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Friedensnobelpreis für EU: Euro-Skeptiker lästern über "Aprilscherz"
AP

Es ist ein willkommener Motivationsschub in der Krise: Mit Genugtuung haben europäische Regierungschefs den Friedensnobelpreis für die EU begrüßt. Die Europa-Skeptiker im Staatenbund aber sind außer sich über die Entscheidung - sie verhöhnen die Jury in Oslo.

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m.breitkopf 12.10.2012, 19:19
220. Der Wald vor lauter Bäumen

Die EU-Skeptiker sind doch nur eine lausige Bande von pedantischen und rechthaberischen Erbsenzählern. Wer braucht diese Langweiler?

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c++ 12.10.2012, 19:19
221.

Zitat von biobanane
Man kann also nicht sagen, dass die norwegischen Parlamentarier nicht EU-affin wären, es hat halt nicht geklappt, trotz vier Anäufen.
Und glauben Sie, beim fünften Anlauf wird das norwegische Volk zustimmen.
Nur das gute Dutzend Armenhäuser will Mitglied der EU werden, von Albanien und Serbien über Kosovo und Bosnien bis Georgien und Moldawien.

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kannmanauchsosehen 12.10.2012, 19:20
222. Gibt es was, woran die EU nicht schuld ist?

Zitat von sysop
Es ist ein willkommener Motivationsschub in der Krise: Mit Genugtuung haben europäische Regierungschefs den Friedensnobelpreis für die EU begrüßt. Die Europa-Skeptiker im Staatenbund aber sind außer sich über die Entscheidung - sie verhöhnen die Jury in Oslo.
Gibt es was, woran die EU nicht schuld ist?

"EU ist neoliberal"
----> Wer ist das heute nicht?

"EU ist verantwortlich für Schuldenberge"
-----> Wo gibt es keine Schuldenberge?

"EU ist verantwortlich für die Eurokrise"
-----> Falsch, das begann mit der US Immobilien Krise 2007/2008?

"EU ist eine Art Sowjetunion/Jugoslawien"
-----> Über einen Beitritt haben gewählte Regierungen entschieden.

"EU ist verantwortlich für das Elend in Griechenland/Spanien"
-----> .... ohne Kommentar

"EU macht unsinnige Verordnungen (Bananenverordnung)"
-----> Deutschland macht unsinnige Verordnungen (Bier-Reinheitsgebot)

"EU hat keinen Frieden gebracht, sondern die Amis und die Briten"
-----> Schließen sich diese Wahrheiten aus?

Europa-Skeptiker, bleibt einfach an der Seitenlinie stehen und geifert weiter, während die EU Karawane weiter zieht. Schade eigentlich, Eure konstruktive Mitarbeit wäre wichtig gewesen.

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meineidbauer 12.10.2012, 19:20
223.

Zitat von old-chatterhand
Die EU ist eben nicht Europa. Die Währung spaltet, sie eint nicht. Die Menschen sind nicht nationalistischer geworden. Sie spüren aber, das die EU und der Euro ihre Probleme nicht löst, sondern sie verschärft. Wieso das? Weil mittlerweile so ziemlich der Letzte begriffen hat, dass es um den Bürger als Letzten geht. Priorität haben die Wirtschaft mit Banken, Großkonzernen und Unternehmern, sowie Politiker und Lobbyisten. Die EU ist nicht die Heimat der Menschen, weil sie nur Objekte sind, keine Subjekte. Sie werden gebraucht als Konsumenten, als Steuerzahler und Bürgen, aber nicht als selbstbestimmte Bürger. EU ist Teil des Problems, nicht der Lösung. In dieser EU geht es nicht um Mitbestimmung, Demokratie, soziale Rechte, Arbeitsplätze, oder steigende Löhne bei stetigender Produktivität. In EU geht es um Profitmaximierung, um Bürokratie, Vorschriften und Regeln für die Menschen, aber Deregulierung für Banken und Finanzindustrie, um Diäten, Anwesenheitsprämien und Reisekostenabrechnungen für Abgeordnete, aber Lohn-, und Rentensenkungen für die Armen und Ärmsten. Für die Menschen in dieser EU geht es um eine zusammenbrechende Gesundheitsversorgung in Griechenland, während die EU Kommision kein Wort über die Steuerhinterziehung reicher Griechen verliert, in dieser EU geht es um Entmietung in Spanien, während das Land den größten Wohnungsleerstand aller Zeiten verbucht. Nur um die Fehlspekulationen von Banken mit Steuergeldern zu begleichen. Und das obwohl die Schere zwischen Arm und Reich sowieso schon ständig weiter zunimmt. Den EUphorikern sei gesagt: ihr habt mit eurer Kritiklosigkeit den Missständen gegenüber und der Gleichgültigkeit den Problemen der Menschen gegenüber die Abkehr von so Vielen den Boden bereitet. Ja, jetzt wird über 60 Jahre Frieden geredet. Doch weder war die EU ursächlich dafür, vielmehr war es die Präsenz der Supermächte, noch kann der Blick in die Vergangenheit von den gegenwärtigen Problemen ablenken. Ich war und bin immer für die europäische Einigung gewesen. Wenn ich sehe was für ein Monster daraus geworden ist, dann läuft es mir kalt den Rücken herunter.
Vielen Dank! Besser hätte man es nicht formulieren können.

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rasenmähermann75 12.10.2012, 19:22
224.

Zitat von kaepten2000
Die "EU"und der "Euro"sind vom Großkapital geschaffene Kunstgebilde,mit dem sehr einfachen Ziel,durch die Abschaffung sämlicher Grenzen,Zollschranken und dem Aufbau eines einheitlichen Finanzsystems die Betriebe und Arbeitsplätze jederzeit dahin zu verlagern,wo der meiste Profit zu machen ist und die Arbeitskraft am besten ausgebeutet werden kann.
Das ist nun wirklich Geschichtsklitterung und einfach nur peinlich. Ich kann nur hoffen, dass hier nicht viele Ausländer mitlesen, sonst denken die noch, alle Deutschen seien so beschränkt.

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luny 12.10.2012, 19:23
225. Frieden?

Zitat von typomann
Endlich! Welcher Kontinent hätte mehr für den Frieden getan als Europa. Nach Jahrhunderten waren es die Europäer die Frieden geschaffen haben. Dank all jenen Politikern und Persönlichkeiten die sich um Europa verdient gemacht haben. Alle Kritiker machen sich einfach nur lächerlich, allen voran die Briten. Ich bin stolz auf diesem Kontinent zu Hause zu sein. Aloha
Hallo Typomann,

da haben Sie jetzt aber den Balkankrieg und den Krieg in Afghanistan
ausgeblendet, oder? Die Briten zogen mit den USA in den Irak-Krieg.

Außerdem erreichen die Demonstrationen in den notleidenden
EUR-Ländern gerade bürgerkriegsähnliche Zustände.

LUNY

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robien 12.10.2012, 19:23
226. Ausgerechnet die Engländer ...

Zitat von sysop
Es ist ein willkommener Motivationsschub in der Krise: Mit Genugtuung haben europäische Regierungschefs den Friedensnobelpreis für die EU begrüßt. Die Europa-Skeptiker im Staatenbund aber sind außer sich über die Entscheidung - sie verhöhnen die Jury in Oslo.
... regen sich auf und verdrehen gleich noch ein wenig die Geschichte.

Zitat von
Der Preis komme "verfrüht", da ja noch niemand wisse, wie das "Experiment eines antidemokratischen Bundesstaats" ausgehe.
Das die Zukunft mit Ungewissheiten verbunden ist, liegt in der Natur der Sache. Wie sich das einst so stolze England in 100 Jahren präsentiert, scheint mir aus heutiger Sicht allerdings auch nicht sicher. Den Nobelpreis hat die EU für in der Vergangenheit geleistetes erhalten. Das scheint mir gleichermaßen gerechtfertigt, wie aber auch Ansporn für die fraglos vielen erforderlichen Verbesserungen. Europa ist aktuell eine Geoßbaustelle.

Zitat von
Außerdem sei es nicht die EU gewesen, die dem Kontinent Frieden gebracht habe, sondern Briten und Amerikaner.
Die Briten standen in beiden Weltkriegen auf Seiten der "Guten". Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung. Allerdings sind Franzosen wie Engländer in den letzten Tagen beider WKs doch nur noch mit den Amerikanern mitgestolpert. Beide Länder waren - ähnlich wie Deutschland - mit ihren Kräften völlig am Ende und ohne die Amis hätte es nie den Sieg über Großdeutschland gegeben, andersherum hätten es die USA aber wohl auch alleine geschafft. Die Briten sollten sich im Sinne wahrer historischer Gegebenheiten nicht als Superhelden aufführen, die sie auch gar nicht sind. Besser wäre, sie würden sich in Europa konstruktiv einbringen, wir könnten sie gut gebrauchen, aber das wollen sie nicht.

Nach dem 1. Weltkrieg kam Versailles und sonst nichts und dann kam Hitler. Nach dem 2. Weltkrieg kam der Mashallplan und die EU (bzw. dessen Vorläufer) und ein seitdem anhaltender Friede. Danke Amerika, danke Europa (EU).

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deSelby 12.10.2012, 19:23
227. Eine gute Wahl.

Nein, die EU ist beileibe nicht perfekt, aber immer noch besser als alles was vorher war.
Und wer glaubt auch ohne die EU wäre es die letzten 60 Jahre friedlich geblieben in Westeuropa, den kann ich nur fragen wie man so blauäugig udn naiv sein kann.
Viele derjenigen die jetzt wohlfeil über die EU herziehen übersehen so leicht, wieviel sie der EU zu verdanken haben und was für eine verdreckte Jauchegrube aus Haß, Vorurteilen, Großmannssucht und nationalem Großenwahn das Europa der Nationalstaaten einst war und ohne EU vermutlich auch immer noch wäre. Nichts von dem was nach 1945 kam war "normal", denn Verständigung, Frieden udn Freundschaft war nie zuvor die Agenda in einem seit Jahrhunderten unfriedlichen Europa...
...wie gesagt, eine sehr gute Wahl.

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nic 12.10.2012, 19:26
228.

Wer nimmt eigentlich die Nobelpreise ernst? Aber der EU (also in Person Politikern) den Nobelpreis zu verleihen ist doch mal richtig guter Humor.

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abach 12.10.2012, 19:27
229. merkwürdige Geschichtsauffassung

Zitat von c++
Hauptziel des Vertrages war in der Argumentation Schumans die Sicherung des innereuropäischen Friedens durch die „Vergemeinschaftung“, also die gegenseitige Kontrolle, der kriegswichtigen Güter Kohle und Stahl, sowie die Sicherstellung dieser für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidenden Produktionsfaktoren. Der Preis, den D dafür zahlte, war die Kontrolle Frankreichs über die deutschen Schlüsselindustrien.
Die Bundesrepublik (nicht D!) hat die Kontrolle über Fördermengen und Preise von Kohl und Stahl nicht an Frankreich, sondern an eine supranationatinale Behörde abgegeben, in der sie selbst vertreten war. Dieser Verzicht auf bestimmte Souveränitätsrechte war der Schlüssel dafür, dass die Mitgliedsstaaten von Montanunion, später EWG - und heute EU - keinen Krieg mehr gegeneinander geführt haben. Die entsprechenden Verträge sind nicht zustande gekommen, weil es für die beteiligten Staaten keinen Kriegsgrund mehr gab, wie Sie an anderer Stelle behaupten, sondern umgekehrt wird ein Schuh draus.

Immerhin interessant zu erfahren, wie dumpfer Nationalismus sich auch in Ihrem Denken breitmacht.

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