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G7-Finanzministertreffen in Kanada: : Sechs gegen Zölle
REUTERS

Überraschend deutlich sind sie geworden, die Finanzminister beim Treffen in Whistler. Die EU und Kanada haben ihrer Enttäuschung über die US-Strafzölle gemeinsam Luft gemacht.

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g.eliot 03.06.2018, 15:26
30. Trump bricht inzwischen alle basic Richtlinien der WTO

Zitat von g.eliot
Trump bricht WTO Bestimmungen und verstößt sich gegen drei von fünf Richtlinien der WTO-Grundbestimmungen: 1. Reciprocity. Trumps Handelspolitik beruht nicht auf Gegenseitigkeit, sondern auf einseitige Durchsetzung der US Macht. 2. Binding and enforceable commitments. Trump respektiert keine Verträge, die nicht primär sein Vorteil durchsetzen, sondern kündigt sie einseitig und eigenmächtig. 3. Safety values. Trump hat bisherige Bestimmungen für Arbeitssicherheit auf eine eklatante Weise gelockert. Es geht dabei u.a. um Grenzwerte von giftigen krebserregenden Substanzen, um Verunreinigungen, um Regelungen zum Gesundheitsschutz, wie z.B. bei der Arbeit in den Kohleminen, wo die Arbeit unter Trump jetzt gefährlicher und Gesundheit schädigend geworden ist. Was an diesen Grundprinzipien gilt Ihrer Meinung nach als anachronistisch oder tadelnswert? Wie sollten diese „reformiert“ werden? Außer man betriebe Handelspolitik der Willkür, zur einseitigen Durchsetzung der Macht des Stärkeren. So ähnlich verhielten sich die mächtigen Fürstenhäuser im Mittelalter.
Nachdem ich vor Monaten etwas recherchiert hatte, stelle ich heute fest, dass Trump inzwischen alle fünf Grundprinzipien bricht, also auch diese:
Transparency
Non-discrimination.

Das ewige Hin und Her, die Unbeständigkeit und die Unberechenbarkeit sind alles andere als transparent.
Und natürlich werden bei dieser Handelspolitik der reinen Willkür auch Mitglieder der WTO gegeneinander ausgespielt und einzelne diskriminiert.

Was Trump macht ist *anachronistisch*!

Wer nicht viel von der Makroökonomie versteht, verwechselt seine altkapitalistische neoimperialistische bzw. retrofeudalistische Handelspolitik sogar mit der Globalisierungskritik von Attac. Was soll man dazu sagen außer den Kopf schütteln.

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redwed11 03.06.2018, 17:06
31.

Zitat von kuac
Sie schlagen vor, erstmal die Scheidung einzureichen um danach darüber zu reden, wie man die Scheidung verhindern kann?
Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben. Ja, erst einmal eine Trennung. Denn die Handlungsweise von Trump ist nicht akzeptabel. Sollte danach eine Besserung eintreten kann man ja wieder über eine gewisse Zusammenarbeit auf vertraglicher Grundlage nachdenken. Sollte sich an der trumpschen Handlungsweise nichts ändern, muss die endgültige Scheidung mit allen Konsequenzen, wie Abzug aller US Truppen, Schließung aller US Spionage Zentralen vorgenommen werden. Nur so kann es weiter gehen. Denn Deutschland braucht die US Stützpunkte nicht. Die USA für ihre globalen Ambitionen schon. Nur in Beispiel für das zukünftige Verhältnis.

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