Forum: Politik
Gabriel vs. Slomka: "Mit verstärkter Höflichkeit befragt"
DPA

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht keinen Grund, sich wegen des Interviews im "heute journal" über Moderatorin Marietta Slomka zu beschweren: "So frei, wie sie in der Art ihrer Fragen ist, bin ich es in meinen Antworten."

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hschmitter 30.11.2013, 15:39
1. Das sollte langsam reichen

Eine Journalistin macht ihre Arbeit, ein Parteivorsitzender auch - beides ist schiefgegangen. Kein Grund, sich daran tagelang aufzuhalten. Wenn aber eine Frau ohne Berufsabschluß bei Markus Lanz 20 % der deutschen Einwohner beleidigt, scheint das medial keinen zu interessieren. Immerhin haben es die Betroffenen auch ohne mediale Unterstützung geschafft, daß Frau Glas sich schon mal enstchuldigt hat. Die spannendere Frage: Wie sieht es da mit "Qualitäts"journalismus aus, wenn ein Sender zuläßt, daß seine Zuschauer beleidigt werden. Das ZDF hat sich weggeduckt anstatt Position zu beziehen und aus unerklärlichen Gründen ist das kein gefundenes Fressen für die privaten Medien.

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el-gato-lopez 30.11.2013, 15:46
2. Pseudo-Skandal

Das ganze ist ein Pseudo-Skandal. Je nach Hintegrund / politischer Gesinnung wird da fleissig aufgebauscht und mal Gabriel, mal Slomka der schwarze Peter zugeschoben. Haben die ganzen "Empööörten" sich eigentlich einmal die Mühe gemacht auch nur 10 min BBC, Fox News oder MSNBC zu gucken? Da war dieses "Horrorinterview" gerade zu harmlos. Was man Slomka vorwerfen kann, ist, dass sie aus welchem schrägen Grund auch immer, sich in den Punkt "verfassungsrechtliche Bedenken" verbissen hatte, was recht unsouverän und einstudiert wirkte. Da kam schon Fox News Feeling auf - da stellt man unliebsamen Gästen im 10-Sekundentakt auch die Frage, ob sie "Amerika hassen"... Ergo, auch nichts neues unter der Sonne.

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schmuggi 30.11.2013, 15:51
3. Marschrichtung Regierungs-Angestellte...

Es wäre ja nicht neu und keine Ausnahme, das ein Nachrichtensprecher einen "Karrieresprung" hinlegt.
Das ist soetwas von durchsichtig! Marrietta mag Steffen Seibert folgen; dieser hat schon soviel gelogen, das er bald ausgewechselt werden muß.

Dieser Streit ist bloße Ablenkung, vom eigendlichen Thema:

"Vertritt die SPD-Parteiführung noch sozial-demokratische Ziele,
oder sind die Wenigen auf eigen Rechnung unterwegs?"

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karlheinz-ritter 30.11.2013, 16:00
4. Mit verstärkter Höflichkeit....

Das geht schon so seit Jahren.Das ZDF hat und pflegt ein Feindbild namens Sozialdemokratie.Die subtile Art und Weise wie man Sozialdemokraten vorführt, läßt den Schluß von Parteilichkeit zwingend zu.Übrigens:einer der Pressesprecher unserer Kanzlerin kommt aus dem gleichen Stall. Ein Schelm,der da was böses denkt

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rationis 30.11.2013, 16:02
5. Frau Slomka - setzen, sechs!

Ich habe das Interview im heute journal live gesehen und war zunächst amüsiert, da ich FraU Slomkas Art, "nachzubohren" normalerweise sehr schätze, genauso wie die Art, sich nicht von Politiker-Sprechblasen abspeisen zu lassen.
Nachdem Sigmar Gabriel ihr aber logisch nachvollziehbar und rational erklärt, dass und warum sie mit ihrem Argument falsch liegt, war Frau Slomka einfach nicht in der Lage, mitzudenken und über die ausgetauschten Gedankengänge zu reflektieren. Dann hätte sie nämlich erkannt, wie hanebüchen ihr Argument war. Soviel geistige flexibilität muss man aber von einem professionellen Nachrichtenmoderator erwarten, besonders dann, wenn er (sie) sich so weit aus dem Fenster lehnt.
Dieses Interview hat Fr. Slomka sehr geschadet, weil sie in Zukunft nämlich nicht mehr ihren nachbohrenden Fragestil wird anwenden können, oder zumindest deutlich zurückhaltender wird sein müssen, nachdem sie sich diesmal so eklatant in die Nesseln und ins Abseits manövriert hat.

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hjcatlaw 30.11.2013, 16:07
6. Es geht

nicht um die Frage, ob die Mitgliederbefragung bei der SPD zur GrKo an sich verfassungswidrig ist (was sie natuerlich NICHT ist), sondern es geht vielmehr um die Frage, ob durch die Mitgliederbefragung und das die Politiker bindende Votum das konstitutionelle Prinzip der indirekten Demokratie, bei der die Politiker ein Mandat vom Wahlvolk erhalten, unterminiert wird. Und genau daran stossen sich zu Recht einige Verfassungsrechtler, und auf diese hatte sich Frau Slomka berufen. Ich unterstelle einmal, dass Herr Gabriel gegenueber Frau Slomka keinen signifikanten Wissensvorsprung im Verfassungsrecht hat; er sollte daher seine Nase ruempfenden Bemerkungen ueber angebliche Wissensluecken beim Verfassungsrecht auf der Seite Frau Slomkas sein lassen.

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Dengar 30.11.2013, 16:08
7. Lol!

Da ist Gabriel echt cool. Die Slomka darf das, war von beiden Seiten ja nur verschärfte Höflichkeit.....und dann der berechtigte Nebensatz, dass Frau Slomka dem GG offensichtlich stiefmütterlich gegenüber steht...:o)

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hjcatlaw 30.11.2013, 16:08
8. Es geht

nicht um die Frage, ob die Mitgliederbefragung bei der SPD zur GrKo an sich verfassungswidrig ist (was sie natuerlich NICHT ist), sondern es geht vielmehr um die Frage, ob durch die Mitgliederbefragung und das die Politiker bindende Votum das konstitutionelle Prinzip der indirekten Demokratie, bei der die Politiker ein Mandat vom Wahlvolk erhalten, unterminiert wird. Und genau daran stossen sich zu Recht einige Verfassungsrechtler, und auf diese hatte sich Frau Slomka berufen. Ich unterstelle einmal, dass Herr Gabriel gegenueber Frau Slomka keinen signifikanten Wissensvorsprung im Verfassungsrecht hat; er sollte daher seine Nase ruempfenden Bemerkungen ueber angebliche Wissensluecken beim Verfassungsrecht auf der Seite Frau Slomkas sein lassen.

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-sapere-aude- 30.11.2013, 16:12
9. Warum dürfen Politiker nicht mit einfachen Fragen konfrontiert werden?

Warum sollten Politiker im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht "wie ein Schulbub" vorgeführt werden dürfen? Wenn sie standhaft und argumentativ gut sind, können sie doch gut kontern. Die Frage von Slomka war für mich mehr als berechtigt. Die SPD Mitglieder haben nun die Regierungsbildung in der Hand! Die Stimme des Volkes wird somit durch eine Minderheit, nähmlich 450.000 SPD-Mitgliedern entweder bestätigt (bei Zustimmung zum Koalitionsvertrag) oder nicht bestätigt. Das Volk hat die CDU und SPD aber als stärkste Parteien gewählt und daraus schlussfolgernd entschieden, dass diese Parteien auch eine Koaltion eingehen könnten. Dies war die Stimme des Volkes. Die SPD-Minderheit kann genau diese Stimme jetzt kippen. Die Frage der Verantwortung ist nicht mehr zu stellen, sie ist beantwortet.

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