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Gabriel auf Distanz zu Tsipras: Frechheit, Schlichtheit, Vetternwirtschaft
REUTERS

SPD-Chef Sigmar Gabriel wird vorgeworfen, zu wenig Solidarität mit der griechischen Regierung zu zeigen - dabei tut er gut daran, sich fern zu halten von Tsipras und den Seinen. Denn deren Freibiersozialismus hat nichts mit der Sozialdemokratie zu tun.

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jujo 08.07.2015, 08:41
140. ...

Zitat von Raseramses
Dem Kommentator sind alle Sicherungen durchgebrannt. Diese Hetze ist unerträglich-
Das Problem ist schlicht und einfach dieses!
Die Griechen könnten wenn sie wollten ihre Probleme angehen und lösen. Nur sie wollen nicht!
Dieses zu benennen hat nichts mit Hetze zu tun.
Meiner Solidarität wären die Grichen uneingeschränkt sicher, wenn auch nur Ansätze zu erkennen wären die im Kommentar benannten "Schlampigkeiten" zu ändern.
Die Freifahrten sind keine soziale Großtat sondern nur ein Mittel die ganze Hilflosigkeit und Unvermögen der Tsipras Regierung zu dokumentieren. Man kommt der Lösung der relevanten Probleme mit so einem Kleckerkram nicht näher.

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Emderfriese 08.07.2015, 08:42
141. Die Anderen

Zitat von Vana
Ich bin in einer sehr sozialdemokratischen Familie großgeworden und halte diese Werte hoch. Klar. Man muss Menschen in Not helfen. Aber nicht wenn, diese auf jeden schießen, der ihnen helfen will und mit Stolz und Elan noch mehr Gas geben in Richtung Abgrund. Und dann lehnen sie sich gemütlich zurück und schieben die Verantwortung anderen zu. Griechenland hat sich mit gefälschten Zahlen in den Euro gemogelt. Seit Beginn der Krise ist so gut wie nichts passiert, um die Probleme im Land wirklich anzugehen. Stattdessen müssen die schwächsten Bevölkerungsschichten leiden. Die Sparpolitik ist hart. Klar. Sie funktioniert nicht? Fragen wir doch mal Spanien, Portugal, Lettland, etc. Da hat's irgendwie geklappt. Waoran liegt es? Dass die Regierung in Athen einfach ihren Kopf nicht aus dem Sand bekommt! Aber der Bemerkung über Soziologen kann ich so nicht zustimmen. Ich bin selber eine und ja, es gibt diese Möchtegern-68er, die nicht begriffen haben, dass 1968 lange her ist und sich doch die Rahmenbedingungen geändert haben (siehe kritik an Gabriel oder Frau Wagenknecht). Aber es gibt auch den Teil der Soziologen, die Pragmatiker sind. Da gehöre ich dazu und bin stolz drauf. Wir könnten ja auch alle Journalisten mit denen der BILD!-Zeitung gleichsetzen...
"...Die Sparpolitik ist hart. Klar. Sie funktioniert nicht? Fragen wir doch mal Spanien, Portugal, Lettland, etc. Da hat's irgendwie geklappt. ..."

Tatsächlich? Das Gleiche hat man von Griechenland auch behauptet - bis über die letzten Wahlen "urplötzlich" die Griechen mit dem so erfolgreichen Vorgehen der Euro-Group und des IWF überhaupt nicht mehr einverstanden waren. Mit deutlicher Bestätigung am letzten Wochenende.
Die nächsten Wahlen in Spanien stehen im Herbst an. Und ich bin sicher, dass viele Vertreter der EU davor schon jetzt zittern. Denn im Grunde geht es Spanien nicht anders als Griechenland. Und Portugal auch...
Warten wir mal ab.

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opaschowski 08.07.2015, 08:43
142.

Sich jetzt nach 5 jahren sozial harter sparpolitik hinzustellen und der syrizaregierung vorzuwerfen, nichts gegen soziale ungleichheit zu unternehmen (in 6 monaten) ist extrem daneben (und verlogen)! Die fehlende solidarität gabriels ist genau deshalb so schwer zu ertragen, weil er sich nie für eine soziale abmilderung der sparauflagen ausgesprochen hat, obwohl das wirtschaftlich und sozial seit beginn der krise geboten gewesen wäre. Stattdessen hackt er auf der regierung herum, weil sie sich für eine sozial verträglichere umsetzung der sparauflagen einsetzen will (ich gebe zu: da ist platz nach oben), das ist eben genau das fiese! Und seien sie doch mal ehrlich: wie erfolgreich kann etwa ein bemühen gegen steuerhinterziehung auf europäischer ebene sein, wenn die eu sogar bereit ist ein land und sein volk für kapitalinteressen den bach runtergehen zu lassen? Und zum argument, portugal und irland hätten es doch auch geschafft: gucken sie sich dort doch mal die zahlen der altersarmut und jugendarbeitslosigkeit an!

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Maverlized 08.07.2015, 08:43
143. Wahrheit?

Zitat von Raseramses
Dem Kommentator sind alle Sicherungen durchgebrannt. Diese Hetze ist unerträglich-
Schonmal darüber nachgedacht, dass das Aussprechen von Wahrheiten per se keine Hetze sein kann! Und wenn Sie die Rhetorik meinen bekämpfen sie ein Stilmittel, welches die alten Griechen selbst schließlich geradezu erfunden haben.
Wenn Sie also Hetze vorwerfen, müssten Sie sicher sein, dass die Inhalte gelogen sind. Das können Sie ob der konkreten Angaben im Text sicher leicht nachprüfen. Bin also gespannt auf Ihre Beweisführung für Ihre Behauptung. Können Sie das nicht ist nämlich Ihr Vorwurf selbst eine Hetze - gegen den Autor!

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raddy 08.07.2015, 08:45
144. Sie haben keine Ahnung

Zitat von Raseramses
Dem Kommentator sind alle Sicherungen durchgebrannt. Diese Hetze ist unerträglich-
in Griechenland gibt es Trink- und Abwasserlieferverträge gegen Einmalzahlung von 500,- Euro - Lieferung bis zum Lebensende. Autos werden nach dem Anmelden wieder abgemeldet um dann keine KFZ Steuer zu bezahlen. Häuser werden mit Kleinigkeiten nicht zu ende gebaut um keine Grundsteuer zu bezahlen usw. Wir werden als Deutsche beschimpft, sind aber gut genug ab 2020 90 Mrd.€ für die Griechen zurückzubezahlen.

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donnerwetter 08.07.2015, 08:45
145. Hilflos

agiert die SPD.
Das ist schade - einerseits - aber auch symptomatisch.
Sicherlich hat Gabriel recht, aber ob Herr Stegner das auch so sieht?
Andererseits ist es vielleicht ganz gut, dass eine 22 bis 25%-Partei bei dieser doch für Deutschland und Europa ziemlich wichtigen Angelegenheit keine Position findet.
Immerhin geht's ja auch um die Frage, wie sich das Ganze am Ende auf die Steuerlast des Normalbürgers auswirkt.
Bedauerlich ist es allerdings, dass das dritte Hilfspaket dann im BT mit den Stimmen der Linken, der Grünen und der SPD beschlossen wird.
Den Griechen hilfst nicht, sie bleiben weiter in Geiselhaft von Syriza - aber immerhin haben sie die gewählt - nur, was die SPD betrifft, wird's dann wohl nach den nächsten Wahlen noch nicht einmal für Rot-Rot-Grün reichen.
Unabhängig davon, Griechenland muss massiv geholfen werden.
Allerdings ohne dass irgendwelche griechischen - da ist das Wort wieder - Institutionen auch nur einen €-Cent davon in die Finger bekommen.

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samrong6 08.07.2015, 08:45
146. Herr Gabriel:

Nur eines. Diese SPD hat mit der urspruenglichen SPD nicht nur nichts, sondern ueberhaupt nichts mehr zu tun. Ihre Anmerkungen sind schon fast rechts der CSU. Ich weiss warum ich meine alte SPD schon laenger nicht mehr waehle.

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beegee 08.07.2015, 08:46
147. Wie jetzt?

Zitat von Korf
Der Witz, lieber Herr Neubacher, ist, dass wer tagtäglich als "Sau durchs Dorf getrieben" wird, irgendwann anfängt, sich unkontrolliert aufzuführen und wild um sich zu beißen. Tsipras und die Seinen handeln aus purer Verzweiflung so wie sie handeln. Und das ist nicht nur ihre Schuld.
Die haben Nepotismus aus reiner "Verzweiflung" weiter betrieben? Die haben aus reiner Verzweiflung keins der Wahlversprechen (Besteuerung der Reichen und der Reeder, Immobiliensteuer, Aufbau eines Steuersysetems und Kastatsersystems) begonnen umzusetzen (bewusst nicht: umgesetzt! nein, nicht mal der Anfang ist da!). Die haben aus reiner Verzweiflung die - oft unfähigen Beamten - wieder in den völlig aufgeblähten Staatsdienst zurückgeholt (und dann übrigens nicht dazu eingesetzt, ein Kataster- oder Steuersystem aufzubauen bzw. Steurn einzutreiben)? Bitte!!!

Ich bin der festen Überzeugung, hätte man einige der Dinge wirklich mal angepackt, wäre das verhandeln über Erleichterungen bei der Schuldenrückzahlung auch einfacher. Aber nix tun, alle Verhandlungs"partner" brüskieren und nchts besseres in petto zu haben als Mehrwertsteuer rauf (trifft die kleinen Einkommen) ist nun mal zu wenig.

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olli0816 08.07.2015, 08:46
148. Ich würde noch einen Schritt weitergehen

Gerade diese geschilderten Verhältnisse zeigen, dass es absolut sinnlos ist, an irgendwelchen Zielvorgaben zu arbeiten. Sie wurden nie eingehalten und es war auch niemand daran interessiert. Die Missverhältnisse sind weitreichend und eine Ober- und Beamtenschicht kassiert dieses Land und Europa konsequent ab. Gabriel tut gut daran, mit Tsipras hart ins Gericht zu gehen. Das Lavieren von Frau Merkel ist nicht zu ertragen. Wenn Schäuble nicht eine so eindeutige Position beziehen würde, hätten wir schon heute das dritte Hilfspaket. Aber Frau Merkel irrt sich, wenn sie denkt, sie wäre haltbar, wenn sie Griechenland weiter entgegenkommt. Dieses Land muss aus dem Euro raus, da die Mentalität nicht zu den Zielen einer Union passen. Ist auch nicht schlimm, beide Seiten können gut für sich leben.

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pdsicka 08.07.2015, 08:46
149.

Ein treffender Artikel der die Sache auf den Punkt bringt.
Vorschlag: Alle Damen und Herren der Linken Szene
sollten sich mal direkt in Griechenland einbringen mit eigenem Geld und aktiver Hilfe Vorort, das wär doch mal was.
Nicht nur das (Steuer) Geld der Anderen
verteilen um ihre Träumereien zu verwirklichen.
Ich stehe der derzeitigen kapitalistischen Verfassung auch sehr kritisch gegenüber, besonders dem englisch/amerikanischem Bankensystem.
Aber der Sozialismus und der Kommunismus hatten über Jahrzehnte die Möglichkeit es besser zu machen
was, wie wir wissen, nicht gelungen ist.

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