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Gastarbeiterinnen am Golf: "Zu verkaufen: 25 Jahre alt, beherrscht alle Hausarbeiten,
Beawiharta/ REUTERS

In den Golfstaaten schuften sehr viele Frauen aus Asien für sehr wenig Geld. Wenn die Arbeitgeber die Haushaltshilfen nicht mehr brauchen, bieten sie ihre Dienste immer öfter bei Snapchat und Instagram an.

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villon 18.11.2019, 19:23
1. Instagramm und Snapchat in der Mitverantwortong

Nennen wir es einen modernen Dreieckshandel, wobei mir noch nicht ganz klar ist, wo die dritte Ecke ist. Jedenfalls sind die sogenannten "sozialen" Medien hier mit in der Verantwortung, indem sie den saudischen Sklavenhaltern den Marktplatz zur Verfügung stellen. Entsprechend wäre zu handeln. Ursächlich ändert dies logischerweise nichts an den Verhältnissen in Bangladesch, dennoch wäre dies ein erster Schritt.

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raeuber.hotzenplotz 18.11.2019, 19:24
2. 4. Welt mit Geld

Wer mal da gelebt / gearbeitet hat weiß: die einheimischen Männer können nix, sind stinkefaul und behandeln Angestellte und (weibliche) Familie wie den letzten Dreck. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

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thomas_linz 18.11.2019, 19:29
3. Ganz so schlimm wie in

Saudi Arabien ist es anderswo am Golf nicht. Es gibt Regeln. Allerdings frage ich mich, wer bei offiziellen Arbeitsverträgen ueber die Argenturen verdient. Jedenfalls kann ich mir so ein Kindermädchen nicht leisten und brauche es auch nicht. Aber die Maedchen haben wirklich kein leichtes Leben. Wenn Sie aber für Europäer und Nordamerikaner arbeiten, kommt ein Gehalt herum, wovon diese Maedchen in Asien sonst nur träumen.

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HardyPDM 18.11.2019, 19:33
5. Hat die deutsche Regierung ...

... schon einmal über Wirtschaftssanktionen gegen solche Länder nachgedacht? Ich schätze nein.

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behemoth 18.11.2019, 19:35
6. Kraft

der in den Golfstaaten geltenden Sharia alles kein Problem, schließlich enthält ja auch der Koran diverse Suren, wie mit Sklaven umzugehen ist.

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seamanslife 18.11.2019, 19:35
7. laut dem Koran

ist Sklaverei nichts ehrenrühriges. Die Frau ist Eigentum des Mannes, warum nicht auch die Arbeitssklavin?

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hansulrich47 18.11.2019, 19:39
8. Leider wird sich das so schnell nicht ändern!

Warum arbeiten diese bedauernswerten Frauen in arabischen Ländern? Weil sie in ihren übervölkerten Heimatländern keine Chance auf Arbeit haben! Das "Angebot" an Arbeitskräften übersteigt die realen Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden bei weitem. Und dies liegt am zu starken Wachstum der Bevölkerung. In manchen Ländern hat dieser "Export" von Arbeitskraft ja schon eine lange Tradition, z.B. auf den Philippinen. Wenn sie etwas besseres fänden, würden nicht so unglaublich viele Philippinos seit Jahrzehnten auf Kreuzfahrt- und Frachtschiffen arbeiten. Erst wenn es kein "Überangebot" an Arbeitskraft gibt, wird das besser. Aber leider wächst die Weltbevölkerung weiter .......

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Reinhold Schramm 18.11.2019, 19:46
9. Missbrauch, Repression und Zwangsarbeit.

Die feudale Sklaverei der Geschäftspartner der EU in den Golfmonarchien.

Grundlegende bürgerliche Freiheiten wurden in Saudi-Arabien weiterhin in eklatanter Weise mit Füßen getreten, und allen erwerbstätigen Menschen wird ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Tarifverhandlungen verweigert. Proteste werden brutal unterdrückt und geahndet. In diesem bedrückenden Klima haben die 8,3 Millionen Wanderarbeitskräfte in dem Land (mehr als 90 Prozent aller Beschäftigten im privaten Sektor) nach wie vor besonders unter dem Kafala-System zu leiden. Sie werden häufig unter Vortäuschung falscher Tatsachen dazu gebracht, lukrative Jobs in Saudi-Arabien anzunehmen und dann bei ihrer Ankunft in dem Land gezwungen, ihre Pässe abzugeben und Tätigkeiten zu verrichten, die nicht vereinbart worden waren.

Unterdessen sind die Behörden verstärkt gegen irreguläre Arbeitsmigranten vorgegangen und haben Tausende verhaftet, inhaftiert und deportiert. Im März 2017 hat das Innenministerium eine Kampagne unter dem Motto „Eine Nation ohne Rechtsverletzungen“ gestartet, in deren Rahmen Arbeitsmigranten 90 Tage Zeit gegeben wurde, um ihren Status zu legalisieren oder das Land zu verlassen.

Fälle von Missbrauch an Wanderarbeitskräften: Im Januar 2017 wurden 49 ehemalige Beschäftigte der Binladin-Gruppe zu 300 Peitschenhieben und bis zu vier Monaten Haft verurteilt, weil sie gegen die Nichtzahlung der Löhne protestiert hatten.

Im März 2017 wurden 29 indische Arbeitskräfte vom Unternehmen Al-Hajry Overseas in Al-Hassa unter erschreckenden Bedingungen festgehalten, weil sie sich beschwert und ihren ausstehenden Urlaub eingefordert hatten. Einem NGO-Bericht zufolge sollen viele Wanderarbeitskräfte versucht haben, zu fliehen, was jedoch gewöhnlich mit noch mehr Gewalt und Missbräuchen erwidert werde.

„Als wir am Flughafen ankamen, haben sie uns unsere Pässe abgenommen. Wenn ich ihr sage, dass ich nicht arbeiten will, zwingt sie mich, zu arbeiten. Selbst wenn ich krank bin, zwingt sie mich, zu arbeiten.“ – Mariam Hausangestellte, Saudi-Arabien.

Siehe: Der Globale Rechtsindex des IGB 2018
https://www.ituc-csi.org/IMG/pdf/ituc-global-rights-index-2018-de-final-2.pdf

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