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Frontstadt in der Ostukraine: Slowjansk fürchtet den Sturmangriff
DPA

Sie heben Schützengräben aus, errichten Barrikaden. Die Menschen in Slowjansk, der Frontstadt in der Ostukraine, bereiten sich auf das Schlimmste vor: den Angriff der ukrainischen Armee.

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carlito123 06.05.2014, 19:43
1.

Ganz nüchtern betrachtet muss man festhalten, dass die ukrainische illegitime Regierung erst militärisch vorgeht seitdem sich Russland mit Drohgebärden auffällig zurückhält.
Jetzt herrscht blutiges Chaos, wie leider fast überall wo wir als Westen uns einmischen.
Hätte Russland in der Ostukraine militärisch wie auf der Krim eingegriffen wäre vermutlich überhaupt niemand umgekommen. Egal wie man dazu stehen mag.
Die Einwohner der Krim hatten im Nachhinein großes Glück.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ukrainische Militäreinsatz zu einem anderen Ergebnis führt, als den endgültigen Verlust der Ostukraine.
Ein Land, das mit Gewalt zusammengehalten werden muss, hat meiner Meinung nach keinen Anspruch auf "territoriale Integrität". Das ist doch kein Wert an sich. Dieses Land ist doch nur noch ein Umriss auf einer Landkarte. Körperliche Unversehrtheit ist viel wichtiger.

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rolli59 06.05.2014, 19:53
2. Netter Beitrag und gleich zwei Mal

Zitat von carlito123
Ganz nüchtern betrachtet muss man festhalten, dass die ukrainische illegitime Regierung erst militärisch vorgeht seitdem sich Russland mit Drohgebärden auffällig zurückhält. ...
Richtiger wird er dadurch nicht. Die Regierungstruppen machen das, was jede andere Regierung der Welt machen würde, wenn ihr plötzlich Gebiet entrissen werden soll. Sie stellen ihre territoriale Integrität wieder her. Oder glauben Sie, in Deutschland wäre das anders?

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gievlos 06.05.2014, 19:57
3. Legitim

Zitat von carlito123
Ganz nüchtern betrachtet muss man festhalten, dass die ukrainische illegitime Regierung erst militärisch vorgeht seitdem sich Russland mit Drohgebärden auffällig zurückhält. Jetzt herrscht blutiges Chaos, wie leider fast überall wo wir als Westen uns einmischen. Hätte Russland in der Ostukraine militärisch wie auf der Krim eingegriffen wäre vermutlich überhaupt niemand umgekommen. Egal wie man dazu stehen mag. Die Einwohner der Krim hatten im Nachhinein großes Glück. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ukrainische Militäreinsatz zu einem anderen Ergebnis führt, als den endgültigen Verlust der Ostukraine. Ein Land, das mit Gewalt zusammengehalten werden muss, hat meiner Meinung nach keinen Anspruch auf "territoriale Integrität". Das ist doch kein Wert an sich. Dieses Land ist doch nur noch ein Umriss auf einer Landkarte. Körperliche Unversehrtheit ist viel wichtiger.
Nun ja, wie legitim die Übergangsregierung in Kiew wirklich ist, darüber lässt sich streiten. Nur so viel: Um wieder eine legitime Regierung zu bekommen, müsste die Ukraine erst mal wählen. Erst einen Präsidenten. Später ein neues Parlament. Doch an genau daran scheinen in und außerhalb des Landes gewisse Player kein Interesse zu haben. Sonst würden sie doch die Wahlen und die Ergebnisse abwarten, bevor sie militärische Konflikte mit vielen Toten in Kauf nehmen.

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mosquito60 06.05.2014, 20:00
4. Kriegstreiber regieren

Als die Russen die Krim annektierten, war der Aufschrei gross. Aber jetzt, wo mit Panzern auf die Bevölkerung geschossen wird, ist von der europäischen Diplomatie nichts mehr zu hören. Wo ist Ashton, wo ist Steinmeier? Man verspricht den Kriegstreibern 17 Milliarden und schaut staunend, wie es brennt. Amateure!

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derbadener 06.05.2014, 20:01
5. Der Osten der UA

wollte Putin nie annektiert sondern mit seiner Hilfe über eine föderale UA den Einfluss auf Kiew. Tja eins ist sicher der Schuss ging nach hinten los. Die UA steuert auf einen hanfesten Bürgerkrieg zu bzw ist schon mitten drin. Jeder mit Vodka und ner Knarre macht sich gerade in eigener Sache selbstständig im Westen rennen auch noch ein paar so bewaffnete Irre rum. von denen will da nicht prorussisch komischer weise keiner was wissen. In Kramatorsk schießt man auf alles was sich bewegt einschließlich Unbeteiligter ihre Häuser. Ich kann nur sagen :so ein versagen der Politik hat es seit dem Balkan Krieg nicht gegeben

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wauz 06.05.2014, 20:09
6. Das Problem der ukrainischen Armee

ist die mangelnde Legitimität der Regierung. Sollte es in Slowjansk ein Blutbad geben, werden wahrscheinlich mehr und mehr Armeeangehörige die Seite wechseln.

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Un:sinn 06.05.2014, 20:11
7. Geld Kohle Dollar Euro Gas Öl

Der IWF verlangt für seine Aufbauhilfe eine Ukraine incl. Ost. Sonst wird gekürzt. Aber keiner denke die IWF wisse nicht was sie damit tut. Eine Organisation die Volkswirtschaften der Reihe nach ins Chaos stürzt hat immer ein Ziel.
Und hier sind es die unerschlossenen Gas und Ölfelder der Region. Wenn dabei auch noch ein paar US Raketenstützpunkte abfallen - umso besser

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tolate 06.05.2014, 20:11
8. Finger locker am Abzug

Aha, einerseits die ruhig operierenden, lediglich an der öffentlichen Ordnung interessierten Mitglieder von Polizei, ukrainischem Militär und Nationalgarde, andererseits die schießwütigen Aufständischen, Finger locker am Abzug, jederzeit bereit, einen Streit durch Kopschüsse zu beenden. Hab´ich mir´s doch gleich gedacht, Ordnung tut Not. So wie ja auch mit dem Brandanschlag in Odessa die Ordnung wiederhergestellt worden ist. Alle Gruppierungen der derzeitigen Regierung haben sich in diesem Sinn geäußert, wenn sie es nicht vorgezogen haben, wegen des unerklärlichen Großbrandes mit den vielen Opfern eine zweitägige Staatstrauer anzuordnen, bei Fortsetzung des "Antiterrorkampfes".

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lieschen müller 06.05.2014, 20:12
9. Entsetzen

Und jetzt frage ich mich mit Entsetzen: Hat diese umstrittene militärische Beobachtermission unter führender Beteiligung unserer Bundeswehrsoldaten diese Offensive der ukrainischen Übergangsregierung mit vorbereitet? Zusammen mit den CIA- und FBI-Beratern? Wer unterstützt diese illegitime Regierung und hofiert darüber hinaus eine blutrünstige korrupte Timoschenko, einen Klitschko, über den ich mich gar nicht äußern möchte, die Faschisten in dieser Regierung? Warum tut man das und vor allem warum??? Lernt denn keiner aus den Fehlern der vergangenen und noch brodelnden Kriege? Ist das Elend in Syrien, im Irak, in Afghanistan, in Ägypten, in Lybien, in Tunesien etc., etc.... noch nicht genug? Lasst doch den Menschen und Völkern ihren Lebensraum, ihre Sprache, ihre Religionen, ihre Eigenarten und vor allem ihre Bodenschätze! Was nützt der ganze aufgehäufte Reichtum den wenigen Besitzenden mit Blut an den Händen in einer zerstörten Welt? Aufhören mit dem Wahnsinn!

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