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G20-Ausschreitungen in Hamburg: Das Gegenteil von Protest
DPA

Die legitime Kritik an G20 wird überlagert von den Bildern der sinnlosen Zerstörung, die Chaoten in Hamburg anrichten. Diese Leute sind keine Demonstranten.

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artifex-2 07.07.2017, 19:49
130. Sagen

Zitat von matbhmx
... wo gezündelt wurde, sofort vor Ort war, ist ein Skandal und durch nichts entschuldigt - und zeigt das Versagen der Polizeiführung bei der Lagebeurteilung. Von sämtlichen G-20-Gipfeln der letzten zwei Jahrzehnte waren entsprechende Bilder bekannt, man wusste, was man zu erwarten hatte - und war nicht ausreichend vorbereitet. Dass die Bürger der Stadt allerdings dumm genug waren, ihre Fahrzeuge auf der Straße abzustellen, ist nicht minder daneben. Auch dort gilt, dass jeder wusste oder hätte wissen können, was die Einwohner der Stadt erwartet. Fahrzeuge außerhalb der Stadt oder in Parkhäusern unterbringen und alles, was nötig ist, zu Fuß oder per Fahrrad erledigen. Und ansonsten gilt: Zu Hause bleiben! Von daher: Null Mitleid!
Sie Mal : Geht`s noch ? Ist Eigentum schon ein Delikt als solches , zumindest bei Ihnen ?

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wolle0601 07.07.2017, 19:51
131. Wue wäre es denn,

wenn der Mut, den die echten Demonstranten zweifellos besitzen, such mal gegen diese Chaoten richten würde? Zum Beispiel, mit Vermummten diskutieren oder zur Not auch mal die Reihen schliessen, wenn jemand in der friedlichen Menge untertauchen will? Dass diese kriminellen Idioten so mächtig werden konnten, liegt auch an klammheimlicher Freude oder passiver Unterstützung aus der Ecke, die jetzt leidet.

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thoreaukrates 07.07.2017, 19:51
132. Stimmt nicht!

Mit Verlaub, Herr Kuzmany, Ihre Bennenung als "kriminelle Idioten" stimmt so nicht. Denn das, was Sie im letzten Absatz sagen, beschreibt eher eine andere Art von Straftätern: Man nennt sie Terroristen.

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Rahvin 07.07.2017, 19:51
133. Idioten bleiben Idioten

Ob sie nun links oder rechts zu verorten sind. Dieses Gegeneinander-Aufrechnen der Gewalt ist das Unappetitliche an der Diskussion, die nun geführt wird. Beide Extreme sind zu verurteilen, vor allem wenn es gegen Leib und Leben geht. Und ganz ehrlich: Wen interessiert es, dass der Menschheit Gewalt angetan wird durch Rüstung, Industrie und Kriegstreiberei, wenn man unbeteiligten Bürgern einfach mal das Auto abfackelt. Das provoziert nur Widerstand bei ansonsten wahrscheinlich sogar Befürwortern des Protestes. Von daher schneiden sich diese Chaoten ins eigene Fleisch, wenn sie denn überhaupt eine politische Agenda haben, was bezweifelt werden darf. Aber jetzt kommt mir nicht mit "Aber die Linken sind alle Gewaltverbrecher, während man die Rechten kriminalisiert." Das eine hat mit dem anderen recht wenig zu tun. Und die Justiz ist nachweislich auf dem rechten Auge blinder als auf dem linken. Also bitte keine derartige Heuldebatte, bitte.

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gantenbein3 07.07.2017, 19:51
134. An sich...

...ist es ja so, dass die Polizei die Rechte der friedlichen Demonstranten verteidigen, also dafür sorgen müsste, dass ein friedlicher Protest möglich bleibt. Das tut die Polizei aber nicht, sondern sie haut lieber wahllos drauf, egal wen's trifft. Und dann sehen sonderbarerweise alle ein, dass die Ultras das Demonstrationsrecht ruinieren und nicht die Polizei, die unwillig und/oder unfähig ist, es durchzusetzen.

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Luritz 07.07.2017, 19:52
135.

Die wahren Verbrecher suhlen sich gerade in der Elbphilharmonie - die zerstören den Planeten und sorgen für das soziale Ungleichgewicht, dass die paar Gestörten erst so richtig auf die Barrikaden bringt. Dazu kommt, dass die Polizei von Anfang dafür gesorgt hat, dass der Protest eskaliert. Friedliche Demonstranten wurden verprügelt und mit Pfefferspray eingestäubt. Warum kriegen sie den vermummten Mob dennoch nicht in den Griff? Fehlt da etwa die notwendige Entschlossenheit? Oder soll das alles ein Stück weit so sein, um den Widerstand zu diskriminieren?

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justus65 07.07.2017, 19:53
136. Polizeitaktik

Jedesmal wird nach derartigen Gewaltorgien über Polizeitaktik diskutiert. Es ist doch völlig egal, wie die Polizei agiert. Wo kommen denn plötzlich Zwillen, Stahlkugeln, Brandsätze , etc. her? Das haben diese Terroristen schlicht mitgebracht. Wer soll denn da glauben, dass die friedlich demonstrieren wollten und die Sache nur auf Grund des aggressiven Vorgehens der Polizei eskalierte? Völlig egal, wie die Polizei reagiert, es wäre immer eskaliert.

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iconoclasm 07.07.2017, 19:53
137.

Zitat von neurieder
Sehr richtig, dieser Kommentar! Die berechtigten Anliegen der G20-Proteste gehen völlig unter, obwohl sie wichtiger wären als die Pressemeldungen über verbrannte Porsches. Liegt wahrscheinlich auch ein wenig an einer ziemlich sensationsgeilen deutschen Presse. Bei CNN laufen die Reporter auf den Straßen in Hamburg und Rakka mit Stahlhelmen herum - das erlaubt wohl das vermutete Gefährdungspotential für die Reporter hier und dort. Klar, dass die sich mit ihrem Stahlhelm mehr um Gewalt und Krawall kümmern als um sachliche Meinungen.
Das ist doch gerade die Ironie, es sind in den Medien keine verbrannten bösen kapitalistischen Porsches zu sehen sondern arme kleine Twingos.
Vermutlich von Demonstranten in teuren Markenklamotten in Brand gesetzt.

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Gaztelupe 07.07.2017, 19:54
138. Nichts wird anders

Die Linke - darin liegt die große Enttäuschung der letzten Jahrzehnte - ist bekanntlich in einem eher folkloristischen Weltbild und den damit unvermeidlichen Traditionen gefangen. Immer, wirklich immer, ist der Kapitalismus an allem schuld. Das Klima muss selbstverständlich gerettet werden, und zwar »jetzt«. Die Welt, insbesondere Deutschland, wimmelt nur so von Faschisten, die kurz davor stehen, die Macht zu übernehmen. Jene Faschos werden, das gehört unverrückbar dazu, vom prügelwütigen Polizeiapparat repräsentiert. Wenn gerade mal keine Polizeieinsätze gegen die tapferen Widerständler laufen, sind Molotowcocktails, Steinschleudern und Brandbeschleuniger eben legitime Notwehr gegenüber »struktureller Gewalt«, die das Schweinesystem Tag für Tag ausübt . Wenn ich mir die aufreizend schnarchigen Fahrkartenautomaten des HVV vor Augen führe, bin ich fast geneigt zuzustimmen ...

Die linke Trachtengruppe, zum großen Teil immer vorschriftsmäßig vermummt, nennt sich »Schwarzer Block«, und wenn sie erscheint, ist Gewalt schlicht und ergreifend vorprogrammiert: Ist die Polizei - »martialisch gekleidet«, nein sowas! - vor Ort, ist das eine Provokation. Hält sie sich zu Deeskalationszwecken in Seitenstraßen auf, ist das auch eine Provokation, weil der schwarze Block sich dann veräppelt vorkommt (ist schon vorgekommen); bliebe die Polizei fern, wäre das höchstwahrscheinlich auch nicht zu ertragen, denn das ganze Blockgetue und der Mummenschanz wären ja vollkommen umsonst gewesen; gar nicht zu reden von den Molotowcocktails - bei den Benzinpreisen heutzutage! Kein Wunder, wenn dann wieder Autos brennen ...

Gewalt ist für die ganz Dunkelroten (die schon fast braun erscheinen) quasi alternativlos. Das erinnert ein wenig an die Politik jener Dame, die seit zwölf Jahren das Amt des Regierungschefs so erfolgreich parodiert. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass auch der popelige, landläufig nicht unbedingt unter Ausbeuter- und Kapitalismusverdacht stehende Zigarettenladen eines türkischen Mitbürgers verwüstet wird. Ist auch irgendwie Widerstand gegen rechts, nehme ich an.

Und doch: Man stelle sich vor, in Hamburg ist G20 und alles bleibt friedlich. Hätte Merkel so einen Erfolg verdient? Nein. Aber jene Art von Gewaltevent ist eben keine Alternative.

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padbrit 07.07.2017, 19:55
139. Danke, Herr Innensenator Grote

Mein Dank geht an unseren Innensenator und die Polizeiführung. Diese lassen mit 1.000en Polizeikräften eine Demo "sichern" und einen Schwarzen Block stürmen, weil sich dort Vermummte befanden. Aber wo waren die Polizeikräfte eingeteilt, als hirnlose Krawalltouristen marodierend durch unsere Stadt zogen und Autos abbrannten? Danke, Herr Grote und vielen Dank, Herr Dudde.

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