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Führungsanspruch in EU: Kauder bringt Briten gegen Deutschland auf

Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.

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prolet20.4 16.11.2011, 11:59
40. P

Glaubt hier jemand das Kauder eine eigene Meinung hat?
Kauder ist das Sprachrohr für Merkels Meinung/Meinungen.
Kauder spricht das aus was Merkel denkt.

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giwi21 16.11.2011, 12:00
41. Herr Kauder man denkt zuerst

und spricht dann. So habe ich es schon als Kind gelernt.
( Auch wenn sie dieses mal recht haben)

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prophet46 16.11.2011, 12:01
42. Entschleunigen

Zitat von heldenmut
Ich bin auch gegen eine Transaktionssteuer, da steh ich ganz auf Seiten der Briten. Letztlich muß der Bürger/Bankkunde die Steuer zahlen, so wie bei der LKW-Maut, der Luftverkehrsabgabe usf. Der Staat benimmt sich wie die Raubritter im Mittelalter. Egal welche Partei am Ruder ist, die Steuern gehen hoch, man denke nur an die Ökosteuer auf Benzin, da wird sogar die Mehrwertsteuer auf die Benzinsteuer erhoben. Gespart wird nicht, der Politiker, der das kann und wiedergewählt wird, muß erst noch geboren werden. Übrigens der Kauder poltert gerne, derzeit auch gegen Erdogan (hier allerdings zu recht).
Ich bin ganz entschieden für die Transaktionssteuer, solange sie im Zehntelprozentbereich liegt. Damit will man nicht die Aktienbesitzer treffen, zu denen viele von uns gehören, sondern primär die sogenannten Frequenzhändler von Banken und Hadge Fonds, die mittels mathematischer Computermodellen und Tausenden maschineller Deals im Sekundentakt, der Verlauf von Aktienkursverläufe ganz wesentlich bestimmen. Die sollen ruhig zahlen, vielleicht wird dann ihr Geschäftsmodell nicht mehr so interessant.

"Computer ersetzen Börsenhändler. Sie entscheiden autonom über 70 Prozent aller Transaktionen an US-Börsen – das
Rezept für den nächsten Crash, sagen Kritiker." (NZZ)

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Nihil novi 16.11.2011, 12:02
43. Jaja, der Kauder

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
wenns nur der Brite wäre, dem Deutschlands Regierung und seine kompetenzlosen Ökonomen auf den Senkel ginge, dann könnte man ja sagen, na gut der Brite... Aber es sind ja auch die Franzosen, die Amerikaner, die Italiener, die Spanier, die Griechen.... Wir sind auf einem guten Weg, alle Anderen haben nämlich keine Ahnung, nur der Teutone.
Zudem Herr Kauder, wie wäre es, wenn Sie beim Thema Börsenumsatzsteuer wenigstens die britische Variante, die es dort schon seit Jahrhunderten gibt und letztes Jahr rund 5MRD Euro einbrachte, einfach auch in Deutschland einführen würden? Dann könnte man Sie auf der Insel eventuell auch ernst nehmen...

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kapito 16.11.2011, 12:02
44. Europa

Zitat von taubenvergifter
Europa ist kein Luxus sondern überlebenswichtig.
Europa - ja auf nicht EU! Nicht auf diese brutale, aufgezwungene, undemokratische Weise!

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inver 16.11.2011, 12:03
45. Luftnummern

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
Fakt ist doch, dass z.B. die Chinesen fast als einzige Nation Geld haben, weil sie eine so starke REALWIRTSCHAFT haben und nicht so verrückt sind, sich auf eine Luft-, Zahlen- und Computerwirtschaft zu verlassen. Und zu wem ist der Euro-Rettungsfond-Chef Regling geflogen, als klar war, dass die EU-Staatsanleihen ausgibt, na, zu den Chinesen. Die können sich sogar zieren, diese Anleihen überhaupt zu zeichnen. Die USA werden seit Jahren von den Chinesen finanziert. Die amerikanische Industrie liegt am Boden, der größte Teil der Bevölkerung findet keine anständig bezahlte Arbeit.

Dann gibt es das absolut ungelöste Problem mit den Finanzmärkten, das ist wohl offensichtlich. Das Problem ist fundmental, weil es auch von den Wissenschaftlern keine praktikablen Lösungsvorschläge gibt.
Die Krisen kommen in immer kürzeren Abständen, weil sich keiner daran wagt, das Grundproblem zu lösen. Das Grundproblem ist eindeutig das System selber, dies hat auch die Regierung erkannt.

Das größte Problem ist, dass die Finanzmärkte international sind und die US-Amerikaner und die Engländer ihre Industrie sträflich vernachlässigt haben: Heute arbeitet nur noch einer von zwölf Briten in der Industrie, aber mehr als jeder Fünfte im Finanzsektor und mehr als ein Drittel in Dienstleistungsbranchen, die direkt von Banken, Hedge-Fonds und Versicherungen abhängen.

Das muss doch klar sein, dass diese ganzen Spekulationen Luftnummern sind, wenn keine realen Werte entgegenstehen.
Der Wert wird relativ bemessen, das ist dann aber auch der Grund, warum eine Spekulationsblase nach der anderen platzt, ja zwangsläufig platzen muss, weil die Wahrheit immer durchkommt. In der Zwischenzeit haben die Finanz-Spekulanten durch dieses irreale Finanzsystem Aber-Milliarden Gewinne gemacht und der Steuerzahler muss diese Luftnummern mit realem, hart erwirtschafteten Geld bezahlen. Trennbanken sind absolut notwenig.

Mr. Spock würde über die Banker sagen: Seltsam diese Erdenbewohner, die glauben wirklich, dass sich mit diesen Zahlen die Wirklichkeit darstellen lässt, aber wir Vulkanier kennen diese Zahlen gar nicht!

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vegefranz 16.11.2011, 12:20
46. Kauder hat Recht

Kauder hat Recht.

es ist unverständlich, wie sich deutsche Politiker oftmals von anderen Funtionsträgern vorführen lassen. man denkt noch mit Schaudern an die Unterwürfigkeit des Bundespräsidenten Wulf gegnüber dem türkischen Politiker.

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Olaf 16.11.2011, 12:22
47. .

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
Na gut. Die Briten mögen die Deutschen so wie so nicht. Jetzt haben sie wenigstens einen Grund.

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Baikal 16.11.2011, 12:26
48. Wohl wahr.,.

Zitat von vegefranz
Kauder hat Recht. es ist unverständlich, wie sich deutsche Politiker oftmals von anderen Funtionsträgern vorführen lassen. man denkt noch mit Schaudern an die Unterwürfigkeit des Bundespräsidenten Wulf gegnüber dem türkischen Politiker.
... jedenfalls war Erdogan anbetrifft. Nur hat Kauder auch in ökonomischer Ahnungslosigkeit mit seiner Murksel gleichgezogen. Aber vielleicht weiß er auch gar nicht, was ein Exportüberschuß ist, wie er wirkt und warum er bisher entstehen konnte. Immerhin hat er es im Berufsleben ja bis zum stellvertretenden Landrat gebracht.

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GetulioV 16.11.2011, 12:26
49. ...

Sicher wäre ich froh, wenn auch Deutschland einen Weg wie den von Cameron gezeichneten ginge und Kompetenzen und Freiheiten eher von Brüssel zurückholte anstatt sie dahin zu exportieren.

Aber andererseits ist es unerträglich, dass GB (an der Seite der USA) selbst Forderungen über Forderungen an D im allgemeinen und Merkel im besonderen stellt, wie man gefälligst den Euro zu retten habe - natürlich indem D gefälligst für den Rest der Eurozone den Deckel zahlt, koste es was es wolle.

Aber bei Maßnahmen, die auch oder vor allem ins eigene Fleisch schneiden wie die überfällige Finanztransaktionssteuer dann kneifen - so kann es definitiv auch nicht gehen.

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