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G7-Gipfel in Toronto: Nichts geht ohne Putin
REUTERS

Nach den Militärschlägen in Syrien setzen die G7-Nationen auf eine politische Lösung. Gemeinsam wird Russland scharf verurteilt, gleichzeitig will man wieder mit Moskau reden. Wie kann Putin an den Tisch gelockt werden?

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nite_fly 23.04.2018, 04:43
1. nur mal so...

Olympische Spiele sollten niemals in einem Land stattfinden das sich faktisch im Kriegs-Zustand mit einem anderen Land befindet! Denn die sollen ja eigentlich das Gegenteil beweisen: Wir sind Freunde, und tragen untereinander einen Leistungswettbewerb aus...
Doch bis in Putin's neues Russland hat sich das scheinbar noch nicht herumgesprochen!

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wburger271 23.04.2018, 05:09
2. wider das Vergessen

Man sollte sich besser damit abfinden, dass es vorläufig kein vertretbares Zurück an den Verhandlungstisch und zur Normalisierung gibt. Vielleicht wieder in der Nach-Putin-Ära. Es ist viel wichtiger, dass der Westen weiterhin langen Atem und Geschlossenheit zeigt wider eine Kultur des Vergessens – zugunsten der Opfer seiner Großmachtsinteressen. In der Geschichte hat es sich nie bewährt über Annexionen und das Umsetzen von expansiven Großmachtinteressen Gras wachsen zu lassen. Man ermuntert damit derartige Autokraten, stärkt ihren Appetit in diesem Stil weiter zu machen und man fällt zudem jedmöglicher Opposition zu Putin in den Rücken.
Ohnehin hat auch der Westen selbst jegliche Glaubwürdigkeit seit Aufnahme der ehemaligen Ostblockstaaten in die Nato verspielt

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widder58 23.04.2018, 05:29
3. Genau so ist es

unser weltfremder Außenminister mag ja da seine eigene Meinung haben, realistisch betrachtet führt aber kein Weg an Russland vorbei.
Auch er wird irgendwann das Referedum in der Krim zu akzeptieren haben - genau wie die Tatsache, dass 92% Putin wählten.
Warum die angebliche Annexion keine ist haben erstzunehmende Völkerrechtlicher wie Schachtschneider in 2 Minuten ausreichend erläutert.

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bran_winterfell 23.04.2018, 06:23
4. Abwarten...

Ich würde mir da nicht zuviel Gedanken machen. Im Augenblick fühlt sich Putin obenauf und grinst sich eins über den Westen (von Lawrow will ich gar nicht reden, mit dem Clown würde ich nicht mal mehr reden, ich erinnere an die Sache mit dem Berliner Mädchen, oder die angeblichen Schweizer Laborbefunde...).
Der Wind wird sich schon wieder drehen, noch ein paar Jahre, dann werden die Kosten für die Ostukraine und Syrien für die Russen deutlicher werden, und Putin wird klar werden, dass auch er sich arrangieren muss. Im Augenblick ist er nicht wirklich für Gespräche zu haben...

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vetris_molaud 23.04.2018, 06:32
5.

Putin „ an den Tisch locken“, wäre das Verkehrteste, was man tun kann. Warum hat Putin im Syrischen Bürgerkrieg auf Seiten von Assad denn eingegriffen? Putins Grundproblem besteht darin, dass die Russische Föderation nicht die ehemalige Weltmacht Sowjetunion ist, trotz aller Aufplusterei.Als sich nach dem Ende der Sowjetunion sich mit der formellen Einführung der Demokratie sich Wohlstand und Stabilität einfach nicht einstellen wollten, wurde mit Putin Russlands fleischgewordener Plan b ins Rennen geschickt. Nach dem Motto: wenn schon kein Wohlstand, dann zumindest Weltmacht. Nachdem die westlichen Staaten, zumindest verbal, im syrischen Bürgerkrieg Position gegen Assad bezogen haben, griff Putin auf Seiten Assads ein. Nicht, weil er plötzlich Sympathien für den völkermordenden Tyrannen entdeckt hätte, nein, der Konflikt ist für Putin nur ein bequemer Ansatzpunkt, um in der Weltpolitik auch wieder am großen Rad drehen können. Eine Einladung zur G7 und anderen Gremien wäre somit für Putin somit nur ein Zeichen, dass seine Vorgehensweise Erfolg zeigt.
Als ideologieferner Pragmatiker der Macht verachtet Putin jeden, der sich ausschließlich auf Diplomatie setzt. Nur die konsequente Anwendung realer Macht wird von Putin respektiert, für Geschwätz hat er an seinem Hofstaat Handlanger ...

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Waldemar Peschel 23.04.2018, 06:46
6. Inhaltskorrektur

In meiner Eigenschaft als selbsternannter Hobby-Chefdiplomat muss korrigierend intervenieren.
Putin zum Dialog zwingen? Wiedereinmal verkenn die selbsternannte moralische Weltpolizei - der Westen - die Lage. Wer hat denn alle Kanäle abgebrochen? Herr P.? Erlauben wir uns die Parallele zur besetzten Ostukraine und den besetzten Golanhöhen, alternativ jetzt Teile von Nordsyrien? Wo ist der Unterschied? Ist der Russe nicht auf Bitten von Assad im Land? Wurden zu den Vergiftungsfällen den die Beweise offen gelegt oder habe ich das verpasst? Und an alle planlosen in den Regierungen - Putin ist schon so viele Jahre im Amt und auf der Bühne, wenn Ihr immer noch nicht begriffen habt wie der Mann tickt, dann seid IHR eine Fehlbesetzung in Eurem Amt!

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olivervöl 23.04.2018, 06:50
7. Völlig konfus

Russland wurden von den heutigen G7 ausgeschlossen, soll aber „zurückgelockt“ werden, obwohl die mittlerweile gar kein Interesse mehr daran haben.
Der unerfahrene Maas unterstützt vorschnell planlose und unrechtmäßige Angriffe auf Syrien, um „keine Sonderrolle“ einzunehmen. Nachdem Deutschland so die Glaubwürdigkeit gegenüber Russland verloren hat, soll es „eine Vermittlerrolle einnehmen“.
Und nachdem Deutschland und die Nato durch die Unterstützung der Kriegsverlierer (Islamisten und Separatisten) sowie ein Embargo jeden Einfluss in Syrien verloren haben, wollen sie trotzdem mitreden.
Eine Strategie sieht anders aus.

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touri 23.04.2018, 06:50
8.

"Bei den beiden zentralen Themen, dem Dauerkonflikt in Syrien und der Ukraine, immer drehte es sich um den russischen Präsidenten und die Frage, wie man den unberechenbaren Putin endlich zu einem konstruktiveren Beitrag bringen kann."

Ich würde behaupten Putin ist relativ berechenbar. Man kann von seiner Unterstützung für Assad oder Südossetien halten was man will, aber er sendet deutlich die Botschaft, "ich stehe zu meinen Verbündeten", während der Westen z.B. die Kurden, nach getaner Arbeit, fallen lässt wie eine heiße Kartoffel. Gleiches gilt für andere in Syrien unterstützte Gruppierungen. Ähnlich wie bei den Taliban in Afghanistan früher.

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juba39 23.04.2018, 06:51
9. Keinerlei Realitätsbezug!

"Unter Diplomaten schwirren durchaus Szenarien herum, wie man Putin locken könnte. Eine Zusicherung, dass Russland seine strategisch wichtigen Militärstützpunkte in Syrien halten kann, wäre eine Option. Daneben könnte der Westen sich trotz der eklatanten Verbrechen von Assad darauf einlassen, dass der Machthaber zumindest den Übergang zu einer neuen Regierung begleitet. Putin könnte entscheiden, wann er ihn aus dem Spiel nimmt."
Das hat doch, werter Herr Gebauer, nichts mit der Realität zu tun!!
...Putin darf behalten...
... Assad zumindest bis zum Übergang... (hier MUSS einfach der Freudsche Versprecher von Maas rein. "bis ein neuer Präsident INSTALLIERT ist, INSTALLIERT, Herr G, nicht gewählt!)
Wer denkt, darauf überhaupt eine Antwort zu bekommen...
Muß man hier noch einmal an den Arabischen Frühling in Bahrein erinnern? Der genau andersherum, nämlich ,it Zerschlagung der Opposition mit saudischer Hilfe, ablief? Genau WEIL eben der Standort der 5. US-Flotte auf dem Spiel stand!
Eigentlich macht Putin das, was Deutschland eigentlich vor Jahren einmal vorschwebte.
- Afghanistan, Gespräche mit ALLEN Seiten, unter EEinebziehung der Taliban,
- Syrien, Versöhnung zwischen ALLEN interessierten Seiten, vlt. nach dem Beispiel Südafrikas,
- Libyen, Vermittlung zwischen den 3 Hauptkonkurrenten, mit der einigenden Kraft von Ghadafi jun.
Aber was macht D seit Jahrzehnten falsch? Nie ZWISCHEN die Seiten, immer nur auf eine Seite. Die sich dann auch noch als die falsche herausstellt. Vom Westen gehätschelt (siehe Karsai, siehe Maliki, siehe Fajis al-Sarradsch), vom jeweiligen Volk abgelehnt.
Könnte es nicht eher sein, daß man Russland genau DIESE Stellung übelnimmt? Zwar AUCH interessengesteuert, warum soll RU das NICHT dürfen, aber auf Ausgleich bemüht.

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