Forum: Politik
Frust bei Republikanern: Aufstand der Rechtsausleger
AP

Die US-Republikaner stürzen sich in die nächste Schlacht: Nach der Niederlage von Mitt Romney tobt in der Partei eine Kursdebatte, besonders die konservative Tea-Party-Bewegung lässt ihrem Frust freien Lauf. Die Partei könnte noch weiter nach rechts rücken.

Seite 4 von 8
dröhnbüdel 07.11.2012, 20:55
30. Lehrstück für die CDU/CSU

Die CDU und vor allem die CSU sollten sich die USA-Wahl ganz genau anschauen. Der rechte Rand der Republikaner in Amerika entspricht in vielem der CSU in Deutschland. Das Betreuungsgeld würde auch zu der Tea-Party passen. Frauen sollen sich zu Hause um Kinder, Küche und draußen allenfalls um die Kirche kümmern und ansonsten das Maul halten. Der CDU allein traue ich einen Reformkurs zu, der die Partei deutlich mehr in die Mitte und teilweise sogar nach links rücken kann. Aber so lange die Partei die bayerisch-katholisch-dogmatischen Hinterwäldler mitschleppen muss, wird aus diesen Reformen nichts werden. Insgesamt haftet der CDU/CSU immer noch ein Mief-Muff an, der dem rückwärts gewandten Geist der US-Reps entspricht. Wenn die Partei dieses Image nicht los wird, dann wird sie auf Dauer immer mehr vor allem junge und fortschrittlich eingestellte Wähler los werden. Wie ja schon bei den Oberbürgermeisterwahlen in einigen Großstädten geschehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
daydreamnation 07.11.2012, 21:01
31. Realitätsverlust

Wenn man bedenkt, dass nicht nur Mitt Romney mit seinem Rechts-Mitte-Zick-Zack-Kurs verloren hat, sondern auch die vor 2 Jahren noch mit Donnergetöse gewählten Tea Party-Mitglieder reihenweise wieder aus dem Senat und auch teilweise aus dem Kongress geflogen sind, sollte man vielleicht einsehen, dass die US-Bevölkerung von diesen radikalen Spinnern genug hat. Es gibt eben nicht mehr genügend alte, weiße, zornige Männer aus ländlichen Gegenden, die gegen alles sind außer Waffen, Geld und die Bibel, um mit solchem Mumpitz weiterhin Erfolg zu haben. Wie wär's mit - statt ein Vorankommen zu blockieren - einfach mit auswandern, liebe Teebeutel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stelzi 07.11.2012, 21:02
32.

Zitat von box-horn
Sowohl ihre Abneigung zu gegen "zu viel Staat" als auch ausgeprägtes persönliches soziales Verantwortungsbewußtsein - nicht der Gesellschaft, sondern des Einzelnen, was ihnen hierzulande immer gerne abgesprochen wird.
Auf gut deutsch: Jeder für sich. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wenn jeder für sich selbst sorgt, dann ist für alle gesorgt.

Zu dumm, das dieser Blödsinn schon lange nicht mehr funktioniert. Und wenn man weiter im Vorgestern lebt, dann wird die Nation daran zerbrechen. Denn, der amerikanische Traum wurde von der bitterarmen Realität längst überrollt. Wenn der Staat nicht langsam anfängt, zumindest für eine gewisse Zeit, für seine ärmsten Bürger mehr Verantwortung zu übernehmen, dann bricht der Laden vollends auseinander - aber das ist ja kommunistisches Hexenwerk, nicht wahr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doofundick 07.11.2012, 21:02
33.

Zitat von sysop
Die US-Republikaner stürzen sich in die nächste Schlacht: Nach der Niederlage von Mitt Romney tobt in der Partei eine Kursdebatte, besonders die konservative Tea-Party-Bewegung lässt ihrem Frust freien Lauf. Die Partei könnte noch weiter nach rechts rücken.
Gibts noch einen echten Republikaner? Chancengleichheit für alle, auch wenn der Staat dann über Steuern Schulen finanzieren müsste; Ordnungspolitik, um Kartelle zu verhindern; Beteiligung an der öffentlichen Infrastruktur, wenn nötig auch steuerfinanziert (wie auch sonst?); Entwicklungshilfe und Auslandseinsätze, auch wenns teuer und opferreich ist; die Umwelt ist auch ein Gut, das geschützt werden muss und ihre Zerstörung ist auch eine Art von Schulden, die die zukünftige Generation bezahlen muss? Gibts die noch? Wenn nicht, kann ich mit denen nix mehr anfangen, dann bleiben nur noch Obama und Konsorten und das ist nicht gerade ermutigend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Onkel_Karl 07.11.2012, 21:03
34.

Zitat von sysop
Die US-Republikaner stürzen sich in die nächste Schlacht: Nach der Niederlage von Mitt Romney tobt in der Partei eine Kursdebatte, besonders die konservative Tea-Party-Bewegung lässt ihrem Frust freien Lauf. Die Partei könnte noch weiter nach rechts rücken.
Alles Extremisten ....wenn Obama weg ist,dann wird in USA Milch und Honig fliessen,Benzin wird 3 Cent kosten und überhaupt..Obama ist zu weich gegenüber anderen Ländern...
Aber die Tatsachen über die Infrastruktur die am Boden liegt,über Abflussrohre aus den 50er Jahren wird geschwiegen..es passt nicht zur Grossmacht USA...dabei rostet dort alles,U Bahne sind aus der Vergangenheit...aber es ist unpatriotisch über sowas zu reden..lieber neue Kriege führen und Konflikte anzetteln....die Soldaten müssen ja ihre Arbeit machen...Iraker befreien...Syrien usw..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000283853 07.11.2012, 21:35
35.

Zitat von Stelzi
Auf gut deutsch: Jeder für sich. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wenn jeder für sich selbst sorgt, dann ist für alle gesorgt. Zu dumm, das dieser Blödsinn schon lange nicht mehr funktioniert. Und wenn man weiter im Vorgestern lebt, dann wird die Nation daran zerbrechen. Denn, der amerikanische Traum wurde von der bitterarmen Realität längst überrollt. Wenn der Staat nicht langsam anfängt, zumindest für eine gewisse Zeit, für seine ärmsten Bürger mehr Verantwortung zu übernehmen, dann bricht der Laden vollends auseinander - aber das ist ja kommunistisches Hexenwerk, nicht wahr?
Sie denken zu kurz.
Ihre Beschreibung hat nur eine Seite.
Wenn Sie beide Seiten betrachten, wird es klarer: sobald Sie der Staat mit entzogenen Geldner versorgt, hat er nicht nur die Freiheit des Enteigneten eingeschränkt, er hat mit den Wohltaten, die sie von ihm bekommen auch ein Recht auf ihr Leben einzuwirken.
So wie Deutschland selbstverständlich Portugal und Griechenland Vorschriften machen will ... Das schafft in beiden Ländern Hass und bewirkt das Gegenteil von dem was die EU wollte.

Wenn Sie meinen, dass Sie (oder andere) Recht am Eigentum anderer haben, üben Sie Gewalt aus - denn Sie müssen Willen brechen, um an das Geld zu kommen, das der andere natürlich lieber seinen Kindern zukommen wollte, als Ihren.
Gleichzeitig kann auch der Staat, der Sie von der Wiege bis zum Studium finanziert - oder Teilfinanziert - hat, nicht einfach mit ihrer Ausbildung woanders hingehen lassen - Sie sind eine Investition ... So kommt es dann zu Kubas Ausreiseverboten und zur Mauer der DDR.
Oder im kleineren Rahmen: die Riesterrente, die nicht vom Ausland aus bezogen werden darf.

Zudem Verlust von Freiheit kommt zudem: in der zentralistischen Wirtschaft, wie Sie sie favorisieren, wird mit Geld immer ineffektiver umgegangen, als wenn es vor Ort auf kommunaler Ebene eingesetzt wird.

Es wurde schon so oft gemacht - und immer hat man Wohlstand und Freiheit verloren, dass es fassungslos macht, wie auf Menschen, die davor warnen als "Radikale" eingeprügelt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrheit29 07.11.2012, 21:44
36. Nichenpartei

Die ewig Gestrigen rücken am besten soweit nach rechts daß sie nur noch eine Nichenpartei sein werden und dann endlich weg vom Fenster.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000283853 07.11.2012, 21:47
37.

Zitat von doofundick
Gibts noch einen echten Republikaner? Chancengleichheit für alle, auch wenn der Staat dann über Steuern Schulen finanzieren müsste; Ordnungspolitik, um Kartelle zu verhindern; Beteiligung an der öffentlichen Infrastruktur, wenn nötig auch steuerfinanziert (wie auch sonst?); Entwicklungshilfe und Auslandseinsätze, auch wenns teuer und opferreich ist; die Umwelt ist auch ein Gut, das geschützt werden muss und ihre Zerstörung ist auch eine Art von Schulden, die die zukünftige Generation bezahlen muss? Gibts die noch? Wenn nicht, kann ich mit denen nix mehr anfangen, dann bleiben nur noch Obama und Konsorten und das ist nicht gerade ermutigend.
Was reden Sie?
Ordnungspolitik um Kartelle zu verhindern?
Bisher sind Monopole fast ausschließlich DURCH die Politik entstanden - nämlich indem sie aus dem Wettbewerb genommen wurden z.B. durch staatliche Lizenzen jeder Art.

Infrastruktur gibt es nur steuerfinanziert?!
Der größte öffentliche Nahverkehr der Welt ist in Japan. Der wird privat betrieben.

Wie gut funktioniert eigentliche öffentlicher Wohnungsbau?
Warum müssen diese Wohnungen, die dem Staat ein Loch in die Kasse machen, immer wieder verkauft werden? Weil sie so reißenden Absatz finden und sich so gut rechnen?
Autobahnen mit Maut? Noch nie gehört?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 07.11.2012, 21:50
38. Wahlkampf

Zitat von sysop
Die US-Republikaner stürzen sich in die nächste Schlacht: Nach der Niederlage von Mitt Romney tobt in der Partei eine Kursdebatte, besonders die konservative Tea-Party-Bewegung lässt ihrem Frust freien Lauf. Die Partei könnte noch weiter nach rechts rücken.
Der Wahlkampf in den USA war nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen arm und reich. In Zukunft wird das noch weiter verschärfen, falls dieses Land gegen seine Finanzspekulanten und Abzockerbanken nichts unternimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
otto_lustig 07.11.2012, 22:15
39. Wo habe ich das bloß gelesen?

Da hat ein Amerikaner diese Fundamentalisten als "unsere Taliban" bezeichnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8