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Gabriel-Interview im ZDF: Seehofer kanzelt Slomka ab
DPA

Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.

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tob99 29.11.2013, 17:50
1. optional

nun noch ein Maulkorberlass.Demokratie? was ist das? Maul halten? Schönreden? Diener machen?. Ich wünschte mir mehr von den Journalisten/in, das auch die Fragen angesprochen werden, klar , deutlich, die da sind. Schönredner von Journalisten gibt es hier wahrlich schon genug

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rvogt 29.11.2013, 17:53
2. Unfug

Die Politiker einer großen Koalition werden keine ernstzunehmende Opposition im Parlament haben; um so wichtiger sind Journalisten, die den Mut haben, ihnen die Stirn zu bieten. Weiter so, Frau Slomka und Kollegen!

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atech 29.11.2013, 17:55
3. Hofberichterstattung

wo kämen wir denn da hin, wenn die Journalisten unseren Politikern nur noch genehme Fragen in untertänigstem Tonfall stellen dürften...was kann Frau Slomka dafür, wenn Herr Gabriel auf die Frage, ob ein Mitgliedervotum überhaupt verfassungsgemäß wäre, keine Antwort hat und der Journalistin deshalb "diesen Quatsch" (die Frage und das Nachfragen) am liebsten verbieten würde.

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Fosmosen 29.11.2013, 17:57
4. Verständlich

...ist, das Slomka beleidigt war, nachdem Gabriel höflich aber bestimmt auf die, sagen wir mal Schwachsinnigkeit, ihrer Argumentation hingewiesen hat. Völlig unverständlich ist, dass sie einfach nicht aufgehört hat, die ewig gleiche, dämliche Behauptung aufzustellen. Man muss einfach erkennen, wenn man ins Klo gegriffen hat. Dann sollte man die Chance nutzen und elegant das Thema wechseln. Aber vielleicht hatte sie ja kein anderes.

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awbferdi 29.11.2013, 18:01
5. Jetzt wird es sogar den Schwarzen zu viel

Jetzt wird es sogar den Schwarzen zu viel, was sich das ZDF an unausgegorener Parteilichkeit leistet. Wo sind denn die tollen "namhaften" Verfassungsexperten, die nach Marietta Slomka angeblich Zweifel an der Mitgliederbefragung der SPD haben? Im Fernsehen war jedenfalls nur ein einzelner zu sehen, der aus dem Süden der Republik stammte und schon im Rentenalter war. Muss man den ernst nehmen? Grüezi. F.

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clemensbarono 29.11.2013, 18:01
6. Herrn Seehofer habe ich unterschätzt

Tatsächlich beeindruckend! Die Maut habe ich viele Jahre als meine Idee verkauft... und Herr Seehofer ist dabei diese zu verwirklichen! Und schließlich erkennt er in Frau Slomka keine ProfiJournalistin? Ist sie ja nicht und wird sie niemals werden... Das mußte mal gesagt werden. Wenn Herr Seehofer so weiter macht, wandere ich nach BAYERN aus

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vox veritas 29.11.2013, 18:02
7. optional

Ist ja auch ganz klar, daß Politiker gleich welcher Coleur zusammenhalten. Sobald jemand es wagt (und dann noch von den Medien), Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und dann auch nicht locker lässt, ist genau die Einigkeit vorhanden, die man sich bei den wirklich wichtigen und großen Themen wnscht.

Frau Slomka gut gemacht! Der Rest soll sich trollen!

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Bundesinnenminister 29.11.2013, 18:02
8. optional

Wenn sich Herr Seehofer über Journalisten beschwert, dann haben die wohl alles richtig gemacht.

Ansonsten: Fraktionszwang ist ein zweischneidiges Schwert. Gerade für die über Landeslisten ins Parlament gekommenen Politiker sollte die Parteirichtung (und damit die Fraktion) schon mitentscheidend sein. Denn mal Hand aufs Herz: Wer hier hat sich bei der Wahl von der Landesliste seiner favorisierten Partei umstimmen lassen? Wer hat sie sich überhaupt angesehen? Wahrscheinlicher ist es nur beim Direktkandidaten, dass man mehr die Person als die dahinter stehende Partei gewählt hat. Aber auch hier haben sicher mehr als 50% das Kreuz anhand der Parteizugehörigkeit gemacht, oder?

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no-panic 29.11.2013, 18:04
9.

Zitat von sysop
Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.
"Wo sind wir eigentlich?"

Ja, Herr Seehofer, wo sind wir eigentlich, wenn Politiker auf Journalisten losgehen, wenn die auch Antworten auf gestellte Fragen einfordern?
Herr Gabriel stand wahrlich wie ein Schulbub da. Trotzig, weil er erwischt wurde, patzig, weil er keine richtige Antwort wusste, bzw ihm die Antwort unangenehm war, scheint es.
Die Frage nach der Verfassungsrechtmäßigkeit darf erlaubt sein und hat eine solide Antwort verdient, sie lapidar und flapsig vom Tisch zu wischen, ist der falsche Weg. Herr Gabriel hatte die Möglichkeit, die Sicht der Partei darauf klar darzulegen, aber das hat er nicht getan. Frau Slomka ist als Journalistin sozusagen verpflichtet, nachzuhaken.
Ich wünsche mir mehr Slomkas im Land und weniger Seehofers und Gabriels.

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