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Führungskrise vor Parteitag: Gysi fürchtet Spaltung der Linkspartei
dpa

Vor dem Parteitag der Linken warnt Fraktionschef Gysi vor einem "Desaster" und der möglichen Spaltung der Partei. Er sei mit seiner Integrationsaufgabe gescheitert. Zehn Kandidaten wollen die Partei führen - der Ausgang ist völlig offen, Parteivize Kipping spricht von einer "Seifenoper".

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Maynemeinung 01.06.2012, 16:52
90. Es ist bald Wochenende

Zitat von singer75
(...) Tut mir leid, dass Ihre Intelligenz nicht ausreicht (oder von Ihrer Ideologie einfach nur untergebuttert wird), um dieser simplen Logik zu folgen.
Es ist bald Wochenende, und Sie verlegen sich in die Sphäre persönlicher Beleidigung. Ich deute das mal als gutes Zeichen dafür, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind.

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WinstonSmith. 01.06.2012, 17:52
91. Kein Titel.

Zitat von Medienbeobachter
Wie,bei den Linken wird der Parteivorsitzende nicht wie bei CDU, SPD, FDP und Grünen im Hinterzimmer unter 6 Augen ausgekungelt? ...
Doch, die machen das schon ganz genauso - hatten Sie das nicht mitbekommen? Das Problem war nur, dass man sich diesmal im Hinterzimmer nicht einigen konnte, weil der frühere Parteivorsitzende nicht die Zusage für seine 99%-Mehrheit erhalten hatte. Jetzt läuft man dem Piraten-Effekt hinterher, dass sich jeder bewirbt, der seit fünf Minuten in der Partei ist.

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davincione 01.06.2012, 18:01
92. wenig trickreich

Zitat von Maynemeinung:
Es gab ja mal diese lustige Kampagne der LINKE. Auf dem einen Plakat stand: Reichtum für alle! An der nächsten Straßenecke stand auf einem anderen Plakat derselben Partei: Reichtum besteuern!

Sie wollen mir nicht wirklich sagen, dass Leute, die sich sowas ausdenken, kein Alkoholproblem haben?

Zitat von singer75:
(...)
Tut mir leid, dass Ihre Intelligenz nicht ausreicht (oder von Ihrer Ideologie einfach nur untergebuttert wird), um dieser simplen Logik zu folgen.

Zitat von Maynemeinung
Es ist bald Wochenende, und Sie verlegen sich in die Sphäre persönlicher Beleidigung. Ich deute das mal als gutes Zeichen dafür, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind.
Nun, als Dritter, der es nachliest, bleibt jedenfalls ersichtlich: SIE haben keinen Beweis geliefert, dass Sie es entweder verstanden oder widerlegt hätten!
Aber klar, für wen Reichtum und Besteuern wahrscheinlich von haus aus ein Gegensatz ist, wie sollte der die Phantasie entwickeln, dass es selbst dann keiner wäre, wenn "alle" reich wären: eine gemeinsame Infrastruktur braucht jede Gemeinschaft!?
Eine nicht nur denkerische, sondern ganz reelle Erklärung hat Ihnen der Forist sehr wohl geliefert - also vonwegen Argumente ausgegangen. Bei IHNEN habe ich sie vergeblich gesucht!

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davincione 01.06.2012, 19:03
93. nach Belieben

Zitat von Medienbeobachter:
Wie,bei den Linken wird der Parteivorsitzende nicht wie bei CDU, SPD, FDP und Grünen im Hinterzimmer unter 6 Augen ausgekungelt?
...

Zitat von WinstonSmith.
Doch, die machen das schon ganz genauso - hatten Sie das nicht mitbekommen? Das Problem war nur, dass man sich diesmal im Hinterzimmer nicht einigen konnte, weil der frühere Parteivorsitzende nicht die Zusage für seine 99%-Mehrheit erhalten hatte. Jetzt läuft man dem Piraten-Effekt hinterher, dass sich jeder bewirbt, der seit fünf Minuten in der Partei ist.
Ein Beispiel für´s Bashing nach dem Motto: wie man´s braucht. Erst wird "Hinterzimmer" vorgeworfen. Wenn dann jemand Wissendes antwortet, das sei überall so, weiß der, der im Hinterzimmer gar nicht anwesend war, ganz genau, wie´s war: nämlich anders als bei den anderen! Wo sich eine Merkel vielleicht 98% ausbedingt, waren es bei einem Oskar bestimmt "99%" - und schwupps wissen wir, woran es gescheitert ist. Wird dann gesagt, dafür sei´s jetzt "demokratisch", heißt es, ja, jetzt bewerbe sich jeder Dahergelaufene...

Völlig unwichtig dagegen ist sicherlich, was Akteure selbst sagen. Aber wenn man´s denn überhaupt mal zu lesen bekommt, und nicht nur ein, zwei Sätze, die dann von den Medien ebenso nach Belieben ausgebaut werden - und doch meist in trauter Einigkeit, dann kann man sich´s ja mal SELBST ansehen:

Oskar Lafontaine im stern-Interview: Zu erschöpft für den Parteivorsitz - Politik | STERN.DE

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WinstonSmith. 01.06.2012, 19:51
94. Kein Titel.

Zitat von davincione
...Ein Beispiel für´s Bashing nach dem Motto: wie man´s braucht.
Danke für Ihren Exkurs zur Dialektik für Anfänger. Sie werden verstehen, dass ich mich genauso amüsiert habe über die Beiträge, die zunächst hießen "Außer Oskar kann es keiner!" und jetzt

- Ozeanien befindet sich nicht im Krieg mit Eurasien, Ozeanien befindet sich im Krieg mit Ostasien. Ozeanien hat sich immer im Krieg mit Ostasien befunden -

nahtlos umschwenken, wie toll es doch ist, dass so viele Kandidaten antreten.

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HJK42 01.06.2012, 21:22
95. Immer wieder erstaunlich...

Wie sie immer jubeln, die absoluten Gegner der Linkspartei, mutmaßlich die Gewinner des Turbokapitalismus der letzten Jahre, wenn sie meinen, dass die LINKE und die deutschen Linken sich mal wieder (und endlich) abschaffen werden.

Dabei übersehen sie, dass das Prinzip der Linken kein reiner Selbstzweck zur politischen Vertretung ist, sondern auch eine politische Überzeugung, die auf der Erfahrung der menschlichen Natur beruht, sich nämlich gegen Gängelung, Unterdrückung und Benachteiligung zur Wehr zu setzen und das notfalls auch in einer Revolution.

Nun darf sich jeder ausmalen, wie sich die Ereignisse ohne eine entsprechende demokratische Vertretung entwickeln werden, wenn diese Nöte der Menschen, ihre Sorgen und Wünsche nicht mehr von gewählten Vertretern entsprechend artikuliert und vertreten werden können. Das wollen aber die Jubelnden hier nicht erleben, denn solch ein Vakuum wird ohne die LINKE entstehen. Den Piraten traue ich dies leider nicht zu, zu anfällig ist die Partei für fremde U-Boote und immer noch mit Anfangsproblemen behaftet.

Es ist doch geradezu heute nicht zu leugnen, dass unsere liberale Gesellschaft mit ihrer sozialen Marktwirtschaft systematisch durch die blinde Übernahme eines kapitalistischen Gesellschaftsmodells zerstört wird, das aus den USA importiert wird. Begründet wird dieser Import mit alternativlosen Sachzwängen auf Grund der Globalisierung. Diese Argumentation ist jedoch grundgesetzwidrig. Die Urväter des Grundgesetzes haben nicht nur klar gemacht, dass wir eine soziale Marktwirtschaft in unserem Art. 20 verankert haben, sondern dass der Kapitalismus, der in der NS-Zeit in einer zentralwirtschaftlichen Version und im Kaiserreich mit dem Imperialismus Hand in Hand ging, nicht zu Deutschland gehört und unser Land in Konflikte gestürzt hatte.

Diesen Umstand vergessen soviele, wie Kapitalismus mit sozialer Marktwirtschaft verwechselt wird. Es muss daher Hauptaufgabe der LINKEN sein diesen Umstand zu herauszuarbeiten und zu verdeutlichen. Sahra Wagenknecht hat dies in ihrem Buch auch hervorragend getan. Diese Position muss klar gemacht werden. Es muss klar sein, dass schreckhafte und vernunftlose Abwehrreaktionen wie die einer Marie Christine Ostermann zum Beispiel, die reihenweise in der Verteufelung einer intelligenten Schuldenpolitik in Krisenzeiten, hoher Besteuerung (50% Spitzensteuersatz, 5% Vermögensabgabe/Vermögenssteuer, angemessene Erbschaftssteuern) der Wohlhabenden und Vermögenden, Mindestlöhne und stärkere Arbeitnehmerrechte nicht zielführend und für Deutschland auch kein Verbrechen ist, sondern die Abwesenheit dieser Elemente ein Ergebnis einer Deregulierung, die einzig und allein dem Umstand erwuchs, dass manchem Turbokapitalisten die Möglichkeit seinen Reichtum in der BRD zu mehren nicht schnell genug ging. Gerade bei diesen Turbokapitalisten ist mehr Bescheidenheit gefragt und nicht bei den armen Knechten, die sich für diese ohne entsprechende Gegenleistung den Buckel krumm schuften in einer Gesellschaft, in der man von seiner Arbeit leben sollte und nicht leben soll, um zu arbeiten.

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chaim.levine 01.06.2012, 23:33
96.

Katja Kipping Katharina Schwabedissen wären die ideale Doppelspitze für die Linke. Es sind intelligente, moderne und teamfähige Frauen. Eine stammt aus dem tiefsten Westen, die andere aus dem Osten. Besser geht's nicht.

Deutschland braucht eine starke antikapitalistische Partei, die die Belange des einfachen Volkes vertritt. Nach den neoliberalen Exzessen steht der Kapitalismus vor einem Scherbenhaufen. Die Reichen wurden sogar in der Krise reicher, die Armen verloren ihren letzten Groschen und in der "3. Welt" ihr letztes Brot. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Stunde einer starken Linken?

Die Linke muss eine Partei der Solidarität sein, die eine Alternative zum Ellbogenkapitalismus bildet. Sie muss eine Partei der wahren Leistungsträger sein, nicht die Partei der Absahner und Abzocker. Leistungsträger sind die Arbeiter, Kleinunternehmer und die unermüdlichen Ehrenamtler.

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cheguevara73 02.06.2012, 00:23
97. dann erklären

Zitat von hhismanic
Mielke, Honecker & Co. wussten genau, was sie taten: Ohne den „antikapitalistischen Schutzwall“ war in der DDR einfach kein Staat zu machen. Nur Salonlinke glauben, dass die Massen in einem freien Land wie der Bundesrepublik Deutschland für die Ideen einer rückwärts gewandten Partei wie Die Linke zu begeistern sind. Die Menschen sind eben klüger, als diese Wasser predigenden und Wein saufenden Heilsbringer annehmen.
sie mir mal, wo die politik seit schröder hingegangen ist?

wenn man dieses wort "neoliberal" nimmt, deren entwicklungen sich anschaut, dann sind wir ungefähr da angekommen, wo die industrielle revolution in england im 19. jahrhundert begonnen hat. es fehlt eigendlich nur noch kinderarbeit.

so wie es aussieht bewegen wir uns ständig nach vorne mit den aktuellen parteien (cdu fdp spd grüne).

i quote "Die Menschen sind eben klüger, als diese Wasser predigenden und Wein saufenden Heilsbringer annehmen."

klüger?
45 Min - Die Paketsklaven | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - 45 Min - Videos

finde ich auch. menschen die sich ständig bescheissen, belügen und verarschen lassen, weil die wahrheit (der linken) nicht erträglich bzw. lebenswert erscheint und sich lieber schritt für schritt verblöden und versklaven lassen, die sind an "klugheit" nicht mehr zu überbieten.

wählen sie nur weiter die politik der zukunft.

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