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G7-Außenminister-Treffen: Keine Lösung in Syrien mit Assad an der Macht
AP

Die führenden westlichen Nationen haben sich auf eine Position im Syrien-Konflikt verständigt: Mit Machthaber Assad sei eine Lösung nicht möglich. Der US-Außenminister spricht bereits vom Ende seiner Herrschaft.

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Nakhoda 11.04.2017, 13:42
40. westliche Arroganz

es ist unglaublich, da setzen sich die Verantwortlichen von westlichen Staaten zusammne und beschließen in ihrer Arroganz dass das rechtmäßige Staastoberhaupt eines anderen Staates gefälligst zu verschwinden habe. Wenn die militärische Unterstützung für die Aufständischen endlich eingestellt werden würde, wäre das Morden in kurzer Zeit vorbei. Das Morden hätte auch nie begonnen, wenn die westlichen Staaten die so großspurig ihre Weisheiten verkünden, nie damit begonnen hätten, ausländische Söldner in ein souveränes Land zu schicken damit die einen weiteren "regime-change" in Angriff nehmen. Bewaffnete Aufständische (zumal ausländische) werden in jedem Land der Welt bekämft bis sie die Waffen niederlegen. So wird es auch in Syrien werden. Oder sollen etwa die Religionsverrückten die Menschen dort terrorisieren?

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Tomas Maidan 11.04.2017, 13:44
41. Putin isoliert Russland total

Putins Idee, einseitig und völlig überraschend einen neuen kalten Krieg auszurufen, rächt sich nun. Putin hat sich mit seiner Assad Unterstützung völlig vergallopiert. Genauso, wie mit seiner geheimdienstlichen Trump-Unterstützung. Genauso, wie mit seiner Chaotisierung der Ost-Ukraine. Genauso, wie mit seinen vielen politsichen Morden an Oppositionellen, die mitlerweile weltweit Entrüstung hervorrufen. Genauso, wie mit seiner Günstlingswirtschaft rund um Medwedew. Putins "Strategien" führen Russland in die völlige Isolation.

Von den immensen Kosten, die sein Syrien-Abenteur den russischen Steuerzahler kostet, ganz zu schweigen. Putin verliert diesen kalten Krieg.

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spontanistin 11.04.2017, 13:44
42. Frieden gibt es erst, wenn ...

... es niemanden mehr gibt, der Gewinne aus dem Krieg zieht (Rüstungsindustrie!) und alle Kriegsparteien finanziell und psychisch erschöpft sind. Danach gibt es jahrelange Verhandlungen aller Beteiligten/Interessengruppen - wie zum Ende des 30jährigen Kriegs. Wenn hier jemand ausgeschlossen wird, ist die Saat zu neuen Konflikten bereits gelegt. Es sollten also Iran, Saudi-Arabien und Türkei sorgsam überlegen, wen man besser vorher eliminiert. Da es in der Region ohnehin keine demokratische Tradition gibt, werden mächtige Clanführer mitreden wollen und endlose Palaver führen.

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alfred-wilhelm 11.04.2017, 13:45
43. Wenn man eines aus der Geschichte..

....lernen kann, dann dass nichts aus ihr gelernt wird.

Nun sind wir also wieder da, wo wir vor Jahren, zur Zeit Hillary Clintons, waren.

Da dieser Konflikt mich interessiert, werde ich mir nochmals die ARD-Doku 'Die Syrien-Falle' anschauen.
Interessant auch DLF 'Kontrovers' 10.04.2017.

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Neapolitaner 11.04.2017, 13:45
44. ... mit Katar, mit Saudi-Arabien

Ja warum nicht gleich Vertreter von Al-Kaida und des IS in das G7-Treffen einbinden. Sind doch immerhin auch Konfliktparteien in Syrien und Gegner von Assad. Scherz beiseite, die Erklärung von Gabriel (bzw. des AA) kann angesichts der realen Verhältnisse nur als ebensolcher gewertet werden. Gar nichts wird Tillerson in Moskau erreichen, er kann gleich nach Washington zurückfliegen. Der Westen hat keine Strategie in Syrien und daran ändert auch der jüngste Militärschlag nichts.

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adal_ 11.04.2017, 13:46
45. Einbindung Russlands und Irans in eine politische Lösung ist ein schier unlösbares Problem

Zitat von syracusa
selbstverständlich wird es da eine Möglichkeit geben, die extreme Spaltung des syrischen Volks zu überwinden. Vorerst werden dann eben alle Kriegsparteien auf eine.....
Das größte Problem dabei: Iran und Russland wollen natürlich auch künftig mitmischen, sind aber wegen ihrer Kampfeinsätze für Assad - so wie dieser - total kompromittiert.

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doktor_polidori 11.04.2017, 13:46
46. Menschenrechte und Moral

Ich unterstelle dem Westen, dass es ihm wirklich um Menschenrechte und Frieden geht sondern um eiskalte Interessenpolitik!
Ich weiß auch nicht, wer für den Giftgasangriff verantwortlich ist, aber ich gehe ganz stark davon aus, dass es denjenigen, die immer vorgeben, alles zu wissen ebenso geht. Hier Licht ins Dunkel zu bringen wäre der Job einer UN-Kommission, nicht aber der USA und der Nato und die Entscheidung, wer Syrien regiert sollte vom syrischen Volk ausgehen!

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jws1 11.04.2017, 13:47
47. Leicht zu durchschauen

Man will eine politische Lösung, aber Assad muss weg? Also will man keine politische Lösung. So verklausuliert der Westen Krieg. Der Giftgasvorfall war von den Rebellen ausgelöst. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Da ist denen alles recht. Assad hat gar keinen Grund mit Giftgas anzugreifen, denn er ist in der Offensive. Außerdem ist dieser bedauerliche Giftgasvorfall ein willkommener Anlass, jetzt vehement auf Assads Rücktritt zu drängen. Was soll man davon halten? Ein letzter verzweifelter Versuch, Assads Sieg zu verhindern. Wir sind doch nicht blöd.

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karin_mainz 11.04.2017, 13:50
48.

Zitat von syracusa
Die wird es aber nicht geben. Wer auch immer nach Ende des Bürgerkriegs in Syrien das Sagen hat: seine vordringlichste Aufgabe wird die Überwindung der Spaltung des Volks sein. Und diese kann Assad unter keinen Umständen leisten. Selbst wenn es eine .....
Ohne Assad wird Rußland seinen Einfluß auf Syrien komplett verlieren, insofern wird Putin an Assad festhalten (müssen).

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babbelnet 11.04.2017, 13:50
49. Wir sollten uns da raushalten

Der ganze Mittlere Osten wird über jahrzehnte ein Kriegsgebiet sein. Sollen die doch die Sache unter sich ausmachen, sonst werden unsere kindeskinder noch dafür belangt, was der Westen dort wieder für ein unheil angerichtet hat.
Gerade Deutschland hat schon mehr als genug solidarität gezeigt.

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