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Früherkennung: Gröhe will Vorsorgeuntersuchungen für Grundschüler
DPA

Gesundheitsminister Gröhe will das System der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ausweiten. Bisher gibt es nach dem Schuleintritt eine große Lücke. Künftig soll es bis zum 18. Lebensjahr drei weitere Untersuchungen geben.

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CancunMM 08.12.2014, 12:01
50.

Zitat von egal
Das ist reine politik. Diese will den Hausarzt bzw. Kinderarzt als Allrounder stärken. In der heutigen Zeit der Spezialisierung hat dieser von den jeweiligen Fachrichtungen aber keine Ahnung mehr. Ich bekomme als Augenarzt ständig Kinder geschickt, die bei der U7a auffällig seien. 90% der kinder sind völlig o.B., aber der kinderarzt bekommt für seinen Laiensehtest ohne Aussagekraft extrabudgetäre Sonderknete, während meiner Einer, der die Arbeit dann macht, keinen Cent bekommt. Es gibt für Menschen im GKV von Geburt bis zum Tod KEINE Vorsorgeuntersuchung bei AA!!, wenn man nicht das Glück hat Diabetiker zu werden. Aber den kinderärzten und Hausärzten soll der Hintern gepudert werden. Eigentlich bräuchte man diese kaum, wenn es eine ordentliche Kommunikationsschnittstelle zwischen den Fachärzten gäbe.
Na dafür können sie ja dann bei Erwachsenen die Gluakomuntersuchung als IGEL machen ! Hören Sie auf zu jammern ! Sie können ja gerne mit dem Kinderarzt oder Hausarzt tauschen, wenn es ihnen so schlecht geht.

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Das Pferd 08.12.2014, 12:05
51.

Zitat von klugscheißer2011
.................................................. ................................................ Heututage setzt das moderne von Krankenkassenmitgleidern hoch finanzierte Gesundheitssystem mal abgesehen von der pflichtgemäßen Einschulungsuntersuchung auf Freiwilligkeit und Einsicht der Eltern. Und die gehen mit ihrem Sprössling nur dann zum Arzt, wenn er krank ist............................................... .......................................
Haben Sie das aus dem ND? es gibt ein sehr gut funktionierendes Kontrollsystem U0-U9, J1. Bei dem Vorschlag geht es um das stopfen zweier zeitlicher Lücken.
Magot Honecker war übrigens nicht für das Gesundheitswesen, sondern für die "Volksbildung" zuständig. Die Reihenuntersuchungen usw fanden zwar in den Schulen statt, gehörten aber resortmässig zum Gesundheitsministerium von Ludwig Mecklinger. Klingt nicht so schön polarisierend wie Margot.

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Das Pferd 08.12.2014, 12:14
52.

Zitat von g_bec
Mit Vorsorge will man ja die Kranken finden. Und heutzutage sind die Eltern das größte Risiko für Kinder.
das waren sie schon immer.
Wir können aber, so hart es klingt, es uns nicht leisten, daß ein Kind als dumm abgestempelt wird, weil es eine Augenfehlstellung oder Legasthenie hat. In agrarischen Gesellschaften war das egal, auch 50% Analphabeten waren kein Problem.
Und der unverstellte Blick eines Aussenstehenden ist manchmal nützlich. Meine Tochter hatte einen Unterbiss, der erfolgreich korrigiert wurde. Den hat zuerst eine Kindergärtnerin bemerkt, wir Eltern fanden das Kind einfach wunderschön und haben das erst auf deutlichen Hinweis gesehen. Auch wenn ich oft genervt war, in der Summe sind die U-Untersuchungen sinnvoll.

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egal 08.12.2014, 13:04
53. Polemik?

Zitat von CancunMM
Na dafür können sie ja dann bei Erwachsenen die Gluakomuntersuchung als IGEL machen ! Hören Sie auf zu jammern ! Sie können ja gerne mit dem Kinderarzt oder Hausarzt tauschen, wenn es ihnen so schlecht geht.
Wie wäre es mal mit Argumenten statt Polemik? Ich habe gar nicht gesagt, dass es mir schlecht geht. Aber warum soll die eine Berufsgruppe extra Salär bekommen, für etwas, was sie nicht kann, wohingegen jene, die sich dann darum kümmern nix bekommen? Iss so als bekäme der Hausmeister Geld für die Einrichtung des Netzwerkes, das dann der IT-Fritze für üme einrichtet. Auch der Hinweis auf den Glaukom IGel ist pure Polemik. es ist ja eben keine Kassenleistung, sondern eine Vorsorgeuntersuchung, die der Patient selber löhnen muß. Jedes Jahr entdecke ich Patienten mit Glaukomen im Endstadium auf einem Auge, eben weil es keine Vorsorge gibt. Natürlich kommt bei vielen heraus, dass alles gut ist, aber das ist nun mal das Wesen einer Vorsorge.
Es ist halt politischer Wille, dass Berufsgruppen gestärkt und andere geschwächt werden sollen. Es ist nur dann perfide, wenn letztere über die Schiene des ärztlichen Ethos dazu genötigt werden, diese umsonst zu erbringen. Natürlich sehe ich mir alle Kinder sorgfältig an, die der Kinderarzt mir schickt, aber verstehen muß ich das system noch lange nicht. Auch alle anderen echten Pathologien des Kindes werden von weiteren Fachärzten behandelt, da der kinderarzt weder in der Lage ist eine Analatresie zu behandeln, noch ein ADHS! Aber schwenken Sie nur weiter ihre Neidkeule und polemisieren sie weiter, ist ja auch einfacher, als sich argumentativ mit den Dingen auseinander zu setzen!

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no arzt 08.12.2014, 13:30
54.

Zitat von egal
Das ist reine politik. Diese will den Hausarzt bzw. Kinderarzt als Allrounder stärken. In der heutigen Zeit der Spezialisierung hat dieser von den jeweiligen Fachrichtungen aber keine Ahnung mehr. Ich bekomme als Augenarzt ständig Kinder geschickt, die bei der U7a auffällig seien. 90% der kinder sind völlig o.B., aber der kinderarzt bekommt für seinen Laiensehtest ohne Aussagekraft extrabudgetäre Sonderknete, während meiner Einer, der die Arbeit dann macht, keinen Cent bekommt. Es gibt für Menschen im GKV von Geburt bis zum Tod KEINE Vorsorgeuntersuchung bei AA!!, wenn man nicht das Glück hat Diabetiker zu werden. Aber den kinderärzten und Hausärzten soll der Hintern gepudert werden. Eigentlich bräuchte man diese kaum, wenn es eine ordentliche Kommunikationsschnittstelle zwischen den Fachärzten gäbe.
Also, als quasi Paramediziner würde ich mal nicht so vorlaut gegenüber Mediziner sein, die echte ärztliche Arbeit leisten. Seinem Gegenüber mal in die Augen schauen, sich für Dr. Doolittle halten und dann diejenigen beleidigen wollen, die über Gesundheit mehr wissen, als Sie es jemals werden, weil diese den auch die Teile des Menschen ausserhalb der Bulbi behandeln, bestätigt das Vorurteil gegenüber Ihres Berufs.

In Ihren Worten liest man ohnehin die ärztliche Geldgier und die Furcht, etwas vom großen Kuchenstück abgeben zu müssen. Schande, daß sich so einer Arzt nennen darf.

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DerAraber 12.12.2014, 21:45
55. Das deutsche Gesundheitssystem ist schwer krank

Das deutsche Gesundheitssystem krankt an allen Ecken und Enden, und dem Herrn Gesundheitsminister fällt nichts besseres ein, als neue – vermutlich mehr oder weniger überflüssige– Vorsorgeuntersuchungen einzuführen.
Was soll das eigentlich?

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