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Darf man als SPIEGEL-Redakteur an einer Geburtstagsfeier teilnehmen, zu der auch Menschen mit zweifelhafter Gesinnung eingeladen sind?

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kopi4 14.03.2019, 19:44
130.

Ob ein SPON Redakteur mit Nazis feiern darf kommt ja auch auf den Redakteur an. Einer der Woche für Woche seinen Hass auf Linke und Grüne in Kolumnen faßt: da liegt der Verdacht doch nah das er sich nicht verlaufen hat, er hat sich da heimisch und endlich mal verstanden gefühlt....

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charlybird 14.03.2019, 19:44
131. Fleischhauer ist eigentlich mehr oder weniger

in der politisch rechten Ecke, wenn auch nicht im Wirrkopf-Winkel.
Diese Rechtfertigung scheint dabei ein kläglicher Versuch die eigene Linie zu ordnen.
Beckmann hingegen hat sich in der Tat verlaufen und glaubte missionieren zu können, das wird ihm noch ein paar Mal auf die Füße fallen, denn das ist misslungen.
Fleischhauer aber wollte einfach nur dabei sein, um vielleicht diese Kolumne einer nun missratenen Rechtfertigung opfergerecht unterzubringen.
Die Vergleiche mit Proll ( Randfigur) und Baumann sind dabei vollkommen überflüssig, denn Matussek ist weder ein überführter Terrorist, noch potentieller Gewalttäter, sondern eine ins rechte Lager abgedriftete Knallcharge mit immer dankbar von ihm angenommenen Medieneinsatz, wenn dort wohlformulierter Unsinn aus dem rechten Spektrum benötigt wird.

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Das Pferd 14.03.2019, 19:44
132.

hab mir mal das Times have changed von Beckmann angesehen. Der war für mich immer ein mittelmäßiger Talkshowmaster, bin positiv überrascht. Sauber getroffen.
Ich denke, das ist beim Jubilar gut angekommen, wenn ich mich recht entsinne stammt das Stück aus der Zeit seiner unumschränkten Dylanverehrung. Auch die Ambivalenz, das unbestimmt ungute, aber leicht schwebende, hat er sicher verstanden. Vergiftetes Geschenk, und das auch noch öffentlich "erklärt" , das ist echt die Verbeugung vor dem Zeitgeist. Eine Ernüchterung der schlichten Art.

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widower+2 14.03.2019, 19:46
133. Überraschung!

Fleischhauer geht als extrem Rechter zur Party eines Freundes, der ein Rechtsradikaler ist und wundert sich im Nachhinein, dass da auch andere Rechte und Rechtsextreme waren?

Soll man da jetzt lachen oder weinen?

Ein häufiges Problem der Rechten ist die seltsame Selbstwahrnehmung. 90 Prozent der Rechten und Rechtsextremen sehen sich selbst nicht als rechts, sondern fühlen sich "in die rechte Ecke" gedrängt, in die sie begeistert selbst gestürmt sind.

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rloose 14.03.2019, 19:46
134. Lieber Herr Fleischhauer,

Sie dürfen zu jeder Party gehen, zu der Sie gehen möchten, solange sie nicht bei mir stattfindet.

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dasfred 14.03.2019, 19:52
135. War bestimmt lustig

Fleischi hat uns doch schon lang und breit von seiner Teilnahme an einem rechten Burschenschaftstreffen berichtet. Dagegen war doch dieser halboffizielle Geburtstag nur langweilig. Ein bisschen Namedropping mit Rechtsnasen macht noch keine gute Kolumne. Oder ist es die Angst, im Neo Magazin Royal unangenehm erwähnt zu werden, wie mit dieser Kunstfigur Flauscheier? Fleischi sollte es als Ehre sehn, wenn er von der Satire wahrgenommen wird. Schaffen nicht viele. Bei seinen Fans steigt er noch in ihrer Achtung und wir anderen haben auch unseren Spaß. Ist doch fast schon Crosspromotion mit ihm und Böhmi.

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m.breitkopf 14.03.2019, 19:52
136. Er hat McCarthy gesagt...

Die gegenseitige Diffamierung ist in unserer Gesellschaft nichts ungewöhnliches mehr. Sie dient ja einem guten Zweck: dem Kampf gegen Rechts. Inzwischen wendet man sich also schon direkt an die Vorgesetzten von verdächtigen oder erwiesenermaßen rechten Personen, Herr Böhmermann macht es uns vor.
Der politische Gegner möge den Job verlieren und somit unschädlich gemacht werden.

Was wohl als nächstes folgt? Die Veröffentlichung von Listen? Anleitungen zur Denunziation? Die Forderung nach öffentlicher Abbitte? Die Kinder von unliebsamen Personen von Kitas oder Schulen verbannen?
Oder ist das schon Realität?

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Teutonengriller 14.03.2019, 19:52
137. Wahrscheinlich müsste ich mich

dafür rechtfertigen mot einem Böhmermann auf einer Party zu sein. Manche Sachen von dem finde ich ja gut, aber diese ewige NaziParanoia in dessen Sendungen und die vermeintliche moralische Überintegrität nerven. Böhmermanns Freundschaft ist dann wohl nix wert, weil sie nicht dem Mainstream widersteht. Und Beckmann hat dann wohl nichts aus seinen Kindheitserfahrungen gelernt. Traurig

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rant.biden 14.03.2019, 19:53
138. Nachlieferung

Herr Fleischhauer, das ist bewegend und erschütternd, und deshalb viel zu zurückhaltend: Hier geht es um das Wiederumsichgreifen des Blockwarttums in Deutschland! Die Gefahr im Lande sind nicht die Rechten - das sind verschwörungstheoretische Deppen, wie wir täglich bei der AfD sehen. Die Gefahr sind die Linken, die das Land Stückchen für Stückchen in die rechte Ecke jagen mit ihren Public-Rassismus- oder Rechtskampagnen, dem Genderwahnsinn vom aufoktroyierten Geschlecht oder was auch immer. Sie verbieten uns unsere Sprache, unser Geschlecht - und meinen, die Zweitrangigkeit der Frau im Koran sei „ein Teil Deutschlands“. Die Menschen reagieren - sind „reaktionär“ - werden wütender und wütender, werden rechter und rechter, hassen, wie wir vor allem auch in den USA sehen, wo die Wahl des Antiintellektuellen Trump ein einziger Aufschrei gegen das linke, meinungsführende Establishment ist. Genau dieses Establishment, bei dem Methoden und Folgen des Handelns hochfaschistisch sind - und wir immer noch nicht genau wissen, ob das der Plan oder bloß Ausdruck eines Nichtbegreifens ist, was aber letztlich keinen Unterschied macht - haben Sie jetzt am Arsch. Deutschengesichtige, kleine TV-Blockwarte, die keine Gelegenheit auslassen, eine quotengeile Denunziation zu begehen. Genau diese Umstände und Zeitgenossen sind ja Ihr Thema. Wir Normalos haben gegen diese professionell-mediale Denuntiationsmaschinerie keine Chance, was Ihren Job evident wichtig macht - jedoch fehlt mir hier die Klarheit, die Konsequenz, wie sie aber in den Kommentaren hoffentlich nachgeliefert werden kann.

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annalogie 14.03.2019, 19:53
139. Heuchelei

Herr Fleischhauer, Sie biedern sich in fast all Ihren Kolumnen inhaltlich bei der Neuen Rechten an und verorten alles, was einen Millimeter nach links von Söders Meinung liegt, gleich als linksextrem. Dass Sie sich auf einer eher rechts gelasteten Party blicken lassen, wundert mich nicht. Was mich aber wundert, dass Sie sich dermaßen ertappt fühlen, dass Sie Ihren "alten Freund" als "politischen Wirrkopf" bezeichnen. Schöne Freundschaftsbekundung. Ein heuchlerisches Mimimi eines Showrechten, der gerne ein Wutbürger mit Frustrationshintergrund wäre, sich aber doch nicht aus seiner ver"spiegel"ten Komfortzone traut. Hier geht es nicht darum, dass Sie nicht mit wem auch immer feiern oder Ihre Meinung nicht sagen/schreiben dürfen. Es sollte sich nur nicht über heiße Laken mokieren, wer sich mit dem Teufel ins Bett legt. Danke für diese wirklich erhellende Recht(s)fertigungsprosa.

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