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G36-Affäre: Heckler & Koch verteidigt das Pannengewehr
DPA

Der Haupteigentümer des Waffenherstellers Heckler & Koch widerspricht dem vernichtenden Experten-Urteil über das Sturmgewehr G36. In der "FAS" behauptet Andreas Heeschen: "Was wir herstellen, ist zu 100 Prozent einsatzfähig."

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Kampfdenker 19.04.2015, 09:46
100.

Man kann wohl eine Summe dieser Diskussion ziehen:

Die Schuld liegt eindeutig beim Minsterium.
H&K hat das geliefert,was bestellt wurde.-

H&K hätte gegen Geld das Gewehr auch für Dauerfeuer tauglich machen können..

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guenther2009 19.04.2015, 09:54
101. Ich verstehe nicht

wie solche Dinge von der hochgelobten deutschen Industrie geschehenkönnen. Schon was von Qualitätskontrolle im Erzeugungsprozess gehört. Weiters frage ich mich wieso all die weiteren Missstände beim Material der BW auftreten. Entweder sind die Ausschreibungen Mist oder es gibt zu viele Hände zu füttern.

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Stadtpark 19.04.2015, 10:20
102. Zweitgewehr in der Kühltruhe

Wer konnte auch ahnen, dass der Soldat mal in eine Situation kommt, wo er pro Viertelstunde mehr Munition verschiessen möchte, als er am Mann hat...?

Das weiß man doch aus dem Western: immer erst schiessen, wenn ihr das Weisse im Auge des Gegners sehen könnt... - die Sonnebrillen müßt ihr euch halt wegdenken...

Der Trend geht zum Zweitgewehr, und der Boxer kriegt ne große Kühltruhe eingebaut...

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schofseggel 19.04.2015, 10:23
103. @katzelmacher666

damit die Menschen was zum streiten haben und SPON was zum schreiben

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detroit 19.04.2015, 10:41
104. Berichterstattung?

Zuerstmal muss ich sagen, dass ich Zivildienstleistender war und noch nie einen Schuss aus einer scharfen Waffe abgeschossen habe. Ich habe keine Ahnung über Gewehre und Waffen, gleichzeitig jedoch den Eindruck, dass es den "professionellen" Berichterstattern hier genau so geht wie mir. SPON und der SPIEGEL mit dem Anspruch auf die "Wahrheit" finde ich in der Art und Weise ihrer Berichterstattung sehr enttäuschend.

Das G36 ist nun seit 20 Jahren im Einsatz und nicht nur bei der Bundeswehr. So ganz Schrott kann das Teil dann ja nicht sein. Überhitzung scheint bei Sturmgewehren immer ein Thema zu sein, man schaue sich mal Youtube-Videos zum Thema overheating und wahlweise AR-15 (US-Sturmgewehr) oder AK-47 (russisches Sturmgewehr) an.

Ich fände es schön, wenn ein Medium wie SPON es schaffen würde, einen sauber und unabhängig recherchierten Bericht zu schreiben.

Wie kann ein Gewehr, das offensichtlich für einen bestimmten Einsatzzweck geeignet ist, so in Verruf geraten? Was ist im Sinne Erwartungsmanagement und Interaktion zwischen Hersteller und Bundeswehr falsch gelaufen? Hat das G36 tatsächlich so große Mängel oder liegt es am Einsatzfeld ? Wie gut oder schlecht sind andere Sturmgewehre von anderen Herstellern? Hat die Bundeswehr das bekommen, was sie angefordert hat?

Vielleicht schafft man es ja so, dass unser Steuergeld sinnvoller eingesetzt wird und dass die Bundeswehr in ihren Auslandseinsätzen erfolgreich ist.

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Badischer Revoluzzer 19.04.2015, 10:41
105. Für mich zählt nur

die Aussage der Soldaten, die das Gerät im Einsatz haben / hatten. Los SPON, findet diese Leute heraus und befragt die. Alles Andere ist Kalter KLaffee, Spekulationen und keine weitere Zeile wert.

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dozoo2003 19.04.2015, 10:46
106. Von wegen ab dem ersten Schuss....

ungenau!? Ich hab in meiner Bundeswehr Zeit nie ein präziseres Gewehr geschossen! Im Gegensatz zum G3 ist das G36 nahezu Idioten sicher!!
Ich weiss nicht wie es sich unter Gefechts Bedingungen verhält, war zum Glück nie in der Situation.

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filimou 19.04.2015, 10:48
108. Es gibt doch eine einfache Lösung des Problems:

Die Bundeswehr beschafft sich als alternatives Gewehr die Kalaschnikow. Sie hat sich weltweit bewährt, ist robust und vermutlich auch billig. Es gibt auch keine Berichte darüber, dass sie in heiß-geschossenem Zustand nicht mehr treffsicher wäre.

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Grafsteiner 19.04.2015, 11:23
109. Das G36 ist ein Sturmgewehr!

Weiss eigentlich bei den deutschen Journalisten keiner mehr, was der Zweck eines Sturmgewehrs ist?

Es ist nicht dafür da, einen präzisen Schuss zu setzen, sondern im Laufen zu schiessen. Alles andere ist doch mit einem solchen Schnellfeuergewehr wie dem G36 Humbug. Bei einem gezielte (präzisen) Schuss aus einer Deckung braucht es ein Scharfschützengewehr und für die Abwehr eines Angriffs auf die eigene Stellung hauptsächlich die Maschinengewehre und Handgranaten. Im Grabenkampf dann die Maschinenpistole und den Spaten, weil das Gewehr dazu zu unhandlich ist.

Für den Zweck als Sturmgewehr (den Gegner durch hohe Feuerkraft im Sturm niederhalten) ist das G36 hervorragend geeignet. Und das waren 1992 die Anforderungen, als noch Fachleute des Krieges die Führung der Bundeswehr stellten und nicht Schwätzer und Schwätzerinnen.

Nicht jeder Soldat kann auch schiessen, aber jeder Soldat kann streuen. Für die, die schiessen können, hat die Bundeswehr das G22 gekauft, ein englisches Repetiergewehr von Accuracy International in der Tradition des englischen Standardgewehrs Lee Enfield von 1995 im Kaliber .300 Winchester Magnum, also 7,62 x 66,5 mm. Die Begründung für diese bewährte Nachladetechnik ist schon interessant (Wikipedia): "Das G22 ist ein mehrschüssiges Repetiergewehr, bei dem der Scharfschütze nach jeder Schussabgabe manuell – durch eine Bewegung des Verschlusses über den Kammerstängel – eine Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager zuführt. Im Gegensatz zu einem Selbstlader ist dabei die Präzision höher, weil bei der Abgabe des Schusses keine Bewegung des Verschlusses mit daraus resultierender Schwerpunktverschiebung stattfindet." Bei dem G22 liegt die Treffergenauigkeit bei über 80 % auf 1000 m. Beim G 36 konstruktionsbedingt nahe Null. Weil das Ding gar nicht soweit schiesst mit der Kleinkalibermunition ohne Hülse. Das Visier lässt sich nur auf max. 800 m einstellen. Selbst bei 300 m ist ein Treffer ein Sonntagsschuss, weil dann schon andere Einflüsse auf die nicht stabilisierte Flugbahn der Kugel einwirken. Jetzt können die "Fachleute" der Presse tönen: "Das G36 schiesst nicht weit genug". Und es mit "Elefantengewehr" Barrett M82 vergleichen, das bei der BW G 82 heisst und Kaliber 12,7 × 99 mm hat. Das allerdings darf nur der Divisionskommandeur an hohen Festtagen benutzen. Beim Parademarsch. :-) Wer den Witz nicht kapiert, weiss eh nicht wovon ich hier schreibe.

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