Forum: Politik
Gabriel gegen Ausländerhasser: Das "Pack"-Problem
DPA

Wer die Menschenwürde verteidigen will, darf sie niemandem absprechen - auch nicht den Fremdenfeinden unter uns.

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josifi 27.08.2015, 09:43
220.

Zitat von karl_murx
Dieser Begriff ist eines deutschen Bundesministers unwürdig und eine totale Verfehlung. Menschen als Pack zu bezeichnen, kann niemals richtig sein!
Doch. Wer Flüchtlingsheime anzündet, gröhlend gegen Ausländer demonstriert, mit Messern in Asylunterkünfte zieht, Polizisten angreift, die diese Unterkünfte bewachen, handelt in bester SA-Manier. Die Bilder aus den 20er Jahren und heute gleichen sich.
Da ist der Ausdruck "Pack" noch sehr milde.

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nemster 27.08.2015, 09:43
221. Wie hier schon richtig gesagt,

dieses Pack benötigt Ihren Schutz nicht. Und die notwendige Entmenschlichung, infolge derer sie als "Pack" bezeichnet werden, haben die schon ganz alleine hinbekommen, die wurde ihnen nicht von außen zugefügt. Alles, was Gabriel getan hat, ist, die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn Sie zu Unrecht Verfolgten beistehen möchten, wie wär's dann mit Homosexuellen und Transgender People, auf die Ihre Glaubensgenossen im Süden Afrikas und der USA gerade die Menschenjagd eröffnet haben. Ich weiß übrigens nicht, welche Verfassung Sie zu Hause haben - in meiner steht weiterhin die Trennung von Kirche und Staat festgeschrieben. Gott sei Dank!

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roland_kiesling 27.08.2015, 09:45
222.

Was soll der ganze Wirrwarr um diesen Satz. Siegmar Gabriel hat seine Wortwahl hervorragend getroffen. Wer sich nur einmal in die Situation der Flüchtlinge versetzt, muß doch endlich verstehen was sie hinter sich haben. In unserem Land suchen sie einen Zufluchtsort in dem sie weiterexistieren können. Nichts weiter!

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dark_schneider 27.08.2015, 09:47
223. emotionale Debatte

Diese ganze Pack-Polemik auf beiden Seiten, zeigt doch nur, mit welcher Zuspitzung die Debatte geführt wird. Und da ist meiner Ansicht nach auch Problem. Diese Diskussion wird leider ausschließlich emotional geführt und steigert sich da immer weiter rein. Es führt jedoch kein Weg daran vorbei, Problemen mit Vernunft zu begegnen. Niemand wird jemandem einen Vorwurf machen, einen Verbrecher (z.B. Brandstifter) als Verbrecher zu bezeichnen. Die Bezeichnungen „Pack“ und „Dunkeldeutschland“ vielen jedoch viel zu undifferenziert und tragen letztlich nur zu einer Verhärtung der Positionen bei. Nicht einmal die Befürworter einer solchen Wortwahl glauben, dass es sich jemand deshalb anders überlegt. Solche Zuspitzungen werden keinen einzigen Menschen davon überzeugen, seine Vorurteile gegenüber Ausländern bzw. Flüchtlingen aufzugeben. Sie tragen jedoch dazu bei, dass sich die Gräben in den Köpfen vertiefen. Die pauschale Diffamierung von Ostdeutschen durch viele Foristen, mit z.T. primitivsten Ressentiments, gepaart mit einem Überlegenheitsgefühl, der bessere Mensch zu sein, ist unerträglich. Und das 25 Jahre nach der Wiedervereinigung. Es ist schon befremdlich, wenn man Menschen (zu recht) wegen ihrer Vorurteile gegenüber ganzen Volksgruppen kritisiert, dann aber selbst solche Vorurteile zur Schau stellt.

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joensuu 27.08.2015, 09:48
224.

Zitat von savoy40
Wer Grundrechte mit den Füßen tritt und den Tod von Menschen billigend in Kauf nimmt, darf nicht erwarten, dass er pädagogisch korrekt angesprochen wird.
Warum nicht wenn man die Menschenwürde verteitigen will? Die Menschenwürde beginnt immer beim Anderen, egal wer!

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Andreas 2 27.08.2015, 09:48
225. Auch das ist Demokratie

Die Regierung brüstet sich mit der Demokratie, wie gut es ist in Deutschland. Aber es gibt auch anders denkende Menschen, nicht gleich in den Rechten Topf werfen!!Ich bin auch gegen die Aufnahme so vieler Flüchtlinge. Ich bin nicht Rechts sondern weise nur auf die Ursache hin. Warum kommen die Flüchtlinge...Ursache!! Das Land Syrien wurde Destabilisiert von den Westmächten. Mit Krieg ist mehr Geld zu verdienen. Das ist die Ursache die man unterbinden muss. Wer sich nicht daran hält bekommt die Flüchtlinge...
So schnell kann man ab Hilfe schaffen.

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Aberlour A ' Bunadh 27.08.2015, 09:53
226. Menschenhasser und Terroristen

Herr Berg versucht mit der Empathie des Christenmenschen auf die "Menschenhasser", wie er sie nennt, zuzugehen und zu ergründen warum sie sich so würdelos verhalten. Das kann man je nach Standpunkt als löblich oder als naiv bezeichnen. Auf der anderen Seite wird Politikern immer vorgeworfen, dass sie in einer codierten Politikersprache sprechen und nicht mehr in der Lage sind Dinge beim Namen zu nennen. Dagegen war Gabriel eine löbliche Ausnahme. Außerdem hat er mit dem Begriff "Pack" nur jenen brandschatzenden Mob gemeint, der dafür verantwortlich war, dass jeder vierte Polizist bei dem Einsatz Verletzungen gemeldet hat, und dass es nur deswegen zu keinen Festnahmen kam, weil die (zu wenigen) Einsatzkräfte vor Ort mehr damit zu tun hatten, die eigenen verletzten Kollegen aus der Gefahrenzone zu bringen, als Festnahmen einzuleiten. Nein, "Pack" ist genau der richtige Ausdruck für diese rechtradikalen Terroristen. Dass sich die ach so friedlichen Demonstranten damit gemein machen und nun ihrerseits "Wir sind das Pack" rufen, lässt tief blicken.

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rainier50 27.08.2015, 09:53
227. Rücksicht auf Pack = Unterstützung von Pack

Die NPD hat vor einigen Jahren versucht, sich gegen den Anwurf "braunes Pack" von Konstantin Wecker gerichtlich zu wehren, erfolglos. Soweit zur rechtlichen Seite. Und politisch gesehen halte ich den SPON-Beitrag, der sprachliche Rücksichten für Personengruppen einfordert, die Verächtern von Menschenwürde hinterherlaufen oder selbst solche sind, für grob kontraproduktiv und für eine Verharmlosung von Fremdenhass.

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Immanuel K. 27.08.2015, 09:53
228. Ich glaube nicht, dass die Bezeichnung...

..."Pack" diesen Menschen die Würde abspricht - ich bin mir aber auch nicht sicher, ob sie ihnen gerecht wird, ich halte sie für verharmlosend - auch vor dem Hintergrund, dass diese Menschen ja mittlerweile selber skandieren: "Wir sind das Pack" - für mich sind das Menschen, mit faschistoidem Gedankengut. Niemand sollte davor zurückschrecken, "Ross und Reiter" zu benennen...

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FocusTurnier 27.08.2015, 09:54
229. @goodcharlotte Doch nicht alles ok in Schweden

Zitat von goodcharlotte
Schweden erkennt zu 40% Balkanfluecktlinge an und schon vor 20 Jahren war Stockholm fast so bunt wie London und sie sind ueberall spitzenklasse. Das lernen wir schon noch.
Setzen Sie sich doch mal bitte ganz dezidiert mit der Situation in Schweden auseinander:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ausschreitungen-in-problemvierteln-feuer-in-stockholm-12191573.html

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40827/1.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/schweden-die-sehnsucht-nach-grenzen-der-einwanderung/7323626.html

...um nur mal drei kleine Beispiele zu liefern....

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