Forum: Politik
Für Wehrübung: Grünen-Politiker Lindner nimmt Kriegsdienstverweigerung zurück
DPA

Gewissensgründe würden ihn "nicht mehr daran hindern, in der Bundeswehr zu dienen". Grünen-Politiker Lindner hatte einst den Wehrdienst verweigert. Das hat er jetzt rückgängig gemacht - für eine Wehrübung.

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citi2010 27.06.2019, 10:11
50.

Zitat von Grzegorz
Als Mitglied des Verteidigungsasuschusses sollte man sich mit der Sache auskennen. Es gibt genügend Nullnummern in der Politik. UvD Leyen sollte da auch einmal dran teilnehmen. Es ist immer erschreckend, wenn die Vorgesetzten und Entscheider von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
Mag ja sein - aber als ehemaliger Soldat der Luftwaffe mit Dienst in einem Nato HQ Seite an Seite mit Generälen kann ich ihnen sagen, dass das Verständnis der inneren Zusammenhänge von Kriegsführung nicht nötig ist um Grundsätzliches zu entscheiden. Im Gegenteil - genau die kriegstreibenden Gefahren aus der Betriebsblindheit der Militärs sollte ja mittels ziviler Überwachung der BW durch die Politik vermieden werden.

5 tägige Übungen im Feld sind sowieso lächerlich. Da wird nicht über das Schicksal der Bundesrepublik entschieden.

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DJ Bob 27.06.2019, 10:12
51. nicht richtig sorry

Zitat von sponer59
Bitte mehr von solchen Aktionen! Die Bundeswehr als Parlaments Armee und als einzige Armee der Welt, bei der die Offiziere ein strikt ziviles Vollstudium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in München oder Hamburg absolviert haben müssen, ist demokratischer aufgestellt (Stichworte: Staatsbürger in Uniform, innere Führung), als uns manche Linken Politiker glauben machen wollen. Darauf kann die Bundeswehr zurecht stolz sein und sollte dies in der Öffentlichkeit mit Selbstbewusstsein vertreten!
Ihre Aussage ist nicht ganz richtig. In den USA gibt es neben die Militär Akademien auch ROTC die an jeder zivilen Uni in den USA Studenten vorbereiten auf ihre Laufbahn als Offizier. Die Mehrheit der Offiziere kommen auch aus dem ROTC Sektor. Und Studenten die KEINE Stependium erhalten sind auch NICHT verpflichtet nach ihre Studium den Streitkräfte beizutreten.
Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte "Officer Candidate School" der US Army. Hier können sogar Mannschaftsdiensgrade von E-4 aufwärts sich bewerben ohne das sie eine Studium absolviert haben.

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g_bec 27.06.2019, 10:14
52. Informationswehrübung

Zitat von pepe83
Was sind die Hintergründe, dass man mit einer Wehrübung zum Oberleutnant werden kann? Dazu würden mich mal die Hintergründe interessieren...
Nennt sich "Informationswehrübung für Führungskräfte", der Dienstgrad orientiert sich am Bildungsabschluss und wohl auch Lebensalter, ist aber auch nur "vorläufig".
Und ganz nebenbei: Man kann mit einem höheren Dienstgrad auch richtig bei der Bw einsteigen, muss dann aber die entsprechenden Lehrgänge nachholen: Als Geselle steigen Sie als Stabsunteroffizier ein, als Meister werden Sie Feldwebel (siehe "Gas Wasser Schießen" Kampagne), als fertig Studierter z.B. Dipl-Ing Oberleutnant oder Hauptmann und als Jurist mit zweitem Staatsexamen sogar Major.

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yvowald@freenet.de 27.06.2019, 10:16
53. Verrat an den Gründungsideen

Zitat von im_ernst_56
Warum? Das ist doch nur konsequent. Die Grünen haben längst ihren Frieden mit der Bundeswehr gemacht. Sie tragen Militäreinsätze mit und sind auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft. Haben Sie von den Grünen die Forderung gehört, die BRD mögen aus der NATO austreten? 1980, das Gründungsjahr der Grünen im Westen, liegt fast 40 Jahre zurück. Die Grünen sind erwachsen geworden.
Leider nein, auch DIE GRÜNEN sind inzwischen vom Kapital unterwandert, also vom Großen Geld fremdbestimmt.
Das fing mit Joschka Fischer an, der heute den BMW-Repräsentanten mimt.
Die Ober-GRÜNEN streben nach Regierungsposten und würden bekanntlich auch eine Regierungskoalition mit der CDU eingehen - welch` ein Verrat an den Gründungsideen der GRÜNEN.

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g_bec 27.06.2019, 10:18
54. Einstieg

Zitat von kuschl
... Allerdings empfinde ich es schon etwas strange, dass eine Abgeordnetentätigkeit gleich für den Offiziersrang Oberleutnant qualifiziert, ...
Der Einstieg mit höherem Dienstgrad ist kein "Privileg" für Abgeordnete, der steht jedem offen.
Grundsätzlich orientiert sich der Einstiegsdienstgrad für jeglichen Ungedienten Einsteller am Bildungs- bzw. Berufsabschluss. Die Spreizung reicht vom einfachen Soldaten bis hin zum Stabsoffizier.

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Di_oH 27.06.2019, 10:22
55. Man(n) lernt die Bundeswehr von innen kennen

Grundsätzlich sicher keine schlechte Idee. Ob das jedoch gelingt, wenn zumindest einer der beiden direkt zum Offizier wird, wage ich zu bezweifeln. Erstmal sollte man die Basis und die Basics kennen, ehe man sich der Führung zuwendet.
Grundsätzlich finde ich es aber nicht schlecht, wenn auch Verweigerer Teil des Verteidigungsausschusses sind, da es andere Standpunkte / Perspektiven mit einfließen lässt.
Vielleicht wird ja auch die "Wehrpflicht" wieder eingeführt. Dann aber bitte als "Zivilpflicht", bei der man verweigern und stattdessen seinen Wehrdienst ableisten kann. Die neue "Zivilpflicht" natürlich geschlechter neutral für d/m/x.
Auf diese Weise würden sowohl in zivilen Berufen, als auch bei der Bundeswehr die oft erfolglosen Versuche der Gewinnung neuer Arbeitnehmer endlich Früchte tragen.

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dt55493827 27.06.2019, 10:24
56. Niemehrgrün

Also das ist wieder ein Grund nicht mehr Grün zu wählen. Diese Partei hat es zwar geschafft Wähler zu gewinnen, aber die, die wirklich eine grüne Politik erwarten, werden von dieser Partei mehr und mehr enttäuscht. Schade. Ziel verfehlt. Aussen grün, innen schwarz.

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haarer.15 27.06.2019, 10:25
57.

Zitat von im_ernst_56
Warum? Das ist doch nur konsequent. Die Grünen haben längst ihren Frieden mit der Bundeswehr gemacht. Sie tragen Militäreinsätze mit und sind auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft. Haben Sie von den Grünen die Forderung gehört, die BRD mögen aus der NATO austreten? 1980, das Gründungsjahr der Grünen im Westen, liegt fast 40 Jahre zurück. Die Grünen sind erwachsen geworden.
Die Grünen mögen erwachsen geworden sein - aber nicht unbedingt weiser, wie dieses Beispiel gerade zeigt. Ein Gewissen lässt sich nicht um hundertachtzig Grad auf einmal wenden wie ein Blatt Papier. Und ja - die Grünen sind wie CDSUSPDFDP zu einer Partei des Establishment geworden. Das ist leider ernüchternd - der Zauber ist bald dahin.

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der_Pixelschubser 27.06.2019, 10:26
58. Und schwups! Ab in die Presse!

Wir haben Saure-Gurken-Zeit. Wirklich Interessantes ist derzeit nicht zu vermelden, Trump langweilt uns bereits seit einiger Zeit, Angela Merkel zittert zum wiederholten Mal, die PKW-Maut ist auch mal wieder gestorben – ja, da muss ein Herr Lindner eben für Schlagzeilen sorgen, indem er sich ein grünes Röckchen anzieht und ein bisschen Soldat spielt. Hey, toll! Ein Grüner im Grünzeug! Erinnert mich ein wenig an den alten Achtzigerjahre-Sponti-Witz: "Was ist außen grün, innen hohl und tritt in Rudeln auf?" (Den Rest spare ich mir hier, ich will nicht beleidigen).
Aber es gibt noch gute Nachrichten: Ich bin mit knapp 50 Jahren in die örtliche Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Ohne dass ich mein Gewissen dafür vergewaltigen oder irgendwelche Scheingründe anführen musste. Ich erhöhe damit die Truppenstärke unserer FF um sagenhafte 12,5%. Herr Lindner hätte sich das mal überlegen sollen – so spielt er jetzt den Truppenkasper. Er hätte auch einer derjenigen sein können, die wirklich kommen, wenn's brennt. Das wollte er aber nicht. Zu viel Verantwortung, vermute ich.

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widower+2 27.06.2019, 10:27
59. Etwas lächerlich

Er will also die Bundeswehr von innen kennenlernen und das bei einer speziellen Wehrübung für Mitglieder des Bundestags und als Ungedienter gleich im Rang eines Oberleutnants? Dazu noch im Sommer?

Ein realistischeres Bild hätte er wohl bei einer Übung im Winter und als unterster Mannschaftsdienstgrad mit Jägern oder Panzergrenadieren gewinnen können. Aber das hätte ja unbequem werden können.

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