Forum: Politik
Geberkonferenz in Brüssel: Berlin droht Afghanistan mit Geldentzug
DPA

Deutschland will Afghanistan bis zu 1,7 Milliarden Euro an weiteren Hilfsgeldern zahlen - und fordert im Gegenzug Reformen. Ob die Regierung in Kabul sich daran hält, ist allerdings fraglich.

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capote 04.10.2016, 13:45
1. Retten

Wusste ich es doch, es gibt weiterhin was zu "retten" mit deurschem Steuergeld :
aktuell die Deutsche BankundAfghanistan muss endlch "gerettet" werden.

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menefregista 04.10.2016, 13:58
2. Wie lange noch ?

Steinmeier: "Dürfen Afghanistan nicht auf halber Strecke allein lassen"

Die einzige "Dreistigkeit der Afghanen " sehe ich im Kontext von
einem ganzem Haufen von militärischen Versagern, die in Afghanistan nur das Geld der westlichen Natobündnis-Partnern nach Lust und Laune buchstäblich "verpulvern ". Davon macht Deutschland von der Dummeit der Steuerzahler seit 16 Jahren auf dreiste Art Gebrauch.

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emo.alberich 04.10.2016, 14:05
3. Bei Afghanistan habe ich keine Angst ...

Zitat von capote
Wusste ich es doch, es gibt weiterhin was zu "retten" mit deurschem Steuergeld : aktuell die Deutsche BankundAfghanistan muss endlch "gerettet" werden.
Die Deutsche Bank ist systemrelevant, Afghanistan nicht.
Die DB wird gerettet werden müssen.
"Messbare Resulte" dürfte Afghanistan nicht vorbringen KÖNNEN. Was auch immer das sein soll. Letztes Jahr hat Ursula von der Leyen noch -zig mal auf die "gewaltigen Fortschritte beim Aufbau der Zivilgesellschaft und der Verwaltung in Aufganistan" hingewiesen. Offenbar ein Irrtum
Diese Forderung nach "messbaren Fortschritten" scheint mir als der erste Schritt zur Streichung der Hilfe.

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klugscheißer2011 04.10.2016, 14:14
4. Aus klarem Kalkül

Die Bundesregierung knüpft konkrete Bedingungen an die Zahlung von Hilfsgeldern. Das geschieht aus gewissem Kalkül. Denn das Land am Hindukusch wird gerade von einer "Heimkehrer-Welle" überrollt.
Nachbar Pakistan hat die einst in ihr Land geflohenen Afghanen aufgefordert, das Land zu verlassen. Die Rede ist von bis zu zwei Millionen Afghanen. Ein Teil von ihnen verließ Afghanistan schon in den 80ern in Richtung Pakistan, während des Krieges mit der Sowjetunion.
In letzter Zeit nahmen aber die Spannungen zwischen beiden Nachbarn zu. Gegegnseitig beschuldigt man sich, Terrorismus zum Nachteil des anderen zu unterstützen. Pogromartige Übergriffe von Pakistanis gegenüber Afghanen sollen in einigen Gegenden Pakistansd schon an der Tagesordnung sein.
Die zu Teilen korrupte Regierung in Kabul steht damit in einem von zahlreichen Kriegen zerstörten Land, das wirtschaftlich nicht auf die Füße kommt, jetzt vor einer neuen Herausforderung.
Bekommt Kabul das Problem der Rückkehrer nicht in den Griff, droht ein Weiterziehen dieser entwurzelten Menschen in westliche Richtung. Zwei Millionen neue Flüchtlinge, wer in Europa
(an dieser Stelle erinnere ich mal daran, dass die EU vor zwei Jahren den Friedensnobelpreis bekam) will sie aufnehmen?
Da versucht Berlin lieber mal, den Afghanen finanziell zu helfen. Dass es gelingt und das Geld nicht in dunklen Kanälen verschwindet, darf allerdings bezweifelt werden.

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no_mainstream 04.10.2016, 14:15
5. Man könnte verzweifeln..

.. an der Lage in diesem Land, aber noch mehr an der absoluten Lernresistenz der Spiegel Journalisten. Wer nach 14 Jahren Misserfolg und zig Milliarden Hilfe immer noch glaubt die gleichen Rezepte wieder und wieder anzuwenden dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Als einziges schwaches Argument, oder besser Drohung ist die Befürchtung von noch mehr Emigranten die wir natürlich aufnehmen "müssen"..

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ediart 04.10.2016, 14:27
6. lose Versprechen

Immer wieder die gleiche Strategie eines Neo Kolonialismus. Man predigt Demokratie, Parlamentarismus, freie Wahlen ect ect.
Mit den "Hilfsgeldern" kauft man sich gefällige Politiker es gilt ja auch die Interessen der Geldgeber zu wahren.
Die Gelder verschwinden in den Taschen der Clans die das Sagen haben.
Der Bevölkerung geht es weiterhin schlecht immer ein guter Nährboden für Radikale.
Kippt die Situation wird das Militär geschickt. Um demokratische Verhältnisse her zu stellen.
Dass das nicht funktioniert sieht man an vielen Brennpunkten unserer Welt.

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helmut.alt 04.10.2016, 14:33
7. Der Trugschluss

besteht darin, dass wir glauben mit noch mehr Geld Fortschritte in dem Land zu erreichen. Mit Geld allein lässt sich die Denkweise dieser Menschen nicht ändern. Einige werden sich bereichern, der Rest wird zurückfallen in alte Gewohnheiten sobald der Geldstrom versiegt. Dieselbe Situation ist in Afrika zu beobachten. Humanität hin, Humanität her: Europa wird auf lange Sicht nichts anderes übrig bleiben als die Grenzen dicht zu machen, weil der Ansturm von Wirtschaftsflüchtlingen zu groß wird.

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bernie86 04.10.2016, 14:37
8. Deutschland kauft sich frei

Als vorletztes Jahr die Flüchtlinge an die italienischen und griechischen Strände gespült wurden, verwies man auf den Auftrag zur Grenzsicherung, den die EU-Partner zu gewährleisten hätten, schob etwas Geld rüber und dann kam nichts mehr.
Als das nicht reichte und sich die Massen via Türkei nach Europa bewegten, handelte man den nächsten Deal aus - Geld gegen unsere Ruhe.
Und nun steht eben Afghanistan auf der Liste, um einen Teil der hier gestrandeten Flüchtlinge zurückzuführen.

Damit die Bevölkerung das nicht so direkt mitkriegt, nennt man es eben Entwicklungshilfe und versteckt die Klauseln zur Rücknahme eben in langen Reden über Partnerschaft und netten Interviews.
Einzig, es hilft nichts, wenn der Partner seinen Teil nicht einhält, zurückfordern kann man Hilfsgelder nunmal nicht.
Griechenland stemmt sich noch immer gegen die Vorgaben aus Brüssel, Erdogan pocht noch immer auf Visafreiheit ohne die Menschenrechte zu stärken und bei Afghanistan ist schon länger bekannt, dass die Staatsmarionetten nicht nach dem Willen des Westens tanzen.

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MiniDragon 04.10.2016, 14:37
9. Rückflusse

Wer sich für die Situation in Afghanistan interessiert und etwas recherchiert, wird schnell entdecken, dass viele der "dunklen Kanäle", in denen dort die Hilfsgelder verschwinden in Deutschland enden.

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