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Gabriel-Interview im ZDF: Seehofer kanzelt Slomka ab
DPA

Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.

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HansiHH 01.12.2013, 21:05
380. bei einem solchen Verständnis

von freien Journalismus ist Herr Seehofer nicht mehr tragbar und sollte zurücktreten. Eines Demokraten unwürdig.

Das ZDF ist nicht der Fernsehsender Paul Nipkow, merken Sie sich das.

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evaontour 02.12.2013, 03:39
381. Alternative: klare Koalitionsaussage vor der Wahl

Zitat von sysop
Die Große Koalition steht noch nicht, aber SPD-Chef Gabriel hat bereits einen engen Verbündeten in der Union: Horst Seehofer. Der CSU-Chef hat sich jetzt in harschen Tönen über das ZDF-Interview von Marietta Slomka mit dem Sozialdemokraten beschwert.
Dieser ganze "Quatsch" der nachträglichen Mitgliederbefragung könnte schlicht dadurch erspart werden, dass vor der Wahl entsprechende Koalitionsoptionen eindeutig formuliert würden.
Aber da bleiben alle Parteien gerne schwammig, weil es ihnen letztlich nur um Machterhalt und Posten geht ohne das Wohl des Volkes im Sinne zu haben.

Man könnte ja Gefallen daran finden, nach der Wahl und der darauffolgenden Koalitionsfrage generell bei allen Parteien eine Befragung der Parteimitglieder einzuführen.
Dann hätten alle Parteimitglieds-Wähler eine zweite Chance der Wahl bezüglich des Votums für oder gegen die beabsichtigten Koalitionsoptionen der eigenen Partei wobei die nicht einer Partei angehörigen Wähler nicht diese zweite Chance erhalten.
Das wäre ein Novum in der demokratischen Entscheidungsfindung, welches naturgemäß in Konsequenz cirka 1/2 bis 3/4 Jahr allein dem Wählerauszählugs-Modus in Anspruch nehmen würde. Aber, warum auch nicht, schließlich steht das Parteiwohl über dem Volkeswohl.

Die verfassungsmäßige aufgestellte Frage von Frau Slomka - angeregt von Prof. Degenhardt, der bezüglich der Ehrensold - Debatte bezüglich von Herrn Wulff mehrfach damals von den ö-r.Medien angeführt wurde -. ist neutral besehen m.M.n. berechtigt.

Die Politikfürsten dulden allem Anschein nach nur noch Berichte a la wohlwollender hofierender Hofberichterstattung. Das gab es unter undemokratischen Verhältnissen bereits zum Leid der Bevölkerung mehrfach. Wehret den Anfängen.
Kaum zu glauben, aber auch hier in Deutschland ist die Demokratie nicht mehr das, was sie in den Anfängen der BRD einmal war.

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michlauslöneberga 02.12.2013, 07:33
382. Nun ja,

Zitat von HansiHH
von freien Journalismus ist Herr Seehofer nicht mehr tragbar und sollte zurücktreten. Eines Demokraten unwürdig. Das ZDF ist nicht der Fernsehsender Paul Nipkow, merken Sie sich das.
vielleicht sollten eher Sie Ihre Vorstellungen von Journalismus etwas überdenken. Das unsinnige Beharren auf Mindermeinungen und wiederholtes Insistieren in hinreichend geklärten Positionen stellt keine seriöse journalistische Arbeit dar, sondern ist schierer Populismus.

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the dude 24.12.2013, 02:04
383. Auch ich wehre mich gegen die Qualität der Diskussion

[QUOTE=no-panic;14344754]"Wo sind wir eigentlich?"]

Ich habe mir erlaubt, Ihren Beitrag stellvertretend für die Argumentationen der meisten hier schreibenden Slomka-Befürworter heranzuziehen:
...
Wer behauptet denn überhaupt irgendwo, dass Journalisten nicht kritisch und insistierend nachfragen dürfen? Das würde nicht einmal Herr Seehofer tun. Geschweige denn Herr Gabriel. Allerdings würde ich mir als erwachsener und mündiger Mensch auch erbitten dürfen, von einer Anchor-Frau des ZDF Fragen gestellt zu bekommen, die nicht jeglicher Grundlage entbehren. Falls es wirklich einen "sogenannten" Verfassungsrechtler gegeben haben sollte, der Bedenken bezüglich des SPD-Mitgliedervotums geäussert hat, so sollte man diesem die Frage stellen, warum er nicht erst einmal bei der CDU und CSU vorstellig wird. Genau das gibt Herr Seehofer auch ganz ehrlich zu. Zudem ist die Wahl bereits verfassungskonform abgelaufen, d.h. verfassungsrechtlich sind die Koalitionsvorbereitungen und die damit einhergehenden innerparteilichen Abstimmungen höchstens noch inhaltlich angreifbar, von der Form und vom Ablauf her aber sicher nicht. So, wie eigentlich seit Anbeginn der BRD ;)!
Man kann ja wohl von Frau Slomka verlangen, dass Sie selbstkritisch darüber nachdenkt (am besten einmal vor dem Interview), ob die Frage denn überhaupt sinnvoll ist. Und wenn Sie das überfordert, dann sollte Sie dies während des Gespräches merken, sofern Sie denn überhaupt "INTERESSE an Herrn Gabriels ARGUMENTEN" hatte...er hat mehrfach auf den Umstand hingewiesen, dass die SPD weit demokratischer vorgeht, als es bei der CDU/CSU der Fall war...UND, dass man sich verfassungsrechtlich abgesichert habe!!! Er ist eben kein Schulbub, und es wird auch nicht wahrer, je öfter die Slomka-Fans hier so etwas schreiben!
Was man den ganzen "blinden" Slomka-Befürwortern (und Frau Slomka als vermeintliche Vertreterin des Qualitätsjournalismus) aber eigentlich vorhalten muss, ist doch folgendes: Entweder, Sie haben den obigen Artikel nicht oder nicht in Gänze gelesen, oder Sie haben den folgenden Absatz einfach nicht verstanden, [Zitatanfang]:
...
"Wo sind wir eigentlich?", fragte Seehofer [...]. Dass die SPD ihre Parteibasis über den Koalitionsvertrag abstimmen lasse, sei "sehr verständlich und logisch". Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dieses Vorgehen mit verfassungsrechtlichen Bedenken in Verbindung zu bringen.

In der CSU würden rund hundert Leute über den Koalitionsvertrag entscheiden - der CSU-Vorstand tagte am Freitag zusammen mit der CSU-Landesgruppe und segnete am Abend das Abkommen ab. Bei der CDU würde ein kleiner Parteitag über das Dokument entscheiden, so Seehofer: "Wenn ein Mitgliederentscheid verfassungswidrig ist, dann sind es unsere Veranstaltungen gleich doppelt und dreifach", sagte der CSU-Chef. Er gehe jetzt also in eine "verfassungswidrige Veranstaltung", witzelte er. Fragen, wie sie im ZDF-Interview aufgeworfen wurden, hätten seiner Ansicht nach mit Qualitätsjournalismus nichts zu tun. ...[Zitatende]

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