Forum: Politik
Gabriel übergibt an Schulz: Rumms
AFP

Sigmar Gabriel ist sich treu geblieben: Sein Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und den SPD-Vorsitz kommt überraschend - auch für den politischen Gegner. Martin Schulz muss jetzt zeigen, dass er nicht nur ein Umfragen-Liebling ist.

Seite 10 von 17
Kit Kerber 25.01.2017, 08:22
90.

Die SPD fährt gerne Karussell, am liebsten Pöstchenkarussell. Stets lustig, heissa hopsasa! Deshalb stehen sie auch, der Sigi und der Martin, im Willy-Brandt-Haus und strahlen und grinsen um die Wette. Und das demonstrativ gutgelaunte Präsidium steht daneben. Der Sigi wird jetzt Außenminister, und der Martin will sich bis Sonntag ein paar Punkte überlegen, mit welchen Schwerpunkten die SPD in den Wahlkampf zieht.

Das Ganze macht auf mich einen höchst unernsthaften Eindruck. Gabriel braucht scheinbar gar nicht zu begründen, warum er sich für einen guten deutschen Außenminister hält. Der abgetretene SPD-Vorsitzende geht einfach davon aus, daß dieser Posten ihm gehört, wenn er ihn haben will. Und der Schulz findet auch nichts dabei, solange er auch immer einen guten Posten bekommt. Kanzlerin Merkel guckt derweilen in ihr Handy, wenn sie wissen will, wer alles so zur nächsten Kabinettssitzung kommt.

Die Groko ist ein verantwortungsloser Zustand. Das Bild, das die politische Elite in D derzeit abgibt, ist nicht vertrauenerweckend. Die Narzissten sind aber so von sich überzeugt, daß sie das gar nicht mehr merken, und in der nächsten Talkshow beleidigen sie wieder das Volk, indem sie von postfaktischen und dunkeldeutschen Populisten schwadronieren.

Beitrag melden
thorbecker 25.01.2017, 08:34
91. Kein abgehobener Politiker

Wer sich den Werdegang von Martin Schulz ansieht kann staunen. Nicht studiert, Alkoholkarriere, von ganz unten nach oben gearbeitet. Nimmt gegen Despoten kein Blatt vor den Mund, spricht 5 Sprachen. Bisher war ich unsicher wen ich wählen werde, mit Schulz könnte ich mich mit der SPD versöhnen. Ich werde gespannt die nächsten Monate verfolgen wie sein Programm aussehen wird.

Beitrag melden
herrsonnenschein 25.01.2017, 08:34
92. Gute Entscheidung

Diese Entscheidung habe ich erhofft. Denn mit Gabriel wäre die SPD sicher in der Bedeutungslosigkeit gelandet.
Dafür kann er nur bedingt etwas, zu sehr wird er aber als Mitglied einer Regierung wahrgenommen und nicht als Parteichef.
Das er den Mut hat, das zu sehen und auf persönliche Eitelkeiten zu verzichten ehrt ihn in meinen Augen.
Ob es viel nutzt? Da habe ich Zweifel.
Es sei denn ,Schulz schafft es die Partei wieder zu einer Partei der sogenannten kleinen Leute zu machen. Denn die haben sie groß gemacht.
Dazu wird es auch mal "Eier" brauchen und nicht dieser wachsweiche " Dusch mich, aber mach mich nicht nass" Kurs.

Beitrag melden
Fleckensalz 25.01.2017, 08:39
93. Ein ECHTER Gegner für Merkel...allerdings...

Martin Schulz ist ein echter Gegner für Angela Merkel und als Kanzler absolut denkbar.
Allerdings...wird er Chef einer SPD, die nicht mehr sozialdemokratisch ist und Dank Gerhard Schröder und seiner Paladine ihre Grundsätze mitsamt dem Godesberger Programm den Lokus hinuntergespült hat.
Die eigentliche Stammwählerschaft der SPD zurück zu gewinnen muß gewollt werden, benötigt einen echten Politikwechsel der SPD und wird bis zum Sommer kaum möglich sein...aber die SPD wird sich nach meiner Meinung nicht mehr bewegen...das Selbstmitleid und der Selbstbetrug, ebenso eine gewisse Sturheit sitzen zu tief...leider.

Beitrag melden
l.augenstein 25.01.2017, 08:39
94. Mit Schulz als KK bekommt die SPD

dann halt 23 % statt 19 % mit Gabriel. Die SPD, die ich und viele andere mal aus Überzeugung gewählt haben, gibt es nicht mehr. Und die "neue SPD" ist zur Postenschiebertruppe verkommen und damit für mich und vermutlich auch viele andere nicht mehr wählbar. Da kann sich Gabriel noch so sehr opfern, er ist für den derzeitigen Zustand mit verantwortlich.

Beitrag melden
Sonia 25.01.2017, 08:39
95. Armer Herr Schulz

ein Bürokrat aus der ungeliebten bürokratischen EU, der einst die Schule abbrach, um die lukrativere Politikerkarriere zu starten gegen drei Ossifrauen, die promovierten: Dr. Merkel, Dr. Wagenknecht, Dr. Petry ....nein, liebe SPD, gegen diese Damen hat ein biederer EU-Bürokrat, der Flüchtlinge als Goldstaub einstufte, keine Chance.

Beitrag melden
l/d 25.01.2017, 08:46
96. Ich denke mal,

die SPD könnte auch den lieben Gott persönlich als ihren neuen Kanzlerkandidaten offerieren, sie würde dann hören, in Tagen wie diesen brauche es keinen Gott, sondern den Teufel.

Die SPD ist nicht die Ursache der Globalisierung und auch nicht die Ursache eines zunehmenden Raubtierkapitalismus und einer Konzentration der Geldströme in den Händen weniger.

Die SPD hat mit Schröder versucht, die Versäumnisse von Kohl aufzuarbeiten und wird dafür hart abgestraft, während jene Partei, die diese Versäumnisse getragen hat, sich als Wirtschaftsförderer geriert, obwohl es eigentlich so ist, dass eine eigenstabile Wirtschaft selbst schlimme Fehler von Frau Dr. Merkel verkraftet.

Ich wünsche Schulz die richtige Sprache und den richtigen Ansatz. Und dass er einmal Alkohol getrunken hat, macht ihn für mich nur menschlich. Und dass er davon weg ist, zeigt Stärke und Willen.

Auf geht's!

Beitrag melden
kuschl 25.01.2017, 08:49
97. SPD hat ihre Wählerklientel verraten

Herr Schulz passt zwar als kleiner Buchhändler in die Wählerklientel der SPD, endlich mal wieder einer! Was fängt aber der SPD Wähler mit einet Arbeitsministerin an, die zwanzig Semester vor sich hin studiert hat oder mit SPD Funktionären, die das Arbeitsleben gar nicht kennen,weil sie ihre Karriere in irgendwelchen Gewerkschafteinrichtungen gemacht haben? Die SPD Oberen sind ihren Wählern fremd geworden und bei Schulz besteht noch die Gefahr, daß er die Interessen deutscher Bürger als verbohrter Europäer auf den Opfertisch der EU legen wird. Warum sollten die Bürger ihn also wählen?

Beitrag melden
Leibdschor 25.01.2017, 08:50
98. War wohl voraussehbar

Nachdem Schulz seinen Abschied aus Brüssel bekanntgab, war es doch den meisten klar das er Kanzlerkandidat wird, das er der einzige ist, der die SPD noch retten könnte. Wer sonst in dieser Partei? Gabriel wusste das er polarisiert, eher zu seinem Nachteil und damit chancenlos war. Steinmeier verzieht sich aufs Altenteil Bundespräsi und wäre genauso chancenlos gewesen. Ansonsten war und ist da keiner. Das Gabriel nicht komplett abtritt, sondern sich für das Außenamt retten will zeigt, das seine privaten Gründe nur vorgeschoben sind. Taktieren war schon immer sein Steckenpferd. Zum Glück hat er aber auch einen gewissen Sinn für die Realität. Außerdem ist man in der Außenpolitik schön fern von den Themen der Menschen im Alltag, muss er seinen Wendehals nicht immer rechtfertigen. Klever. Nun muss Schulz die SPD retten. Er ist bundespolitisch relativ unbelastet und kein seit Jahren altgedienter, verbrauchter Politiker in den Köpfen der meisten Menschen. Als Gegenpol für Merkel also die einzige Alternative in allen Oppositionsparteien. Weder Grüne noch Linke haben so einen in ihren Reihen. Mal sehen, was er für die SPD rausholen kann. Wohl die letzte Chance dieser Partei nicht im Allerlei unter zu gehen.

Beitrag melden
ruhepuls 25.01.2017, 08:59
99. Entzauberung...

Umfragenliebling ist Schulz auch nur, weil die Leute bisher wenig von ihm zu sehen bekommen haben, außer ab und an mal einen Kommentar in Sache EU. Sobald er jetzt zur Tagespolitik befragt wird, werden die Leute schnell merken, dass auch er nur mit Wasser kochen kann...

Beitrag melden
Seite 10 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!