Forum: Politik
Friedensverhandlungen zur Ukraine: Warum das Minsker Abkommen nicht funktioniert
REUTERS

Im Februar 2015 handelte Angela Merkel in Minsk ein Abkommen aus, das den Ukraine-Krieg stoppen sollte. Nun flammen die Kämpfe wieder auf - auch weil die EU die Ukrainer im Stich lässt.

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bloub 12.02.2017, 11:01
40.

Zitat von Wunderläufer
Ich finde den Beitrag von SPON fundiert und gut recherchiert. Zu lange hatten sich viele Menschen dagegen gesperrt, Putin als bluthungrigen Machtpolitiker zu sehen, der über Leichenberge geht, wenn es seinen Interessen dient (siehe Grosny, Alpeppo)
immer dieser postfaktische schwachsinn. grosny wurde im 1. tschetschenienkrieg zerstört, sie dürfen raten, wer damals russischer rpräsident war. kleiner tip zur hilfe: putin war es nicht.

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Politikernachwuchs 12.02.2017, 11:26
41. Frieden

Und warum akzeptierrt man nicht die Wünsche der Krimbewohner bzw. Ostukrainer? Haben diese Menschen kein Recht auf Achtung bzw. Selbstbestimmung?

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angste 12.02.2017, 11:27
42. Das sind Begründungen

Russland kommt in den Minsker Abkommen nicht als Beteiligter vor..... muss aber sanktioniert werden, weil Russland nicht existierende Verpflichtungen nicht einhält.

Kiew hält sich nicht an das Abkommen, "ist dabei, sich verlorenes Gebiet militärisch zurückzuholen".... aber das ist ok, dient ja nur Propagandazwecken. Tote? Kollateralschäden.

Wie kann man sich von nur Kiew so vera......lassen

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michelpartei 12.02.2017, 11:30
43. Die Krim ist der Schlüssel zum Frieden

Viele sind vermutlich mit mir der Meinung, dass Merkel... Deutschland und die EU gesellschaftlich politisch gegen die Wand gefahren hat.

Nun soll eine bröckelnde EU, auch noch mit Merkel die Ukraine retten?

Was haben wir denn vorliegen. Ein Russe Putin, der das größte Land der Welt führt und weiter auf Landgewinne setzt Eine EU die politisch so schwach ist, weil man wie Putin Politik macht und die eigenen Staaten durch Dummheit auseinander dividiert . Putin könnte man leicht soviele Sanktionen aufbürden , das es zu politischen Unruhen in Russland kommen würde und diese völlige Isolierung allen zeigen wird, wie gefährlich es ist, sich mit dem freiem Westen anzulegen.

Aber kommen wir zur Lösung , die Ukraine als ehemaligen Teil von Russland wird dieses Erbe nicht los, wenn es keine Kompromisse gibt. Die Krim ist verloren, die Menschen dort wollen wie der Kosovo
unabhängig bezw. die Krim zu Russland gehören.

Also sollten alle Seiten die Krim als Schnittstelle zwischen Russland und der Krim sehen, wo es freien Warenverkehr und gegenseitigen
Respekt gibt, wo Menschen keine Feinde sind sondern Brüder und Schwestern und frei hin und her reisen können und wohnen .

Dann wird alles andere leichter.

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roughneckgermany 12.02.2017, 11:30
44. bloub

Grosny wurde vor allem im 2. Tschetschenienkrieg durch Flächenbombardements zerstört. 80 Prozent aller Wohnhäuser und 20 Prozent aller Dörfer wurden in diesem Krieg zerstört. Es gibt sehr gute Dokumentationen, wo auch Journalisten und Bewohner zu Wort kommen, die in diesen Jahren vor Ort waren. Der zweite Krieg wurde nur durch vorgeschobene Gründe inszeniert. Klar gab es die Anschläge und die schwarzen Witwen. Es deutet jedoch sehr vieles daraufhin, dass der FSB dies lanciert hat um dem damals schwächlichen Ministerpräsidenten zu Ansehen und auf den Posten des Staatspräsidenten zu hieven. Putin sorgte anschließend dafür, dass sein Obersöldner Kadyrow "demokratisch" gewählt wurde.

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biba_123 12.02.2017, 11:34
45. Seit dem Amselfeld verrät Europa immer wieder Völker...

...die sich auf die Unterstützung verließen. Insbesondere auf dem Balkan und in Osteuropa wurden immer wieder Völker im Freiheitskampf von Deutschland, Frankreich usw. Allein gelassen worden.

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MtSchiara 12.02.2017, 11:41
46. Wünsche der Krimbewohner

Zitat von Politikernachwuchs
Und warum akzeptierrt man nicht die Wünsche der Krimbewohner bzw. Ostukrainer? Haben diese Menschen kein Recht auf Achtung bzw. Selbstbestimmung?
Sie werden uns sicher gleich sagen, was die Wünsche der Krimbewohner und Ostukrainer sind, und mit welchem Verfahren Sie diese Kenntnis erlangt haben.

Aber selbst wenn das Ergebnis des sogenannten Krimreferendums nicht von Putin frei erfunden worden wäre, sondern stattdessen internationalen demokratischen Standards für derartige Referenden entsprochen hätte, wäre Ihr Ansatz hochproblematisch, denn es würde die Welt erheblich destabilisieren und böte darüber hinaus eine neue Möglichkeit des Imperalismus:

reichere Länder könnten Bewohnern ärmerer Gebiete, an denen sie interessiert sind, lukrative Renten und Privilegien anbieten, wenn diese im Gegenzug einem Wechsel ihres Gebietes zum reicheren Land zustimmen. Nach diesem Verfahren wäre es dann zum Beispiel für Europa ein leichtes, die nordafrikanischen Wüsten mit ihrer niedrigen Bevölkerung für Europa zu gewinnen und sich dadurch Zugang zu den dortigen Ressourcen zu verschaffen.

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yossariania 12.02.2017, 12:00
47. Nein,

Zitat von roughneckgermany
Grosny wurde vor allem im 2. Tschetschenienkrieg durch Flächenbombardements zerstört. 80 Prozent aller Wohnhäuser und 20 Prozent aller Dörfer wurden in diesem Krieg zerstört. Es gibt sehr gute Dokumentationen, wo auch Journalisten und Bewohner zu Wort kommen, die in diesen Jahren vor Ort waren. Der zweite Krieg wurde nur durch vorgeschobene Gründe inszeniert. Klar gab es die Anschläge und die schwarzen Witwen. Es deutet jedoch sehr vieles daraufhin, dass der FSB dies lanciert hat um dem damals schwächlichen Ministerpräsidenten zu Ansehen und auf den Posten des Staatspräsidenten zu hieven. Putin sorgte anschließend dafür, dass sein Obersöldner Kadyrow "demokratisch" gewählt wurde.
Grosny wurde vor allem im ersten Tschetschenienkrieg zerstört. Vorausgegangen war dem die teils gewaltsame Vertreibung von zigtausenden ethnischen Nicht-Tschetschenen, also das, was wir wenige Jahre später im ehemaligen Jugoslawien als ethnische Säuberung bezeichnet haben.
Und nochmals nein, der zweite Krieg wurde nicht durch vorgeschobene Gründe inszeniert. Er brach aus, weil die tschetschenischen "Aktivisten" mordend und brandschatzend in Dagestan einfielen (Buinaksk , 1996 und Botlich, 1999), wobei mindestens 70 russische Soldaten ums Leben kamen. Diese Attacken fanden lange (1996) bzw. unmittelbar vor Putins Ernennung zum Ministerpräsidenten statt. (Der Einfall der Tschetschenen in Botlich war am 7. August, Putin wurde erst zwei Tage später Ministerpräsident).
Am 5. September folgte dann der Einfall der Tschetschenen in Nowolakskoje, bei dem mehrere hundert Menschen massakriert wurden. Angeführt wurden die tschetschenischen "Aktivisten" vom Oppositions"politiker" Schamil Bassajews, geduldet, wenn nicht sogar gefördert von Maschadow.
Danach folgten dann die Anschläge auf die Moskauer Wohnhäuser.

Und ja, es gibt gute Dokumentationen, wo auch Journalisten und Bewohner zu Wort kommen, die in diesen Jahren vor Ort waren - und über das Morden, Brandschatzen, und Vergewaltigen der "prosilamischen" teschteschenischen "Aktivisten" berichten.

Machen wir uns mal nichts vor - Bassajew & Co waren der widerlichste Abschaum, den man sich im Europa der Jahrtausendwende vorstellen konnte, und unter normalen Umständen hätten wir den nach den Haag gebracht - oder die Amis hätten eine Drohne geschickt. Aber der war gegen die Russen, und damit war alles gut ...

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cdm.stern 12.02.2017, 12:46
48. EU-Unterstützung

Ein völlig missratener Artikel. Herr Neef möge sich an mich wenden. Ich gebe ihm eine Aufstellung, welche Mittel monatlich der Ukraine von der EU zur Verfügung gestellt werden. Und zwar die, die öffentlich gemacht sind. Ohne diese Mittel gebe es die Ukraine als selbstständigen Staat wahrscheinlich nicht mehr. Auf keinen Fall könnte sich die Ukraine einen Krieg im Osten leisten. Auch zum Minsker Abkommen habe ich eine ganz andere Meinung. Das "Über den Tisch ziehen" stellt ein Armutszeugnis für unsere Spitzenpolitiker dar und ist mit Sicherheit falsch. Russland schwante von vornherein, dass weder die EU und schon gar nicht die Ukraine dieses Abkommen einhalten werden wollen. Deshalb wurde von Russland auch die sofortige Deklaration und Bestätigung im UNO-Sicherheitsrat angeregt und erreicht. Steinmeier spielt mit seiner Ukrainepolitik eine äußerst unrühmliche Rolle. Nicht nur Minsk II, sondern bereits sein Vertrag am 22.02.2014 wurde zwar unterschrieben, aber von Kiew nicht realisiert. In Russland fragt man sich berechtigt, was sind die Verträge und die Unterschriften der EU Politiker wert?

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roughneckgermany 12.02.2017, 12:57
49. Yossa

Nicht ganz korrekt. Putin selbst hat den zweiten Krieg am 01.10.99 eröffnet, nachdem ab Ende August 99 immer wieder Bombenanschläge in Moskau stattfanden. Die offizielle Begründung war, dass man die knapp 2000 Terroristen zur Rechenschaft ziehen wollte. Dass diese Anschläge durch den FSB verübt wurden gilt inner- und außerhalb Russlands als sehr wahrscheinlich. Geheimdienstdirektor und Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Durch die Aktionen und Erfolge in Tschetschenien stieg die Beliebtheit Putins massiv an und durch den vorzeitigen Rücktritt Jelzins hat er verfassungsgemäß die Geschäfte übernommen. Ich persönlich kann mich noch sehr gut erinnern, weil man allgemein verwundert war, dass ein neuer starker Mann an die Spitze kam, dem schon damals die Anschläge bzw zumindest das Versagen als Geheimdienstdirektor angelastet wurden.

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