Hilfsbereitschaft und dem gegenseitigen Respekt ab. Es gab aber auch die Partei-Genossen, die man gemeinsam verachtet hat. Im Krieg musste man halt zusammenhalten. Selbst Nazis hatten oft verfolgten Juden geholfen, aus menschlicher Überzeugung für Menschen die man gekannt hat. Richtig ist, dass man weggeschaut hat. Einerseits wusste man, dass es schwierig und gefährlich war, etwas gegen das NS-Regime zu unternehmen, andererseits wusste das NS Regime auch, das man sich mit der breiten Bevölkerung besser nicht wirklich anlegen sollte. Es waren ganz diffizile gesellschaftliche Beziehungen. Und an alle Bohnhoeffer Sympathisanten: Der SS Stadt-Komandant von Berlin, ein Verwandter von ihm, hat ihn im Gefängnis besucht und ihm Vergünstigungen zu kommen lassen. Die Familien waren ja alle einflußreiche Nazifamilien,wie Weizsäcker, Dohnaniye, usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
damianschnelle 14.03.2019, 19:40
129. Im Grunde

hätte ich nichts gegen die Auffassung von Herrn Fleischauer, wäre da nicht das Problem, dass es bei anderen Leuten eben nicht so gesehen wird. Hier gilt m.E. gleiches Recht für alle. Wie viele Menschen wurden schon von den Medien mit massiver Kritik überzogene, weil ihnen genau das passiert ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 42