Forum: Politik
G36-Affäre: Heckler & Koch verteidigt das Pannengewehr
DPA

Der Haupteigentümer des Waffenherstellers Heckler & Koch widerspricht dem vernichtenden Experten-Urteil über das Sturmgewehr G36. In der "FAS" behauptet Andreas Heeschen: "Was wir herstellen, ist zu 100 Prozent einsatzfähig."

Seite 1 von 14
info121 18.04.2015, 21:05
1.

Was soll eigentlich diese tendenziöse Berichterstattung?
Ist Spiegel Online jetzt die Außenstelle von Bild.de?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rebel4life 18.04.2015, 21:08
2. Herr Heeschen ...

... hat recht.

Insbesondere erfüllte und erfüllt das G36 die auf Grundlage der taktisch-technischen Forderungen von 1993 im Jahr 1996 hieran durch die BW gestellten Anforderungen.

Darüber hinaus sollten sich die ganzen pazifistischen, von grünem, rotem und veganem Geist getragenen Linken doch mächtig freuen: Mit diesem Gewehr lässt sich offensichtlich niemand umbringen! Ganz im Sinne der Wehrexportgegner! Exportiert mehr!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marthaimschnee 18.04.2015, 21:15
3.

Der Vergleich mit dem Cabrio legt aber nahe, daß das Gewehr tatsächlich Schrott ist ... allerdings wohl genau wie von der BW angefordert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter kuckertz 18.04.2015, 21:23
4. Unglaubwürdig

Wahrhaftig, es ist schon kaum glaubwürdig, dass die angeblichen Mängel des Gewehrs G 36 erst nach 20 Jahren im Einsatz erkannt werden. Da fragt man sich: "Wem nützt das? Wer soll außer dem Hersteller in Mißkredit gebracht werden? Wer hat wen mit wieviel geschmiert?"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merlin 2 18.04.2015, 21:24
5. Mist beliebt Mist, auch wenn der Prozeß stimmt.

Schießt das Ding in heiß geschossenem Zustand daneben, dann ist es völlig irrelevant ob was drauf gelasert worden ist.
Ich kann den Herrn schon verstehen, es hängt sein Geld dran. Ich könnte möglicherweise auch den Hersteller verstehen, wenn die ursprüngliche Anforderung 10 Schuss Einzelfeuer gewesen sein sollte. Dumm nur, daß die Kollegen ganz aktuell auch Sperrfeuer damit schießen müssen, um dann nach 50 Schuss auch mal wieder gezielt zu schiessen. Wenn dann mit dem Ding das Ziel verfehlt wird, weil die Waffe krumm schießt, ist es Schrott und für den Einsatz nicht zu gebrauchen. Dabei ist es am Ende dann auch egal wie die ursprüngliche Spezifikation ausgesehen hat. Mit so einer Waffe geht doch keiner mehr in den Einsatz!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fanasy 18.04.2015, 21:32
6. Sehr wahrscheinlich

wurde das Gewehr sehr genau so geliefert wie bestellt. Es War in Handhabung, Design und Robustheit das Beste. Das man im Dauerfeuer und bei Hitze und heißgeschossenem Rohr nicht mehr so gut trifft, ist ein Mangel, der damals nicht im Bilde war. Die Bw und das BMVg sollten sich nicht darüber beschweren, sondern einfach ein neues Gewehr mit entsprechenden Anforderungen ausschreiben. Oder nein, lieber nicht (A400M ,Tiger, Eurohawk, usw.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merlin 2 18.04.2015, 21:34
7. 20 Jahre? Kein Widerspruch!

20 Jahre hat keiner was gemerkt? Doch! Aber erst mit den Auslandseinsätzen und deutlich anderer Ausgangssituation (höhere Temperaturen, deutlich mehr Schuss hintereinander) taucht das Problem verstärkt auf. Und da bisher immer H&K selbst testen durfte, war das Ergebnis natürlich auch immer i.O.
Für mich ist das kein Widerspruch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merlin 2 18.04.2015, 21:45
8. Wie sähe eine Lösung aus?

Wenn H&K sich der Sache annehmen würde, wäre die Lösung schnell zu bewerkstelligen: Soweit ich weiß, liegt es an der Lagerung des Laufes. Ok, dann muß diese geändert werden und es gibt am Ende eine MKII-Version, die stabil und zuverlässig ist und die H&K dann auch wieder gut verkaufen kann. Die jetzt laufende Nummer, nochmal ein Gegengutachten erstellen zu wollen, nachdem drei Institute den Mangel bewiesen haben, ist doch wohl eher ein schlechter Witz. Das ist jedenfalls keine gute Strategie und wird für H&K noch teuer werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wurstwassertrinker 18.04.2015, 21:47
9. Mängel ohne Ende

Meine Erfahrung aus 8 Dienstjahren ist:

Bereits 2004 gab es schon die ersten Probleme mit dem Gewehr. Die Schulterstütze bricht sehr schnell beim Einsatz in der Postenkette, sowie der Tragegriff.

Das Gewehr lädt sich selbst wenn es aus ca. 70-100cm höhe auf die Schulterstütze fällt.

Bei 6 von 10 Waffen ist das Visier beschlagen wenn Nebel war, oder es dringt Wasser durch die Gummiabdichtung ein.

Der Gaskolben verschleißt sehr schnell etc.

Das G36 war eine Notlösung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14