Forum: Politik
Für Artenschutz in Bayern: Sieg für die Bienen-Schützer
DPA

Jetzt muss Ministerpräsident Markus Söder reagieren: Das Volksbegehren unter dem Motto "Rettet die Bienen" zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern hat die erforderliche Zahl an Unterschriften erreicht.

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mars55 13.02.2019, 11:51
120. 5% Bio Absatz und Zauberwort Selbstversorgerquote

Zitat von SunshineHW
das war jetzt aber keine Antwort warum die vielzähligen Natur/Tierschutzgruppen, 20%-Grünenwähler nur 5 % Bio-Absatz zuwege bringen. Ohne Absatz kann KEIN Landwirt seinen Betrieb auf Bio umstellen, der würde pleite gehen.
was soll uns eigentlich diese 5 % Bio Absatz sagen?
Hört sich wirklich dramatisch. Wirklich immer dieser Widerspruch bei diesen grünen Träumern.
Wenn Sie mir noch eine Quelle dazu liefern würden und diese Zahl dann zu den bewirtschafteten Flächen in Relation setzen könnten.
Und dann bitte noch die Selbstversorgerquote für Deutschland bei biologisch erzeugten Lebensmitteln.
Die alles entscheidende Frage ist ja wohl die Selbstversorgerquote und da konnte ich, ich gebe es ja zu auf die Schnelle, nur Angaben finden welche besagen, dass eigentlich in D diese Selbstversorgerquote zu gering ist. Aber vielleicht haben Sie ja bessere und aktuellere Quellen.

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Byrne 13.02.2019, 11:55
121. Mund nicht zu voll nehmen...

Zitat von geri&freki
Auch für Sie noch einmal, obwohl Sie es eigentlich längst mitbekommen haben müssten: Glyphosat hemmt z.B. bei Honigbienen das Enzym EPSPS, das eine maßgebliche Rolle bei der Sythese bestimmter Aminosäuren spielt. Dadurch werden die wichtigsten Bakterienarten im Darm der Honigbienen erheblich dezimiert. Durch die Schädigung der Darmflora wird das Verdauungssystem der Honigbienen so massiv geschwächt. Glyphosat wirkt hier somit nicht direkt toxisch, indirekt aber dennoch negativ auf den Vitalität der Honigbiene oder sogar mortal aus. Leider ist dieser Aspekt bislang nur bei der Honigbiene wissenschaftlich untersucht und belegt worden. Würden endlich auch andere Organismen untersucht, die ja ebenfalls über eine Darmflora verfügen, würde man sich sichterlich die Augen reiben...
Wenn Sie es so mit der Wissenschaft haben, dann sollten Sie aber auch erwähnen, dass bei dem Versuch im Labor Honigbienen mit großen Mengen Glyphosat gefüttert werden mussten, um diesen Effekt zu erzielen. Unter Freiflugbedingungen kommen Bienen mit wie im Versuch verabreichten enormen Glyphosatmengen nie in Kontakt, da die behandelten Pflanzen erst gar nicht blühen und Bienen in der Regel nicht an absterbenden Pflanzenteilen rumlutschen. Mal abgesehen davon, dass Glyphosat als Vorauflaufmittel eingesetzt wird, zu einer Zeit, zu der die meisten Bienen und auch andere Insekten noch gar keine oder nur sehr wenig Flugzeit haben.

Wenn Sie Bienen unter künstlichen Bedingungen große Mengen gelöstes Kupfer geben, dürften die zu beobachtenden Schäden um ein vielfaches größer bzw. gravierender sein.

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Byrne 13.02.2019, 12:01
122. So so...

Zitat von geri&freki
Wenn Sie Ihre eigene Aussage selbst ernst nehmen, so müssten Sie folglich ein großer Anhänger einer Umschichtung der Agrar-Beihilfen - nämlich von oben nach unten - sein. Im Übrigen zählt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zu den maßgeblichen Unterstützern des bayerischen Volksbegehrens. So unsinnig und noch dazu landwirtschaftsfeindlich können die Forderungen also gar nicht sein!
PRESSEMITTEILUNG / 13.02.2019

Bauernbund: Bienen-Volksbegehren verbreitet "Horrorszenarien im Heidiland"

Der Bauernbund Brandenburg hat den bayerischen Bauern seine Solidarität im Widerstand gegen das Volksbegehren "Rettet die Bienen" zugesichert und die bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Initiatoren keinen Zentimeter entgegenzukommen. "Diese widerliche Bauern-Hetze wird bundesweite Auswirkungen haben und kann das Höfesterben dramatisch beschleunigen", warnt Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, der in Lennewitz in der Prignitz einen Biohof mit Mutterkühen bewirtschaftet. "Dass ausgerechnet in einer durch viele bäuerliche Familienbetriebe sowie kleinteilige Wiesen und Felder geprägten Region mit hohem Tourismuswert solche Parolen geglaubt würden sei erschreckend, meint der 53jährige Landwirt und spricht von "Horrorszenarien im Heidiland".

Mit den im Volksbegehren geforderten Öko-Quoten, Flächenstillegungen und Bewirtschaftungsseinschränkungen würden viele Bauern faktisch enteignet, ohne wirklichen Nutzen für Natur und Umwelt, kritisiert Jung: "Die seit Jahrzehnten gleichbleibend geringen Flächen, auf denen Insektizide zur Anwendung kommen, können nicht für einen Insektenschwund verantwortlich sein. Wir müssen an die Größenordnungen ran, die jedes Jahr zubetoniert werden für Siedlungs- und Straßenbau und an die Obst- und Gemüsegärten, die immer mehr in sterile Rasenflächen verwandelt werden." Dagegen allerdings ließen sich nicht so viele Wählerstimmen mobilisieren, mutmaßt der Bauernbund.

Glaubwürdigkeit sei überhaupt das Kernproblem des bayerischen Volksbegehrens, so Jung weiter: "Dass die Bienen aktuell weniger werden, liegt in erster Linie daran, dass immer weniger Menschen die harte Arbeit des Imkers ausüben wollen. Dabei kann dies eine wunderbare Freizeitbeschäftigung sein." Bereits beim Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg hatte der Bauernbund angeregt, jeder Unterzeichner solle selbst ein paar Hühner halten. Jung: "Wenn die Aktivisten selber aktiv würden, könnte man sich ernsthaft unterhalten über gute Landwirtschaft. Aber so lange sie uns nur vorschreiben wollen, was wir zu tun haben, ist dieser Dialog unglaublich schwierig."

http://www.bauernbund-brandenburg.de/index.php/8-pressemitteilungen/215-bauernbund-bienen-volksbegehren-verbreitet-horrorszenarien-im-heidiland

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geri&freki 13.02.2019, 12:45
123. Dauer-Abo aufs Beleidigtsein

Zitat von Byrne
PRESSEMITTEILUNG / 13.02.2019 Bauernbund: Bienen-Volksbegehren verbreitet "Horrorszenarien im Heidiland" Der Bauernbund Brandenburg hat den bayerischen Bauern seine Solidarität im Widerstand gegen das Volksbegehren "Rettet die Bienen" zugesichert und die bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Initiatoren keinen Zentimeter entgegenzukommen. "Diese widerliche Bauern-Hetze wird bundesweite Auswirkungen haben und kann das Höfesterben dramatisch beschleunigen", warnt Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, der in Lennewitz in der Prignitz einen Biohof mit Mutterkühen bewirtschaftet. "Dass ausgerechnet in einer durch viele bäuerliche Familienbetriebe sowie kleinteilige Wiesen und Felder geprägten Region mit hohem Tourismuswert solche Parolen geglaubt würden sei erschreckend, meint der 53jährige Landwirt und spricht von "Horrorszenarien im Heidiland". Mit den im Volksbegehren geforderten Öko-Quoten, Flächenstillegungen und Bewirtschaftungsseinschränkungen würden viele Bauern faktisch enteignet, ohne wirklichen Nutzen für Natur und Umwelt, kritisiert Jung: "Die seit Jahrzehnten gleichbleibend geringen Flächen, auf denen Insektizide zur Anwendung kommen, können nicht für einen Insektenschwund verantwortlich sein. Wir müssen an die Größenordnungen ran, die jedes Jahr zubetoniert werden für Siedlungs- und Straßenbau und an die Obst- und Gemüsegärten, die immer mehr in sterile Rasenflächen verwandelt werden." Dagegen allerdings ließen sich nicht so viele Wählerstimmen mobilisieren, mutmaßt der Bauernbund. Glaubwürdigkeit sei überhaupt das Kernproblem des bayerischen Volksbegehrens, so Jung weiter: "Dass die Bienen aktuell weniger werden, liegt in erster Linie daran, dass immer weniger Menschen die harte Arbeit des Imkers ausüben wollen. Dabei kann dies eine wunderbare Freizeitbeschäftigung sein." Bereits beim Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg hatte der Bauernbund angeregt, jeder Unterzeichner solle selbst ein paar Hühner halten. Jung: "Wenn die Aktivisten selber aktiv würden, könnte man sich ernsthaft unterhalten über gute Landwirtschaft. Aber so lange sie uns nur vorschreiben wollen, was wir zu tun haben, ist dieser Dialog unglaublich schwierig." http://www.bauernbund-brandenburg.de/index.php/8-pressemitteilungen/215-bauernbund-bienen-volksbegehren-verbreitet-horrorszenarien-im-heidiland
Ändert diese Polemik des Brandenburgischen Bauernverbandes jetzt etwas an der Tatsache, dass die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) das Volksbegehren unterstützt hat?? Von "widerlicher Bauernhetze" kann also nicht die Rede sein. Oder schießen sich die bäuerlichen Landwirte in Bayern neuerdings selbst ins Knie? Dass der brandenburgische Bauernhäuptling nicht einmal Honigbienen und Wildbienen voneinander unterscheiden kann - oder will, sagt doch alles. Es zeigt einmal mehr, dass er die Inhalte des Volksbegehrens nicht kennt - oder nicht wahrhaben will. Sonst würde er nicht derart an den Sachverhalten vorbei argumentieren und polemisieren.

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kelcht 13.02.2019, 12:57
124.

Zitat von Heitgitsche
Die Grünen waren bei dieser Aktion nicht präsent. Sie hätten wohl auch viele Bayern, die unterschrieben abgeschreckt. Zusätzlich zur Förderung der Monokultur, Vögel tötende Windräder kommt noch die Betonierung der Landschaft. Wo sollen denn die vielen eingeladenen Gäste im beengten Deutschland wohnen?
ich glaube Fensterscheiben und Automobile haben weit mehr Vögel auf dem Gewissen als Windräder. Auch muss Glyphosat wohl durch andere Spritzmittel ersetzt werden die dann wieder andere Nachteile haben. Aber bitte mich nicht mit Ökotomatenbewerfen oder Müsli bespucken denn ich werde mich bei diesem unwichtigen Thema enthalten, außer die Bienenbürger vergessen ihre Manieren dann muss ich im Falle einer Volksabstimmung doch mit nein stimmen.

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Bernd.Brincken 13.02.2019, 13:11
125. Arbeitsteilung

Zitat von SunshineHW
..keine Antwort warum die vielzähligen Natur/Tierschutzgruppen, 20%-Grünenwähler nur 5 % Bio-Absatz zuwege bringen. Ohne Absatz kann KEIN Landwirt seinen Betrieb auf Bio umstellen, der würde pleite gehen.
Rein markttechnisch gesehen kann das auch daran liegen, dass die 95% nicht-Bioprodukte bisher zu stark subventioniert werden.
Klar, eine Wirkung dieses Volksbegehrens wird darin liegen, dass die Landwirtschaft in Deutschland und EU an Marktanteil verliert, dass Betriebe dichtmachen.
Wenn dann insgesamt mehr Lebensmittel aus Afrika importiert anstatt dorthin exportiert werden, könnte das der Anfang einer sinnvollen Arbeitsteilung sein.

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geri&freki 13.02.2019, 13:14
126. Nicht zu weit aus dem Fenster lehnen!

Zitat von Byrne
Wenn Sie es so mit der Wissenschaft haben, dann sollten Sie aber auch erwähnen, dass bei dem Versuch im Labor Honigbienen mit großen Mengen Glyphosat gefüttert werden mussten, um diesen Effekt zu erzielen. Unter Freiflugbedingungen kommen Bienen mit wie im Versuch verabreichten enormen Glyphosatmengen nie in Kontakt, da die behandelten Pflanzen erst gar nicht blühen und Bienen in der Regel nicht an absterbenden Pflanzenteilen rumlutschen. Mal abgesehen davon, dass Glyphosat als Vorauflaufmittel eingesetzt wird, zu einer Zeit, zu der die meisten Bienen und auch andere Insekten noch gar keine oder nur sehr wenig Flugzeit haben. Wenn Sie Bienen unter künstlichen Bedingungen große Mengen gelöstes Kupfer geben, dürften die zu beobachtenden Schäden um ein vielfaches größer bzw. gravierender sein.
Keine Ahnung, welche Studie Sie hier im Blick haben. Doch nicht etwa die LD-50-Tests?
Ich jedenfalls beziehe mich auf die Glyphosat-Studie an der Universität Texas. Den Honigbienen dort wurden fünf Tage lang mit einer Zuckerlösung gefüttert, die 5 oder 10 Milligramm Glyphosat pro Liter enthielt. Also Konzentrationen, die - den Forschern zufolge - jenen entsprechen, die in der Umwelt vorkommen und denen Bienen beim Sammeln üblicherweise ausgesetzt sind. Nach drei Tagen zeigte sich in der Darmflora der Testtiere, die zuvor wieder in ihren Stock zurückgebracht worden waren, dass vier der acht wichtigsten Bakterienarten im Darm der Bienen stark dezimiert waren. Am empfindlichsten reagierte das Bakterium Snodgrassela alvi, das nicht nur für die Verdauung eine wichtige Rolle spielt, sondern auch für die Abwehr von Krankheitserregern.
Abgesehen davon: Abtrifft scheint in Ihren Weltbild offenbar nicht vorzukommen? Und frisch abgespritzte, aber noch blühende Zwischenfrüchte wie z.B. Ackersenf? Wasseraufnahme für den Eigenbedarf und die Kühlung des Stockinneren über Tautropfen an Pflanzen - insbesondere in sehr warmen Sommern, wenn andere Wasserquellen versiegt sind?
Und: Wo liegt den nach Ihrer Auffassung die unterste Unschädlichkeits- bzw. Unbedenklichkeitsschwelle für Glyphosat? Gerne hätte ich hierzu einmal einen konkreten Wert erfahren.

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Byrne 13.02.2019, 13:21
127. Wer polemisiert hier?

Zitat von geri&freki
Ändert diese Polemik des Brandenburgischen Bauernverbandes jetzt etwas an der Tatsache, dass die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) das Volksbegehren unterstützt hat?? Von "widerlicher Bauernhetze" kann also nicht die Rede sein. Oder schießen sich die bäuerlichen Landwirte in Bayern neuerdings selbst ins Knie? Dass der brandenburgische Bauernhäuptling nicht einmal Honigbienen und Wildbienen voneinander unterscheiden kann - oder will, sagt doch alles. Es zeigt einmal mehr, dass er die Inhalte des Volksbegehrens nicht kennt - oder nicht wahrhaben will. Sonst würde er nicht derart an den Sachverhalten vorbei argumentieren und polemisieren.
Der "brandenburgische Bauernhäuptling" ist selber Biobauer. Gehen Sie mal davon aus, dass er nicht nur die Inhalte des Volksbegehrens sehr gut kennt, sondern sich auch über die Auswirkungen bei der praktischen Umsetzung ein paar mehr Gedanken macht als Sie.

Die AbL ist dagegen keine Bio-Organisation, sondern ein Zusammenschluss von konventionellen Landwirten, die eher kleine Höfe bewirtschaften. Hier sieht man gewisse wirtschaftliche Vorteile durch das Volksbegehren. Was natürlich keineswegs zu verurteilen ist.

Kochen Sie ruhig weiter im eigenen Saft, anstatt sich mal wirklich mit den Problemen der Landwirtschaft, den unterschiedlichen Ansätzen zu deren Lösungen und Landwirtschaftspolitik auseinander zu setzen.

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adal_ 13.02.2019, 13:36
128. Brandburgischer Chefpolemiker

Zitat von Byrne
Wer polemisiert hier?
Jung. Er verunglimpft z.B. die subventionierte Nutzungsänderung landwirtschaftlicher Flächen als "Enteignung" und kapriziert sich aufs Flächen Betonieren, als ob dies der einzige Faktor fürs Insektensterben wäre.

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regelaltersrentner 13.02.2019, 13:41
129.

Zitat von geri&freki
Ändert diese Polemik des Brandenburgischen Bauernverbandes jetzt etwas an der Tatsache, dass die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) das Volksbegehren unterstützt hat?? Von "widerlicher Bauernhetze" kann also nicht die Rede sein. Oder schießen sich die bäuerlichen Landwirte in Bayern neuerdings selbst ins Knie? Dass der brandenburgische Bauernhäuptling nicht einmal Honigbienen und Wildbienen voneinander unterscheiden kann - oder will, sagt doch alles. Es zeigt einmal mehr, dass er die Inhalte des Volksbegehrens nicht kennt - oder nicht wahrhaben will. Sonst würde er nicht derart an den Sachverhalten vorbei argumentieren und polemisieren.
Richtig ist, dass die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) das Volksbegehren für Gut fand, das heißt noch nicht, dass es Vorteile für die Lanndwirtschaft bringt, nur weil sie der selben Meinung sind.
Es ist natürlich so, dass nur sie die Fähigkeiten haben die vielen Arten von Wildbienen unterscheiden zu können, Fachleute gehen davon aus, dass es kaum mehr Menschen diese Fähigkeiten mehr haben

Wenn die Insekten sterben, dann sterben, wie es heißt, auch die Vögel. Stimmt. Nachgewiesen wurde dies an unseren Gewässern. Und zwar anhand des Verschwindens der Fische – aber nicht, weil sie in der Gülle ertrinken, sondern weil das Wasser zu sauber ist. Die Ringkanalisationen verhindern jedweden Zufluss an Nährstoffen. Viele Fischer mussten in den letzten Jahren ihren Beruf an den Nagel hängen: Dank Gewässerschutz gibt’s kaum noch Fische.

Der Mangel an Nitrat und Phosphat nimmt zunächst dem Plankton die Lebensgrundlage. Das aber steht am Anfang der Nahrungskette. Finden Kleinstlebewesen wie Mückenlarven kein Futter mehr, dann verhungern auch Fische und Vögel. Das ist, so Professor Josef Reichholf, der Grund für das Verschwinden von Mauerseglern und Teichrohrsängern an unseren Seen. So ruiniert der Naturschutz die Natur.

Hier noch mal ein Interesanter Link:
http://www.rwi-essen.de/unstatistik/72/

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