Forum: Politik
Gebietsansprüche im Norden: Russland rüstet Militärbasen in der Arktis weiter auf
AP

Flugabwehrraketen und Abfangjäger: Mit Waffen untermauert Russland seine Gebietsansprüche im Polarmeer. Sechs Militärbasen sind laut Regierungszeitung fast bezugsfertig.

Seite 2 von 4
ernesto79274 10.12.2015, 06:05
10. sehr gut so.

Das schafft wieder ein wenig Gleichgewicht. Von dort ist man mit allem schnell in den USA.

Beitrag melden
karl_murx 10.12.2015, 08:38
11.

Zitat von ka117
Das Verhalten von Russland wird immer aggressiver. Etwas sinnvoles, positives wie z.B. innovative und konkurrenzfähige Produkte, attraktive Werte (Rechtsstaatlichkeit, Demokratie) auf die Beine zu stellen sind sie nicht im Stande. Was bleibt ist primitives Denken, dass man nur dann beachtet wird, wenn man anderen etwas wegnimmt oder sie unterwirft. Das ist das "wahre Gesicht" von Russland, dass sich seit der Zeit der Unterwerfung durch die Mongolen kaum verändert hat.
Vielen Dank für diesen Beitrag!

Genau dies ist der Grund, warum die Weltmachtsphantasien Russlands unbegründet sind. Oder wollen wir etwa zurück zu den Zeiten, in denen ein "großes" Heer Weltmachtsansprüche begründen darf?

Russland hat - leider - nichts zu bieten, was man einen Beitrag zum Gelingen der Weltstaatengemeinschaft bezeichnen könnte.

Das ist nicht immer so gewesen. An diese Zeiten sollte Russland anknüpfen und sich nicht aus schlichter Unsicherheit heraus, zu den alten längst überwundenen "Werten" des Nationalismus des 19. und Anfang des 20. Jh. zurückwenden.

Beitrag melden
peterbond2 10.12.2015, 08:53
12.

Zitat von ka117
Das Verhalten von Russland wird immer aggressiver. Etwas sinnvoles, positives wie z.B. innovative und konkurrenzfähige Produkte, attraktive Werte (Rechtsstaatlichkeit, Demokratie) auf die Beine zu stellen sind sie nicht im Stande. Was bleibt ist primitives Denken, dass man nur dann beachtet wird, wenn man anderen etwas wegnimmt oder sie unterwirft. Das ist das "wahre Gesicht" von Russland, dass sich seit der Zeit der Unterwerfung durch die Mongolen kaum verändert hat.
Die USA haben im Jahr 2009 eine außenpolitische Strategie für die Arktis definiert. An erster Stelle dieser politischen Leitline stehen „Interessen der nationalen Sicherheit“ in der Region. Dazu zählen die USA unter anderem ständige Präsenz und freie Durchfahrt für US-Schiffe, Raketnabwehr-Systeme und Marine-Manöver sowie das ständige Überflugsrecht für US-Flugzeuge. Die US-Regierung behält sich das Recht auf „strategische Abschreckung“ vor und ist bereit ihre Interessen wenn nötig „auch im Alleingang durchzusetzen“. Die Leistungsfähigkeit der US-Flotte müsse deshalb erhöht und ihre Präsenz in der Region ausgeweitet werden, um „Handelswege, kritische Infrastruktur und Schlüssel-Ressourcen zu schützen“.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/03/wettlauf-um-rohstoffe-usa-wollen-arktis-flotte-ausbauen/

Ihr Hass auf Russland muss sie ja auffressen.

Beitrag melden
helios 2.0 10.12.2015, 09:08
13. Ausgrenzungspolitik?

Zitat von bertholdalfredrosswag
Die Exzessive Machtdemonstration Russlands ist die Reaktion auf die exzessive Ablehnung die Russland vom Westen zuteil wird. Von daher also eigentlich verständlich. Man gibt Russland allen Grund misstrauisch zu sein. Die Einkreisungspolitik und gleichzeitig Ausgrenzungspolitik der USA ist eine Realität, auch wenn man als prowestlicher US Sympathisant daran geflissentlich vorbei sieht.
Welche Ausgrenzungspolitik? Seit 1990 wurde Russland, auf Bestreben des "Westens", sukzessive in europäische und internationale eingebunden. Hierzu gehören der Europarat, der NATO-Russland-Rat, die OSZE, die WTO und bis vor wenigen Monaten auch die G7/8. Durch die Mitwirkung in diesen Organisationen wird Russland ein Maß an politischer Mitbestimmung in EU und NATO möglich, wie es kein anderes Land für sich beanspruchen kann. Von Ablehnung und Ausgrenzung kann daher keine Rede sein!
Ihre Lesart betont wieder einmal die Mär des russischen Opfermythos, um die außenpolitischen Abenteuer des Kreml irgendwie zu rechtfertigen.

Beitrag melden
Ateles 10.12.2015, 09:17
14. Aufrüstung

Zitat von peterbond2
Die USA haben im Jahr 2009 eine außenpolitische Strategie für die Arktis definiert. An erster Stelle dieser politischen Leitline stehen „Interessen der nationalen Sicherheit“ in der Region. Dazu zählen die USA unter anderem ständige Präsenz und freie Durchfahrt für US-Schiffe, Raketnabwehr-Systeme und Marine-Manöver sowie das ständige Überflugsrecht für US-Flugzeuge. Die US-Regierung behält sich das Recht auf „strategische Abschreckung“ vor und ist bereit ihre Interessen wenn nötig „auch im Alleingang durchzusetzen“. Die Leistungsfähigkeit der US-Flotte müsse deshalb erhöht und ihre Präsenz in der Region ausgeweitet werden, um „Handelswege, kritische Infrastruktur und Schlüssel-Ressourcen zu schützen“. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/03/wettlauf-um-rohstoffe-usa-wollen-arktis-flotte-ausbauen/ Ihr Hass auf Russland muss sie ja auffressen.
Manche sehen dies auch schlicht als Reaktion auf die russische Aufrüstung in der Region seit 2007:

"Im Kampf um die Rohstoffschätze unter dem Polareis hat die russische Marine ihre Präsenz in der Arktis verstärkt. Die Präsenz sei auch nahe der norwegischen Insel Spitzbergen durch Kampfschiffe der Nordmeerflotte ausgebaut worden, teilte die Marine in Moskau am Montag mit. [...]
Russland hatte im vergangenen Jahr (2007) für heftige Proteste gesorgt, als es zum Zeichen seines Anspruches auf die Rohstoffvorkommen der Arktis eine russische Flagge auf dem Grund des Ozeans hisste."
http://diepresse.com/home/politik/au...-in-die-Arktis

Beitrag melden
Robert_Rostock 10.12.2015, 09:49
15.

Zitat von Attila2009
Was ist daran aggressiv wenn Russland auf seinem Territorium (!) Luft-abwehr-basen gegen mögliche Angriffe über den Nordpol aufbaut ? Die USA bauen Rakentabwehrschirme auf polnischen Gebiet gegen iranische Raketen angeblich - weit fernab der Heimat. Wer ist also agressiv ? Es könnte schon eine Antwort auf die US Pläne sein die trotz Verhandlungen mit dem Iran nicht zurückgenommen werden, warum nicht.Aktion bedingt Reaktion. Das wahre Gesicht von Russland kennen Sie also ? Sie meinen die hätten auch keine konkurenzfähigen Produkte ? Fragen sie mal die US Raumfahrtindustrie die heute noch Raketenstufen in Russland kauft oder die US _Handelsorganisationen die trotz Sanktionen fleißig Geschäfte mit Russland tätigen. hat sich das Gesicht der USA seit der Unterwerfung der indianischen Ureinwohner wesentlich verändert ?
"Sie meinen die hätten auch keine konkurenzfähigen Produkte ? Fragen sie mal die US Raumfahrtindustrie die heute noch Raketenstufen in Russland kauft"

Erstens wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns mitteilen könnten, welche Raketenstufen die US-Raumfahrtindustrie in Russland kauft.

Zweitens muss es Russland ja wirklich schlecht gehen, wenn immer und immer wieder nur dieses eine Beispiel mit der Raumfahrt gebracht wird, wahlweise dass die Amis momentan mit der Sojus zur ISS fliegen oder die Bauteile.
Nicht falsch verstehen: Ich bin ein großer Bewunderer der sowjetischen Raumfahrt. Nur sollte man zur Kenntnis nehmen, dass die derzeitige russische Raumfahrt zum größten Teil nur die Weiternutzung von 40-50 Jahre alter Technik ist. Und auch nicht sooo zuverlässig funktioniert. Gerade letzte Woche ist wieder ein Satellit beim Start verlorengegangen.

Beitrag melden
espet3 10.12.2015, 09:50
16.

Zitat von Ateles
Manche sehen dies auch schlicht als Reaktion auf die russische Aufrüstung in der Region seit 2007: "Im Kampf um die Rohstoffschätze unter dem Polareis hat die russische Marine ihre Präsenz in der Arktis verstärkt. Die Präsenz sei auch nahe der norwegischen Insel Spitzbergen durch Kampfschiffe der Nordmeerflotte ausgebaut worden, teilte die Marine in Moskau am Montag mit. [...] Russland hatte im vergangenen Jahr (2007) für heftige Proteste gesorgt, als es zum Zeichen seines Anspruches auf die Rohstoffvorkommen der Arktis eine russische Flagge auf dem Grund des Ozeans hisste." http://diepresse.com/home/politik/au...-in-die-Arktis
Laut Spitzbergenvertrag ist die UDSSR/Russland dort bereits seit 1925 mit dem Abbau von Bodenschätzen aktiv.

Beitrag melden
sagichned 10.12.2015, 09:55
17.

Zitat von helios 2.0
Welche Ausgrenzungspolitik? Seit 1990 wurde Russland, auf Bestreben des "Westens", sukzessive in europäische und internationale eingebunden. Hierzu gehören der Europarat, der NATO-Russland-Rat, die OSZE, die WTO und bis vor wenigen Monaten auch die G7/8.
KSE Vertrag - wurde vom Westen nie ratifiziert.
ABM Vertrag - von USA einseitig gekündigt.
NATO-Russland-Rat war eine Antwort des Westens an die aufgebrachten Russen nach der ersten Expansionswelle nach Osten und hat für die Russen auch keinerlei Bedeutung ohne Mitstimmungsrecht.
Über solche Witzorganisationen wie die WTO usw. muss man auch nicht viele Worte verlieren.

Im Grunde kann man sagen: der Westen ernten jetzt das, was es jahrelang gesät hat.

Beitrag melden
peterbond2 10.12.2015, 10:09
18.

Zitat von helios 2.0
Welche Ausgrenzungspolitik? Seit 1990 wurde Russland, auf Bestreben des "Westens", sukzessive in europäische und internationale eingebunden. Hierzu gehören der Europarat, der NATO-Russland-Rat, die OSZE, die WTO und bis vor wenigen Monaten auch die G7/8. Durch die Mitwirkung in diesen Organisationen wird Russland ein Maß an politischer Mitbestimmung in EU und NATO möglich, wie es kein anderes Land für sich beanspruchen kann. Von Ablehnung und Ausgrenzung kann daher keine Rede sein! Ihre Lesart betont wieder einmal die Mär des russischen Opfermythos, um die außenpolitischen Abenteuer des Kreml irgendwie zu rechtfertigen.
Am 19. Mai 1990 sagte der damalige NATO-Generalsekräter Manfred Wörner in Brüssel: "The very fact that we are ready not to deploy NATO troops beyond the territory of the Federal Republic gives the Soviet Union firm security guarantees." Oder auf Deutsch: "Die Tatsache, dass wir bereit sind, NATO-Truppen nicht darüber hinaus als das Gebiet der Bundesrepublik zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien."

Und was ist wirklich geschehen? Alle ehemaligen Ostblockländer und die ehemaligen Sowjetrepubliken im Baltikum sind in der NATO aufgenommen worden. Man will sogar Georgien und die Ukraine in die NATO einverleiben. Mit der Ukraine trifft man voll den Sicherheitsnerv Russland und mit Georgien auch. Das ist Provokation pur.

Die Russen vergessen diesen Wortbruch nicht. Auch nicht den wegen Jugoslawien und vor allem wegen Kosovo, und dann wegen Irak, Libyen und Syrien.

Beitrag melden
lupidus 10.12.2015, 10:13
19.

Zitat von Attila2009
Was ist daran aggressiv wenn Russland auf seinem Territorium (!) Luft-abwehr-basen gegen mögliche Angriffe über den Nordpol aufbaut ? Die USA bauen Rakentabwehrschirme auf polnischen Gebiet gegen iranische Raketen angeblich - weit fernab der Heimat. Wer ist also agressiv ? Es könnte schon eine Antwort auf die US Pläne sein die trotz Verhandlungen mit dem Iran nicht zurückgenommen werden, warum nicht.Aktion bedingt Reaktion. Das wahre Gesicht von Russland kennen Sie also ? Sie meinen die hätten auch keine konkurenzfähigen Produkte ? Fragen sie mal die US Raumfahrtindustrie die heute noch Raketenstufen in Russland kauft oder die US _Handelsorganisationen die trotz Sanktionen fleißig Geschäfte mit Russland tätigen. hat sich das Gesicht der USA seit der Unterwerfung der indianischen Ureinwohner wesentlich verändert ?
also die osteuropäischen staaten haben mehr als deutlich ihre angst vor russland kundgetan, nicht vorm iran. wenn dort also ein raketenabwehrschirm aufgebaut, wird, dann weil das dort gewollt ist. seit der krim ist so ein fall auch keine utopie mehr.

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!