Forum: Politik
Gabriel und die Rüstungsgeschäfte: Arbeit schaffen ohne Waffen

Irrsinn Rüstungsindustrie: Sigmar Gabriel will den Todes-Export reduzieren. Aber Betriebsräte und IG Metall sorgen sich um die Arbeitsplätze. Mut, Herr Wirtschaftsminister! Deutschland muss endlich aufhören, die Welt mit Waffen zu beliefern.

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gribofsky 18.07.2014, 23:23
80. Panzer, nicht Small arms

Herr Augustein, Deutschland exportiert hauptsächlich Großgeräte wie Panzer. Die lassen sich nicht schmuggeln und sind selbst in Kriegsgebieten nur für einen kleinen Teil der Toten verantwortlich. Auf der Seite "Global Issues" wird sogar behauptet das 90% aller zivilen Toten auf das Konto der Small arms gehen.
Selbst in Ländern in denen deutsche Waffen gefunden wurden (z. B. die G36 im Besitz der Polizei in Lybien) so sind es nur ein paar hundert (in Lybien waren es glaub ich 200 Stück). Sorry, aber das ist nichts! 200 G36 gegen 100.000 AKs?
Ich sehe kein Problem dami. Deutsche Waffen sind außerdem viel zu teuer um weltweit zum Problem zu werden. Und die Großgeräte lassen sich hervorragend kontrollieren. Im Notfall verweigert man den Kunden einfach die Ersatzteillieferung. Schon ist ein 100 Million Panzer nutzlos.

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eudaf_hen 18.07.2014, 23:24
81.

Zitat von grünbeck,harald
Schon zu DDR-Zeiten wurde mit gesagt, die Gewerkschaften der BRD handeln nicht im Interessse der Arbeitnehmer sondern der Industrie. Es ist nicht hinnehmbar, das Gewerkschaftler im Interesse von Arbeitplätzen in Deutschland hinnehmen, das Kriegsmaterial welche ja zum Töten von Menschen entwickelt wird, dies unterstützt ohne Alternativen aufzuzeigen. Diese Funktionäre sind gesteuert und sollten zum Teufel gejagt werden, Vielleicht überlegen mal einige Mitglieder, wen sie mit ihren Beiträgen bezahlen.

Ich bin NIE in einer Gerwerkschaft beigetreten weder in der DDR - noch ab '83 wo ich in den Westen ging. Lieber einen Rechtsschutsversicherung.
Eine Gewerkschaft? Das sind Opportunisten!!! Ich muss lachen. Jetzt bin ich frei. Arbeitnehmer tun mir leid (ich seh sie in Berlin auf S-U-Bahn-Stationen - fertigmarlocht). Es gibt aber auch keine Solidargesellschaft unter den Arbeitern - denn sonst würde sich eine "NEUE GEWERKSCHAFT" bilden. Die Gewerkschaften sind Verräter am Arbeitnehmer. SIE gehen schon lange "Golfspielen" mit dem Arbeitgeber und haben Lohndumping innerhalb. Wehrt Euch!
Ich komme aus einer anderen Schicht. Sehe aber "TROTZ ALLE DEM" was neben mir geschiet. Schnell hat es auch mich erwischtI(W-W-Krise).

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rolarndt 18.07.2014, 23:35
82. Wohin es führt..

...wenn man jedem Waffen verkauft, sieht man nun in der Ukraine, wo die zerfetzten Menschen des Fluges MH17 liegen. Vermutlich mit deutschen Raketen abgeschossen.

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Newspeak 18.07.2014, 23:44
83. ...

Zitat von casparman
... ein Beispiel für die absolute Weltfremdheit von Herrn Augstein! Sie werden der erste sein der ganz ganz laut nach sozialer Gerechtigkeit schreit, wenn die Arbeitsplätze der Rüstungsindustrie wegfallen. Hier reden wir dann nämlich nicht über 2000 Angestellte von Karstadt, sondern hier reden wir über Hundertausende! Fragen Sie mal die Amerikaner, deren Wirtschaft zu über 50% auf der Rüstungsindustrie basiert. Ich gebe Ihnen ja moralisch recht, aber technisch und wirtschaftlich steht nun mal leider leider jeglicher Fortschritt "wehrtechnischen" Beinen!
Ihre Moral ohne Konsequenzen können Sie sich an den Hut stecken. Arbeit über Alles. Menschenrechte sind völlig egal. Fortschritt besteht tatsächlich darin, Gewalt anzuwenden. Indem man den Idioten dort draußen ihre Spielzeuge wegnimmt oder am Besten die Idioten selber beseitigt. Jeder Arbeiter in der Waffenindustrie ist ein Mörder.

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Newspeak 18.07.2014, 23:57
84. ...

Zitat von Leser1000
Lieber Herr Augstein. Die Vision von einer waffenfreien Welt ist - leider- nur eine Illusion. Wir pflegen in Deutschland seit Jahrzehnten und richtigerweise das Bild von einer wehrhaften Demokratie, weil wir wissen, dass man leider nicht allen Menschen trauen kann. Ich möchte deshalb diejenigen Kompetenzen, die uns helfen uns zu behaupten, nicht verlieren. Deshalb sollte man auch die Arbeitnehmer der Rüstungsindustrie nicht pauschal in die unmoralische Ecke schieben. Jeden Diktator - da gebe ich Ihnen recht - muss man aber natürlich nicht beliefern
Wissen Sie, wer zu den Menschen gehört, denen man nicht trauen kann? Sie selbst!

Sie tun nämlich gerade so, als wäre Deutschland im ewigen Kampf mit irgendwem, oder weshalb sollte man sich sonst "behaupten" können? Das ist schön verschwurbelte aber in der Essenz doch reine Nazirhetorik.

Wir sollten mal zu unseren Lügen stehen, davon haben wir nämlich mehr als Werte. JEDER Arbeitnehmer in der Rüstungsindustrie profitiert vom Tod anderer Menschen, verdient sein Geld mit Beihilfe zum Mord. Wenn das nicht moralisch verwerflich ist, was ist es dann?

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DonCarlos 18.07.2014, 00:17
85. Die Rüstungsindustrie sichert nicht nur Arbeitsplätze

Die Rüstungsindustrie sichert auf gut Deutsch auch unseren Arsch.

Bestes Beispiel für eine vernachlässigte Armee und die Folgen kann jeder in der Ukraine sehen.

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derausdemregenkam 18.07.2014, 01:05
86. Arbeitsplätze sind kein Argument,

damit könnte mach auch die Herstellung von Gaskammern rechtfertigen. Es geht um Moral. Waffen sidn dazu da, Menschen zu töten. Menschen zu töten, ist unmoralisch. So einfach ist das. Und auch so schwer zu begreifen. Weil der Großheit der Menschheit noch immer gefangen ist in jener Art zu denken, die Kriege erst möglich macht. Wer sich darüber im Klaren ist, dass er nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen hat, der muss auch nicht kämpfen. Er kann das Leben einfach genießen ...

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nomadas 18.07.2014, 04:26
87. No peace, please

Das Gegenteil ist der Fall, lieber Herr Augstein! Kürzlich erst schlossen sich die Deutschen und die Franzosen zu einem neuen Waffengiganten zusammen, also bitte. Mit dem k.o-Argument "Arbeitsplätze" wird dieses kaputte Paradigma noch lange agieren. Wissen sie, lieber Herr Augstein, da sind so ca. 2, 3 Stichworte, damit kann man schön "weiter so" spielen. Arbeitsplätze ist so ein Wort. Aber auch "Wachstum" oder "Wettbewerb" sind solche verbalen Wunderwaffen für die "Happy few". Damit kriegen sie immer alle rum. Sie arbeiten an ihren Arbeitsplätzen wachstumsorientiert im knallharten globalen Wettbewerb bis zum Schluß. game over, in ein paar wenigen Jahrzehnten. Und warum nicht mit voller Waffenkammer zum "Grande Finale" antreten? Auf Platz 3 der Waffenexporteure dieser Welt lässt es sich doch gut leben, Herr Augstein, oder? Wissen sie, die Weltmärkte lieben germanische Waffen, Made in Germany ist voll cool. Und, by the way, nomen est omen: Ger-mane, verstehen sie, Herr Augstein, das heißt: Der mit dem Wurfspeer in der Hand.
Das ist doch der Top USP, mein lieber Herr Augstein, sie Romantiker der peace people Liga. Benchmark, if you know what I mean! Und einst, mon chèr, machte Arbeit sogar frei, in Germanien, sie Scherzkeks! Also bitte! Dort gab es auch Arbeitsplätze, Vollbeschäftigung und die erste Autobahn. Es hatte auch sein Gutes, hat die Volksseele noch heute latent verinnerlicht. Und das trotz 50 Millionen Toter! Sie werden noch ihr blaues Wunder erleben, wenn erst Ursula v.d.L. Kanzlerin sein sollte! Hab Acht, links um, Marsch!

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jamsrhb 18.07.2014, 05:09
88.

Mich stört bei seinem Verhalten nur, dass es hier um reine Theorie geht. Potenziell könnte Staat X oder Y unsere Waffen missbrauchen. Potentiell könnte Staat Z seine Bevölkerung mit deutschen Waffen unterdrücken. Wurde sowas getan? Nein.
Wer wirklich töten will wird es tun, sei es auch mit Stöcken oder Steinen.
Fakt ist aber, dass kein Kind in Afrika weniger getötet wird wenn Deutschland weniger Waffen exportiert.
In keinem Koflikt der letzten 30 - 40 Jahre, in dem Völkermord und ähnliche Verbrechen begangen wurden, wurden moderne deutsche Waffen im großen Stil eingesetzt, ausser vielleicht einige auf Abwege geratene G3. Hochmoderne deutsche Waffen sind Warlords und Rebellen viel zu teuer.
Diese ganze Argumentation über potentielle Risiken und potentiellen Missbrauch ist verlogen und heuchlerisch. Gabriel will keine Panzer an Saudi Arabien verkaufen, weil er den Herrschenden dort nicht traut? Dann soll er das auch gefälligst offen und ehrlich kommunizieren und nicht irgendwas von potentiellen Risiken daherschwadronieren.
Ganz davon abgesehen werden die Waffenhersteller eh über kurz oder lang Tochterfirmen in z.B. Frankreich oder Russland gründen und halt dort produzieren und exportieren.
Dann hat die ganze Initiative nichts erreicht ausser verlorene Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
Das ist doch alles nur eine Aktion um sich beim linken Rand der eigenen Klientel einzuschmeicheln und sonst nichts.

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M. Michaelis 18.07.2014, 06:59
89.

Zitat von kdshp
Hallo! Wir haben eine fachkräfte mangel und ich wette das 99% der leute da ruck zuck nen job kriegen und wenns erstmal über zeitarbeit ist. Es geht nicht um einen arbeitsplatz sondern um extra privilegien. NEIN sucht euch nen neuen job so ist das nun mal in der wirtschaft. Viele andere verlieren auch ihren job weil die firma dicht macht und die jammern nicht sondern suchen sich was neues.
Es ist nicht Aufgabe des Staates Firmen an die Wand zu Fahren sondern ihnen ein gedeihliches Umfeld zu liefern.

Deutschland fährt schon in genug anderen Bereichen gute Indistriearbeitsplätze an die Wand.

Die anhaltende Deindustrialiserung in Deutschland wird uns mittel bis langfristig gewaltig auf die Füsse fallen.

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