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Gastbeitrag von Martin Schulz (SPD): Scheitert Macron, ist Europa in Gefahr
FRIEDEMANN VOGEL/ EPA-EFE/ Shutterstock

Europa braucht Debatten, braucht Reformen, denn die EU ist mehr als ein Markt. Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz unterstützt Emmanuel Macrons Appell - und fordert die Bundesregierung auf, den Franzosen endlich zu unterstützen.

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pitt1968 05.03.2019, 17:32
50. Die gesamte EU hängt am Tropf...

und dieser "Tropf" wird gefüllt mit den Milliarden (27 % des gesamten EU-Budgets), die Deutschland als Profiteur eines schwachen Euros wirtschaftlich aus der EU zieht.
Nur wären wir ohne die EU und mit nationaler Währung nicht Exportweltmeister und stattdessen weitaus schlechter dran... weil sich niemand mehr unsere Produkte leisten könnte.
Die Frage ist nur... was ist / wäre das geringere Übel?

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mont_ventoux 05.03.2019, 17:33
51. Durchschaubar

Hinter Macrons sogenannten Reformen steht vor allem der Wunsch nach stärkerem Zugriff auf deutsches Steuergeld. Kein Wort zu den Agrarsubventionen, die den größten Ausgabenposten im EU-Haushalt ausmachen und von denen u.a. Frankreich besonders profitiert. Stattdessen will er uns eine europäische Arbeitslosenversicherung aufschwatzen. Nein danke, Herr Macron.

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marialeidenberg 05.03.2019, 17:34
52. Die monokausale und personengebundene Prophezeihung

in Ihrer Überschriftist weder einfallsreich noch wahrscheinlich. Die Zeiten des Scheitern von Personen ist vorbei, es scheitern Programme, Entwürfe und Systeme. Man brauchte sonst ja nur die Person auszutauschen und alles wäre schick. Im Falle Europa ist das mehrfach gescheitert, zuletzt in Deutschland mit der missglückten Installation des Europäers Martin Schulz als Bundeskanzler.

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poetnix 05.03.2019, 17:36
53. Aussitzscheitern

.... und wenn die Bundesregierung die Ideen Macrons weiter blockiert,
trägt sie wie bisher wesentlich zum Scheitern Europas bei !

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Röntgen 05.03.2019, 17:42
54. Man fragt sich,

warum Herr Macron mit seinem überbordenden Willen zur Gestaltung nicht im eigenen Garten anfängt. Hier gibt es ganz offensichtlich zunächst genug zu tun. Zudem könnte dadurch der Beweis angetreten werden, dass seine Forderungen auch mit einer Fähigkeit zu Umsetzung verbunden sind. Wenn immer erstmal das Große Ganze (hier Europa) grundsätzlich in Frage gestellt wird ohne vor der eigenen Tür zu kehren, dann wirkt das nicht sehr überzeugend.

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panwensi 05.03.2019, 17:43
55. Merkels letzte Chance

Zitat von spon_7924415
Macron hat Deutschland goldene Brücken gebaut. Merkel war zu schwach, um darüber zu gehen, der derzeitige Außenminister ist auch merkwürdig desinteressiert. Bei NorthStream2 hätte es ja beinahe schon gerappelt. Aber das kann ja alles noch kommen. Sage dann niemand in Deutschland, er hätte es nicht gewußt.
Ich stimme dem Zitat zu, dass Macron immer wieder den Versuch gemacht hat, wenn auch teilweise mit seinen ganz eigenen französichen (aber wohl legitimen) Interessen und Ideen zusammen mit Deutschland einen Neuaufbruch zu wagen. Dabei ist dieser Aufbruch und Neuanfang angesichts der (geo-)poliitischen Herausforderungen, vor denen Deutschland und Europa stehen, bitter notwendig, und er kommt fast schon zu spät.

Frau Merkel hat neulich mit ihrer Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz bewiesen, dass sie gelegentlich auch Klartext reden kann. Das hat fast gutgetan.

Es reicht aber nicht nur aus, direkt und indirekt gegen die USA des Herrn Trump zu wettern: sie muss ENDLICH einmal eine große Rede FÜR Europa halten!

Auf diese Rede warten wir seit dem ersten Tag ihrer nun schon allzu langen Kanzlerschaft!

Endlich ist sie jetzt als "Nur-noch"-Kanzlerin vergleichsweise frei, mehr und Entscheidendes für ein starkes und einiges Europa zu tun - etwas, das selbst für ihren bräsigen Vorgänger Helmut Kohl stets wichtig und richtig war.
Kann man z. B. nachlesen in seinem "Appell" mit dem Titel "Aus Sorge um Europa" (Droemer, 1024).

Ich bin kein großer Fan von Herrn Schulz, denn trotz seiner "europäischen" EU-Karriere war und ist er ein politisches Leichtgewicht und jemand, der besser reden als politisch handeln kann.
Dennoch gebe ich ihm in diesem Beitrag 100% recht: Wenn Merkel nicht endlich aufwacht, dann ist der Zug für Europa, und damit weitgehend auch für Deutschland, abgefahren.
Nicht nur Trump und seine europafeindlichen, blinden Kohorten, auch Potentaten wie Putin, Xi Jinping und viele unserer osteuropäischen Nachbarn warten nur auf diese Entwicklung.
Wann also bekommt unsere Kanzlerin endlich mal ihren Hintern hoch
und tut was für Europa - und gleichzeitig für unser Land?

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adal_ 05.03.2019, 17:43
56. Guter Witz!

Zitat von fun-tastisch
... Einheitliche Sozialstandards in Europa, gemeinsame Teilhabe statt Ausgrenzung, Zugang zu Bildung und Kultur für alle, offene Grenzen statt Abschottung und ein Grundeinkommen für jeden Europäer statt allenfalls Mindestlöhne wären ein Weg in eine europäische Zukunft. Da müsste er seinen "Gelbwesten" aber mal zuhören!
Sie halten die Gelbwesten für eine europäische oder zumindest proeuropäische Bewegung, die sich für die Sozialstandards in Europa, also z.B. in Bulgarien, interessiert? :-)

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Wolfgang Heubach 05.03.2019, 17:45
57. Macron ist ein politischer Blender

Große Worte - keine Taten. Das ist Macron, ein politischer Blender. In Frankreich ist er auf der ganzen Linie gescheitert. In seine "großartigen" Pläne bezieht er die Bürgerinnen und Bürger überhaupt nicht mit ein. Sie haben keine Stimme in seinem angeblich "neuen" Europa. Sie sind, wie in Frankreich, total entmündigt. Für den politischen Größenwahn Macrons spricht auch, daß er die EU mit dem Kontinent gleichsetzt. Wie vermessen ! Ohne die Russische Föderation gibt es kein Europa. Das übersieht Macron geflissentlich. Er will eine EU unter seinem Kommando ! Mit militärischen Einsätzen rund um den Globus. Im Grunde agiert er im Geiste Clemenceaus

Deshalb: Nur ohne Macron hat die EU überhaupt eine Überlebenschance. Mit Macron wird sie scheitern. Siehe Frankreich.

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haresu 05.03.2019, 17:51
58. Völlig richtig

Allerdings kann man eigentlich nicht sagen, dass Deutschland eine Antwort schuldig geblieben wäre. Es gab eine Antwort: ein sehr lautes Schweigen. Deutschland versagt mal wieder darin sich einzuordnen, Deutschland droht zum Totengräber der europäischen Integration zu werden. Es ist gut möglich, dass man Merkels Kanzlerschaft in 30 Jahren nur unter diesem Aspekt betrachten wird.

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De facto 05.03.2019, 17:51
59. Wie erwartet

Macron und Schulz drängen auf eine engere Union. Das kann nicht gut gehen bevor Länder wie Italien und Frankreich mehr wettbewerbsfähig sind - Ungleichgewicht. Wir brauchen endlich Reformen, vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Erst später, viel später als Endprodukt kommt der politische Union.

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