Forum: Politik
Für Artenschutz in Bayern: Sieg für die Bienen-Schützer
DPA

Jetzt muss Ministerpräsident Markus Söder reagieren: Das Volksbegehren unter dem Motto "Rettet die Bienen" zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern hat die erforderliche Zahl an Unterschriften erreicht.

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bambata 12.02.2019, 20:59
70.

Zitat von scgtef
macht wirklich Freude. Die Mehrheit der Wahlberechtigten nimmt direkt Einfluss auf die Gesetzgebung. Das ist eine sehr sinnvolle Ergänzung der Parteien. Es gibt nämlich keine Partei, die bei allen Themen den Willen der Mehrheit vertritt. Ich finde keine Partei, die sich zu 100 Prozent mit meinen polit. Vorstellungen deckt. Ich habe unterschrieben. Ich würde das auch auf Bundesebene gerne tun. Z.B. beim Thema Mindestlohn oder Grundrente..
Und wissen Sie was: Sie werden selbst unter 50 zufällig ausgewählten Personen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine einzige Person finden, deren politische Vorstellungen sich zu 100% mit den Ihrigen decken. So ist das nunmal in komplexen Gesellschaften mit einer Vielzahl an Themengebieten, die den ein oder anderen stärker tangieren und den anderen weniger sowie den einen interessieren, während sie dem anderen vollkommen schnuppe sind.

Sie können das Prinzip der Volksabstimmung nicht beliebig auf alle politischen Themengebiete anwenden, da bei komplexen Themengebieten immer die Gefahr besteht (heute mehr denn je), dass es durch Populisten zu einer verzerrten und im schlimmsten Fall unwahren Darstellung der Auswirkungen eines Plebiszits kommen kann. Seit dem Brexit-Dilemma sollte das eigentlich jedem klar sein.

Bei dem Thema, um das es hier ging, ist eine faktenbasierte Darstellung des Status sowie eine prognostizierbare Besserung durch die geforderten Maßnahmen problemlos und unwiderlegbar machbar.

Außerdem wird das Ergebnis ausnahmslos jedem dienen, selbst den Bauern und sogar den Gegnern, denn eine halbwegs intakte Natur sichert auch den Folgegenerationen ein Auskommen und eine lebenswerte Umgebung. Kleineren bäuerlichen Familienbetrieben kann man Ausgleichszahlungen für Feldrandstreifen zukommen lassen, das wird sogar bereits heute durch die EU gefördert. Großbetriebe müssen die Preise ihrer Erzeugnisse leicht nach oben korrigieren, dann zahlt die Gesamtheit eben einen moderat höheren Preis für Lebensmittel.

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tinnytim 12.02.2019, 21:02
71.

Zitat von Freedom of Seech
...wenn alle Grünwähler ausschließlich Nahrung aus ökologischer Erzeugung konsumieren würden. Das ist bedauerlicherweise noch nicht einmal im Ansatz der Fall. Den 20% Anhänger der Grünen steht ein Verbrauch von 5% ökologischen Nahrungsmitteln in Deutschland gegenüber. Außerdem gibt es viele Nicht-Grün Wähler die sich ebenfalls überwiegend ökologisch ernähren (wie z.B. mich). Es ist diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit an der die Grünen immer wieder scheitern werden: den Kopf in den Wolken, die Füße in der Jauchepfütze mit den Nitraten und dem Glyphosat für die Mais Monokulturen zur Bioenergie Erzeugung (=25% der landwirtschaftlicheh Nutzfläche ohne Wald in Deutschland). Klar: auch die Grünen wollen angeblich mittlerweile keine Äcker mehr für Bioenergie. Das ist aber wenig glaubhaft sondern gelogen. Erstens haben die Grünen für Bioenergie von Monokulturen in den Nuller Jahren den Weg bereitet - auch wenn sie das jetzt nicht mehr hören wollen. Dabei wurde Brachland (bis zum Jahr 2006 insgesamt 10% der landwirtschaftlichen Fflächen) zu Biosprit Monokulturen umgewandelt. Zweiten geben die Grünen auch heute noch gerne damit an, und zwar mit Stolz geschwellter Brust, dass die Erneuerbaren (EE) mittlerweile 40% des Stroms erzeugen. Dabei wird geflissentlich verschwiegen (der deutsche Michel wird es schon nicht merken) dass 25% des EE Stroms mit Bioenergie hergestellt wird (weiter 20% ist Wasserkraft, 50% ist Wind/Strom) . Die Grünen haben also wesentlich zum Desaster auf deutschen Äckern und zum Artensterben beigetragen. Liebe Grüne, das ist zum Fremdschämen! So gesehen ist die Volksabstimmung in Bayern vor allem eine Volksverdummung durch grüne Populisten die von ihrem eigenen Totalversagen ablenken wollen.
Hören Sie doch mit dem alten Biogas-Märchen auf. Seit 2012 schon sind die Grünen gegen eine Ausweitung von Bioenergie. Die einzigen die seit dem noch dafür sind sind Union und FDP.
Es wäre auch schön wenn die FDP-Wähler nicht am Straßenrand stehen bleiben und sich noch dickere Karren kaufen, während die Grünen wenigstens versuchen was zu ändern.

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powerspiegel 12.02.2019, 21:04
72. Glückliche Bienen

Das freut mich aber sehr, da ich Bienen sehr mag. Es sind absolut wertvolle geschöpfe auf dieser Welt. Sie dürfen nicht wegen Profit untergehen.

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Freedom of Seech 12.02.2019, 21:05
73.

Zitat von albertb.
Die spannendste Frage ist wie MP Söder die Interessen der Befürworter des Volksbegehrens mit denen der konventionellen Landwirtschaft unter einen Hut bringen kann. Das ist mal das erste große Problem seiner noch jungen Amtszeit.
Das ist für Söder ein lösbares Problem. Söder kann über die CDU/CSU Fraktion im Bundestag durchsetzen, dass sämtliche Steuersubventionen für Ökokraftstoffe, die zu diesem Zweck extra in Monokulturen angebaut werden (also keine Abfallstoffe), ab sofort gestrichen werden. Ein Teil der bisherigen Subventionen wird dafür verwendet, dass die Bauern Landschaftspflge betreiben (Kleinbauern bekommen mehr als Industriebauern). Ökolandwirtschaft ist aber über den Markt zu regeln (Preis, Angebot und Nachfrage).

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georgkeckl 12.02.2019, 21:06
74. Wer soll es praktisch machen?

Befehle, Verbote, Kontrollen. Ein Naturschutzschild aufstellen, Beamte einstellen, Leute gängeln, wenn die nicht wollen: wachsen lassen, dann kommt Naturschutz von allein? Einfach zuwachsen lassen = Naturschutz und Biotoperhaltung? Tausendfach zu sehen. Jetzt Wölfe statt biotoperhaltende Schafe und Rinder. Die Halter dürfen die Kälberkadaver ohne Köpfe aufsammeln. Viele wollen anschaffen, klüger sein, wenige buckeln, was wird dann? Ein Gesetz, das andere zu Mehrararbeit und Kosten zwingt, wird nicht funktionieren. Die Umweltbürokratie neigt dazu, die Landwirte als unwillige Knechte ihrer "Gut"-Herrschaft anzuschauen. Die Gutsherren standen dann irgendwann allein da, die Knechte waren bei BMW am Band. Tolle Gesetze, die anderen Arbeit auferlegen für das eigene gute Gewissen. Wenn es mit den Flüchtlingen nicht so massenhaft klappt, dann halt Bienen, billiger. Bienen brauchen so wenig gerettet werden wie Ferkel, alles Nutztiere und von Haltern abhängig. Die Leute gingen unterschreiben um die "Bienen zu retten", schöne verarsche, sie unterschrieben Gängelungen, höhere Kosten, weniger Wettbewerbsfähigkeit, eine Teuerung. So sind's, die Besseren, Samstag gegen die Startbahn, Sonntags mit Ryan an Ibiza. Rat: Nicht damit sprechen, so sinnvoll wie bei Ruhollah Chomeini, Glauben braucht keinen Dialog, nur Gefolgschaft.

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Byrne 12.02.2019, 21:20
75. Dies ist kein Märchen!

Zitat von tinnytim
Hören Sie doch mit dem alten Biogas-Märchen auf. Seit 2012 schon sind die Grünen gegen eine Ausweitung von Bioenergie. Die einzigen die seit dem noch dafür sind sind Union und FDP. Es wäre auch schön wenn die FDP-Wähler nicht am Straßenrand stehen bleiben und sich noch dickere Karren kaufen, während die Grünen wenigstens versuchen was zu ändern.
Das mit dem Biogas ist aber kein Märchen. Die Sache wurde entscheidend von den Grünen vorangetrieben und erst nachdem Anfang der 10er-Jahre erkennbar wurde, welch eine Sch***ßidee das war, haben die angefangen zurückzurudern. Da war das aber natürlich viel zu spät, weil Gesetze nun mal nicht rückwirkend geändert werden können, sondern über Gesetzesänderungen nur für die Zukunft Schadensbegrenzung betrieben werden kann. Was die Grünen allerdings blendend geschafft haben, ist bei dieser ureigen grünen Idee im Nachhinein so zu tun, als hätten sie selber nie was damit zu tun gehabt. Den Grünen ging es mit der Biogasgeschichte genau so wie dem Zauberlehrling mit dem Wasser aus der Ballade von Goethe. Nur das diesen der echte Zauberer hat büßen lassen.

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Freedom of Seech 12.02.2019, 21:32
76.

Zitat von tinnytim
Hören Sie doch mit dem alten Biogas-Märchen auf. Seit 2012 schon sind die Grünen gegen eine Ausweitung von Bioenergie. Die einzigen die seit dem noch dafür sind sind Union und FDP. Es wäre auch schön wenn die FDP-Wähler nicht am Straßenrand stehen bleiben und sich noch dickere Karren kaufen, während die Grünen wenigstens versuchen was zu ändern.
Sie glauben offenbar den Märchen der Grünen. Die Grünen sind bekanntlich gegen alles und schlagen sich in die Büsche wenn sie bei den Lösungsvorschlägen rechnen müssen. Die Lebenslüge der Grünen wird aber schnell klar wenn man sich das Märchen namens grüner Energiewende (Strom aus EE) der letzten 20 Jahre anschaut. Aktuell: 40% Strom aus EE pro Jahr. Ziehen Sie den Strom aus Wasserkraft davon ab (gab es schon bei den Nazis) sind es statt 40% nur noch 30%. Ziehen Sie weiter den umweltschädlichen Strom aus Bioenergie ab, sind es nur noch 20% Strom aus EE. Für die verbleibenden 20% (aus Windkraft un d Solar) haben wir in Deutschland die letzten 20 Jahre gebraucht um das aufzubauen (das ist 1% pro Jahr Zuwachs und es wird immer schwieriger das weiter auszubauen wegen zunehmender Auflagen durch die Behörden, fehelende Akzeptanz in der Bevölkerung, im Übrigen ist die Hälfte aller Windkraftanlagen mittlerweile alterschwach und fällt in den nächsten 5 Jahren aus der EEG Förderung). Selbst wenn es in dem Tempo mit Windkraft/Solar weiter ginge wie bisher (und auf Strom aus Biokraftstoffe verzichtet wird), brauchen wir noch 100 Jahre bis Strom zu 100% aus EE erzeugt - wenn es überhaupt klappt da Strom aus Bioenergie anders als Wind/Solar konstant zur Verfügung steht. Träumen Sie schön weiter von den grünen Jungfrauen im Paradies.

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Bauer 1525 12.02.2019, 21:32
77.

Zitat von walter.klein
wenn man die endlosen weiten der Monokulturen, also der Maisfelder ansieht, dann kann man sehen wie hier die Natur systematisch und ohne Hirn zerstört wird. Wer Mais zur Gewinnung von BIOGAS anbaut, der sollte sollte verpllichtet werden, einen Teil seiner Fläche ökologisch zu bewirtschaften. Es ist für mich auch nicht mehr nachvollziehbar, dass in Deutschland Getreide zum Verheizen angebaut wird und Kinder auf diesem Planeten verhungern. In was für einem perversen Staat leben wir denn, wenn für solche Fehlleistungen auch noch Subventionen gezahlt werden ? Ganz ehrilch gesagt, ich bin bekennender "Fleischfresser" und stehe auch dazu, nur wer die Gülle (Jauche), in Bayern sagt man "Odl" dazu, aus seiner Massentierhaltung auf den Wiesen und Feldern entsorgt, der verbrennt alles was an Wiesenblumen einst auf unseren Weiden stand ! Grün ohne Blumen !! Nur das Problem ist, die Landwirte wollen dies nicht begreifen und weitermachen wie bisher. Nein so kann es nicht weitergehen, was wir brauchen , ist eine ordentliche Entsorgung von Gülle (Jauche) die auch unser Trinkwasser beeinflusst, und eine Landwirtschaft, die statt nur rum zu maulen, sich zu den Bewahrern unserer Umwelt entwickeln. anders kann es in diesem Land nicht mehr sein.. Fazit: Auch hier ist Bayern wieder Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Verantwortung für unsere Natur. Fragt sich, warum andere Bundesländer nicht gleiches fertig bringen !
Warum Bauern ihr Getreide zum Teil verheizen?
Das kann ich Ihnen sagen.
Für einen Doppel Zentner (100kg) Weizen bekommen die Bauern je nach Marktlage zwischen 11-15€. Von einem Hektar bekommen sie im Durchschnitt 70 Doppel Zentner, also 7 Tonnen.
Also erwirtschaften sie ungefähr pro Hektar zwischen 770€ und 1050€. Von diesem Erlös müssen die Bauern Saatgut kaufen, die Erde mehrmals zur Saat vorbereiten, düngen, spritzen und ernten (Lohn dreschenlassen) und ihre Maschinen zahlen.

Ohne Subventionen würde sich der Getreideanbau daher kaum lohnen!!

Zum Vergleich.
Entsorgen Sie bitte 7 Tonnen Restmüll! Was zahlen Sie dafür?
Genau - Müll ist nämlich mehr Wert als Brotgetreide.

Jetzt wissen Sie warum manche Bauern ihr Getreide lieber verheizen.

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Bauer 1525 12.02.2019, 21:34
78.

Zitat von StefanSeis
Wie doch die Wahrnehmung der Landwirte bei einigen Foristen (und der Bevölkerung allgemein) ist... "Brunnenvergifter", "Giftspritzer" und ähnliche Nettigkeiten. Wahrscheinlich alles Großstädter, bei denen der Strom aus der Steckdose und die Lebensmittel vom Discounter kommen (und bitte gaaanz billig, wer zahlt denn schon mehr als 69 Cent für den Liter Milch?). Der Antrag ist perfekt für diese Sorte Menschen: Schuld haben die Bauern, Profitgier wie sie nunmal sind. Zur Klarstellung: ich bin kein Landwirt, aber ich habe durchaus Einblick in die tägliche Realität des deutschen Bauern, und sie tun mir fast leid. Der durchschnittliche Landwirt ist viel besser als sein (ökologischer) Ruf. Die wirklichen Problemfälle sind meist die Agrarfabriken, landwirtschaftliche Großbetriebe, die auch mal ein saftiges Bußgeld wegstecken können. Aber was soll's, Differenzierung war früher, vor dem postfaktischen Zeitalter. Heute haben wir Dieselfahrverbote, Bauern-Bashing und die verlogene Energiewende. Und der dämliche Michel jubelt darüber und fühlt sich moralisch überlegen...
Sehr guter Beitrag!!

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spdf 12.02.2019, 21:44
79.

Zitat von georgkeckl
Bienen brauchen so wenig gerettet werden wie Ferkel, alles Nutztiere und von Haltern abhängig. Die Leute gingen unterschreiben um die "Bienen zu retten", schöne verarsche, sie unterschrieben Gängelungen, höhere Kosten, weniger Wettbewerbsfähigkeit, eine Teuerung.
Es gibt nicht nur Honigbienen! Für das Bestäuben wesentlich wichtiger sind Wildbienen, weil die wesentlich fleißiger sind. 31 der Arten sind vom Aussterben bedroht, zahlreiche weitere Arten sind stark gefährdet. Ohne Wildbienen hätte die Landwirtschaft erhebliche Probleme! Wobei die Ursachen nicht nur in der Landwirtschaft liegen!

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