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Führungsanspruch in EU: Kauder bringt Briten gegen Deutschland auf

Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.

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Maya2003 16.11.2011, 12:56
80. -------

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
Kauders Wortwahl mag zu kritisieren sein; aber daß Großbritannien permanent Sonderpositionen bezieht und TROTZDEM Anspruch auf Mitsprache in der Eurokrise erhebt ist weit mehr zu kritisieren.
Die Tories sind nicht gerade Europafreunde. Cameron spricht permanent von "british interests", "protect the british banks", "regain power from brussels" etc. und FORDERT von Deutschland SEINE nationalen Interessen dem Wohle Europas zu opfern. Das ist die typisch britische Heuchelei - und wehe den Herren wird mit denselben Worten geantwortet. Dann fallen nämlich umgehend die bekannten Vokabeln.

Tiefer hängen - und dem UK deutlich klarmachen: Entweder mitmachen oder Klappe halten. Sarkozy hatte ja den Mut dies auszusprechen, unsere Alternativlose wird wieder die (falsche) Harmonie herausstellen; wenigstens hat sie Kauder vorgeschickt um das zu sagen was sie in Wahrheit denkt - Cameron wirds verstanden haben.

Und ehrlich: Die Briten kritisieren Deutschland immer; egal ob es "führt" oder "seiner Verantwortung nicht gerecht wird". Es ist IMMER falsch - schließlich ist dieses Land hier der Hort des Bösen. Und "analfixiert" (LOL !) - schreiben unsere angloamerikanischen "Freunde". Die müssen es ja wissen :)

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fluxkompensator 16.11.2011, 12:57
81. Vielen Dank auch

Zitat von g0r3
Kauder ist das beste Beispiel dafür, dass man es in der Politik auch mit völliger geistiger Umnachtung zu was bringen kann. .....
Und Ihr Beitrag ist ein gutes Beispiel dafür, dass es mit der Schwarmintelligenz in Internetforen nicht so weit her ist. Die Kolumnen von Fleischhauer und Co. zu diesem Thema sind eben leider wahr: Im Intenet wird irgendwie meistens, befreit von jeglicher Argumentation, losgepöbelt. Warum auch immer, bin kein Psychologe.

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Onkel_Tom 16.11.2011, 12:57
82. .

Zitat von GetulioV
Ach was, als würde der nächste Krieg ausbrechen, bloß weil es nicht für die Vereinigten Staaten von Europa reicht. Ihre Lebenserfahrung in allen Ehren, aber evtl. führt diese in diesem konkreten Fall zu einer gewissen Paranoia, was das heutige Verhältnis der Völker - nicht der Staaten! - in Europa angeht. Man mag ja vom Euro halten was man will, aber dieses Geschwätz von "überlebenswichtig" ist dermaßen übertrieben, dass man es nicht mehr aushalten kann.
Auf der anderen Seite kann nur ein Europa, das nach außen gemeinsam auftritt, was auch Wirtschaft und Währung einschließt, die Welt mitgestalten. Ohne Euro und EU, sind die einzelnen Staaten Europas wieder nur Fähnchen im Wind der jeweiligen Groß- und Supermächte.

Klappen kann das Ganze eh nur, wenn die Bürger Europas mitziehen. In einigen Staaten wird der Bürger aus der Gewissheit, dass ein Volksentscheid eine Ablehnung der EU und ihrer Institutionen bedeuten würde, gleich gar nicht gefragt. Gut gehen, kann das auf Dauer eh nicht.

Genauso wenig wie eine Währung die nicht aufeinander abgestimmte und sich entwickelnde Wirtschaftsräume bedienen soll.

Ihr sogenanntes heutiges Verhältnis der Völker besteht aus den gleichen Zutaten wie früher. Geld regiert die Welt und jeder ist sich selbst der Nächste. Zuerst führt das zum Scheitern der EU und später zu dem, was sie als Geschwätzt abtun.

Vielleicht kommt es anders aber wie reden hier auch nicht über deterministische Gewissheiten, sondern über Chancen und Risiken.

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sfb 16.11.2011, 12:58
83. Interessen

Zitat von Heitgitsche
Wer die Diskussionen in den Foren englischer Medien verfolgt, weiß, daß das so nicht stimmt. Das Verständnis für die zahlende deutsche Bevölkerung ist sehr groß. Merkel, allerdings, gilt als diktatorisch, irgendwo zwischen Hitler und Stalin.
Allerdings. So formuliert ein britischer Politiker deutsche Interessen besser als alle einheimischen Politiker zusammen:
"Ich denke Sie, vor allen anderen Ländern, sind stolz auf das, was Sie in den letzten 50, 60 Jahren erreicht haben. Sie haben hart gearbeitet, eine stabile Wirtschaft aufgebaut, und Sie glauben an den Wert einer harten Währung. Und nun sind Sie verschmolzen worden mit Ländern von mediteranem Klima und mediteraner Kultur, die diese Dinge völlig anders betrachten. Sie sind nicht besser oder schlechter als jene, aber Sie sind anders als sie! Und Sie sollten Ihr eigenes Land und Ihre eigene Wirtschaft Ihren Interessen gemäß gestalten."
Europas Neue Weltordnung

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Gerdtrader50 16.11.2011, 12:58
84. Großmaulige deutsche Politiker, aber keine keinerlei Macht

Zitat von taubenvergifter
Sie wissen schon, was in Europa alle paar Jahre los war, bevor man das "Projekt Europa" startete? Sie zählen sicherlich zu den anstrengungslosen Profiteuren und Wohlstandsjünglingen, die nie einen Krieg am eigenen Leibe erfahren mussten. Europa ist kein Luxus sondern überlebenswichtig.
Nicht schon wieder die Angst vor einem Krieg in Europa schüren.
Diese Wortverdrehungen besorgt schon Frau Merkel.
"Scheitert der Euro, scheitert Europa".
Oder:

"Kein Volk hat das ewige Anrecht auf fortdauernde Demokratie für immer."

Solche Sprüche lässt Ihre Kanzlerin los, seltsam, nicht wahr, hat wohl ein bisschen zu lange in der DDR gelebt, die Gute ?????

Nein, realiter scheitert Europa wegen dem Euro.

Der Euro ist nicht Europa. Dann schon eher die Europäische Union. Dazu gehören aber nun mal 27 Staaten und die haben auch alle etwas zu sagen und nicht nur die spinnerten Eurofanatiker.

Es kann sowieso keinen Krieg geben in Europa, weil atomare Habenichtse können gegen Atommächte keinen riskieren, da helfen auch die DDR-Bretter vorm Kopf nicht weiter.

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Thrillhouse0580 16.11.2011, 12:59
85. ......

Zitat von huberwin
Sind sie eda so sicher? Wer hat denn die Geldvermögen bei uns?
Ich nicht, wenn sie es unbedingt wissen wollen. Und genau dieses Geld muss sofort nach unten umverteilt werden, sonst sehe ich schwarz in den kommenden 20 Jahren. Und es scheint ja langsam, aber sicher ein Umdenken eingesetzt zu haben. Hoffen wir mal, das dabei was rumkommt.

Wenn nicht, haben wir bald diese siffigen engl. Verhältnisse bei uns und ich bin nicht bereit das mitzutragen.

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berpoc 16.11.2011, 13:00
86. Dann gehen Sie mit Heldenmut doch mal selbst an die Sache ran, woll.

Zitat von heldenmut
Ich bin auch gegen eine Transaktionssteuer, da steh ich ganz auf Seiten der Briten.
Ich nicht. Diese Steuer muß ran.

Zitat von heldenmut
Letztlich muß der Bürger/Bankkunde die Steuer zahlen, so wie bei der LKW-Maut, der Luftverkehrsabgabe usf. Der Staat benimmt sich wie die Raubritter im Mittelalter.
Na und? MWSt wird doch sonst auch erhoben und wer zocken oder sein Geld an den Börsen vermehren will, muß eben eine Risikovorsorge leisten, damit nicht immer die Gemeinschaft gesamtschuldnerisch haftet.

Zitat von heldenmut
Egal welche Partei am Ruder ist, die Steuern gehen hoch, man denke nur an die Ökosteuer auf Benzin, da wird sogar die Mehrwertsteuer auf die Benzinsteuer erhoben. Gespart wird nicht, der Politiker, der das kann und wiedergewählt wird, muß erst noch geboren werden.
Dann gehen Sie mit Heldenmut doch mal selbst an die Sache ran, woll.

Zitat von heldenmut
Übrigens der Kauder poltert gerne (...)
Da kann ich ihm nur zustimmen! Die Briten haben irgendwie immer noch nicht gecheckt, daß das Commonwealth Geschichte ist. Außerdem haben sie nach wie vor Schwierigkeiten zu verwinden, daß D nach WKII wie Phoenix aus der Asche gestiegen ist. GB möchte ich deshalb an dieser Stelle ein freundschaftliches 'Hallo Wach' wünschen.

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Michael Giertz 16.11.2011, 13:00
87. EU und England

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
Vergessen wir einfach mal die Briten. Die sind nicht in der Eurozone drin und auch sonst nicht gerade produktive EU-Mitglieder.

Am besten, liebe Briten, tretet aus. Ist besser für das Commonwealth. Die EU ist ohnehin am Ende, egal, welche Sprache da gesprochen wird.

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Mr. XXX 16.11.2011, 13:01
88. Richtig...

Zitat von taubenvergifter
Europa ist kein Luxus sondern überlebenswichtig.
Europa ist kein Wohlstand, sondern Kampf ums Überleben. Der Euro und die "freien Märkte" haben es uns aber andersrum versprochen.

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Ghanima22 16.11.2011, 13:02
89. Titel

Zitat von sysop
Die Großbritannien-Schelte von Unionsfraktionschef Kauder sorgt für Ärger auf der Insel: Berlin und London hätten sich in der Euro-Krise völlig zerstritten, heißt es in der "Times". Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und Premier Cameron am Freitag könnte ungemütlich werden.
Das ganze wird doch dann erst richtig spannend, wenn die Insel und ihre Banken die noch nicht verstaatlicht sind, ihren Rettungsschirm brauchen.

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