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Gauck und Merkel: 2:0 für Luther

Gauck und Merkel - zwei ostdeutsche Protestanten führen jetzt das Land. Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Aber wenn Gauck ein Lehrmeister der Demokratie sein will, muss er selber noch viel lernen.

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cs01 23.02.2012, 11:56
1. ...

Rot-Grün wird sich noch schön wundern, was für jemanden sie zum Bundespräsidenten gemacht haben. Dieser Menschenfeind ist ein noch schlimmerer Präsident als Wullf und das muss man erst mal schaffen. Merkel hingegen wird sich dann ins Fäustchen lachen und die jetzige Niederlage als späten Sieg empfinden.

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Gort 23.02.2012, 11:58
2. Wirrkopf

Zitat von sysop
Gauck und Merkel - zwei ostdeutsche Protestanten führen jetzt das Land. Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Aber wenn Gauck ein Lehrmeister der Demokratie sein will, muss er selber noch viel lernen.
An der Stelle, wo Augstein vom "kapitalistischen Terror" schreibt , habe ich aufgehört zu lesen. wer sowas allen Ernstes verzapft, kann nicht erwarten, ernstgenommen zu werden.
Vielleicht sollte sich J.A. mal vergegenwärtigen, wo er heute wäre ohne die kapitalistisch angehäuften Millionen seines Vaters. Sein journalistisches Talent jedenfalls hätte kaum ausgereicht, ihn zum Wochenzeitungsherausgeber, SPON-Kolumnisten und Multimillionär zu machen.

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steinaug 23.02.2012, 12:06
3. Unsäglich

Unsäglich albern ist nicht nur die Antikapitalismusdebatte, sonder vor allem jeder Beitrag von Augstein jr.

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KonsulOtto 23.02.2012, 12:18
4. Religion egal

Wir leben (noch) in einem säkularen Staate, falls es der eine oder andere vergessen haben sollte.
Sollte da nicht die Religionszugehörigkeit von Politikern erstmal egal sein?

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Atomkrafteimer 23.02.2012, 12:19
5. Toll

Zitat von
Dabei wird Gauck, wenn er ein Lehrer sein will, vor allem selbst lernen müssen.
Sehr richtig. Das muss aber jeder, der zum ersten Mal ein Amt ausübt. Niemand wird als Präsident geboren. Vielleicht sollte man erst mal ein wenig Geduld haben, danach kann man ihn immer noch niedermachen.

Zitat von
Es wäre schön, wenn nicht erst ein paar Jahre vergehen müssten, bis Gauck begreift, dass die Antikapitalismusdebatte keinesfalls "unsäglich albern" ist, wie er im vergangenen Oktober losgepoltert hat.
Zitat von
... das die Menschen im Angesicht des kapitalistischen Terrors erfasst.
Die "unsäglich albern" Aussagen werden aber angesichts derartiger Phrasendrescherei ("kapitalistischer Terror") kaum zu vermeiden sein. Denn das ist in der Tat unsäglich albern. Wirklich differenzierte, reflektierte, und sachliche Kritik kommt leider von den wenigsten. Es läuft zu oft auf das einfache Weltbild Kapitalismus: böse / Sozialismus: toll, hinaus.

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wjm 23.02.2012, 12:20
6. Jecken unter sich

Zitat von sysop
Gauck und Merkel - zwei ostdeutsche Protestanten führen jetzt das Land. Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Aber wenn Gauck ein Lehrmeister der Demokratie sein will, muss er selber noch viel lernen.
Mit Gauck haben die Kölner Karnevalisten endlich das protestantische Pendant zu Kardinal Meisner.

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rheinläufer 23.02.2012, 12:20
7. Diverses

"Deutschland ist so enttäuscht, so sinnentleert, da kann Gauck nur gewinnen." Deutschland sinnentleert. - Was für ein Schwachsinn! Unser Land ist kein Buch von Goethe. Wie dieses ständige Schlechtreden nervt!

Warum wohl mögen die Linken Gauck nicht? Soll das gemeinsame Ostdeutsche die ehemalige und noch bestehende politische Feindschaft überlagern. Wohl kaum.

Mehr Protestantismus tut dem Land sicher gut. Nicht zuletzt damit auch im tiefsten Bayern die Bauern merken, dass es eine Wiedervereinigung gab.

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unterländer 23.02.2012, 12:20
8.

Zitat von sysop
Gauck und Merkel - zwei ostdeutsche Protestanten führen jetzt das Land. Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Aber wenn Gauck ein Lehrmeister der Demokratie sein will, muss er selber noch viel lernen.
Hr. Augstein unterstellt Herrn Gauck, dass er Lehrer sein will. Ferner unterstellt er, dass das Ganze Land begierig auf die Antrittsrede des neuen Präsidenten warte. Zum Lehrer sein wollen: Wenn Hr. Augstein glaubt, dass Hr. Gauck sein Amt als Lehrmeister ausfüllen wolle, dann ist das eine Meinung. Dass sie durch nichts aus Gaucks bisherigem Verhalten, das BP-Amt betreffend, hinterlegt ist, ficht Herrn Augstein selbstverständlich nicht an. Dass das ganze Land begierig auf die Antrittsrede des neuen Präsidenten warte, ist ebenfalls eine Meinung. Demgegenüber steht meine Gewissheit: Ich warte nicht auf die Antrittsrede, meine Familie nicht, nur wenige meiner ehemaligen Arbeitskollegen und nur zwei Menschen aus meinem erweiterten Bekanntenkreis haben überhaupt schon einmal die Antrittsrede erwähnt. Ist vermutlich nicht repräsentativ, allerdings vermute ich, dass Herr Augstein sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, vor seiner Aussage irgendjemanden zu fragen. Er unterstellt das halt mal so m.E..

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leser-fan 23.02.2012, 12:21
9. Merkels Bedenken und keine hört hin

Zitat von sysop
Gauck und Merkel - zwei ostdeutsche Protestanten führen jetzt das Land. Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Aber wenn Gauck ein Lehrmeister der Demokratie sein will, muss er selber noch viel lernen.
Sehr guter Artikel; aber Gauck interessiert keine Diktatur des Profits, das ist für ihn Freiheit nach dem Motto, dass jeder seines Glückes Schmied selbst ist: Hoch ihr Faulen, nutzt eure Chance. Als Christ trug er (bis heute?) den Hass auf das DDR-System (wegen der Vorwürfe gegen den Vater = Russland) vor sich hin - ungewöhnlich für einen Christen. Bürgerbewegter wurde er erst 1989, bis dahin durfte er ein Leben führen, um was ihn sicherlich der größte Teil der Ossis beneidete: Kinder durften ausreisen, der durfte gen Westen zu Besuch, niemand sperrte ihn aus, warum auch - eine Gefahr stellte er für das System nie dar. Als sich das Neue Forum gründete, 1989, sprang er auf den fahrenden Zug auf, weil er zweifelsohne sehr klug ist. Er saß nicht in Bautzen, lernte die Stasiverhörzentrale Hohenschönhausen nicht kennen. Warum diese unendliche Euphorie - lernen wir nie? Warum kein Gegenkandidat, was ist mit den Grünen los?

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