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"Fridays for Future": FDP ringt um Verhältnis zu Klimaschützern
ARMANDO BABANI/ EPA-EFE/ REX

"Eine Sache für Profis": So kanzelte FDP-Chef Lindner die junge "Fridays for Future"-Bewegung kürzlich ab. Im SPIEGEL zeigen sich prominente Liberale nachdenklich. Ist ihre Partei herzlos?

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fht 20.04.2019, 08:42
10. "Profis" sind Leute wie der Herr Lindner,

die noch nie wirklich außerhalb der Politik beschäftigt waren und immer dann, wenn es um die Übernahme von Verantwortung ging, gekniffen haben.

Leider gibt es z.Zt. in Deutschland keine Partei, die das Etikett "liberal" wirklich verdient hat. Zur Liberalität gehört nicht der hemmungslose Kapitalismus-Ansatz, sondern viel viel stärker Kants Kategorischer Imperativ.

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kuac 20.04.2019, 08:43
11.

Zitat: ".......for Future"-Bewegung kürzlich ab. Im SPIEGEL zeigen sich prominente Liberale nachdenklich. Ist ihre Partei herzlos?"

Nein, nicht herzlos, sondern kopflos. Das Problem ist, dass Lindner bis heute noch daran glaubt, dass die Schüler keine Profis sind und deshalb nicht demonstrieren sollten!

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1848 20.04.2019, 08:44
12. 'Meisterchen' der Verdrängung

Schlimmer als die 'Klimawandelleugner' ( Ursache Mensch )

sind die, mit der Haltung , wird schon nicht so schlimm , wir haben ja irgendwann die große Techniklösung.

Lindner vergleicht ja gerade Refugees welcome-Naivität mit mit den Friday-Demos und
nennt beide emotional -'kindisch'

Dabei ist Lindner mit seiner Lobbyhaltung und dem emotionalen Verdrängungsmechanismus ( wird schon nicht so schlimm) der typische Kindskopf mit pubertär-emotionaler Haltung.

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OhMann! 20.04.2019, 08:44
13. Am Kernproblem,

das Hr. Lindners Aussagen innewohnt, gehen die Statements vorbei: Klimapolitik ist nur der Aufhänger. Besonders ärgerlich ist die dämliche Behauptung, nur wer Expertise in einer Sache mitbringe, dürfe sich auch ein Urteil bilden. Lasst das mal den Papa machen. Das ist Sabotage am frühen Aufkeimen politischen Interesses: "Ich kann mir keine Meinung bilden, ich kenn mich nicht aus" wird zum Paradeargument für alle, die keinen Bock haben, sich zu informieren und positionieren.
Konsequent zu Ende gedacht eine Hymne an die Technokratie.
Das einzige, was mich an der FfF-Bewegung nervt, ist der Umstand, dass wir damals nicht auf die Idee gekommen sind.

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dosmundos 20.04.2019, 08:44
14.

Ist halt immer schwierig, wenn man mit Vernunft das Machbare sucht, anstatt süße bezopfte kleine Mädchen zu feiern und auf der Sympathiewelle mit zu surfen, solange sie noch rollt.

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palimpalom 20.04.2019, 08:45
15. Ganz einfach..

..die Formel der FDP.. wie übrigens der meisten „Volksparteien“ lautet : Angst vor nicht gewählt werden und Posten verlieren x Konzernschutz und Amigo Wirtschaft + Beeinflussung durch Lobby und Berater = Umweltschutz. Es ist doch längst bekannt, daß hier niemand ( außer den etwas komplizierten Linken und den verbürgerlichten Grünen) tatsächlich noch Überzeugungen vertritt. Ahnungslose Anwälte und BWLer, hochgebuckelt in ihren Parteien, haben selbst keine Ahnung und lassen sich von dreisten, kurzsichtig Profit abgreifenden Wirtschaftsberatern in die Tasche stecken. Wo sind die Visionäre? Arbeitsplätze in neuen Technologien schaffen, statt alte zu subventionieren und mal auf die Profis (Wissenschaftler) hören wäre nötig. Die predigen alles seit Jahrzehnten..

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Immanuel K. 20.04.2019, 08:45
16. Ich weiß nicht,...

...ob das Handeln und die Aussagen der FDP etwas mit mangelnder Empathie zu tun habe - oder einfach damit, das Thema Klimawandel nicht ernst zu nehmen? Wenn Wissenschaftler behaupten würden: in 5 (oder X) Jahren, trifft ein riesiger Meteorid die Erde - würde dann die FDP eine Lösung auch der Wirtschaft unterordnen wollen...?

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KR-Spiegel 20.04.2019, 08:46
18. "Fridays for Future" hat KEINE Lösungen parat

Die moralische Rechtfertigung für mehr Klimaschutz wird mittlerweile durch radikale, aber weltfremde Forderungen komplett entwertet.
Wir erzeugen z.B. immer noch Strom und Wärme getrennt, statt Beides per Methan (wie Erdgas) oder Wasserstoff umzusetzen. Auch wurden/werden die Braunkohlekraftwerke nicht durch Gaskraftwerke ersetzt, obwohl wir bald Gas in Überfluß aus USA und Nordstream II erhalten. Statt Sonnenhäuser mit >50% solaren Deckungsbeitrag zu bauen, werden dubiose Passivhäuser mit Stromheizung gefördert und deren Dächer mit sündhaft teurer, aber kaum ertragreichen PV-Modulen gepflastert. An der Tanke dannnur E5 statt E30, obwohl leicht per USA verfügbar und mit minus 2/3 Feinstaub beim Direkteinspritzer eh alternativlos gegen deren Fahrverbote.
"Fridays for Future" kann nur als Anregung für Techniker sein, endlich das CO2-Thema zu lösen. ABER der Jugend ist zu sagen, dass die bei den Lösungen komplett auf dem Holzweg ist.

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kuhuna 20.04.2019, 08:48
19. Schade -

Themen wie Freie Meinungsäußerung und Demos an Freitagvormittagen sollten von Liberalen Geschätzt und unterstützt werden.
Vielleicht erleben wir gerade den Bachweis, dass die FDP keine Liberalen Ideale mehr verfolgt, sondern einzig wirtschaftsliberal orientiert ist.

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