Forum: Politik
Gabriel-Interview im ZDF: Seehofer kanzelt Slomka ab
DPA

Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.

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chico 76 30.11.2013, 11:09
320. Ach ne,

Zitat von enivid
Sehr gut Herr Seehofer. Es hat auch nichts mit Qualitätsjournalismus zu tun.
Fr. Slomka konfrontiert Gabriel mit den Bedenken eines Staatsrechtlers und Gabriel gibt basisdemokratisches blabla von sich, endend mit Quatsch.
Das war guter Journalismus, der durchaus berechtigte Probleme ansprach und dranblieb.
Lesen Sie mal, wo das Problem zu sehen ist, nennt sich imperatives Mandat.

Der Professor, dessen Vorwurf Gabriel so aufregt: "Ich habe einen wunden Punkt getroffen" - n-tv.de

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bunterepublik 30.11.2013, 11:10
321.

Zitat von awbferdi
Jetzt wird es sogar den Schwarzen zu viel, was sich das ZDF an unausgegorener Parteilichkeit leistet. Wo sind denn die tollen "namhaften" Verfassungsexperten, die nach Marietta Slomka angeblich Zweifel an der Mitgliederbefragung der SPD haben? Im Fernsehen war jedenfalls nur ein einzelner zu sehen, der aus dem Süden der Republik stammte und schon im Rentenalter war. Muss man den ernst nehmen? Grüezi. F.
Also in ihrem Interview verwies sie auf Herrn Degenhard und das ist wohl einer der renommiertesten Staatsrechtsprofessoren in der Republik. Ob man den ernst nehmen sollte, bleibt jedem selbst zu überlassen. Ignorieren oder schlicht vom Tisch wischen kann man dessen Einwände wohl nicht.

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moonman 30.11.2013, 11:10
322. Täuschung

Zitat von sysop
Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.
Seehofer hat ein gestörtes Verhältnis zum ZDF. Die Befehlskette ist da wohl nicht ganz so stringent wie beim BR.

Weiterhin kann er es jetzt nicht brauchen, dass Gabriel auf seiner Ochsentour für die Annahme des Koalitionsvertrags gestört wird. Die (S)PD nuckelt derzeit nur am Köder. Der Anhieb wird bei positivem Mitgliedsentscheid gesetzt.

Für Slomka gilt, aus einem Irrtum kommt man ohne Hilfe von außen nicht mehr raus und in einer Stresssituation, wie dem Interview, schon gar nicht. Ob selbst verursacht oder von einem theorisierenden Verfassungsrechtler initiiert, ist zweitrangig.

Wäre wirklich was an diesem Konstrukt dran, dass eine Mitgliederbefragung nicht verfassungsgemäß sei, hätte das (CD)U/(CS)U, bzw. Gabriel selbst gestoppt.

Ich halte die genannten Parteien weder für sozial noch christlich und solange keine bundesweiten Bürgerentscheide möglich sind auch nicht für sonderlich demokratisch.

Fazit: Scheitert der Koalitionsvertrag, scheitert das Mautvorhaben und vor einer Neuwahl haben fast alle Parteien Angst, zumal viele Entwicklungen in der EU nicht mehr medial gedeckelt oder verschoben werden können.

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1hz 30.11.2013, 11:11
323. wahlvieh

...gestern der mindestlohn, vorgestern die maut heute die slomka...ups...hab ich ja gesagt? wozu nochmal genau...ich wuensche mir das alle doofen sterben...auch wenn ich mit dabei bin...

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zooombie 30.11.2013, 11:14
324. Kann

ich nur den Dieter Hildebrandt zitieren:
"Ich weiß gar nicht, wo ich mir da hinlangen soll, mein Kopf ist mir zu schade dafür!"
Was mich an der ganzen Interview Geschichte irritiert hat war, wie leicht die sonst so unbeirrbare und nachfragende (und von mir deshalb hochgeschätzte) Frau Slomka in Fassungslosigkei verfiel.
Ein großer Fehler in der ganzen Forumsdiskussion ist, daß Frau Slomka nicht argumentiert hat, sondern nachgefragt, was auch ihr Job ist.
Frau Slomka: Ich liebe Ihre unterschwellige Patzigkeit, könnt ich stundenlang zuhören.

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olicrom 30.11.2013, 11:17
325. Quatsch!

Zitat von Rochus
Alle Büprger haben eine Stimme, nur die SPD-Mitgliede haben zwei. Nun werde ich ein paar beknieen müssen, um meinen Wählerwillen auch in die zweite Runde zu retten.
Denn dann hätten Sie schon längst versuchen müssen, auch den Vorstand und die Landesgruppe der CSU zu beeinflussen und müssten dann auch den kleinen Parteitag der CDU beeinflussen. Die machen dort nämlich dasselbe.... nur eben mit anderen und viel weniger Mitgliedern.

Sie haben schlicht den Sachverhalt nicht verstanden. Und dürfen im Übrigen trotzdem wählen. Das ist nicht optimal, aber so ist das eben mit der Demokratie. Was Besseres haben wir nicht.

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plumplori1975 30.11.2013, 11:18
326. Frau Slomka, ihr Handwerk

Eine Journalistin, egal wie man zu ihrer Fragestellung steht, stellt unangenehme Fragen. Sicher, SPD Anhänger werden sich wegen der Frechheit der Fragestellung diese als "Quatsch" abtun, aber die Frage beruhte auf einer realen Basis - ob man das gut findet oder nicht. Als Journalist hat sie das getan und tun müssen, wofür sie eigentlich bezahlt wird - ihr Handwerk. Wenn wir jetzt nur "Schulterklopfer", "Duckmäuse" und "Abknicker" als Journalisten wollen, ist die Informationsfreiheit in Gefahr. Sollte jetzt noch Druck auf Frau Slomka ausgeübt werden, im schlimmsten Fall sogar eine Verwarnung mit Kündigungsgrund, dann sind wir in der DDR 2.0 angekommen und wieder durch die Hintertür der Sozialisten.

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KaraMer 30.11.2013, 11:18
327. Wo ist die Opposition?

Nur noch Journalisten und Kabarettisten fragen kritisch nach.
Diese Koalition scheint mir vier völlig undemokratische Jahre einzuläuten. Da ist eine Mitgliederabstimmung, bei der ein Bruchteil der Wähler über eine vierjährige Monsterpartei entscheiden, der erste undemokratische Akt.
Wenn Journalisten diese Monsterpartei kritisch befragen reagiert sie mit Aggression.
Was wird geschehen sobald dieses Monster regiert? Dürfen wir zukünftig nach jeder Wahlperiode "die Partei" wählen?

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mainstreet 30.11.2013, 11:22
328. Ich verstehe das nicht

Die SPD sagte vor der Wahl das es keine große Koalition gibt und daraufhin gaben möglicherweile viele die Stimme an die SPD aber wieso wird nach der Wahl das Gegenteil gemacht. Es ist richtig gewesen mit der CDU/CSU zu reden aber warum gleich Koalitionsverhandlungen und jetzt vor dem Mitgliederentscheid schon so tun als wäre die Zustimmung obligatorisch. Außerdem wäre eine Zustimmung durch die Spd-Mitglieder in Ehren eine Legitimation des Wahlbetruges das man vor der Wahl etwas anderes sagte als man nach der Wahl tat.
Klar können jetzt viele in der SPD aufsteigen und bekommen Ministerämter aber dies spielt alles vor dem Hintergrund das man keine große Koalition machen wollte und eigentlich müßte man dies auch gar nicht denn man könnte bei Ablehnung Neuwahlen aussprechen und schlechter schnitt die SPD dann auch nicht ab eher besser weil Sie glaubwürdig sind und auch das halten was Sie vor der Wahl sagen.-
Aber das gößte Problem ist das die SPD Angst hat bei Neuwahlen durch Einzug der FDP überhaupt nicht an Ministerämter zu kommen und das schwarz-gelb weiter macht obwohl Sie möglicherweise aufgrund der dann vorliegenden Glaubwürdigkeit der SPD das zu halten was man vor der Wahl sagt ein besseres Ergebniss hat.
Ist es nicht das Wichtigste das der Wähler sich darauf verlassen kann was die Politker vor der Wahl sagen.? Ich meine das steht doch vor allem auch wenn der Mindestlohn sehr wichtig ist. Der SPD fehlt einfach der Mut neu wählen zu lassen denn nach Neuwahlen könnte man dann den Mindestlohn zur Not auch mit Rot-Rot-Grün durchsetzen da man das vor der Wahl nicht ausschloss.
Das wichtigste ist Glaubwürdigkeit finde ich !

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manitoba 30.11.2013, 11:22
329.

Zitat von chico 76
Fr. Slomka konfrontiert Gabriel mit den Bedenken eines Staatsrechtlers und Gabriel gibt basisdemokratisches blabla von sich, endend mit Quatsch. Das war guter Journalismus, der durchaus berechtigte Probleme ansprach und dranblieb. Lesen Sie mal, wo das Problem zu sehen ist, nennt sich imperatives Mandat.
Als ob Sie eine Ahnung davon hätten, was ein imperatives Mandat ist.
Und nein, es wird durch die Mitgliederbefragung keines, auch wenn Degenhart das behauptet.

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