Forum: Politik
Gauck-Wahl: Merkels heimlicher Sieg
dapd

Scheitern als Chance: Angela Merkel macht den dritten Versuch, einen geeigneten Kandidaten für das höchste Staatsamt zu finden. Diesmal kommt es darauf an, die Opposition klug einzubinden. Wenn die Kanzlerin alles richtig macht, könnte sie sogar gestärkt aus dem Präsidentendebakel hervorgehen.

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vaclaus 25.02.2012, 19:04
10. teuere Kanzlerin

Zitat von sysop
Scheitern als Chance: Angela Merkel macht den dritten Versuch, einen geeigneten Kandidaten für das höchste Staatsamt zu finden. Diesmal kommt es darauf an, die Opposition klug einzubinden. Wenn die Kanzlerin alles richtig macht, könnte sie sogar gestärkt aus dem Präsidentendebakel hervorgehen.
Die "Siege" der Frau Merkel kommen den deutschen Steurzahler teuer zu stehen. Sie war noch nicht in der Lage eine Krise rechtzeitig zu erkennen. Immere erst nachher - Finanzkrise, Eurokrise, Wullfskrise. Und immer muss der kleine Man dafür gerade stehen.

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biobanane 25.02.2012, 19:06
11.

Ich sehe das ähnlich. Nur hat das Ganze auch gezeigt, dass Merkel eben doch noch nicht die gewiefte Taktiererin ist. Dann hätte sie die Chance gleich erkannt und hätte nicht dazu gezwungen werden müssen. So hätte sie den 5-Minuten Triumph der FDP vermeiden können und gleichzeitig gezeigt, dass sie nicht im eigene Dogma stecken bleibt sondern natürlich die Stimmung im Land aufnehmen kann.

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fear_less 25.02.2012, 19:06
12. Mit Verlaub

Zitat von paulaerika
Angela Merkel wurde uns bisher in der Presse dargestellt als sehr ruhig, besonnen und als die, die Dinge vom Ende her denkt und jetzt können wir sehen: Sie brüllt herum, erpresst, sie entscheidet sich falsch!
Ich würde das eher so formulieren:

Sie brüllt herum, erpresst, sie entscheidet sich ewig lange nicht... und dann doch meistens falsch!

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caecilia_metella 25.02.2012, 19:06
13. Politische Manöver,

die nicht recht verstanden werden, könnten (oder müssten?) vielleicht im Zusammenhang mit jüngeren Ereignissen in Deutschland zu sehen sein.
Es müffelt derzeit in Deutschland ganz gewaltig.

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janne2109 25.02.2012, 19:24
14. ..........

Danke Spon für die aufgezeigten wenn/aber/warum, is aber nicht nötig, Fr. Merkel weiss was sie tut. Im Gegensatz zu vielen anderen Damen und Herren der Regierung.

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jajo76 25.02.2012, 19:29
15. Man muss unterscheiden...

Zitat von sysop
Scheitern als Chance: Angela Merkel macht den dritten Versuch, einen geeigneten Kandidaten für das höchste Staatsamt zu finden. Diesmal kommt es darauf an, die Opposition klug einzubinden. Wenn die Kanzlerin alles richtig macht, könnte sie sogar gestärkt aus dem Präsidentendebakel hervorgehen.
Es mag sein, dass sie (auf welch wunderbare Weise auch immer) im Volksempfinden "gestärkt" worden ist - weil sie letztendlich dem Kandidaten zugestimmt hat den eine Mehrheit des Volkes wollte (zumindest in manchen Regionen).

In der Schlangengrube ihrer politischen Umgebung dürfte sie wohl eher geschwächt worden sein, allein schon durch ihren allzu offensichtlichen Fehlgriff Wulff und die Tatsache, dass sie sich eben nicht anschliessend durchsetzen konnte.

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garfield 25.02.2012, 19:36
16.

Zitat von Roßtäuscher
Auch wenn (Langguth) der Merkel-Biograph ist, erscheint es fast als Lachnummer. Alle Welt weiß, wie sich diese Kanzlerin gegen Joachim Gauck gesträubt/-sperrt hat. Zweimal hat sie einen fürchterlichen Lapsus mit 2 von ihr installierten Präsidenten hingelegt, neben den reihenweisen anderen Fehlern. Sie hält den Rekord der zurück getretenen Kabinettsmitglieder. Die Schmierenkomödie um die falschen Lobeshymnen von Burda-/Springer-/Mohn-Presse.
Alles richtig. Ich kann Langguth's Analysen auch nicht viel abgewinnen. Mit einem hat er allerdings recht: Von den Positionen her könnte sich Merkel keinen passenderen Präsidenten wünschen. Nicht umsonst z.B. war schon damals die Wahl zwischen Gauck und Wulff für die LINKE eine zwischen Pest und Cholera. Wenn sPD/Grüne damals nicht auf Gauck gekommen wären, hätte Merkel den genausogut aus dem Hut zaubern können.
Der einzige Grund für ihr anfängliches Sträuben ist ein ganz banaler: Psychologie. Mit der Akzeptanz von Gauck gibt sie dem anderen "Lager" nachträglich recht in der Wahl des Kandidaten.
Es muss sich übrigens auch keiner wundern, dass Gauck bei der FDP mit offenen Armen empfangen wird, so kompatibel (ich habe die Anführungszeichen wieder entfernt) wie er ist.
Andere Kommentatoren haben schon darauf hingewiesen, dass sich dieser Sieg für Rot-Grün sehr bald in einen Pyrrhussieg verwandeln könnte. Das ahnt auch schon Trittin, der sich sicher ist, dass er sich "oft über Gauck ärgern wird".
Für mich ist eigentlich nicht mehr die Frage, OB, sondern nur noch wieviele Gegenstimmen Gauck über die der LINKEn hinaus bekommen wird.

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cato-der-ältere 25.02.2012, 19:37
17. Jeder trickst jeden aus, und am Ende...

gewinnen die, die immer gewinnen.
Die Gewinner eben. Jetzt haben sie ihr Traum-Duo.
Merkel für die, leider, leider, bestehenden Sachzwänge, den technischen Part sozusagen.
Und Gauck für die ideologische Lufthoheit: Freiheit und Selbstverantwortung", heisst: Freie Bahn fürs Kapital, und die Armen sollen schön die Klappe halten und selbstverantwortlich schauen wie sie aus dem Dreck kommen. Und das wird mit unnachahmlichem Charme verkauft. Gar manch Tränelein wird verdrückt.
Die jeweiligen Motive für die diversen Scharaden von Rösler, Tritin und Merkel sind dabei so flüchtig und eitel dass es sich kaum lohnt sie durchschauen zu wollen. Im Endergebnis hat jeder gemacht was die interessierten Kreise, inklusive Springer-Presse wollten, und haben das richtige Ergebnis geliefert. Unsereins, die naiv-idealistischen Foristen haben mit dem Rütteln an Wulffs Stuhl auch brav mitgemacht. Und somit kann man vielen weiteren Jahren gottgefälliger Stabilität der Verhältnisse entgegen sehen. Zumindest soweit es die Gewinner betrifft. Aber schon aus Selbstachtung zählen sich ja 90% im Land zu diesen...

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turo 25.02.2012, 19:39
18. ohne Titel

Zitat von biobanane
Ich sehe das ähnlich. Nur hat das Ganze auch gezeigt, dass Merkel eben doch noch nicht die gewiefte Taktiererin ist. Dann hätte sie die Chance gleich erkannt und hätte nicht dazu gezwungen werden müssen. So hätte sie den 5-Minuten Triumph der FDP vermeiden können und gleichzeitig gezeigt, dass sie nicht im eigene Dogma stecken bleibt sondern natürlich die Stimmung im Land aufnehmen kann.


Sie Scheinen von Führungsstrategie nicht bviel zu verstehen.
Man muss in einem solchen Fall den schwächeren auch mal
einen Erfolg gönnen.
Man will ja erst 2013 die BT Neuwahlum aus der Stärke zu agieren.

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bert.hagels 25.02.2012, 19:42
19. Herr Langguth ...

... würde wahrscheinlich noch den Rücktritt Merkels als taktische Meisterleistung verkaufen.

In Wahrheit ist Frau Merkel seit Antritt der schwarzgelben Regierung gar nichts gelungen; sie hat kastastrophale Personalentscheidungen getroffen, und in der Sachpolitik ist außer dem Mövenpick-Steuerreförmchen, dem Hu und Hott in der Atomfrage, dem vollständigen Versagen in der Europapolitik und dem peinlichen Betreuungsgeld, diesem Bonbon für die bayrischen Mitchristen, nichts gewesen.

Es ist wie immer, wenn Schwarzgelb regiert bzw. reagiert (denn von Regieren kann ja wohl ernsthaft nicht die Rede sein): Das Ergebnis wird ein ungeheurer Reformstau sein.

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