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Friedensnobelpreis für EU: Euro-Skeptiker lästern über "Aprilscherz"
AP

Es ist ein willkommener Motivationsschub in der Krise: Mit Genugtuung haben europäische Regierungschefs den Friedensnobelpreis für die EU begrüßt. Die Europa-Skeptiker im Staatenbund aber sind außer sich über die Entscheidung - sie verhöhnen die Jury in Oslo.

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Helotie 12.10.2012, 19:10
200. Ich kann über die EU schon lange nicht mehr lachen!

Die EU hat die Todesstrafe auch bei UNS eingeführt!

Während unser Chefdarsteller des Widerwärtigen Amtes vor ein paar Tagen krähend die Abschaffung der Todesstrafe forderte.
Natürlich nicht in der EU, sondern nur in Ländern, die gerade nicht so genehm sind.

Dafür den "Friedensnobelpreis"!

Alles wird gut, alles wird tot.
Gruß nach Oslo, zu den alten, dementen Knackern im Katheterwechsel.

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rasenmähermann75 12.10.2012, 19:10
201.

Zitat von Grafsteiner
Ist der Nobelpreis nun ein Trostpreis? Oder ist der Friedensnobelpreis nach der Verleihung an Obama nur noch eine Himbeere? Grübel, grübel.
Was haben eigentlich alle mit Obama, wenn es hier um die EU geht? Ist das irgendeine Art Running-gag?

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old-chatterhand 12.10.2012, 19:11
202.

Zitat von janne2109
schade, etwas mehr Stolz auf Europa würde ich mir wünschen. Vielleicht bin ich auch zu alt ( obwohl ich nie einen Krieg erlebt haben) und sehe daher die Vorteile??
Die EU ist eben nicht Europa. Die Währung spaltet, sie eint nicht. Die Menschen sind nicht nationalistischer geworden. Sie spüren aber, das die EU und der Euro ihre Probleme nicht löst, sondern sie verschärft. Wieso das? Weil mittlerweile so ziemlich der Letzte begriffen hat, dass es um den Bürger als Letzten geht. Priorität haben die Wirtschaft mit Banken, Großkonzernen und Unternehmern, sowie Politiker und Lobbyisten. Die EU ist nicht die Heimat der Menschen, weil sie nur Objekte sind, keine Subjekte. Sie werden gebraucht als Konsumenten, als Steuerzahler und Bürgen, aber nicht als selbstbestimmte Bürger. Diese EU ist Teil des Problems, nicht der Lösung. In dieser EU geht es nicht um Mitbestimmung, Demokratie, soziale Rechte, Arbeitsplätze, oder steigende Löhne bei stetigender Produktivität. In dieser EU geht es um Profitmaximierung, um Bürokratie, Vorschriften und Regeln für die Menschen, aber Deregulierung für Banken und Finanzindustrie, um Diäten, Anwesenheitsprämien und Reisekostenabrechnungen für Abgeordnete, aber Lohn-, und Rentensenkungen für die Armen und Ärmsten. Für die Menschen in dieser EU geht es um eine zusammenbrechende Gesundheitsversorgung in Griechenland, während die EU Kommision kein Wort über die Steuerhinterziehung reicher Griechen verliert, in dieser EU geht es um Entmietung in Spanien, während das Land den größten Wohnungsleerstand aller Zeiten verbucht. Nur um die Fehlspekulationen von Banken mit Steuergeldern zu begleichen. Und das obwohl die Schere zwischen Arm und Reich sowieso schon ständig weiter zunimmt. Den EUphorikern sei gesagt: ihr habt mit eurer Kritiklosigkeit den Missständen gegenüber und der Gleichgültigkeit den Problemen der Menschen gegenüber die Abkehr von so Vielen den Boden bereitet. Ja, jetzt wird über 60 Jahre Frieden geredet. Doch weder war die EU ursächlich dafür, vielmehr war es die Präsenz der Supermächte, noch kann der Blick in die Vergangenheit von den gegenwärtigen Problemen ablenken. Ich war und bin immer für die europäische Einigung gewesen. Wenn ich sehe was für ein Monster daraus geworden ist, dann läuft es mir kalt den Rücken herunter.

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kaepten2000 12.10.2012, 19:11
203. Ein überzeugter "EU"Gegner

Zitat von goldigolfi
An all die jenigen, die mir vorkommen wie die 60 Millionen Bundestrainer die alles besser wissen, wann immer unsere Nationalmannschaft spielt. Die ihren Frust vom Biertisch ins IT-Forum exportieren, die selbst nur still sitzen, meckern und im Grunde nicht agieren, nur immer reagieren allerdings ohne Einsatz sondern nur mit lauter, unüberlegter Stimme. EUROPA IST EINFACH NUR GROSSARTIG und der Weg zur Gemeinschaft ist steinig und wird es wohl auch bleiben.
Widerspruch,guter Mann!Die "EU"und der "Euro"sind vom Großkapital geschaffene Kunstgebilde,mit dem sehr einfachen Ziel,durch die Abschaffung sämlicher Grenzen,Zollschranken und dem Aufbau eines einheitlichen Finanzsystems die Betriebe und Arbeitsplätze jederzeit dahin zu verlagern,wo der meiste Profit zu machen ist und die Arbeitskraft am besten ausgebeutet werden kann.Mit der Drohung,den Betrieb in kürzester Zeit in ein anders europäisches Land zu verlagern,können die Werktätigen sehr leicht zu Dumpinglöhnen und Lohnverzicht gezwungen werden und die Kampfkraft der Gewerkschaften ausgehölt werden.Gleichzeitig wird durch die offenen Grenzen,die Krimnalität stark gefördert.Was wir wirklich brauchen,sind wieder starke souveräne Nationalstaaten in Europa mit maximal einer EWG.

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chrimirk 12.10.2012, 19:13
204. BILD ist sogar besser!

Zitat von titanic75
Das ist ja wieder mal Typisch. Das Foto steht in keinem Zusammenhang mit dem Friedensnobelpreis. Das erfährt man aber erst, wenn man auf den Artikel klickt. Auf eurer Titelseite kommt es so rüber, als ob der Preis spontanes Flaggenverbrennen nach sich gezogen hat. BILD lässt grüßen!
Und das ist die Schande.
SPIEGEL: Quo vadis?

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Guillermo Emmark 12.10.2012, 19:13
205. Zwerge

Zitat von kantundco
Nun, die Exakten Jahreszahlen wusste ich nicht auswendig. Aber die Abläufe und Inhalte. Was Sie wohl nicht gelernt haben: Die EWG war eine reine Wirtschaftsunion, die politische EU folgte später. Und die hat nun wirklich nichts zum Frieden beigetragen. Sondern nur dazu, dass wir zwei uns hier argumentativ bekriegen. Außerdem heiße ich nicht Schatzi.
Musst er auch nicht lernen, Schatzi. Der Deutsche Bund war auch nicht mit der Bundesrepublik Deutschland identisch, ist aber durchaus ihr Vorläufer gewesen. Und die EWG war selbstverständlich der Anfang der heutigen EU. Denken Sie an den alten Werner Herzog Film "Auch Zwerge haben klein angefangen".

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kantundco 12.10.2012, 19:13
206. Danke.

Zitat von trj
lach .... angenommen, das passt. Irgendwie geht die Diskussion hier langsam aber sicher endgültig am Thema vorbei ... Für alle hier, es geht hier nicht um den Euro, sondern die EU. Ich mein es ist schon hirnrissig genug der EU, als Umsetzuung des europäischen Gedankens, den Nobelpreis zu verleihen., da braucht man den noch hirnrissigeren Euro gar nicht um sich aufzuregen. Ach ... und übrigens, ich mag Europa, ich mag die Idee ... ich mag sie sogar sehr ... ich finds nur extrem beschissen wie sie umgesetzt wird. Und das es dafür jetzt auch noch diesen Preis gibt kann eigentlich wirklich nur ein Witz sein ....

Einfach nur volle Zustimmung. Schlimm, wie man hier als Kritiker schlimmer Entwicklungen in die Schublade gesteckt wird. Auch ich liebe Europa in seiner Vielfalt. Nur das, was zur Zeit wg. Der Eurokrise geplant wird, läuft in die falsche Richtung. Und der Euro droht nun auch noch zur Friedensgefahr auszuarten. Womit wir doch wieder beim Thema wären...

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ARIAGNI 12.10.2012, 19:14
207. Photo

Wer hat eigentlich dieses Photo ausgewählt?
Er/sie muss allzu unparteiisch sein.

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Ragnarrök 12.10.2012, 19:14
208.

Zitat von sysop
Es ist ein willkommener Motivationsschub in der Krise: Mit Genugtuung haben europäische Regierungschefs den Friedensnobelpreis für die EU begrüßt. Die Europa-Skeptiker im Staatenbund aber sind außer sich über die Entscheidung - sie verhöhnen die Jury in Oslo.
Nicht nur die. Das erste was mir dazu einfiel war ein Zitat aus dem Buch von Lothar-Günther Buchheim -DAS BOOT-: Ein Bootsmann (Schwalle?) zu einem nachgeordnetem Besatzungmitglied das weltfremde Erwartungen hegt: "Fass Dir mal an Arsch und schau ob Du noch da bist!"



Der Euro ist eine Fehlkonstruktion. Er KANN NICHT funktionieren. Zur Zeit bekommt er Infusionen. Etwas weiter wird er beatmet werden müssen. Der Euro ist der Ariel Scharon der Währungen.

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PK2011 12.10.2012, 19:14
209.

Zitat von Palmstroem
Den Grundstein für das heutige Europa legten vor allem die Franzosen, etwa Robert Schuhmann! "Auf der Grundlage des Schuman-Plans vereinbaren schon 1951 Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande, ihre Kohle- und Stahlindustrie unter gemeinsame Verwaltung zu stellen und sie nicht länger zu Kriegszwecken gegeneinander einzusetzen." In seiner Rede an die deutsche Jugend begeisterte der französische Staatspräsident Charles de Gaulle vor 50 Jahren tausende Menschen. "Die Zukunft, die Zukunft unserer beiden Völker, der Grundstein auf welchem die Einheit Europas gebaut kann und muss, die höchste Trumpf für die freie Welt, bleiben die gegenseitige Achtung, das Vertrauen und die Freundschaft zwischen dem französischen und dem deutschen Volk." Schon aus diesen beiden Abschnitten ist ersichtlich, dass die EU ein Projekt war, das Europa befrieden sollte. Der kalte Krieg hat sicher dieses Projekt gestärkt, aber ohne den Willen zur Aussöhnung wäre es nicht gelungen. Und Willy Brandt´s Politik war die Fortsetzung dieser Versöhnung nach Osten.
Ich hätte Ihnen mehr zugetraut. Ehrlich.

Sehen Sie diese Ereignisse im geschichtlichen Kontext. Der kalte Krieg hatte begonnen. Die UdSSR stand in Mitteleuropa. Die Verbündeten der USA, FR und UK waren durch die Kriegsfolgen ausgepowert.

Eine neue Front in einem evtl. "heissen Krieg" hätte nur mit den Deutschen funktioniert, nicht umsonst wurde die Wiederbewaffnung 1955 (Amt Blank) begonnen.

Dazu war es notwendig, die Deutschen sozusagen zu "rehabilitieren".
DeGaulle wusste das alles sehr genau, er sass noch mit Stalin am Tisch als sich die Streitpunkte über die Gestaltung Europas nach dem Sieg über das "Dritte Reich" abzeichneten.

Die Ostpolitik eines Willy Brand trug der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung. Da ging es sicher nicht um "Wir haben uns alle lieb".........

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